Beiträge von Mezzo

    strengenommen gibt es ja zwei unterschiedliche Defekte am Kipphebel


    1. Verschleiß des Rollenbolzens ( ohne dass sich dieser dabei löst )


    2. wandernder Bolzen - aufgrund schlechter Verpressung - und infolgedessen Verschleiß des Lagers oder gar Bruch des Kipphebels



    der 1. Fall kommt hauptsächlich bei älteren BJ en ( 2012 ) vor , und lässt sich sobald der Schaden auftritt durch einen Tausch der Kipphebel meist ohne zusätzliche Folgekosten vergleichsweise günstig beheben ( ein Kipphebel kostet 70€ ).


    KTM hat auf diese Problematik auch bereits mit geänderten Bauteilen ( siehe Teilenummer ) reagiert .




    der 2. Fall tritt dagegen wohl nur bei Maschinen auf in denen bereits das neuere Bauteil verbaut wurde und könnte zwar im Extremfall ( Bruch des Hebels ) teure Folgeschäden nach sich ziehen , dies lässt sich aber durch die prophylaktische Körnung des Lagerbolzens zuverlässig verhindern .



    ist also nichts was einem schlaflose Nächte bereiten müßte - sofern man die Warnung ernst nimmt und beherzt zum Körner greift

    das Einlaufen der Wellen kommt aufgrund der ungenügenden Verpressung von der Welle im Kipphebel. Diese lockert sich und die Welle fängt langsam sich zu drehen an.

    nicht unbedingt - bei meinem 12er Aggregat war auch das Rollenlager des Auslasskipphebels hinüber - der Achsbolzen saß dabei aber noch bombenfest dort wo er hingehört


    die Ölversorgung ist an dieser Stelle schon eher als grenzwertig einzustufen , und dass man allein durch die Verwendung eines bestimmten Öls hierbei verlässlich Abhilfe schafft , wage ich eher zu bezweifeln


    der Ansatz von ninjo " Rocker arm bearing idea "
    wäre an und für sich nicht schlecht


    alternativ kann man aber auch einfach akzeptieren , dass es sich bei den Kipphebeln um ein Bauteil mit tendenziell erhöhtem Verschleiß handelt , welches man regelmäßig bei der Ventilspielkontrolle überprüfen und gegebenenfalls auswechseln sollte , man nimmt die Hebel beim Service ja sowieso jedesmal in die Hand


    und die Sicherung des Bolzens per Körnung ist grundsätzlich auch nie verkehrt .
    Das sollte auch eine Fachwerkstatt einsehen , zumal die Körnung der Kipphebel bei den alten LC4 Motoren mit einzeln nachbestellbarer Welle ja sogar zwingend war .

    ... also bei einer Fachwerkstatt würde ich folgendermaßen vorgehen .


    als erstes würde ich mal eine ordentliche Quittung verlangen - dazu schreibst du ihnen am besten eine nette "Erinnerung" , welche Ihnen ein Hintertürchen offen lässt - nach dem Motto :


    wie mit ihnen abgesprochen , habe ich bei Abholung den vollen Rechnungsbetrag von 600€ bar bezahlt - eine Rechnung mit detailierter Auflistung des Arbeitsumfangs wollten sie mir innerhalb der nächsten Tage postalisch nachreichen , da es ihnen nach ihrer Darstellumg aus betriebstechnischen Gründen nicht möglich war mir diese unmittelbar auszuhändigen


    ich würde das per Einschreiben zustellen lassen und die Reaktion abwarten


    Muss ich nun Reifen verwenden, bei denen die genaue Bezeichnung mit dem R aufgedruckt ist, oder darf ich auch Reifen fahren, welche kein R angegeben haben ?

    also wenn wir mal davon ausgehen , dass du mit "960 Enduro R" die 690er meinst , darfst du sowohl - als auch R reifen benutzen


    Quelle :


    https://www.ktm-mayer.de/images/pdfs/Reifenfreigaben.pdf


    siehe Seite 6 der PDF

    eine perfekt abgestimmteDuke IV mit PP Nocke und Akra VSD bringt knapp 80 PS


    und das merkt man


    klar will sie gedreht werden , aber dann liefert sie auch ordentlich


    Zitat

    Wenn man WIRKLICHE Spitzenleistung sucht, sollte man zur Duke V greifen:


    Die wird auf der Rennstrecke durch die Duke IV (egal in welchem Trimm) nicht zu schlagen sein,

    wenn du der Meinung bist die Duke V mit ihren nominell 75Ps wäre absolut unschlagbar , hast du eventuell noch keine perfekt abgestimmte IV er gefahren



    der Kumpel der mit seiner 950er SM schon sehr schnell unterwegs war wollte die PP Duke nach einem Tausch gar nicht mehr hergeben , und er war mit der "kleinen" auch objektiv nochmals deutlich schneller als mit seiner "großen"

    hab ne Anfrage per PN erhalten - ich beantworte das mal öffentlich


    zu 1 . meine ist 2012 , afaik passt das bei der 2015 ebenso
    zu 2 . original Airboxdeckel spaltbildend mittels Unterlegscheiben montiert und Strumpf überm Ansaugtrichter
    zu 3. http://www.rapidbike-bdp.de
    zu 4. bei mir steckt lediglich ein hurric pro2 am hinren Ende ; der bringt aber performance mäßig rein gar nix - ist nur für die Optik gut



