Hi,
so nun will ich auch mal was zum 95er -98er 100er Oktan Gerede zu Besten geben.
Erst mal haben alle Recht die eine Serien-Maschine fahren!
Der Hersteller testet seine Motoren in möglichst allen Lastbereichen. Über die Steuerzeiten, Zündung und Einspritzmengen wird die Füllung der Brennräume mit der Efizientesten Verbrennung definiert.
Um eine unregelmäßige Verbrennung zu vermeiden- was sich als Klopfen definiert- stimmen die HerstellerIhre Motoren auf eine definierte ROZ- sprich Oktan zahl ab. Sinn macht super - das macht etwa 70% des Benzin umsatzes in DT aus.
Ändert man aber etwas an seinem Mopped, Schalldämpfer, mapping per Chip, Vergaserdüsen und soweiter mit dem Ziel der Leistungssteigerung verläßt man den Rahmen den der Hersteller gesetzt hat.
Hier macht es dann Sinn, besser 98 Oktan zu tanken.
Motorentechnisch sind Verdichtungen über 10,5 im algemeinen Motorenbau oft nur mit superPlus zu beherschen. Die KTM-Motoren haben aber Verdichtungen von 11,5 und manchmal mehr.
Sogenante Glühzündung- Klopfen wird dann über die Zündung beeinflußt. Man verstellt die Zündung auf spät, was aber der Leistungsausbeute abträglich ist.
Wie gesagt, so lange der Motor halt der Serie entspricht macht es absolut keinen Sinn mehr als vom Hersteller empfohlende Oktanzahl zu überschreiten.
Aber für überarbeitete Motoren sollte man seinem Schätzchen schon den besseren Spritt gönnen.
Wichtig!
Den hochoktanigen Spritt brauch der Motor nicht unbedingt bei Höchstdrehzahl, vielmehr sind es niedertourige Drehzahlen mit Volllastanteil die wirklich krittisch sind ...
Also mein Mopped ist nun ganz und gar nicht mehr Serie.
Ab jetzt tanke ich mind. Super plus. Besser V-Power da der Motor ausgereitzt wurde.
Noch so als Anmerkung. Je höher der Dienstgipfel ist- Höhenmeter- um so wichtiger ist die Oktan-Zahl. In großen Höhen verdampfen niedrigsiedene Anteile im Sprit, was die Zündwilligkeit mindert.
Klein-Flugzeuge tanken nicht ohne Grund 130 Oktan Sprit bei Höchstdrehzahlen um 3.500 Touren, nur so zum nachdenken.
Gruß
Sirkman