Beiträge von bones

    off-road-biker :
    Doch, genau so habe ich das gemeint. Hätte ich zuhause, nach 1'200 Km den Reifen voll zu Ende gefahren, wäre ich, nach weiteren 400 Km Hausstrecke, auf insgesamt 1'600 Km gekommen. Da ich nach den 1'200 Km Hausstrecke aber in den Urlaub gefahren bin (Seealpen) hielt der Gummi nicht weitere 400 Km sondern satte 1'700 UrlaubsKm und er ist immer noch nicht am Ende.
    Marodeur hat so ungefähr Recht: Meine Hausstrecken sind extrem kurvig und da ich sie gut kenne, fahre ich dort auch reifenverschleissfreundlich. Im Urlaub bin ich grundsätzlich gebremst/vorsichtig unterwegs, die Straßen sind auch mal nur leicht kurvig und siehe da: Dergleiche Reifen hält dreimal so lang! Daher hätte ich auch keine Bedenken mit dem Corsa 2 auf eine bis 4'000 Km lange Urlaubstour zu gehen. Auch Sardinienheizer können getrost 1'000 - 1'500 Km Anfahrt einplanen, mind. 1'000 Km auf Sardinien und diesselbe Strecke nach Hause.

    Gerade sehe ich, dass meine Atwort einige Wochen zu spät kommt .. dennoch:
    Ich bin zwar den Corsa 2 noch nicht bei Temperaturen unter 14°C gefahren (auch auf dem Gipfel des C.de Galibier hatte es vor zwei Wochen 15.5 °C), aber ich kann sagen, dass der Reifen bei 15-16°C keinerlei Probleme macht. Er kühlt auch nicht während der Fahrt spürbar ab, wie das der Rosso 1 & 2 getan haben. Auf den Alpenpässen hatte ich- mit Gepäck - nichts zu beklagen. Sobald man bei Kälte & Nässe auf die Rußmischung des äußeren Laufstreifens gerät, ist das natürlich anders. Man muss aber nur die max. Schräglage entsprechend "einjustieren" (& das gilt aber auch für andere Reifen).


    P.S: Ich habe den Alpentrip mit 3/4 verschlissenen P.R. Corsa 2 begonnen (waren 1`200 Km gelaufen), fuhr dann AB durch die Schweiz (Verbrauch 4.1 L//100 Km!), gefolgt von den klassischen Tour de France Pässen. Ich konnte nicht viel fahren, da ein Moped ausfiel, aber weitere 1'700 Km wurden es trotzdem. Zu Hause hätten mir die Reifen also noch ca. 400 Km gehalten, auf der Urlaubstour hielten sie noch 1`700 Km, d.h. mehr als 4-mal so lang!!! Sie sind noch für 100 Hausstrecken-Km gut, schätze ich.
    Mein Kaltluftdruck war vor Abfahrt 2.3 v,/2.5 bar h. Auch nach stundenlanger Fahrt auf der AB stieg der Druck nicht mehr als auf der Landstraße (2.5/2.7) Auf 2'000m und höher fiel der L.druck zwar auf warm 2.2-2.3bar vorne,; es fuhr sich trotzdem (oder deswegen?) einwandfrei und ich passte den Druck nicht an.
    Ich bin froh nicht extra Touren- oder Allround-Sportreifen montiert zu haben lassen. Ich denke das lohnt sich erst bei mehr als 4'000 Km erwarteter Wegstrecke.

