Dann haben die Kollegen mit dem großen Bierbauch wahrscheinlich auch kein Buffering ?
...und mangels Platz auch keinen Tankrucksack ???
Dann haben die Kollegen mit dem großen Bierbauch wahrscheinlich auch kein Buffering ?
...und mangels Platz auch keinen Tankrucksack ???
nach den gestrigen beiden Tagen des Trommelfeuers ist es heute erstaunlich ruhig hier im Thread. Liegt vermutlich an der Sonne, die nach den neuen Erkenntnissen nicht nur zur Ausfahrt sondern auch Pflege des Bierbauchs einlädt ;o).
Olaf, ich bin ja von deiner akribischen Vorgehensweise beeindruckt aber zum Test mal so ´was triviales wie ein Tankrucksack aufspannen, hatte keiner von uns auf dem Film! Dazu fällt mir eine Geschichte ein (die "hinkt" aber ein bisschen): die US-Amerikaner haben mit viel Aufwand einen Kugelschreiber entwickelt, der auch in der Schwerelosigkeit funktioniert; die russischen Astronauten nehmen ein Bleistift mit hoch, lol.
Wie ihr merkt, habe ich aktuell gar nicht so viel beizutragen, außer dass ich hollos Eindruck teile
...Nach Abbau der seitlichen Flügel war es "deutlich" angenehmer und leiser. (deswegen bleiben sie auch erst mal ab) Was ich aber festgestellt habe, ist das jetzt das VR bei höheren Geschwindigkeiten "nervöser" wirkt. Scheint als ob die kleinen Flügelchen doch einiges an Anpressdruck auf das VR erzeugen !? ...
Mit dem nervösen VR hat die Nuda vermutlich auch Probleme gehabt, daher der genial designte Spoiler auf dem Kotflügel.
Von wegen ruhig - ich war heute am späten Nachmittag noch Highspeed-Testfahren
!
Und zwar, wie schon angekündigt, um feststellen zu können, ob die VR-Unruhe ab ca. 165 km/h (Tacho) irgendetwas mit den Abdeckungen zu tun hat.
Also bin ich ohne die Abdeckungen, ohne Windschild-Spoiler und dieses Mal mit der R-Scheibe in der niedrigen Position auf den Highway.
Wie erwartet, war das Buffeting deutlich und (für mich) unangenehm spürbar, ich musste jedoch mehrfach erkennen, dass das VR-Pendel ab ca. 165 km/h zwar vorhanden, jedoch eindeutig nicht so stark war wie mit den Abdeckungen.
Kurzeitig ca. 180 km/h waren zwar nicht angenehm, aber machbar - das hätte ich mich bei dem Pendeln mit den Abdeckungen nicht getraut (abgesehen von dem Risiko, dabei erwischt zu werden)...
Es folgen also jetzt, wie ebenfalls bereits angekündigt, die nächsten Schritte:
1) Prüfen, ob das Lenkerpendeln auch ohne die Abdeckungen auftritt - done
2) Wenn ja, einige gut überlegte Bohrungen in beide Teile setzen - so, dass die Stabilität möglichst wenig darunter leidet - done
3) Die von der inneren Scheibe vorerst mit Klebeband verschließen und testen
4) Die von der vorderen Abdeckung schließen, die von der Scheibe öffnen und testen
5) Löcher in beiden Teilen öffnen und testen
6) Meine Schlüsse ziehen und davon berichten
7) Die Version, die am besten funzt, bei neuen Teilen (evtl. aus PVC) umsetzen
Die 10mm-Bohrungen habe ich folgendermaßen umgesetzt und schon alles für die Testfahrt morgen Abend vorbereitet:
Wie schon einmal erwähnt, zeigt sich für mich mehr und mehr, dass sich die KTM-Entwickler diesbezüglich sehr wohl Gedanken (und Tests) gemacht haben, und das Ergebnis einen Kompromiss zwischen Fahrbarkeit bei hohen Geschwindigkeiten und einigermaßen Windschutz darstellt.
Vorerst gebe ich jedoch nicht auf, diesen Kompromiss noch weiter optimieren zu wollen - stay tuned
!
Ach ja - bzgl. Tankrucksack: Kann sein, dass der einen kleinen positiven Einfluss auf das Buffeting hat.
Ich bin jedoch schon viele 1000km mit TR gefahren (Original KTM, auch bei höheren Dauer-Geschwindigkeiten und im "ausgefahrenen" Zustand) und als wirklich wirksame Anti-Buffeting-Maßnahme hat sich der für mich nicht herausgestellt.