    Nockenwelle und Krümmer ( und darauf individuell angepasste Gemischaufbereitung ) sind die
    klassisch bewährten Tunningmaßnahmen , und vermutlich auch die einzig wirklich erfolgsversprechende Lösung wenn es um echten ( meßbaren ) Powergewinn bei gleichzeitig verbesserte Leistungsabgabe geht


    mit einer Easy box verbessert man dagegen lediglich die Fahrbarkeit im closed Loop Bereich
    was vorallem im Stadtverkehr einen enormen Komfort Gewinn darstellt


    Leistungsfanatiker müssen aber auf alle Fälle tiefer in die Tasche greifen

    Mezzo: Hast du verbrauchstechnisch Veränderungen zum Betrieb ohne Rapidbike box feststellen können ?

    hab ich jetzt nicht explizit drauf geachtet - liegt aber sicherlich in einem zu vernachlässigenden Bereich sonst wär es mir aufgefallen



    Vollast fällt in den open loop Bereich , hier sollte durch die Rapidbike Easybox afaik keine Beeinflußung der Gemischbildung stattfinden

    nach über 3300km durch die Alpen , die Dolomiten über Korsika und Sardinien kann ich nur ein Fazit ziehen


    die Rapid Bike Easy Box hält was sie verspricht


    in unserer Gruppe war auch eine 13er Duke mit Powerparts Nockenwelle dem Akra Krümmer und 42er kettenrad dabei , welche ich ebenfalls bewegen durfte


    die hat obenrum natürlich mehr Kraft und kommt subjektiv auch druckvoller rüber ( wozu der Sound natürlich ebenfalls entscheidend beiträgt ) aber auch deren Fahrer hat bestätigt , dass meine im unterern Drehzahlbereich sehr gut läuft und auf der Autobahn konnte er in der Endgeschwindigkeit aufgrund seiner kürzeren Übersetzung sowieso nicht mithalten


    die Powerpartsnocke ist aber ansonsten der Hammer und sicherlich die beste Tunningmethode überhaupt
    nur kostet hier das Komplettpaket auch das 10fache der Easy Box , weshalb ich mit dem Preis/Leistungsverhältnis des Rapid Bike Kastls wirklich zufrieden bin


    als Nebeneffekt konnten wir beide auf der Tour auch die Bridgestone Bt16pro mit dem Metzeler M7RR vergleichen da wir exakt die gleichen Strecken zusammen gefahren sind und auch den gleichen Wetter-Bedingungen ausgesetzt waren ( Regen , Hagel , Sonne - es war alles dabei )


    vom Gripniveau nehmen sich die beiden bei allen Bedingungen nichts - der Metzeler ist allerdings um ca 30% haltbarer und damit im Endeffekt nicht teurer als der Bridgestone

    Hi


    hab mich jetzt endlich auch für den Einbau eines "Kastls" entschieden um vorallem in Verbindung mit dem 17er Ritzel ein breiteres Drehzahlband zur Verfügung stehen zu haben .


    Was soll ich sagen - bin hellauf begeistert


    jetzt macht es richtig Spaß im Stadtverkehr zwischen 2½ und 3½ durch die Ortschaften zu "böllern" anstatt ständig im Getriebe rühren zu müssen


    und selbst der 6.Gang ( durch die lange Übersetzung zum Overdrive mutiert ) lässt sich jetzt bereits ab 95 km/h enspannt nutzen ( zuvor mussten mindestens 110 auf der Uhr stehen )


    Ich hab mich für ein Modul der italienischen Firma DimSport entschieden und zwar für das preisgünstigste - das Rapid Bike Easy


    160€ sind zwar kein Pappenstiel aber es hat sich wirklich gelohnt - der Einbau war recht einfach , das Kastl selbst passt wunderbar ins Batteriefach mit rein und die vorgeschlagenen Grundeinstellungen passten auf Anhieb


    Das Gerät lässt mittels zweier Trimmer sowohl ein unterschiedliches Setting für die Verwendung des Original bzw eines Zubehör Auspuff zu , als auch eine Feinjustierung des Benzin/Luft Gemischs


    und wenn man es auf Null stellt ist alles wieder beim alten - es muß also für den TüV nicht abgehängt werden .




    ich war heut nachmittag recht zügig im Schwarzwald unterwegs und hab dabei kein einziges mal über 5½ gedreht


    man kann nun problemlos mit 2½ in enge Kehren reinrollen und dann am Scheitelpunkt den Hahn aufreißen und die Karre schiebt sauber und ohne Murren nach vorn


    ein echter Komfortgewinn



    falls ihr noch irgendwelche Fragen dazu habt - ich bin die nächsten zwei Wochen mit der Duke auf Korsika unterwegs und werd mich erst nach der Rückkehr wieder zu Wort melden


    Bis bald


    Micha :winke:

    Hab da mal ne Frage zum serienmäßigen Mappingschalter der Duke IV


    die drei Stufen beeinflußen ja bekanntlich das Ansprechverhalten der Drosselklappe , das ist mir soweit klar .