    Da die SD ganz neu war, habe ich sowohl Luftdruck (2.5/2.6) als auch die "Standard" Fahrwerkseinstellung bis zur Einfahrinspektion übernommen. Ich habe einfach (und unsinnig ...) aus den Kurven/Kehren am Gas gedreht weil es eben so geil war :crazy: Auf meiner 821er Hyper SP hielt ein M7 zwischen 1'600 und 1'800 Km - ziemlich ähnlich wie ein Rosso 3 (der K3 RR hielt übrigens auch nur 1'200 Km). Der hohe Verschleiß allgemein ist nur der Tatsache geschuldet, dass ich eben immer kurze (ca. 80 - 110 Km), scharfe Runden auf meinen Hausstrecken drehe. Die 1290er verschleißt eigentlich auch nicht mehr Reifen als meine anderen Maschinen (inkl. einer sanften - 70 Nm - Aprilia 750 Dorsoduro) das getan haben - es sei denn man legt es darauf an (--> mein Erstausrüstungs M7). Es sind die hohen Kurvengeschwindigkeiten und natürlich die Anzahl solcher Kurven, die den Verschleiss bestimmen, da bin ich mir nach 13 Jahren (= ca. 250'000 Km) Südschwarzwald sicher! Anderswo habe ich nicht annähernd so viele Reifen verbraucht.


    Ich bin davon überzeugt, dass auf Urlaubsfahrt, d.h. viele Pässe mit Gepäck und nie extreme Fahrweise, der P. Rosso Corsa 2, auf der 1290er SD, 3'000 - 4'000 Km halten würde. Sardinien könnte natürlich mehr Gummi fordern. Für kalte Alpensträßchen gibt es aber bestimmt bessere Reifen.

    Welche Laufleistung der PDRC2?


    :denk: Du bist seit diesem Frühjahr 3x PDRC2, 1x je M7, 1x S20Evo und Supercorsa SP V2 gefahren – und hast aktuell deinen 4. PDRC2 drauf?
    Wie lange halten bei DIR die jeweiligen Reifen und wieviel bist gefahren?


    Beinahe: Ich habe jetzt den 3. Satz Rosso Corsa 2 drauf. Der M7 war leider nach nur 1200 Km hinten am Limit (habe dann, glaube ich, nach ca. 1'500 Km gewechselt). Das war vielleicht auch die Anfangseuphorie über das brutale Beschleunigungspotential der SD 1290.
    S20 waren praktisch genauso schnell runter, nur war der Hinterreifen von Anfang bis Ende mit dem Drehmoment überfordert und machte die Maschine instabil.
    Der Supercorsa SP V2 hielt, trotz "guter Behandlung" und optimaler klimatischer Bedingungen nur 1'100 Km.
    Ein Satz Corsa2 hält mir schon ca. 1'700 Km und ist dann lediglich schlechter zu fahren als am Anfang, aber immer noch (fast) legal. Mal sehen wieviele Km ich aus dem 3. Satz heraus hole. Ich fahre zwar immer im Track Modus, damit ich die Traktionskontrolle frei und schnell einstellen kann, dafür aber mit Gasannahme auf "Street" um nicht so viel initialen Schlupf beim Gasgeben zu haben. Auch fahre ich die Reifen geduldig warm und regle die TC dann mit der Zeit von Stufe 5 runter auf 3 oder wenn's mich mal juckt und die Straße heiß ist auch auf 1 - beides scheint den Verschleiß etwas zu reduzieren.
    Gesamte Fahrstrecke dieses Jahr: 7'800 Km.
    Wie schon erwähnt: Wenn jemand auch "normale" Strecken (nicht nur Hausstrecken bolzen) dabei hat und/oder auch mal ein paar Km geradeaus fährt, dann dürfte der Corsa2 länger halten als der Rosso3, z.B. Diesen werde ich vielleicht als Urlaubs- und Herbstreifen aufziehen lassen, denn für Kälte und Nässe ist der Corsa2 nicht gemacht.

    Nur der Fairness halber: Unabhängig von der Einfahrinspektion hat sich mein QS2 sehr stark verbessert und das liegt garantiert nicht nur daran, dass ich jetzt besser damit umgehen kann. Ich habe nun keinerlei Beschwerden was den QS2 oder das Getriebe angeht - ob man ihn braucht bzw. ob der QS unterm Strich ein Gewinn oder - auf der Landstraße - Firlefanz ist, ist eine andere Frage.

    Es wurde nach dem Empfinden des Fahrverhalten gefragt und das hängt natürlich sehr vom Fahrer und den gefahrenen Strecken ab. Ich fahre praktisch NUR Kurven und bisher keine Touren mit der SD-R.