Habe aus Neugierde den Frontgabeltunnel mit einem großen Tuch zugestopft. In der Tat, es wurde sofort hörbar ruhiger im Helm. Somit glaube ich auch sofort, dass ein Tankrucksack hilft. Dh es funktioniert, nur gibt es dann verständlicherweise einen Stabilitätnachteil. Scheinbar hat KTM wohl den besten faulen Kompromiss umgesetzt. Die Fuhre ist leider extrem empfindlich auf Buffering, ich merke es fallweise ob ich eine schnellere Gerade ab- oder aufwärts fahre, oder im Wind oder Gegenwind fahre, einmal nervig vorhanden oder nicht vorhanden. Bei mir ändert sich das Verhalten auch, wenn ich die Federbeine 2 cm durchschiebe (deutlich weniger Buffering, dafür aber auch Pendeln). Da entscheiden doch tatsächlich wenige Grad Motorrad-/Scheibenneigungsänderung. Aber eine Dauerlösung habe ich noch nicht gefunden. Wenn es extrem wird, dann ducke ich mich kurzfristig oder fahre langsamer (will aber nicht buckelig werden). Teilweise ist dieses Dröhnen, Zittern allerdings total unzumutbar. Da nutzten auch Gehörestöpsel nichts. Idee an die "Abdeckungsoptimierer": vielleicht reicht bereits eine 50%-ige Luftabsperrung, sodass beide Vorteile erhalten bleiben (Antibufferung + Erhalt der Stabilität). Und jetzt nicht lachen, vielleicht reicht auch schon ein im Bereich Lenker montiertes sperriges Navi/Handy. Oder die Maskenseitenspoiler 5 cm vor/rückwarts verschieben, Winkel ändern. Dieser Aerodynamik traue ich inzwischen schon alles zu.
Ach ja - bzgl. Tankrucksack: Kann sein, dass der einen kleinen positiven Einfluss auf das Buffeting hat.
Ich bin jedoch schon viele 1000km mit TR gefahren (Original KTM, auch bei höheren Dauer-Geschwindigkeiten und im "ausgefahrenen" Zustand) und als wirklich wirksame Anti-Buffeting-Maßnahme hat sich der für mich nicht herausgestellt.
Der originale TRS ist sehr schmal und läuft nach oben schmal zu, der Enduristan gerade. Vielleicht macht das den Unterschied und, zumindest für mich, reicht das schon.
Aber wenn’s noch besser und unabhängig von einem TRS geht....bin weiter gespannt ??
die Idee mit der teilweisen Abdeckung kommt ja mehr oder weniger vielen Löchern ähnlich.
Wie verändert sich das Verhalten, wenn du die Gabelholme durchsteckst? Wird es besser oder schlechter?
@ Olaf: vielleicht solltest Du deine Hochgeschwindigkeitstests nach D verlegen oder warten, bis Lutz soweit ist, dann musst du deine Pappe nicht riskieren!
Gabeldurchstecken ist eindeutig positiv bei mir. Habe auch das Federbein auf hart gestellt, also bewusst das Motorrad nach vorne geneigt für Testzwecke. Ist aber unfahrbar, braucht niemand zu Testen. Die KTM 790 ADV wird dadurch hyperagil, fällt von selbst in die Kurve und du musst sie wieder rausziehen. Hinweis: dieser Test war einmalig, kann nicht garantieren das damit das buffering immer wegbleibt. Ich kann nur festhalten, die KTM 790 ADV ist extrem empfindlich. Wenn ich mich 2 cm größer mache wird es extrem. Ob das Topcase einen Einfluss hat, weiß ich nicht. Hatte dieses zuletzt bei ca 110 kmh verloren, bin vorerst geheilt damit Hochgeschwindigkeitstests zu fahren.
...Idee an die "Abdeckungsoptimierer": vielleicht reicht bereits eine 50%-ige Luftabsperrung, sodass beide Vorteile erhalten bleiben (Antibufferung + Erhalt der Stabilität).
Sepp, Danke für Deinen Input!
Es ist durch meine Maßnahmen bereits nur der halbe (vordere Teil) des Gabeltunnels verschlossen.
Wenn sich jedoch herausstellt, dass die Löcher nicht ausreichend sind, werde ich mich sehr wohl an eine weiteren Reduktion der Abdeckungen machen.