    Ist jemandem bekannt ob sich die "Soft" bzw. "Rain" Einstellung auch noch zusätzlich auf die maximale Leistungsabgabe auswirkt ?


    bei der R von 2010 soll das ja soweit ich gelesen habe der Fall sein - wie verhält sich das bei der 4er Duke ?



    und wenn ja wie bzw warum ?


    wird die Drosselklappe auf soft generell nicht mehr vollständig geöffnet ?




    Danke

    Und wie warm sollte der Reifen deiner Meinung nach sein damit er guten Grip hat?

    Bei Batterien ist vorallem eines wichtig , dass sie nicht zulange rumgestanden haben .
    Die Alterung beginnt nämlich bereits mit der Befüllung und nicht erst mit der Inbetriebnahme , und es ist leider kein Herstellungsdatum auf dem Gehäuse vorgeschrieben .


    egal wieviel Geld man für seine Batterie bezahlt , man kann daher ( wenn man Pech hat) mit jeder Marke auf die Nase fallen wenn das Ding länger beim Händler stand


    Insofern lohnt es sich nur bedingt mehr auszugeben


    Hab dann an Bridgestone noch eine anfrage gestellt wegen Luftdruck .
    Ihre Empfehlung lautet max 2.3 vorne und max 2.5 hinten.


    Hat jemand erfahrungen mit dem Reifen bzw Luftdruck,mir scheint der Druck bischen viel .

    als Maximalwert ist diese Empfehlung doch vollkommen ok


    ich hab den Pro hinten erst seit letzten Freitag drauf und auch erst 30km vorsichtig angefahren ( die Noppen sind noch nicht runter ) , aber ich hab ihn schon fast auf der Kante und er vermittelt mir in Schräglage ein sichereres Gefühl als der Angel den ich zuvor montiert hatte und den ich ohne Not gewechselt hab ( erst 2½Tkm )


    nur was mich stutzig macht - seit der Bridgestone drauf ist schneits hier andauernd - das Wetter war mit dem pirelli zuvor immer deutlich besser

    Das Mobil1 wird wohl bei höheren Temperaturen deutlich weniger verdampfen als das andere Öl.
    Ist übrigens eine bekannte Eigenschaft von den Mobil1-Ölen...

    den Gedanken hatte ich auch noch irgendwo im Hinterstübchen , als ich mich fürs Mobil1 entschieden hab


    vor mehreren Jahren hatte ein Kumpel von mir auf dem GS 500 Treffen am Kyffhäuser erhöhten Ölverbrauch beim ständigen Kehren rauf und runter hetzen . De Kiste hat richtig gestunken - ich bin am Anfang ein paarmal hinter ihm hergefahren , bis ich schließlich im wahrsten sinne des wortes die Nase voll hatte .Er mußte dann an der Tankstelle einen kompletten Liter nachfüllen ( und die hatten eben nur Mobil1 auf Lager )


    am zweiten Tag dann wieder dasselbe Spiel - nur immer stupid den Kyffhäuser rauf und runter - am Abend war der Ölstand bei seiner Kiste dann aber erstaunlicherweise kaum gesunken


    scheint also wirklich eine "spezielle" Eigenschaft des Mobil1 zu sein , dass es weniger "abraucht" als andere Öle


    ich werd die regelmäßige Ölstandskontrolle deswegen aber natürlich nicht vernachläsigen , nur werd ich halt auf der geplanten Tour im Mai dann wohl bloß nen ½ Liter im Bordgepäck mitführen anstatt nem ganzen .


    ...und den freigewordenen Stauraum stattdessen lieber mit frischen Socken auffüllen :grins:

    Der Michelin ist halt ein sehr leichter und von der Karkasse her unheimlich weicher Reifen - das merkt man sofort wenn man die Schlappen selbst auf die Felge zieht


    ich hab noch keinen anderen Reifen so schnell und problemlos "verarbeitet" bekommen


    der Bridgestone hat dagegen eine deutlich stabilere Karkasse und verhält sich bei der Montage erheblich störrischer


    ich behaupte mal , dass alle "Nachteile" die dem Pipo angelastet werden letztlich auf diesen Umstand zurückzuführen sind und schon geringe Unstimmigkeiten beim Reifendruck das Fahrverhalten maßgeblich negativ beeinflußen


    der Bt ist in dieser Hinsicht sicherlich deutlich unproblematischer weil er von Haus aus eine erhöhte Stabilität mitbringt


    vom reinen "Gummi" her dürften sich die beiden vermutlich gar nicht so sehr unterscheiden