    Seit diesem Frühjahr hatte ich, nach den serienmäßigen M7, zwei Sätze Corsa2 drauf, dann S20 Evo, Corsa2, Supercorsa SP V2 und jetzt wieder Corsa2; also 3 Sätze Corsa2, bisher.


    Von den genannten 4 Reifentypen passt MIR der Pirelli Rosso Corsa2 am besten. Luftdruck kalt (auch laut Bordanzeige, nach 100m): vo: 2.3-2.4 / hi: 2.5. Das erhöht sich während der Fahrt auf 2.5/2.7 bis zu 2.6/2.8, je nach Strecke. Bei mehr Druck verliere ich hinten Grip und das Ablaufbild des Reifens zeigt das auch deutlich.


    Die Stärken des Corsa2 sind für mich:


    - enorm gute Stabilität, d.h. top Geradeauslauf UND absolut verlässliche Linientreue ("Hände weg" vom Lenker und man bleibt exakt auf der eingeschlagenen Kreisbahn);
    auch wirklich brutale Stöße in Schräglage steckt der Reifen weg, bzw. hält einen weiter auf Kurs - das "durfte" ich zweimal erleben :staun::kacke: (und überleben)
    Natürlich beeindrucken kleinere Störfaktoren, wie z.B. Bitumen, Risse, Belagkanten, etc. den Reifen überhaupt nicht - man spürt aber, aufgrund der super Rückmeldung, dass sie da sind (ein Supercorsa rollt weicher drüber)


    - phantastische Haftung beim Beschleunigen in Schräglage (wesentlich besser als beim M7 oder beim S20) - auf der Land(Berg)straße kann ich nicht einmal sagen, ob der Supercorsa noch besser klebt


    - hervorragende Rückmeldung (ebenfalls weit besser als beim M7 oder S20)

    - der Reifen harmoniert perfekt mit der SD-R


    - bei starker Beanspruchung geringerer Flankenverschleiß als alle anderen von mir auf der SD 1290 R gefahrenen Reifen und somit längste (!) Lebensdauer


    - Ich habe den Reifen immer richtig warm bekommen, auch bei 18°C und das Ablaufbild war/ist perfekt


    - bei Starkregen auf der AB problemlos und angenehm, auf der Landstraße ebenfalls völlig unproblematisch - allerdings war es immer warm. Tourenfahrern und Flachlandbewohneren würde ich den Corsa2 nicht empfehlen, es sei denn für die Sardinienreise o.ä.


    Schwächen:


    - teuer


    - die mittlere Laufflächenmischung ist mir zu hart und haltbar. Wenn ich die Reifen entsorge, sieht man praktisch keinen Verschleiß auf der Mitte (was die Sardinienreisenden natürlich freuen wird!)
    Dadurch spürt man den Übergang von der Silika- zur Rußmischung auf den Flanken sehr deutlich, je weiter die Flanken verschlissen sind. D.h. es gibt dann einen kleinen Rutscher beim schnellen Umlegen in Schräglage bis man wieder die reine Rußmischung auf der Straße hat (ca. die äußeren 4 cm). Dies geschieht aber erst gegen Lebensende der Reifenflanken.


    - im Vergleich mit dem gigantisch guten Supercorsa SP V2 ist auch die Bremsleistung schlechter: Mit dem Supercorsa kann man extrem stark und gleichmäßig in die Kurven/Schräglage hineinbremsen und spürt genau, wie sich der Gummi weich und bombensicher mit dem Asphat verzahnt. Dieses traumhaft transparente Gefühl für die Haftung beim Bremsen kann der Corsa2, aufgrund der "harten" mittleren Silikamischung nicht bieten. Ich hatte aber auch sehr gute klimatische Bedingungen (trocken, knapp 30°C) während die Supercorsa montiert waren (sie hielten nur 1100 Km - eine Woche :staun: )