Bzw. werde ich nochmals testen, ob ein Weglassen einer der beiden Abdeckungen doch zumindest zu einer Verbesserung führt.
oder, wie rubbergum an der aktuellen 1290 SAS aufgezeigt hat, die Platte regelrecht perforieren...zum Glück sind die Teile nicht so teuer, sodass verschiedene Löcher ausprobiert werden können. Ich warte noch Lutz seinen Versuch am Dienstag ab und dann steige ich auch ein.
Das Topcase verloren?! Verdammt! Da wäre ich auch erst einmal geheilt. Ja, das kenne ich auch, 2 cm mehr nach vorne geneigt oder in die Höhe gereckt und schon ist es wieder anders. Sehr schmal die Komfortzone...
Ich will jetzt hier kein Offtopic anfangen:
... Andererseits ist rie KTM 790 ADV schon empfindlich an der Front, habe ich beim Reifenwechsel bemerkt. Mit anderem Reifen ist meine auch unruhiger geworden.
Kann es sein, dass dein
so sensibel auf andere Pneus reagiert, da Du die Gabel weiter durchgesteckt hast oder ist das ein grundsätzliches Phänomen bei der 790 Adv?
Ich tüftle ja auch schon länger an dem Thema. Fahre viel mit Tankrucksack. Für mein Gefühl ändert sich nicht viel ob mit oder ohne Tankrucksack gefahren wird. Habe auch im Laufe der letzten zwei Jahre einen KTM und einen von SWM drauf gehabt. In Größe und Art waren diese sehr unterschiedlich. Hat aber, gefühlt, keinen Unterschied gemacht.
Olaf du bist ja schon wieder 3 Schritte voraus. Fange am Montag mit dem testen an. Werde natürlich auch berichten.
????
Und mir fällt gerade noch ein, das ich letztes Jahr die GTDA gefahren bin. Mit Koffern und Topcase. Da wurde es auf der BAB im höheren Geschwindigkeitsbereich auch unruhig. Hatte da noch den SW Motech Träger und bei dem sitzt das Topcase sehr weit hinten. Habe für dieses Jahr die Original KTM Platte der 790@ mit den Halterungen für das Topcase modifiziert. Sitzt jetzt wesentlich weiter vorne und siehe da, das selbe Topcase bringt das Moped auf der BAB nicht mehr aus der Ruhe.
Eine ganz schöne Diva die kleine ??.
????
Habe aus Neugierde den Frontgabeltunnel mit einem großen Tuch zugestopft. In der Tat, es wurde sofort hörbar ruhiger im Helm. Somit glaube ich auch sofort, dass ein Tankrucksack hilft. Dh es funktioniert, nur gibt es dann verständlicherweise einen Stabilitätnachteil. Scheinbar hat KTM wohl den besten faulen Kompromiss umgesetzt. Die Fuhre ist leider extrem empfindlich auf Buffering, ich merke es fallweise ob ich eine schnellere Gerade ab- oder aufwärts fahre, oder im Wind oder Gegenwind fahre, einmal nervig vorhanden oder nicht vorhanden. Bei mir ändert sich das Verhalten auch, wenn ich die Federbeine 2 cm durchschiebe (deutlich weniger Buffering, dafür aber auch Pendeln). Da entscheiden doch tatsächlich wenige Grad Motorrad-/Scheibenneigungsänderung. Aber eine Dauerlösung habe ich noch nicht gefunden. Wenn es extrem wird, dann ducke ich mich kurzfristig oder fahre langsamer (will aber nicht buckelig werden). Teilweise ist dieses Dröhnen, Zittern allerdings total unzumutbar. Da nutzten auch Gehörestöpsel nichts. Idee an die "Abdeckungsoptimierer": vielleicht reicht bereits eine 50%-ige Luftabsperrung, sodass beide Vorteile erhalten bleiben (Antibufferung + Erhalt der Stabilität). Und jetzt nicht lachen, vielleicht reicht auch schon ein im Bereich Lenker montiertes sperriges Navi/Handy. Oder die Maskenseitenspoiler 5 cm vor/rückwarts verschieben, Winkel ändern. Dieser Aerodynamik traue ich inzwischen schon alles zu.
Von technischer Neugierde getrieben (aufgrund dieses threads) habe ich auf meiner heutigen Vorabendrunde mal versucht die Luftströme näher zu ergründen. Ich fahre eigentlich immer mit dem Tankrucksack PRO Daypack von SW Motech und kann hierdurch auch kaum Veränderungen feststellen.
Was auffällig ist, ist dass grad an Tagen mit viel Wind, vor allem Seitenwind, mal das Buffeting zumeist deutlich stärker auftritt und mal etwas weniger.
