Ich gebe dir da auf Grund meiner Erfahrung als ehemaliger Teil eines Renntrainingsveranstalters völlig recht. Allerdings darf man da nicht vergessen, das die Sportreifen in den letzten Jahren einen großen Sprung nach "oben" gemacht haben und die Tourensportreifen da m. E. nachgezogen haben. Für einen weich und rund fahrenden Fahrer kann das tatsächlich passen. Deshalb schreibe ich auch nichts dagegen, da ich akzeptiere, da es solche Fahrer gibt.
ABER: gerade der Anfänger fährt auf der Rennststrecke viel zu hart, z.b. bremst er stärker, eiert durch die Kurve und gibt am Kurvenausgang mehr Stoff um wieder aufzuholen. Diese Art zu fahren ist bei vielen Umsteigern von der Landstrasse sehr oft zu beobachten. Diese Fahrweise überfordert aber die normalen Strassenreifen.
Es gehen in Osche mit dem MPP auch im Sommer unter 1.40 ohne Umzufallen. Aber diejenigen, die das können stehen dann auch grinsend vor mir und kommentieren: echt geil, geht über beide Räder, da macht selbst Instruktor spass. Und jetzt kommt ein echt gut und weich fahrender, erfahrener Rennstreckentyp mit mehreren zig tausend Rennstreckenkilometern auf dem Tacho und sagt: na klar geht das, vor 1:45 in Oschersleben kannste alles fahren!!!
Und Zack, haben 10% der Fahrer wieder Kernschrott, ggf ein gebrochenes Schlüsselbein oder am Ende der Gegengeraden in Oschersleben wegen ABS im Kiesbett dicke Eier.
Sollte aber jemand mit Köpfchen hinter einem Instruktor herfahren der sich auch anpasst, dann geht das alles.
ABEr auch hier: es gibt Riesenunterschiede in der fahrerischen Qualität der Instruktoren bei den einzelnen Veranstaltern. Ich mag z. b. insbeondere Instruktoren, die bei einem Anfänger eben akzeptieren, das er nicht optimal fährt, aber eben Spass hat und sich wohl fühlt. Ihn dann nicht zwingen in den Unwohlbereich zu fahren um dann wieder wie oben diese Unwohlsein in Hackerei umzuwandeln. Dann kann man korrigierend eingreifen. Ist echt schwierig für den Instruktor, gerade bei den Gruppenfahrten. Aber das auszuführen würde wieder zu weit führen ;)
Und ganz wichtig, die richtig erfahrenen Instruktoren haben oft den Anschluss an den Strassenfahrer verloren und können sich sehr oft nicht mehr reindenken. Ist einfach so. Deshalb einfach mal auf die Boxennachbarn mit weniger Erfahrung hören. Die können oft viel mehr helfen, und haben auch die Zeit dazu auf weitere Fragen wie z. b. bei Reifen einzugehen. Da kommt dann oft vernünftigeres raus.