Beiträge von esemer

    Auf meiner Ergo halte ich es fast doppelt so lang aus wie auf der Standardsitzbank. Ich habe sie zusammen mit dem Standard-Soziusbrötchen verbaut - passt einwandfrei.

    Wie schon gesagt, kommt das stark auf den Einsatzbereich und den Reifen an. Gerade bin ich nach einer sehr flotten Runde durch sehr enges, kurviges Gebiet zurückgekommen, da war sogar der leicht erhöhte Luftdruck (kalt 2.6/3.0, warm 2.9/3.4, bei 21 Grad Lufttemperaur, solo, Sport-Dämpfung) noch zu niedrig. Meine Contis (CRA3) haben sich wieder mal ziemlich aufgerubbelt und schmierten beim harten Beschleunigen aus engen Kehren spürbar, inklusive flackernder Traktionskontrolle. Wenn man dagegen eher touristisch unterwegs ist, gewinnt die etwas bockige Front der GT deutlich durch abgesenkten Luftdruck, vor allem bei Reifen mit geringer Eigendämpfung.


    Die GT, die ich während der Inspektion meiner Karre hatte, lief auf Angel GT und zeigte 2.3/2.7 kalt an. Das passte soweit ganz gut, nur habe ich die auch nicht so hergenommen wie meine eigene Karre. Allerdings war sie auch etwas kippelig, in langsameren Kehren brauchte sie schon spürbare Stützkraft am Lenker, um nicht weiter in die Kurve hineinzufallen. Genau da scheint mir die GT etwas empfindlicher als andere Moppeds zu sein: man spürt niedrigen Luftdruck deutlich durch den Verlust an Neutralität. Neben der Neutralität verliert man bei niedrigerem Reifendruck auch ein bisschen von diesem vergleichsweise direkten Einlenkgefühl, dass sie normalerweise bietet. Aber da kann man sich natürlich dran gewöhnen, wenn man lieber etwas mehr Komfort hat, mir ist es das persönlich aber nicht wert. Allerdings hat meine GT auch eine überarbeitete Gabel, dadurch rollt sie, vor allem in Verbindung mit dem CRA3, ohnehin schon deutlich smoother ab als die meisten anderen GTs.

    Wie ertastet ihr den Grenzbereich im Nassen?

    Wenn man eine Traktionskontrolle hat, braucht man nicht einmal besonders viel Gefühl, da reicht einfaches Hinsehen. Man geht in einen mittleren TC-Bereich (also nicht "Rain", da wird schon geregelt, bevor man nur in die Nähe des Rutschbereichs kommt) und gibt auf einer gut bekannten, schön kurvigen Strecke sukzessive mehr Gas beim Rausbeschleunigen. Irgendwann sieht man die TC-Leuchte aufblitzen, je nach Mopped und Einstellung zuckt oder schmiert es dann auch schon mal mehr oder weniger deutlich an der Hinterhand.


    Man kann es auch auf der Bremse mit ABS versuchen, aber bei modernen Reifen wie dem CRA3 wird das meist nichts, denn damit gehen sogar Stoppies im Regen - also schön aufpassen!

    Ich kann da PeterPumpkin nur recht geben.


    Ich kenne zwei Leute aus der Fahrzeugmotoren-Entwicklung, die mir immer wieder ihr Leid klagen, wie schwierig es mittlerweile ist, bei all den Abgas- und Lärmvorgaben Vorgaben überhaupt noch Motoren vernünftig ans Laufen zu bekommen. Die älteren unter uns werden noch wissen, wie schlecht damals die Motoren liefen, als man aus Emissionsgründen gezwungen war, Einspritzungen statt Vergaser zu verbauen. Die Leistung auf dem Prüfstand war zwar absolut in Ordnung, aber die Gasannahme und insbesondere das Verhalten bei kleiner Last (Konstantfahrruckeln) waren unter aller Kritik. Wie man an diesbezüglich nach wie vor weniger gelungenen Motoren erkennen kann (habe kürzlich mal eine MV gefahren), ist das mit der sukzessiven Verschärfung der Emissionsvorgaben und dadurch immer noch magerer laufenden Motoren auch immer noch schwieriger geworden.


    Also Hut ab vor den Profis, die sich damit in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller herumschlagen müssen! Und die haben meist nur einen Motor oder ein Motorenkonzept zu optimieren. Die kleineren Werkstätten oder Tuningspezialisten machen mitunter sogar einen richtig guten Job, wenn sie Leistungssteigerungen oder auch nur Verbesserungen in der Fahrbarkeit für gleich mehrere Motoren und Hersteller anbieten. Aber wenn sie behaupten, das könnten sie auch ohne Beeinflussung der Emissionswerte, ist das zumindest unseriös. So ein Laden hätte bei mir jegliches Vertrauen in seine Arbeit verspielt.