    Eigentlich wünsche ich mir nur eine weichere Mischung auf den mittleren 2/3 der Lauffläche und einen niedrigeren Preis - dann hätte ich den perfekten Reifen! :titten::wheelie:

    Brauchte bei der SD vorne bei 15000km schon neue Beläge. Bei meiner SMR nicht vor 25000km. :denk:


    Meine vorderen Beläge waren schon nach 7'000 Km am Ende, obwohl ich eher weich in die Kurven bremse. Bei meiner Hypermotard SP musste ich lange ncht so früh wechseln.
    Abgesehen von der MSR kommt das allerdings auch davon, dass man mit diesem Monstermotor einfach sehr viel Speed in Hitze umwandeln muss - meine Geschwindigkeitsspitzen sind - z.B. zwischen zwei Kehren - einfach höher als mit dem 110 PS Moped. Man braucht schon Disziplin um eine konstant hohe Grundgeschwindigkeit zu fahren und nicht ständig positiv oder negativ zu beschleunigen - ein bisschen wie beim 4-Zylinder.


    :winke:

    Meiner Ansicht nach hat die SD 1290 R zwei fahrwerkstechnische Eigenheiten:
    1. Aufgrund der hohen Leistung ist es für den Hersteller wichtig, dass man auch aus extrem hoher Geschwindigkeit stark bremsen kann (bis in den ABS Regelbereich), ohne dass die Gabel auf Block geht oder durch zu weites Abtauchen zu schnell ein Überschlag provoziert wird. Deshalb hat die SD so harte Gabelfedern verbaut, was mich z.B. stört. Die Maschine federt nie - egal wie man die Dämpfung oder die Vorspannung hinten einstellt - gleichmäßig ein. Die 790er Duke tut dies vorbildlich, auch wenn sie insgesamt auf der weichen Seitei ist. Was das Fahrwerk angeht bin ich deshalb bestimmt schneller mit der 790er (auf Bergstraßen). Eigentlich ist das meine einzige Kritik am Serienfahwerk der 1290er.


    2. Der Durchhang, sowohl statisch als auch dynamisch, ist extrem groß. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Werkseinstellung hinten ca. 20mm statischen (unbelasteten) Durchhang mit sich brachte - schon beinahe Enduro-Niveau! DAS ist der wichtigste Punkt um das Fahrwerk der dicken SD in den Griff zu bekommen. MEHR VORSPANNUNG hinten! Das steht sogar im Handbuch: Für die Rennstrecke wird ein statischer Negativfederweg (= Stat. Durchhang) von 14mm statt der Werkseinstellung von 20 oder mehr mm empfohlen. Bei sportlicher Fahrweise auf kurvigen Straßen ist das ebenfalls sehr empfehlenswert!
    Bevor man irgendwo an der Dämpfung dreht, sollte man das Federbein einmal so lange vorspannen bis man auf 14-16mm unbelasteten Durchhang kommt. Das dürften ca. 1.5 - 2 Umdrehungen sein (Schätzung). Dadurch wird auch die Gabel anders (mehr) belastet, da mehr Gewicht auf das Vorderrad kommt. Nun würde ich hinten die Zugstufe entsprechend weiter zudrehen (ich fahre mit 9 Klicks offen) und vielleicht die Low Speed Druckstufe auch (10-12 Klicks offen ist mein Ding). High-Speed kann man auf 1.5 Umdreh. offen lassen Die Druckstufendämpfung ist jedoch mehr Geschmacksache und Fahrstil abhängig. Meine Gabel steht auf 11/11, aber auch das ist Geschmacksache.
    Ich empfinde vor allem das Federbein meiner 2018er als sehr komfortabel und habe keine Probleme Komfort, Zielgenauigkeit und Traktion unter einen Hut zu bekommen.