Wenn man z. B. bei Wind von rechts den Körper etwas nach rechts und den Kopf quasi ein wenig an der Scheibe vorbei in den Wind hält, dann lässt das Buffeting deutlich nach, streckt man den Kopf weiter raus ist's wie Naked-fahren.
Wenn man die Hand über den "Kanal" zwischen Tank und Tankverkleidung/-spoiler hält, merkt man (wie ich finde) einen relativ starken Staudruck/Windstrom, so dass ich denke dass auch hier planmäßig ein deutlicher Anpressdruck nach unten erzeugt wird.
Hinter dem Tankspoiler, also beim Knie, herrscht gefühlt Unterdruck - somit wird der Tank nicht einfach von der Luft umströmt (so wie früher), sondern der Tankspoiler wird effektiv gegen den Auftrieb am Vorderrad bzw. dem ganzen Moppeds eingesetzt.
Aus vor genannten Gründen könnte ich mir gut vorstellen dass die Beeinflussung des Windstroms durch den o.g. Luftkanal (rechts und links) nach innen zum Helm hin schon Auswirkungen haben könnte - also Luft zusätzlich in die Unterdruckzone hinter das Windschild bzw. vor den Helm zu leiten.
Übrigens, ich bin nach wie vor der Meinung, dass der Umbau der Spiegel (an die handguards) einen spürbaren Einfluss auf die Luftströmung bzw. Verbesserung des Buffeting hatte.
Wie Rockymountain auch schon vermutet hat, könnte die Stellung der seitlichen Flügel einen erheblichen Einfluss haben. In der Formel 1 wird (je nach Rennstrecke) auch die Stellung des Frontflügels angepasst. Entweder handlich in Kurven oder stabil bei Topspeed. KTM hat die Dinger nicht ohne Grund dort platziert. Wenn ein Verschieben der Flügel (oder Anstellwinkel ändern) das Buff. etwas weiter nach oben oder unten wandern lässt (halt nicht genau am Helm) dürft das einiges bringen. Nur so ein Gedanke ?
So, jetzt habe ich die Geschichte auch mal getestet.
Da Olaf schon wunderbare Vorarbeit geleistet hat war mein Programm heute nicht so umfangreich.
Ich habe die Halbscheibe und die Flügelverbindung ja in 2 Werkstoffen gebaut. Aufgrund von Olafs Tests habe ich gleich die AluDibond Version verbaut. Die Flügelverbindung habe ich 2 CM größer gemacht da ich bei der S kein Platzproblem habe.
Beides montiert, TT Spoiler abgebaut und ab auf die Autobahn.
Bis 210 kein Problem. Ich hatte nicht das Gefühl das die Front so leicht wird das Unruhe entstehen würde. Ohne TT Spoiler war für mich, gefühlt, das Ergebnis ungefähr gleichzusetzen mit dem Zustand wie vorher nur solo mit dem TT Spoiler.
Ich habe dann den TT Spoiler nochmal zusätzlich zu den beiden anderen Maßnahmen montiert. Bei Olaf war das Ergebnis dann ja schlechter.
Bei mir ist das Ergebnis nochmal besser geworden.
- TT Spoiler solo würde ich 90% geben
- Scheibe für Tunnel und Flügelverbindung bekommt 93%
- Alles zusammen bekommt 97%
Ich bin 1,80 M groß, ca. 80 Kg, gefahren mit enger Textiljacke und Jeans. Helm Schuberth M1 Jethelm.
Fazit. Alles Maßnahmen kommen der 100% Marke schon sehr nahe. Bin bis 150 KM/H mit offenem Visier gefahren.
Der Druck auf den Oberkörper ist vollkommen in Ordnung. Der Helm liegt ruhig im Wind. Ich habe das Gefühl das es sogar noch ein Stückchen leiser geworden ist.
????
Lutz, Danke für den interessanten und guten Bericht
!
Ich denke, dass mein Reifen, der hohe Kotflügel und das höhere Fahrwerk zusätzlich zur VR-Unruhe beitragen.
Welche Scheibe hattest Du in welcher Höhe montiert drauf?
BTW: Mit Jeans sollte man nicht 210 fahren
...
Hallo Olaf, ich weiß aber was tut man nicht alles im Rahmen von Forschung.
ich hatte die R Scheibe in unterer Stellung und den Spoiler auch ziemlich unten.
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????
Steinigt mich wenn ich falsch liege, aber ging es hier nicht auch irgendwann mal um das Lenkerflattern?
Diesbezüglich muss ich kurz einwerfen das es nach mir von den Handprotektoren kommt.
