R oder nicht R

  • Soweit ich das verstanden habe, hat die R einen um 2,5 cm längeren Federweg als die Modelle bis 2010 (entsprechend höher ist auch die Sitzposition), das 2013er Modell ist wohl wieder auf das ursprüngliche Maß zurückgekehrt. Da ich mich mit dem Gedanken auf einen Wechsel zur R gefasse, ergeben sich folgende Fragen:





    • Gab es mit dem größeren Federweg einhergehend technische Probleme?
    • ist die Rückkehr zum kürzeren Federweg gleichbedeutend mit der Rückkehr zur Technik der früheren Versionen?
    • ist die Rückkehr einer negativen Kundenreaktion geschuldet?
    • Ständerläge angepasst?



    Für Eure Anregungen, Erfahrungen und Meinugen wäre ich dankbar!




    Soweit ich das hier im Forum verfolgen konnte, scheint unsere Enduro doch mit so einigen Mängeln behaftet zu sein, wobei ich mehr und mehr den Eindruck gewann, das die Mängel, die zunächst einer „spinnenden“ Elektronik zugeordnet wurden, eher auf ganz profanen „Gammel“ zurückzuführen waren (Masse etc.) Auch meine scheint davon nicht ganz frei. Zwei Phänomene, die anscheinend spontan auftreten und deren Ursache mir unerklärlich ist, konnte ich bisher beobachten:





    • Motor bleibt stehen (kein normaler Leerlauf) und ist nur regelwidrig (also mit Gas!) wieder in Gang zu bringen
    • das Display der Griffheizung/Kettenschmierung (CLS)leuchtet auf, so als würde diese sich gerade einschalten.



    Ich bin zwar deswegen noch nicht liegengeblieben, doch ärgerlich ist das schon, zumal so ein Verhalten mit einem erheblichen Vertrauensverlust einhergeht, was die Zuverlässigkeit betrifft. Da ich auch nicht an Selbstheilung glaube, werde ich mir als Erstes die hier beschriebenen Massepunkte vorknöpfen, man soll ja immer mit dem Dümmsten anfangen.




    In diesem Zusammenhang wäre es doch auch interessant, ob es denn so etwas wie


    wie eine Signifikanz in der Mängelhäufung z.B. bezogen auf Modelljahre/Baureihen gibt?

  • Hallo Dietrich!


    Zum Thema Federwege/-elemente:
    Die "alte" R hatte in der Tat 25mm mehr Federweg als die ersten 690 Enduro Modelle und auch als die 2012er. Die originale 690er Enduro war ziemlich straff ausgelegt - fast etwas supermotomäßig - und damit fit für harten Einsatz auf der Straße (soweit M. Enduro 3 o.ä. montiert waren) aber etwas unsensibel im Gelände. Ich war zeimlich enttäuscht, als ich sie im Vergleich mit meiner 640er Adv. gefahren war - auf derselben on- und vor allem off-road Strecke. Auf der Straße war sie für die meisten wohl die bessere SMC (bitte nicht steinigen, SMC-Fahrer!). Die R-Version (275mm Federwege) soll das bessere Endurofahrwerk gehabt haben, d.h. besseres Ansprechverhalten + Reserven - ich bin sie aber nie gefahren.
    Noch etwas interessantes: Weder die "originale", noch die langbeinige R (wurde mir berichtet) machen Probleme mit Pendeln wenn man die Leistung auf der Straße voll ausnutzt (z.B. unter voller Beschleunigung beim Überholen). Die "neue" R - die auch nicht mehr Leistung hat - ist ziemlich instabil und empfindlich unter leichten Fahrern. Warum weiss niemand (KTM vielleicht..?)


    Die "neue" R hat wieder 250 mm Federwege und bessere Instrumente, d.h. auch Drehzahlmesser, Straßenmodell-Schaltereinheiten UND eine dickere - aber zu weich und immer noch unpraktisch kantig gepolsterte - Sitzbank. Daher ist die Sitzhöhe effektiv fast gleich wie beim "alten" R Modell.
    Ob sie weicher oder gleich abgestimmt ist wie die erste 690er Enduro kann ich aus der Erinnerung heraus wirklich nicht mehr beurteilen. Ob die Federelemente gleicher Qualität sind weiß ich auch nicht. Mein Eindruck ist, dass die Qualität allgemein nicht besser geworden ist.


