Beiträge von Joolo

    Ich habe gestern sowohl die Kodiak als auch die Badlands Jacke bei Louis probiert. Irgendwie bin ich mir damit wie in einer Ritterrüstung vorgekommen, die Dinger sind ja unheimlich steif. Beim Probesitzen sind die Jacken dann auch noch (wie hier eh schon beschrieben) an mir raufgerutscht, sodass der Kragen unangenehm richtig am Unterkiefer anliegt. Trotz des Preises gefallen mir beide Jacken echt gut und ich denke, dass die qualitativ auch sehr hochwertig sind, aber das Tragegefühl ist dermaßen unangenehm, dass ich diese Marke wohl oder übel eher auslassen werde.

    Hat jemand Empfehlungen für Laminatjacken? Die Held Atacama wird vermutlich ähnlich steif sein nehme ich an. Doch 2 Lagen besser?

    Die Steifheit der Kodiak ist mir auch schon aufgefallen, im Prinzip versteifen auch die Brustpolster im oberen Bereich der Jacke.


    Gegen das Hochrutschen und Kragenproblematik könnte das bewusste einknicken der Jacke unterhalb des Bauchs oder das Öffnen den Knopfs und des Reißverschlusses von unten helfen.

    Habe aus Neugierde den Frontgabeltunnel mit einem großen Tuch zugestopft. In der Tat, es wurde sofort hörbar ruhiger im Helm. Somit glaube ich auch sofort, dass ein Tankrucksack hilft. Dh es funktioniert, nur gibt es dann verständlicherweise einen Stabilitätnachteil. Scheinbar hat KTM wohl den besten faulen Kompromiss umgesetzt. Die Fuhre ist leider extrem empfindlich auf Buffering, ich merke es fallweise ob ich eine schnellere Gerade ab- oder aufwärts fahre, oder im Wind oder Gegenwind fahre, einmal nervig vorhanden oder nicht vorhanden. Bei mir ändert sich das Verhalten auch, wenn ich die Federbeine 2 cm durchschiebe (deutlich weniger Buffering, dafür aber auch Pendeln). Da entscheiden doch tatsächlich wenige Grad Motorrad-/Scheibenneigungsänderung. Aber eine Dauerlösung habe ich noch nicht gefunden. Wenn es extrem wird, dann ducke ich mich kurzfristig oder fahre langsamer (will aber nicht buckelig werden). Teilweise ist dieses Dröhnen, Zittern allerdings total unzumutbar. Da nutzten auch Gehörestöpsel nichts. Idee an die "Abdeckungsoptimierer": vielleicht reicht bereits eine 50%-ige Luftabsperrung, sodass beide Vorteile erhalten bleiben (Antibufferung + Erhalt der Stabilität). Und jetzt nicht lachen, vielleicht reicht auch schon ein im Bereich Lenker montiertes sperriges Navi/Handy. Oder die Maskenseitenspoiler 5 cm vor/rückwarts verschieben, Winkel ändern. Dieser Aerodynamik traue ich inzwischen schon alles zu.

    Von technischer Neugierde getrieben (aufgrund dieses threads) habe ich auf meiner heutigen Vorabendrunde mal versucht die Luftströme näher zu ergründen. Ich fahre eigentlich immer mit dem Tankrucksack PRO Daypack von SW Motech und kann hierdurch auch kaum Veränderungen feststellen.


    Was auffällig ist, ist dass grad an Tagen mit viel Wind, vor allem Seitenwind, mal das Buffeting zumeist deutlich stärker auftritt und mal etwas weniger.

    Wenn man z. B. bei Wind von rechts den Körper etwas nach rechts und den Kopf quasi ein wenig an der Scheibe vorbei in den Wind hält, dann lässt das Buffeting deutlich nach, streckt man den Kopf weiter raus ist's wie Naked-fahren.


    Wenn man die Hand über den "Kanal" zwischen Tank und Tankverkleidung/-spoiler hält, merkt man (wie ich finde) einen relativ starken Staudruck/Windstrom, so dass ich denke dass auch hier planmäßig ein deutlicher Anpressdruck nach unten erzeugt wird.

    Hinter dem Tankspoiler, also beim Knie, herrscht gefühlt Unterdruck - somit wird der Tank nicht einfach von der Luft umströmt (so wie früher), sondern der Tankspoiler wird effektiv gegen den Auftrieb am Vorderrad bzw. dem ganzen Moppeds eingesetzt.


    Aus vor genannten Gründen könnte ich mir gut vorstellen dass die Beeinflussung des Windstroms durch den o.g. Luftkanal (rechts und links) nach innen zum Helm hin schon Auswirkungen haben könnte - also Luft zusätzlich in die Unterdruckzone hinter das Windschild bzw. vor den Helm zu leiten.


    Übrigens, ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Umbau der Spiegel (an die handguards) einen spürbaren Einfluss auf die Luftströmung bzw. Verbesserung des Buffeting hatte.

    Olaf, erst einmal Respekt und Anerkennung!!!

    Und vielen Dank für verständlichen und genauen Ausführungen. :Daumen hoch:


    Kurz zu: Eine Sache ist mir bei der Testfahrt negativ aufgefallen: Ab ca. Tacho-Tempo 165 wurde das Vorderrad unruhig und fing unangenehm zu pendeln an.