Habe heute Acerbis verbaut und selbst bei 180 lief die Fuhre seelenruhig (mehr wollte ich mit dem Hinterreifen halt echt nicht ausprobieren).
Hallo Olaf, ich weiß aber was tut man nicht alles im Rahmen von Forschung.
ich hatte die R Scheibe in unterer Stellung und den Spoiler auch ziemlich unten.
Lutz, Du hast geschrieben, dass Du die Abdeckung 2cm nach unten verlängert hast.
Sehr schön hast Du das gemacht, aus ästhetischen Gründe würde ich jedoch die unteren Enden der Abdeckung so abschrägen, dass sie wieder in einer Flucht mit den Winglets sind
.
Ich berichte kurz von meiner angekündigten Testfahrt heute Abend:
Ich wollte ja noch testen, ob ich mit Löchern in den Abdeckungen einen besseren Kompromiss zwischen VR-Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten und der Anti-Buffeting-Wirkung erreichen kann.
Also bin ich wie geplant jeweils Streckenabschnitte zuerst mit zugeklebten Löchern auf beiden Teilen gefahren, dann mit offenen Löchern in der vorderen Abdeckung, danach mit offenen Löchern nur in der horizontalen Scheibe und abschließend mit offenen Löchern in beiden Teilen.
Die Wirkung der Löcher war eindeutig spürbar, einerseits bzgl. Verbesserung der VR-Stabilität, andererseits bzgl. Zunahme von gewissen Luft-Verwirbelungen im Helmbereich, jedoch noch nicht in Richtung echtes Buffeting.
Letztendlich hat mir die Variante mit geschlossen Löchern in der vorderen Abdeckung und offenen Löchern in der horizontalen Abdeckung am meisten zugesagt, und so werde ich es auch belassen.
Motiviert durch Lutz's erfolgreiches Hinzufügen des TT-Spoilers, habe ich den dann auch noch mal in unterschiedlichsten Positionen (oben/unten) und in verschiedenen Neigungen getestet.
Bei mir hat das jedoch, wie schon bei den letzten Tests, durchwegs wieder zu Verschlechterungen bezgl. Buffeting geführt.
Schon interessant, dass es anscheinend durch die unterschiedliche Fender-Position und Unterschiede in der Fahrzeug-Geometrie (höheres Fahrwerk der R) zu solchen Unterschieden in der Aerodynamik kommt - anders kann ich es mir nicht erklären.
Ich habe dann auch noch die R-Scheibe wieder in die hohe Position gesetzt und sofort gemerkt, das dass Buffeting wieder ein Stückchen weiter oben Richtung Helm stattfindet, wo es mich dann wieder mehr gestört hat (jedoch bei weitem nicht so wie in der Original-Konstellation ohne Abdeckungen).
Das alles hat für mich meine Theorie weiter bestätigt, dass sowohl vermehrte Zuluft von unten durch den Gabeltunnel, als auch eine höhere Scheibe das Buffeting nach oben und im ungünstigen Fall auf Helm-Höhe bringen.
Mag sein, dass die Form der Handschützer oder des Windschilds, ein Tankrucksack, ein Bierbauch, die Neigung der Winglets oder ein Helmschirm weitere positive oder negative Einflüsse generieren.
Ich schließe mein Projekt jedoch vorerst einmal und für mich erfolgreich ab, werde meine Teile noch mit etwas stabilerem Material ausführen und bin gespannt, zu welchen weiteren Erkenntnissen andere Testpiloten kommen, die in die unendlichen Weiten der Aerodynamik vorstoßen ![]()
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Steinigt mich wenn ich falsch liege, aber ging es hier nicht auch irgendwann mal um das Lenkerflattern?
Diesbezüglich muss ich kurz einwerfen das es nach mir von den Handprotektoren kommt.
Habe heute Acerbis verbaut und selbst bei 180 lief die Fuhre seelenruhig (mehr wollte ich mit dem Hinterreifen halt echt nicht ausprobieren).
Ben, das hat mich jetzt doch noch auf eine Idee gebracht:
Ich habe die SW-Motech Kobra Handguards drauf, mit den zusätzlichen Erweiterungen nach oben - also schon ziemliche Windfänge.
Diese Erweiterung werde ich einfach mal abschrauben und schauen, ob das irgendeinen positiven Einfluss auf das Lenkerflattern / die Vorderrad-Unruhe bei hohen Geschwindigkeiten hat!
Ach, dieser leidige Forscher- und Entdeckerdrang
...