    Ich würde jedem potentiellen Käufer dringend raten, sich nicht auf Kommentare anderer zu verlassen, sondern unbedingt ausgedehnte Probefahrten zu unternehmen. Fahrstile und Geschmack unterscheiden sich schließlich auch.


    :winke:

  • Hallo,


    kann mich bones nur anschließen jeder soll die Modelle selber Probe fahren!


    ich hab mir eine Enduro R 2012 gekauft denn wie schon gesagt hat die besseren Instrumente Schalter usw.


    Und was mir ganz wichtig war sie pendelt nicht auch nicht bei 150-160 km/h! Fahrwerk ist für Straße und Enduro super ausgelegt!
    Sitzbank ist weich stimmt aber mir passt das gut da ich auch mal weitere Strecken fahre :-)


    Finde die 2012er "R" ist wieder ein richtig gutes Enduro Motorrad geworden. Gut im Gelände und gut auf der Straße. Und sie hat die vollen 690ccm mit 10000er Intervall was mir persönlich sehr wichtig war.


    Aber wie gesagt probier sie selber dir muss sie passen :-)

  • Hoii,


    Fahr auch seit 2 Jahren eine 10er Enduro-R. (275mm vorne und hinten)
    Zum Thema Fahrwerk konnte ich Anfangs nicht klagen, bin mit ihr viel im Wald oder allgemein Offroad gefahren(6000km) bis der Sumo Radsatz kahm.
    Sehr schön einzustellen....


    Jedoch hat sich das "Losbrech" und "Dämpferverhalten" der Gabel mit der Zeit deutlich verschlechtert. Hab jetzt um die 15.000km drauf und zum schluss hat die Gabel doch sehr zu wünschen übrich gelassen.
    Hab dann das ganze Fahrwerk, da ich nur noch mit dem 17" Radsatz unterwegs bin komplett machen lassen. Sprich andere Dämpfungseinstellung + Öl vorne und hinten und andere Gabelfedern.


    Weiß nicht ob die andere auch so sprechen aber bei mir wars so..... glaub so viele (R) Fahrer sind hier nicht.


    Auch mein Fahrwerksfritz meinte das man da nicht mehr von einer Dämpfung reden konnte :staun: (nach15000km)


    Zum Thema Federweg denk ich das so viel Federweg in der Kathegorie von Enduro einfach zu viel war so das sie wieder einen Rückzieher gemacht haben. Die 690er gehört ja eher zu den "Reiseenduros" und kann ja nicht wirklich mit ner EXC verglichen werden. Obwohl das Teil doch mega Laune gemacht hat im Gelände :knie nieder::crazy:
    Bin mit Erstbereifung und mit dem Michelin Desert schon über 160km/h gefahren aber hat sich eigentlich noch ganz human angefühlt, ohne Pendeln usw.


    Gruß Padde


    PS: Ich bin zufrieden mit dem Teil und würde mir die nochmal kaufen :Daumen hoch:

    Gruß Padde #5 :prost:

    2 Mal editiert, zuletzt von M-Tourer ()

  • Ich hatte (glaube) 2008 eine der ersten 690Enduros . Das Teil ging wie die Hölle . Fahrwerk war auf der Straße und im Gelände wirklich gut .
    Irgendwann bin ich dann auf eine der ersten 690E-R umgestiegen . Und bei dieser R war das Fahrwerk etwas holprig . Keine Ahnung was mit dem Ding loß war . Ich bin mit der im Gelände überhaupt nicht klar gekommen . Der Motor zog obenraus nicht so gut wie die erste 690 die ich hatte . Untenraus dafür etwas besser . Der Motor lief auch etwas rauer . Bin dann auf eine 990@ umgestiegen .