    Die Traktionskontrolle schaltet sich schon früh ein, auch im "Sport" Modus; ich fahre deshalb gern auf Stufe 2 (wenn die Reifen warm sind) und immer ohne Anti-Wheelie Funktion - auch diese bringt Unruhe in den Fahrfluss. Der 1300er V 2 verursacht natürlich auch mehr Lastwechsel als so ein weichgespülter 4 Zylinder und man kann nicht Gas geben oder wegnehmen, ohne dass dies eine Reaktion verursacht ,die man auch im Fahwerk spürt.


    Konkret und auf den Punkt: Federbein mehr vorspannen! Zugstufendämpfung mindestens auf "Sport" (10 oder gar weniger Klicks offen) und Traktionskontrolle aus oder (Track-Pack only) auf 2 oder 3 stellen.

    :winke:

    Bedienungsanleitung 2018, Seite 222: Luftdruck, kalt, vorne 2.5 bar, hinten 2.5 bar solo. Bei voller Nutzlast: 2.5 bar vorne, 2.9 bar hinten. - Hat sich da etwas geändert?
    Mein Flaig Lufdruckprüfer zeigt übrigens immer 0.1 bar mehr an als der Bordcomputer. Fahre ich mit kalten Reifen und 2.4 vorne 2.5 hinten los, zeigt das Display nach ein paar Metern 2.3/2.4 bar an.

    Frank : Ich wundere mich auch immer wieder, schließlich steht im Benutzerhandbuch der SD 1290 R, Modell 2017/18, eine Luftdruckempfehlung (ohne Sozia) von 2.5 vorne UND 2,5 hinten. Die Reifenfirmen verweisen bei Anfragen genau auf diese, in der Bedienungsanleitung empfohlenen Werte. Hinten mehr als 2.5 bar empfiehlt KTM nur bei erheblicher zusätzlicher Beladung (Sozius).
    Aber ehrlich gesagt, wenn jemand sowieso keinen Unterschied spürt, zwischen zwei Werten, dann ist es auch egal ob er mit 3 bar oder 2.3 bar fährt. Ich habe bei sehr vielen Versuchen immer wieder festgestellt, dass mir meine Pirelli Rosso Corsa 2 auf Schwarzwaldstraßen am besten gefallen, wenn die Anzeige im Display vorne 2.5 und hinten 2.7 bar (heiss!) attestiert. Also fahre ich mit diesem Druck. (Das sind kalt ungefähr 2.3-2.4 bar vorne und 2.5 bar hinten)
    :wheelie:

    Ich habe jetzt den zweiten Satz drauf (einen Satz S20 Evo zwischendurch...) und kann behaupten, dass der Cors 2 auf den Flanken mehr Km macht als jeder andere Reifen den ich schon gefahren bin. Darüber hinaus ist das Profil im mittleren Bereich derart tief und war , als ich nach ca. 1'500 Km den Satz entsorgt habe noch mehr als ausreichen für 2'000 Km aufrechte Fahrt.
    Mit meiner 950 SM seelig fuhr ch gern den BT 16 Pro. Zuhause hielt mir ein Hinterreifen ca. 2000 Km; auf Urlaubsfahrt (Seealpen & Emilia Romagna) hatte er nach 3'000 Km immer noch Gummi für weitere 500 Km Hausstrecke. Diablo Rosso 1 & 2 ähnlich (Vergleich Hausstrecken mit Alpentour).
    Der Corsa 2 macht mit Sicherheit locker 2000 Km Autobahn plus 1000 Km hartes Kurvenfahren mit- wahrscheinlich mehr. Mein Eindruck ist, dass der Corsa 2 länger hält als der Rosso 3 (den ich gut kenne und mag) - auch auf der Reifenmitte. Eigentlich der pefekte Reifen für Sardinien-Hooligans ... :teuflisch:
    Wenn einem aber so viel an Laufleistung und Nässeperformance liegt, warum dann nicht beim M7 bleiben, oder Michelin Pilot Power. 3: ein Tourenreifen mit Sportlerallüren und erstklassigen Nässeeigenschaften (Trockenhaftung ist aber bescheiden).

