Multimeter Billig vs Teuer

  • Habe gerade aktuell ein elektrisches Problem mit meinem Kürbis und wollte kurz eine meiner Erfahrungen mit euch teilen..


    Mit dem 30.- Multimeter ausm Hornbach hatte meine Batterie eine Leerlaufspannung von konstanten 11.8V


    Mit dem teuren Multimeter ausm Beruf (ca 250.-) dann die Erkenntnis: 12.65V

    Immer schön oben bleiben :Daumen hoch: :wheelie:

  • Dann ist es defekt!
    Als ich mich für ein Multimeter interessierte habe ich Datenblätter gewälzt und bin zum Schluß gekommen das alles unter 5-600€ nicht präzise geht, egal welcher Hersteller.
    Irgend ein Pferdefuß ist leider immer dabei.

  • Hallo ,
    für die Bordspannung genügt normal ein
    08/15er Schätzeisen !
    Oder muß bei Euch eine normale Unterlegscheibe
    auf´s zehntausendstel gearbeitet sein?
    Übrigen´s , wer nicht weiß was er mißt mißt Mist ! ;-)
    Früher , bei den Multimetern mit Drehspulmeßwerken
    war es (zugegebenermaßen) einfacher - wenn ich dort
    nicht im letzten Drittel der Skala lag , war das Ergebnis
    nicht viel Wert .
    Heutzutage ist es trotz Digitalanzeige entscheidend in
    welchem Meßbereich ich mich befinde .
    Die Meßtoleranz bezieht sich auf diesen und nur in dessen
    Umgebung taugt die Meßung was !
    Es ist halt wie immer und überall , meist nicht das Gerät - sondern
    der Esel davor .
    Gruß Kurt

  • häh was soll er denn beim Bordspannung messen falsch machen?


    Ja die Genauigkeit wär schon zu wünschen bei der genannten Differenz kann man nicht sagen ob der Laderegler tut oder nicht?

  • Meiner Erfahrung nach zeigen auch die ganz billigen Messgeräte aus dem Baumarkt recht genau an, genauer jedenfalls, als man das Ergebnis normalerweise braucht. Bei diesen Geräten fehlt aber oft eine Warnung, dass die Batterie des Messgerätes selbst leer ist. Und dann kommt es regelmäßig zu solchen Messfehlern, wie sie im Ausgangsbeitrag beschrieben sind (11.8 <-> 12.65V).


    Im Endergebnis sind solche Messgeräte tatsächlich Schrott, selbst wenn sie im Normalfall genau anzeigen, da man sich ja auf die Messwerte nicht verlassen kann. Noch etwas: ich würde auch kein Digitalmessgerät mehr kaufen, das nicht (zusätzlich zur Batteriewarnung) über eine Auto-Power-Off-Funktion verfügt. Ansonsten ist die Batterie ohnehin nach dem dritten Benutzen leer, weil man schlicht vergessen hat, es auszuschalten. Solche Geräte gibt es schon im Gegenwert einer Tankfüllung.


    Wenn man noch ein paar Euro drauflegt (also im Bereich eines orange eloxierten Urinbecherdeckels), bekommt man sogar schon ein DC-Zangenamperemeter mit eingebaut. _Das_ ist dann wirklich praktisch, denn man kann damit nicht nur Spannungen, sondern auch den Stromfluss in einzelnen Leitungen messen, und zwar _ohne_ sie vorher aufzutrennen.

  • Wenn man noch ein paar Euro drauflegt (also im Bereich eines orange eloxierten Urinbecherdeckels), bekommt man sogar schon ein DC-Zangenamperemeter mit eingebaut.


    Da muss man aber immer genau lesen, die billigen Zangenamperemeter sind nämlich AC, Zangenamperemeter mit DC- (Gleichstrom-)Messung, die wir benötigen, kostet mehr...
    Die Messart AC/DC steht manchmal gerne versteckt nur im Kleingeschriebenenen bei den Messbereichen/Genauigkeiten.

    Grüße, Steffen


    Du sollst keinen weiteren Zylinder neben deinem Zylinder haben!

  • E-Maxx, das ist ein wirklich wichtiger Hinweis!


    Bei den Stromzangen wird gerne bei den ganz billigen Geräten der gesamte GleichSTROM-Messbereich weggelassen, obwohl das Gerät an sich mit AC/DC ausgewiesen ist. Das DC gilt dann nur für die Spannungsmessung. Also muss man explizit und genau hinschauen, ob auch DC-STROM-Messbereiche enthalten sind, z.B. 0..400A DC.


    Es gibt aber auch preiswerte Geräte, die alle wichtigen Messbereiche haben, z.B. das Victor 6056B, das in Deutschland schon für knapp 25 Euro angeboten wird und sowohl eine Batteriewarnung als auch eine Auto-Power-Off-Funktion mitbringt.