    Es haben gleich mehrere Leute per PN nachgefragt, was ich denn an der Gabel habe machen lassen. Daraufhin habe ich mal die Rechnung rausgesucht und festgestellt, dass ich das nicht mehr korrekt in Erinnerung hatte. Hier also die korrekte Antwort, gleich für alle, die noch nachgefragt hätten:


    Bei Franz Racing Suspension gibt es auf der Preisliste unter Tuning der Gabel die Tuningstufe 2. Die wurde bei mir durchgeführt, allerdings ohne die Shim-Pakete oder die Feder an das Fahrerprofil anzupassen, denn das geht ja nun nicht so ohne weiteres, da Dämfung und Feder bei der GT ja elektronisch beeinflusst werden.


    Einen vergleichbaren Service bieten auch viele andere Anbieter, nur kann ich dazu persönlich halt nichts sagen. Es gibt aber Forumsmitglieder, die auch mit der Arbeit der anderen Anbieter sehr zufrieden waren - einfach mal die Suche bemühen.

    Mit einem Wunderschmiermittel oder einer speziellen, verlustarmen Kette könnte man vielleicht noch das eine oder andere PS herausholen, ohne die Abgaswerte zu beeinflussen. Aber niemand auf dieser Welt kann per ECU die Leistung erhöhen, ohne etwas an den Emissionen zu ändern. Mehr Leistung bedeutet immer auch zumindest _mehr_ Abgase, über deren Zusammensetzung wird man natürlich dann auch noch reden müssen.

    Ich habe beide Reifen (DRS3 und CRA3) schon auf meiner GT gefahren und bezüglich der Eigendämpfung keinen nennenswerten Unterschied festgestellt. Den CRA3 und den DRS3 habe ich mittlerweile auch auf 3 weiteren unserer Moppeds ausgiebig gefahren, als knochenhart würde ich weder den einen, noch den anderen charakterisieren, da war der Angel GT schon deutlich unkonfortabler.

    Ok, etwas genauer:


    Zitat: "Für Hohlachsen mit Innensechskant in 17, 19, 22 oder 24 mm. "


    Da stehen die 12mm, die unsere Superdukes nun mal benötigen, nicht dabei, auch auf der Kombinuss im Bild ist nirgendwo "12mm" eingelasert.

    Auf die Gefahr hin, Euch zu langweilen, hier noch einmal ein kurzer Hinweis auf eine Maßnahme, die dem Fahrwerk GT nicht vielleicht irgendwann (Softwareupdate) sondern sofort und deutlich spürbar auf die Sprünge hilft.


    Auf unserer letzten gemeinsamen Ausfahrt haben wir mal die Moppeds getauscht, beides GTs aus dem gleichen Baujahr und weitgehend serienmäßig, also technisch praktisch identisch. Dennoch waren da zwei wesentliche Unterschiede: Reifen und Gabel. Die andere GT war mit BT16 und serienmäßiger Gabel ausgestattet, meine Karre lauft z.Z. auf CRA3 und hat eine vom Fahrwerksspezi überarbeitete Gabel. Beide Moppeds laufen im übrigen durchweg in Sport-Einstellung, so auch beim Mopped-Tausch - wir haben das natürlich kontrolliert.


    Kurzum: Ich hatte den Unterschied nicht mehr so krass in Erinnerung, aber beim direkten Umstieg habe ich endlich verstanden, warum so viele Leute über das Fahrwerk der GT meckern. Meine rollt auch in Sport-Einstellung smooth und satt, sogar Löcher, Aufbrüche, oder gar Bombenkrater werden enspannt sauber wegefedert. Die andere GT schüttelte einem ja schon auf scheinbar glattem Asphalt den Lenker aus der Hand, schlechtere Straßen waren fast unerträglich. Diese ständige Hoppelei vorn versaut auch in Schräglage die Linie, ständig muss man ein bisschen korrigieren. Nach einem kurzen Stück wollte ich mein Mopped wiederhaben - sonst hätte es sicher schon bald wieder Theater mit meinen angezählten Handgelenken gegeben. Übrigens hatten beide Fahrer den gleichen Eindruck, das ist also sicher keine Einbildung.


    Allerdings ist nicht ganz klar, wieviel von diesem krassen Unterschied zwischen beiden Moppeds auf das Konto der Reifen geht. Wir waren uns nämlich beide einig, dass auch das Hinterrad der Bridgestone-bereiften GT deutlich knochiger und unkonfortabler abrollt, nur waren halt beide Federbeine serienmäßig. Entweder gibt es da also nennenswerte Expemplarstreuungen, oder der BT16 liefert halt sehr viel weniger Eigendämfung als der CRA3. Das wäre also immerhin eine Empfehlung an alle, die diese vielleicht 300 Euro für ein Gabelupdate nicht investieren wollen: Versucht es mal mit Reifen mit großer Eigendämpfung, der CRA3 scheint mir da ein guter Kandidat.