    Mit deinem perfekt gebauten System sperrst du - wenn ich's richtig verstanden habe - sehr wahrscheinlich den Luftstrom durch den Gabeltunnel, es entsteht dadurch ein Staudruck unterhalb deiner "Trennscheibe", welcher wiederum aerodynamisch betrachtet das Mopped vorne "hebt".

    Ich denke, dass die "anstehende Luft" irgendwie seitlich umgeleitet werden muss, ohne dass sie sich aufstaut.

    Kann es sein, dass dein Sohn noch A1- bzw. A2-pflichtig ist? Dann ist er natürlich froh um eine 390er Duke bzw. hat kaum Optionen.


    Ich könnte Taufrosch noch empfehlen, sich mal die Enfield Meteor 350 (gibt's die schon bei uns?), die Thunderbird oder die 390er Himalayan anzuschauen. Allesamt 1-Zylinder mit wenig Hubraum, jedoch als Langhuber weniger gierig nach Drehzahl und somit schaltfauler, also komfortabler in der Stadt zu bewegen. Und auf 10 km Landstraße dürften die auch Spass machen.

    Ja, das stimmt damals war er 18 Jahre alt und hatte den „Stufen“-FS.


    Deswegen haben wir das Drossel-Kit genommen, welches die Leistung „sage und schreibe“ um 2 PS reduziert hat. Bei dem Kit handelt es sich schlichtweg nur um eine kleine Platte als Anschlag, die die offene Drosselklappenstellung minimal begrenzt - ein 10 Cent-Teil. :nein:

    Mein Sohn hat seit 2014 eine 390er Duke, eine der ersten, und die läuft bis heute tadellos. Einsatz ist überwiegend Stadt und Umland, ab und an mal in die Berge.

    Bis auf 1 x "großen" Gabelservice und Kettensatz fehlt sich da seit rund 20.000 km nix.

    Der Verbrauch ist genial wenig, da stehen rund 3,5 l/100 km zur Debatte.


    Ich bin 2 x eine mittlere Tagestour (180 und 200 km) mit dem Mopped gefahren - wenn man mit den "großen Jungs" mithalten möchte dann musst du die Gänge schon ausfahren, aber 150 kg auf der Landstraße machen da auch einiges wett.


    Für Stadt und Umland und Tages-Ausflüge ist so'ne 390er (Duke und bestimmt auch ADV) schon sehr gut zu gebrauchen.

    Genau die habe ich mir auch geholt - anfänglich a bisserl starr, aber nach ein paar mal tragen jetzt schön geschmeidig und bequem - quasi Bergstiefel zum Moppedfahren. :zwinker:

    Nach dem gestrigen Umbau der Spiegel


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    konnte ich heute eine längere Runde drehen und ich würde sagen wollen, dass das Buffeting sich schon verbessert bzw. deutlich reduziert hat.


    Interessant ist vielleicht auch der folgende Test beim Fahren bei z. B. 120 km/h: Wenn man eine Hand oben am Rand etwas vor das Windschild hält und die Hand fast flach (parallel zur Fahrbahn) hält dann ist das Buffeting so gut wie weg - ich vermute weil der Luftstrom dann direkt auf den Helm geleitet wird.

    Und wie ist das Handling im Vergleich? Merkt man das weniger Gewicht der 890?


    Bin die 790 schon gefahren, auch auf Schotter und Schlamm. Handling war super. Bloß diese Optik... Hilfeeee. Da könnte man sich eher an die GS Optik gewöhnen

    Aah geh weiter, die Optik könnte man optimieren. ;-)


    z. B.:

    KTM 790/890 Adventure R/S GRAPHIC KIT - "Topography" (Black/Orange) - MotoProWorks | Decals and Bike Graphic kit


    oder


    KTM 790 ADV-R 'Tundra' decal kit – Crispy Designs | Specialist in custom KTM 690 & Adventure decals & graphics

    Oder aber der Massekontakt hat sich am Rahmen gelockert - das war ein schöner "Bug" bei der Duke meines Sohnes. :rolleyes:


    Unter Last bricht dann der Stromfluss zusammen, dann klackt's nur noch wie wenn die Batterie leer wäre.

    Guten Morgen

    Ist die nur beheizt oder auch von der Polsterung angenehmer

    Ja, die ist angenehmer - konnte mit nem Spezl unlängst eine Tour über 410 km machen ohne am Sitzapparat nennenswertes zu spüren.

    Guter Hinweis, danke. Hat sie, ca. 1mm gesamt! Allerdings sind die Schenkel sehr lange, muss aber wohl gehen, wenn ich sie sehr schräg auf der Scheibe platziere.


    EDIT: Aber die Batterie ist leer, muss erst eine neue besorgen.

    Einfach je Seite ein starres Stück irgendetwas zwischen Messschieberbacken und Bremsscheibe legen, dann messen und dann die zwei Stücke messen und die Differenz ermitteln ... :zwinker:

    Jetzt habe ich auch mal nachgeschaut. Genau 10.000km auf meinem Bike, ich bremse hinten sehr selten. Scheibe stark eingelaufen, Beläge noch wunderbar.

    EDIT: Vorne kein Verschleiß erkenn- oder fühlbar, aber die vorderen Scheiben haben einen Schlag. Ich danke, ich werde diesen ganzen Müll in Bausch und Bogen durch Moto Master ersetzen.


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    Ist es bei der 790er nicht so wie bei der 890er dass wenn man nur vorne bremst dass hinten zu einem kleinen Anteil auch mitgebremst wird?