    Den P. Rosso Corsa 2 finde ich ja unter anderem gerade deshalb so gut, weil er für sehr schnelle Fahrer nicht nur ein klasse Fahrverhalten hat (Lenkpräzision, Stabilität, Haftung ...) sondern eben auch eine ungewöhnlich gute Laufleistung bietet.
    Wer versucht mit einem P. Angel, C. R. Attack (egal welchem Modell), o.ä. Material so schnell Kurven zu fahren lebt erstens gefährlich (und stellt somit auch eine potentielle Gefahr für Andere dar :grins: ) und wird zweitens feststellen, dass der Flankenverschleiss eher noch höher ist als mit dem Hypersportler. Tourenreifen sind zum Touren da, Sportreifen zum sportlichen Fahren, ...
    Ich war schon mit Tourenreifen und sehr oft mit Sortreifen in den französischen und italienischen Seealpen und auf Korsika und Sardinien. Da durch die Anfahrt endlich auch mal die Laufflächenmitte beansprucht wurde, hatte ich ein perfekt gleichmäßiges Ablaufbild und der gleiche Reifen(typ) hielt mehr als doppelt so lange wie auf den Hausstrecken. Auf Korsika und in den Seealpen bräuchte ich allerdings die extrem gute Haftung wirklich nicht und auf 2000 m ü M. ist die bessere Kalthaftung eines Tourenreifens schon angenehm.
    Übrigens: Wer mit dem P. Rosso Corsa 2 bei Regen nicht klar kommt und glaubt mit einem Rosso 3 oder M7 hätte er keine Probleme, lügt sich in die eigene Tasche und sollte dringend üben. Und: Wer bei Regen versucht an der Haftungsgrenze zu fahren - dazu hat er ja schließlich seine Silikatourengummis - ist der nicht verantwortungslos? :denk:


    Oben Geschriebenes, bzgl. "Gefahr für die Anderen" und "verantwortungsloses Fahren", war natürlich ironisch gemeint.
    Es wird immer wieder in Zeitschriften Gelesenes wiedergekäut, ohne dass eigene Erfahrung zugrunde liegt. Dazu gehört auch, dass man "gefährlich lebt" wenn man Hypersportreifen wie z.B. P. Supercorsa, M. K3 RR oder P.R. Corsa auf der Straße fährt (die könnte ja nass und kalt sein). Aus diesem Grund habe ich auf die Nachteile und "Gefahren" (wieder Ironie) von Tourenreifen hingewiesen (die Straße könnte ja auch mal trocken, warm und griffig sein...). Was für einen Reifen er/sie fährt kann doch wohl jeder selbst entscheiden - riskant fährt nur der, der über seine Verhältnisse fährt. Wenn ein richtig guter & schneller Fahrer voraus zischt und ein schlechterer Fahrer versucht diesem zu folgen, dann fährt der schlechtere Fahrer gefährlich, nicht der "Raser" vorne - egal was für Reifen montiert sind.
    Im Übrigen kann ich TheBayus nur zustimmen und was sein Reifenbild angeht, so wurde es bei warmen Reifen aufgenommen und sieht somit natürlich extremer aus als nach dem Abkühlen.
    Ich fahre jetzt, nach kurzem Versuch mit S 20 Evo :Daumen runter: , den zweiten Satz Corsa 2 und bin wieder begeistert davon: Nach dem S20 ist das wie Fahrwerkstuning - er harmoniert perfekt mit dem dicken Herzog.

    Nach 1500 Km habe ich den Satz nun wechseln lassen. Selbst auf den Flanken war die Grenze noch nicht erreicht, aber der :kacke: Blütenstaub überall gab mir den (wahrscheinlich falschen) Eindruck, dass der Grip nicht mehr so gut wäre - außerdem stand das schöne vergangene WE vor der Tür und 400 Km hätte er vielleicht doch nicht mehr gehalten.
    Mein Fazit: Ein großartiger Hypersportler für die Straße, mit dem man das Drehmoment der SD auch ausnutzen kann. Er ist enorm stabil & präzise, klebt wie hingenagelt UND hält auch bei sportlicher Fahrweise relativ lange. Wie er sich nun im Vergleich zum Metzeler K3 RR auf der 1290er SD schlagen würde weiß ich nicht - die Erfahrungen von anderen Motorrädern sind, denke ich, nicht übertragbar.
    :winke:

    Na ja, der Preisunterschied zw. Rosso 3 und Corsa 2 beträgt nur ca. 20.- € und länger halten wird der Rosso 3 garantiert nicht. Ich kenne den Rosso 3 gut, war mein zweitliebster Reifen auf der Hyper SP (nach K3 RR), aber die hatte auch nur knapp 90 Nm und 110 PS. Trotzdem, so Ende Sommer/Anfang Frühjahr werde ich ihn vieleicht mal montieren lassen. Der Unterschied zwischen den beiden Reifen ist ziemlich genau so wie ihn Pirelli beschreibt - sie sind aber auch eindeutig diesselbe Familie.

    Kurzes up-date: Die 1200 Km sind voll und der Reifen hat immer noch Gummi auf den Flanken - vorne sogar noch ordentlich viel. Durch den momentanen Kälte- und Nässeeinbruch musste ich zumindest auch mal kurz auf nassen Straßen fahren und hatte nicht die geringsten Probleme oder Ängste; viele Km waren es allerdings nicht (Modus: "Track", Gasannahme "Sport", Traktionskontrolle Stufe 3, AWM "off").
    Fazit: Der Corsa 2 ist der geilste (Hyper-)Sportreifen den ich bisher gefahren habe.
    Die Fotos sind vom lauwarmen Reifen nach 1200 Km Mittelgebirge. Der originale M7RR sah nach gleicher Laufleistung schlechter aus (auf den Flanken).
    Einziges Manko: Es ist ein teuerer Reifen (wie der K3RR), also werde ich als nächstes einen billigeren Gummi ausprobieren - bevor ich dann wahrscheinlich geläutert zum P.D.R. Corsa 2 zurückkehre... :rolleyes:


    Sorry! Ich musste die Fotos erst verkleinern und habe dabei die Ausrichtung verändert ...

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    Ist es nicht viel wichtiger ob man beim Fahren einen Unterschied spürt? Bei der 2017/18er sind die Gabelfedern schon recht hart und wenn man sie im Stand runter zu drücken versucht, spürt man ein erster Linie den Widerstand der Gabelfedern, nicht so sehr den der Druckstufendämpfung. Ganz zu- oder aufdrehen habe ich allerdings noch nicht probiert.
    :winke:

    Servus geri, nein, bei Nässe musste ich ihn noch nicht ausprobieren.
    Mittlerweile hat er 1000 Km auf dem Buckel und das Verschleißbild ist absolut top! Ich denke er wird locker so lange halten wie der M7 und das bei deutlich besserer Haftung. Falls ich in den Regen komme melde ich mich ;-)

    Über oben genannten Reifen konnte ich hier noch nichts finden. Nachdem mein Originalsatz M7 trotz Einhaltung des Einfahrprotokolls nach 1200 Km auf den Flanken unter 1.5mm war und der Hinterreifen beim Wechsel (knapp 1500 Km) hinten weniger als einen Millimeter auf der Flankenmitte hatte, habe ich auf P. D. Rosso Corsa 2 gewechselt. Der M7 ist natürlich ein sehr guter Reifen, aber mich stört die dürftige Rückmeldung vom Vorderreifen (das ist natürlich mein Empfinden) und dem gewaltigen Drehmoment der 1290er ist er beim Beschleunigen in Schräglage auch nicht ganz gewachsen. Da meine Hausstrecken ausschließlich Bergsträßchen sind, verschleißen bei jedem Reifen (auch bei Tourengummis) zuerst die Flanken und die in Tests genannten Laufleistungen sind absolut nicht vergleichbar. 1200 Km sind jedenfalls nicht gerade viel und sollten mit einem sportlicheren Reifen auch drin sein.