    Ich bin mir imÜbrigen sicher, dass ein einfaches Software-Update niemals eine auch nur annähernd vergleichbare Verbesserung bringen kann, dennoch wird es interessant sein, was sich dadurch am Ende auf der Straße ändert. Wir bleiben da am Ball.

    Bei mir hat sich jetzt der mittlere Verbrauch über die letzten 10.000km auf 7.3 Liter/100km eingependelt. Angesichts der Tatsache, dass ich mit der Karre ausschließlich Landstraße fahre und mich dabei grundsätzlich aus den Punkterängen in Flensburg heraushalte, scheint mir das schon ganz schön viel zu sein. Allerdings darf man zum Vergleich ruhig mal dazusagen, dass selbst unsere auf 48PS gedrosselte XSR700 im Mittel schon rund 5l/100km verbraucht, da liest man in den Foren immer eher was von 3.5 Liter. Irgendwie muss das wohl an den Erdstrahlen dieser Gegend hier liegen, woran denn sonst?

    Mich nervt die Knallerei meist, vor allem, weil meine GT das nur im (fast) kalten Zustand und in den unteren Gängen macht. Deshalb höre ich auf freier Strecke, wo es niemanden stören würde, nichts davon, nerve dafür aber regelmäßig meine Nachbarn und die restlichen Anwohner des Ortes, wenn ich beim Wegfahren mal vergesse, anfangs mit Kupplung zu schalten.

    LegolasII :

    Meine Gabel war bei Franz Racing, da habe ich seinerzeit auch immer meine Crosser hingebracht. Die haben beim großen Gabelservice genau das gemacht, wofür beim Hersteller wohl aus Kostengründen keine Zeit geblieben ist:

    genau nachmessen, schleifen/polieren, und am Ende exakt passende Lagerbuchsen verbauen. Das reichte schon, um meine Gabel deutlich besser ansprechen zu lassen und damit für spürbar mehr Fahrkomfort zu sorgen. Dass sie nun auch noch auf schlechten Straßen selbst in "Sport"-Stellung wesentlich ruhiger und satter liegt und dabei auch noch mehr Feedback von vorn liefert, nehme ich doch gern mit.


    Ärgerlich ist und bleibt jedenfalls, das bisher alle unsere KTMs (insgesamt 8, davon auch 3 Crosser) zumindest an der Gabel weit unterdurchschnittliches Ansprechverhalten aufwiesen und erst durch eine nicht ganz billige Nachbehandlung auf ein brauchbares Niveau gebracht werden mussten. Sowas kriegen sogar eher preiswerte Massenhersteller besser hin, für den Premiumbereich ist dieses durchweg schlechte Ansprechverhalten eigentlich indiskutabel.


    Update:


    Es war nicht der große Gabelservice "B", sondern Gabeltuning 2 für 349 Euro.

    Natürlich wäre es schön gewesen, wenn man bezüglich des Antidive auch in "Street" von Anfang an die Wahl gehabt hätte. Allerdings


    - hat halt 1. jeder, der sich das Teil zugelegt hat, gewusst, worauf er sich einlässt. Und wenn nicht, jemand also ohne Probefahrt gekauft hat, ist ihm ohnehin nicht zu helfen.


    - gibt es 2. ein ganz profanes Mittel, den Quatsch abzustellen, heißt im Menü "Sport". So fahre ich 95% aller Strecken, beim Rest nehme ich das Antidive in Kauf. Wenn ich schaukeln will, nehme ich unser Boot.


    - Wem das, 3., insbesondere vorn zu knochig ist, empfehle ich eine Intensivbehandlung beim Fahrwerksspezi der Wahl. Seitdem ich diese paar Euro investiert habe, spricht meine Gabel viel besser an und nun stimmt nicht nur die Präzision und Ruhe in der Vorderhand, sondern auch der Komfort.


    - Könnte es 4. sein, das ein Teil der unzufriedenen GT-Besitzer schlicht das falsche Mopped gekauft haben und mit einer GS oder meinetwegen auch Adventure besser bedient gewesen wären? Auf diesen Karren wird Komfort bekanntlich deutlich größer geschrieben, dafür opfert man halt Gefühl für's Vorderrad, Lenkpräzision und insbesondere Handling. Man kann halt auch mit viel Fahrwerks-Elektronik an Board nicht alles zur gleichen Zeit haben, aber man hat immerhin die Wahl. Ich habe ja vorher eine Adv gehabt, bin mehrfach SD-R gefahren und sitze regelmäßig auch mal auf der jeweils aktuellen GS meines Bruders und im direkten Vergleich finde ich meine GT immer noch den besten Kompromiss zwischen Touren- und Sportgerät. Wer das anders sieht, sollte einfach mal über den Tellerand schauen. Und wenn da seitens KTM doch noch mal softwareseitig nachgelegt wird, nehme ich das natürlich auch gern mit.