    Heute besitze ich eine 2009er 690Enduro , die ich seit meinem Kauf leider noch nicht richtig fahren konnte . Der Motor läuft unten raus nicht so wie meine alte R , dafür ist das Fahrwerk wieder so wie es sein soll .


    Alles in allem kann man mit einer Enduro ob mit oder ohne R nichts falsch machen . :Daumen hoch:


    Jeder hat auch so seine Vorlieben .

  • hallo....
    also ich fahre die R schon seit zwei jahren und bin mit ihr sehr zufrieden. jedenfalls so wie ich sie nutze. ich fahre überwiegend im gelände und dort macht sich ihr fahrwerk bezahlt. ach ja, ich hab noch die richtige R. 2011er model. bei grossen sprüngen schlägt sie aber vorne auch durch,ist ja auch kein leichtgewicht.... der motor ist super, zieht von unten bis oben super durch.ich sag sag mal ab 5000 kommt nochmal ein richtiger schub,den man nicht vernachlässigen sollte. unten rumdümpeln mag sie nicht so,dann wird sie ruckig,ist auch nicht gut für den motor. auf der strasse macht sie nicht so viel spass,fängt ab 160 auch an zu pendeln.bei 180 hört der spass dann auf,hat mit fahren nix mehr zu tun. ich hatte noch keine grossen probleme mit ihr... einmal war die sitzbank gebrochen,war aber noch garantie. ich bin froh das ich damals noch die R genommen habe,jetzt hat man doch eh keine wahl mehr. die normale enduro gibts doch gar nicht mehr. für überwiegend strasse und ab und an mal ins gelände mag die neue ja ganz gut sein. für hartes gelände würd ich mir was anderes kaufen.....ach ja,die neue R hat ja auch 4ps mehr und wirkliche 690ccm.

  • Die verkürzten Federwege haben mit Sicherheit eher Marketing- und keine technischen Gründe. Mit der reduzierten Sitzhöhe ist die Enduro halt eher "breitentauglich". Für mich war die "hohe" auch nie eine Option, ich bin glücklich mit meiner 10er E - hat was mit Beinlänge zu tun. Die Länge des Ständers ist auch bei allen Modellen angepasst - das passt scho.


    Lass Dich nicht verunsichern von Mängelberichten hier im Forum. Die Mehrheit der 690er Besitzer hat nur Freude :wheelie: und jammert hier nicht rum.
    Und eine Fahrwerksunruhe bei >160 km/h hab ich auch noch nicht festgestellt - so schnell war ich noch nie. Wer mit 160 km/h damit geradeaus auf der Autobahn unterwegs ist, macht sowieso was falsch.


    Zu Deinem Problem: mach mal einen Ini-lauf, wenn sie mal ohne Gas anspringt! Wenn sie nur noch mit Gas startet, dann lass mal in der Werkstatt die Grundeinstellung machen.
    Und zu CLS & Griffheizung kann hier wahrscheinlich keiner was sagen - gehört nicht zur Grundausstattung.

    Sprüht der Lenker Funken, bist du zu tief unten

  • hmmmmm ---- vielen Dank für Eure Beiträge, ich versuche, aus den Aussagen Schnittmengen und Kongruenzen zu ermitteln, interpoliere das Ganze noch mit anderen Beiträgen und Schimpfkanonaden und werde dann doch wohl eher meine "alte" behalten. Ach und übrigens, Pendeln - hier stimme ich mit Masterreset voll überein - ist für mich kein Thema, zumal dieses nach meiner Erfahrung auch in erheblichem Maße von fahrzeugunabhängigen Faktoren verursacht wird, oft langt schon ein beherztes Umsetzen, um ein sich anbahnendes Pendeln im Keime zu ersticken. In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, ob jemand hier auch Erfahrung mit Steuerkopf-/Schwingenlagerungen z.B. von Emil Schwarz hat?


    Gruß
    Dietrich

  • ich habe schon zweimal e-scharz-lager verbaut allerdings nicht auf meinen KTM's :nein: jedenfalls sehr gute ware :Daumen hoch: