Habe aus Neugierde den Frontgabeltunnel mit einem großen Tuch zugestopft. In der Tat, es wurde sofort hörbar ruhiger im Helm. Somit glaube ich auch sofort, dass ein Tankrucksack hilft. Dh es funktioniert, nur gibt es dann verständlicherweise einen Stabilitätnachteil. Scheinbar hat KTM wohl den besten faulen Kompromiss umgesetzt. Die Fuhre ist leider extrem empfindlich auf Buffering, ich merke es fallweise ob ich eine schnellere Gerade ab- oder aufwärts fahre, oder im Wind oder Gegenwind fahre, einmal nervig vorhanden oder nicht vorhanden. Bei mir ändert sich das Verhalten auch, wenn ich die Federbeine 2 cm durchschiebe (deutlich weniger Buffering, dafür aber auch Pendeln). Da entscheiden doch tatsächlich wenige Grad Motorrad-/Scheibenneigungsänderung. Aber eine Dauerlösung habe ich noch nicht gefunden. Wenn es extrem wird, dann ducke ich mich kurzfristig oder fahre langsamer (will aber nicht buckelig werden). Teilweise ist dieses Dröhnen, Zittern allerdings total unzumutbar. Da nutzten auch Gehörestöpsel nichts. Idee an die "Abdeckungsoptimierer": vielleicht reicht bereits eine 50%-ige Luftabsperrung, sodass beide Vorteile erhalten bleiben (Antibufferung + Erhalt der Stabilität). Und jetzt nicht lachen, vielleicht reicht auch schon ein im Bereich Lenker montiertes sperriges Navi/Handy. Oder die Maskenseitenspoiler 5 cm vor/rückwarts verschieben, Winkel ändern. Dieser Aerodynamik traue ich inzwischen schon alles zu.
Von technischer Neugierde getrieben (aufgrund dieses threads) habe ich auf meiner heutigen Vorabendrunde mal versucht die Luftströme näher zu ergründen. Ich fahre eigentlich immer mit dem Tankrucksack PRO Daypack von SW Motech und kann hierdurch auch kaum Veränderungen feststellen.
Was auffällig ist, ist dass grad an Tagen mit viel Wind, vor allem Seitenwind, mal das Buffeting zumeist deutlich stärker auftritt und mal etwas weniger.
Wenn man z. B. bei Wind von rechts den Körper etwas nach rechts und den Kopf quasi ein wenig an der Scheibe vorbei in den Wind hält, dann lässt das Buffeting deutlich nach, streckt man den Kopf weiter raus ist's wie Naked-fahren.
Wenn man die Hand über den "Kanal" zwischen Tank und Tankverkleidung/-spoiler hält, merkt man (wie ich finde) einen relativ starken Staudruck/Windstrom, so dass ich denke dass auch hier planmäßig ein deutlicher Anpressdruck nach unten erzeugt wird.
Hinter dem Tankspoiler, also beim Knie, herrscht gefühlt Unterdruck - somit wird der Tank nicht einfach von der Luft umströmt (so wie früher), sondern der Tankspoiler wird effektiv gegen den Auftrieb am Vorderrad bzw. dem ganzen Moppeds eingesetzt.
Aus vor genannten Gründen könnte ich mir gut vorstellen dass die Beeinflussung des Windstroms durch den o.g. Luftkanal (rechts und links) nach innen zum Helm hin schon Auswirkungen haben könnte - also Luft zusätzlich in die Unterdruckzone hinter das Windschild bzw. vor den Helm zu leiten.
Übrigens, ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Umbau der Spiegel (an die handguards) einen spürbaren Einfluss auf die Luftströmung bzw. Verbesserung des Buffeting hatte.