    Zur Zeit fahre ich in der GT eine Philips Racing Vision. Sehr hell, sehr gute Fahrbahnausleuchtung und deutlich mehr Reichweite als die Erstausstattung. Diese superhellen Leuchtmittel sollen ja angeblich eine vergleichsweise kurze Lebensdauer haben (300-400h), aber normalerweise sind die selbst in der alten GT nur sehr selten eingeschaltet, denn die hat ja auch schon das LED-Tagfahrlicht. Meine ist nun rund 15.000km alt und macht immer noch ein richtig gutes Licht. Allerdings fahre ich auch nur sehr selten nachts durch die Landschaft ...

    Wenn solche Gurte einfach nur kühl und trocken in der Garage lagern, kann man sie sicher auch noch nach 10 Jahre benutzen. Wenn sie aber regelmäßig belastet wurden, oder, noch schlimmer, schon beschädigt sind, gehören sie in den Müll. Übrigens: das Gurtmaterial und vor allem auch die Nähte werden auch mehr oder minder stark durch UV-Strahlung angegriffen und verlieren dabei einen Großteil ihrer Festigkeit.


    Wer mutig ist oder ausreichend Gottvertrauen hat, kann diese Gurte gerne ewig benutzen - dann nimmt er halt in Kauf, das hin und wieder mal ein Mopped vom Hänger fällt. Alle anderen investieren einfach alle paar Jahre mal den Gegenwert einer halben Tankfüllung in frisches und tragfähiges Gurtzeug.

    ... Eher das schonen des Bikes ...

    Motorräder sind grundsätzlich nicht auf drehzahlschonendes Fahren angewiesen, die kleineren KTMs schon gar nicht. Die kann man bei Bedarf jahrelang völlig sorglos ausdrehen, denn die sind dafür gebaut, sowas ohne spürbare Verschleißerscheinungen einfach wegzustecken. Ansonsten hätte z.B. unsere 125er Dukie nicht zigtausend Kilometer völlig problemlos überlebt, denn die ist _immer_ bis zum Anschlag ausgewrungen worden.


    Und wenn bei mir die Kosten für den Spritverbrauch tatsächlich ein Thema wären, würde ich eher ein bisschen weniger fahren, als mir durch Herumeiern, also Fahren ohne nennenswerte Längsdynamik, den Spaß vermiesen zu lassen.

    Eine ziemiche Selbstkasteiung. Spätberufene Herren sind schon gelegentlich ziemlich ähm vorsichtig unterwegs, das Phänomen ist bei Frauen deutlich verbreiteter. Natürlich gibt es Ausnahmen. Aber das Risiko, dass die eigene keine Ausnahme ist, ist recht hoch. Wenigstens halten dann zukünftig die Reifen länger :rolleyes:

    Wie wahr, wie wahr, aber man darf das ruhig noch etwas differenzierter betrachten.


    Richtig ist, dass ich mit meiner Frau im Schlepptau längst nicht so sorglos-zügig umherbrezeln kann wie mit meinen Moppedkumpels. Aber das könnte ich mit ihr hintendrauf noch weniger - da gäbe es ständig Gemecker. Also fahre ich gleich die Karre, die mir mehr Spaß macht und halte es bei gemeinsamen Ausritten mit ihr so, wie wir das auch mit den anderen Kumpels bei gemeinsamen Ausfahrten immer halten: Auf den kurvenreichen Strecken fährt jeder seinen Streifen, die schnellsten vorweg, und am Abzweig wartet man halt mal einen Moment oder macht mal in den Orten betont langsam - reicht fast immer. Auf den weniger schönen Strecken kann man dann ja immer noch als Staffel fliegen und jeder für sich, aber immerhin doch noch gemeinsam, das Moppedfahren erleben. Funk hilft da übrigens auch als vertrauens- und speedbildende Maßnahme: Kannst ruhig drauf bleiben - alles gut hier vorne in der nächsten Kurve, oder umgekehrt: mach mal langsam, da liegt ein bisschen Dreck außen in der nächsten Linkskurve.


    Im Übrigen kam bei uns hinzu, dass wir eine Zeit lang sogar beide Moppeds brauchten, die einigermaßen Sozius-kompatibel waren. Und selbst das war noch nicht genug - bei 3 Kindern, die auch mitwollten. Nun sind wir oft schon als Familie mit mehr als zwei Moppeds unterwegs - und jeder fährt das, was und wie es ihm/ihr gerade am meisten Spaß macht. Von Kasteiung keine Spur ...