    Den Rosso Corsa 2 fahre ich jetzt seit einer Woche und 700 glücklichen Km. Was sofort auffällt ist, die wesentlich höhere Lenkpräzision und Linientreue, und das einwandfreie Feedback vom Vorderreifen. In Schräglage baut der Gummi so viel Haftung auf, dass man die Traktionskontrolle schon auf Stufe 2 oder 1 stellen muss (--> "Track-Pack") um kleine Slides zu spüren. :sensationell: Dazu kommt noch eine enorme Stabilität, d.h. jegliche Störeinflüsse (z.B. nach ungewollten Wheelies , oder derben Stößen in Schräglage) werden sofort absorbiert und die Fuhre bleibt ruhig.
    Bei harter Fahrweise sehen die Flanken zwar zunächst ungewöhnlich stark belastet aus, doch das normalisiert sich schnell wenn der Reifen abkühlt. Ich bin gespannt ob sie die 1200 Km halten. Wegen des Abriebbilds habe ich den Druck vorne auf 2.4 bar erhöht und das scheint gut zu funktionieren. Hinten fahre ich 2,4 - 2,5 bar.
    Ich werde mich melden wenn das Gummi in den Asphalt gerieben ist. Die Profiltiefe in der Mitte der Lauffläche hat übrigens nicht sichtbar abgenommen (für die Fahrer, die weniger Kurven vor der Haustür haben).
    :winke:

    Ich habe nach einer Probefahrt mit der 790er (während ich auf meine SDR 1290 die gerade "einfahrinspiziert" wurde wartete) spontan gesagt "schaltet mir sofort den QS frei! An der 790er ist der ja absolut geil." Das war er auch: völlig ruckfrei und schnell hat das Ding hoch und runter geschaltet - ein Heidenspaß. Nachdem ich das kleine Vermögen für das Performance Pack bezahlt hatte und die Software übertragen war, kam die Ernüchterung: Hoher Kraftaufwand mit dazu passender Geräuschkulisse und bei nicht optimaler Drehzahl ein starkes Rucken/Zucken das normalerweise nur ein grünschnabeliger Grobmotoriker produzieren kann. Positiv: Wenn man auf eine Kehre zurast und hart bremsend den zweiten Gang reintritt geht das recht gut und man fühlt sich als hätte man mehr Kontrolle mit allen Finger der linken Hand am Griff. Und: Mit Vollgas beschleunigen und die Gänge ohne Kupplung durchschalten fühlt sich nochmal gewaltiger an als ohnehin schon - das Problem ist nur, dass ich das vom 1. in den 2. nicht brauche und dass sie im 4. Gang bereits weit über 200Km/h geht und mit 220 Km/h auf der Landstraße fühle ich mich deplaziert (und mit einem Bein im Knast ...).
    Mein Fehler war also, nicht zu bedenken, dass man mit der 790er ständig am Schalten ist und deren Getriebe sowieso wesentlich besser funktioniert, während ich mit der Dicken 1290er - im Schwarzwald - eigentlich nur die Gänge 2, 3 und 4 benutze.
    Würde mir mein (sehr guter) Händler anbieten das"Perf. Pack" wieder zu löschen und mir mein Geld zurück zu geben, würde ich sofort einschlagen. Er bekäme sogar noch 50 Euro dazu, als Aufwandsentschädigung.
    Ich werde weiter üben, den QS richtig zu bedienen, aber für nicht Rennstreckenfahrer kann ich keine Empfehlung aussprechen.
    P.S. meine SD ist Bj. 2018 und total geil - bis auf das "Performance Pack".


    :winke:

    rechtsschleicher : Danke! Gut zu hören :grins:


    Gorblimey : Merci für den link - das ist wohl eher etwas für die Rennstrecke. Schätze ich werde dem Sattler ca. 300.- € gebe müssen; gut 30 mm höher sollte ich schon sitzen. - bei akzeptabler Optik & Haltbarkeit. Ob man dann allerdings noch von hinten Halt hat? Ich will ja nicjt, dass es mir das gute Stück unterm :arsch: wegzieht ...
    :winke: