Beiträge von Kyrox

    Servus,


    ich fahr zwar eine 2021er SMCR, hab da aber eig. das gleiche Ziel verfolgt wie du. Leistungssteigerung was und wo geht aber soll noch straßentauglich sein. Straßentauglich bedeutet für mich: soll am Stand auf dem ersten Blick nicht erkennbar sein und Abgas sollte einigermaßen noch passen.


    Ich fahr: Bearbeiteter originaler Luftfilterkastendeckel, BMC Filterplatte, LeoVince Komplettanlage, Zylinderkopfbearbeitung (Einlass nur Oberfläche bearbeitet, Auslass poliert und Brennraum auch poliert). Das ganze drückt mit 100 Oktan-Abstimmung 79PS mit 75Nm wobei das meiste Plus im unteren und mittleren Drehzahlbereich ist.


    Größte Schwachstelle bei meinem Setup ist die Ansaugung wegen dem Luftfilterkastendeckel. Mit dem MWR Filter würde da noch ordentlich Leistung und Drehmoment kommen. Seh da aber keinen Sinn wenn man praktisch mit ner fahrende Stilllegung rumgurkt und man nach 10 min am Moped Kopfweh bekommt weil das Ding so ein arsch lautes Ansauggeräuscht hat.


    Scharfe Nocke mit Kat kann man mehr oder weniger vergessen. Wollte ich auch mal einbauen, hab mich dann aber dagegen entschieden. Der Pirat hat mal die ganz scharfe AGAP Nockenwelle mit Kat gemessen und festgestellt, das mit Kat die Leistung kaum mehr wird. Außerdem wird dir auf Dauer der Kat verglühen, weil durch die große Überschneidung so viele unverbrannte Kohlenwasserstoffe mit raus gesaugt werden im Abgas. Diese riesen Menge wird im Kat nachoxidiert wodurch die chemische Energie der Kohlenwasserstoffe im Kat umgewandelt wird und auf Dauer den Kat zerstören. Bedeutet der Kat wird ein Verschleißteil und so ein Kat ist alles andere als billig.


    Hubraum Erweiterung sollte allerdings noch gehen.


    Was bei dir denk ich noch gehen sollte:

    - MWR Filter rein wenn dir das Ansauggeräusch egal ist

    - Kopf runter, Einlasskanal bearbeiten, Brennraum und Kolbenboden polieren um den thermodynmaischen Wirkungsgrad zu erhöhen. Auslasskanal polieren um den Wärmeeintrag vom Abgas in den Kopf zu reduzieren.

    - Leistungssteigernden Krümmer ran

    - Hubraumerweiterung falls es dir das Geld wert ist

    - Und das ganze dann sauber am Prüfstand nochmal abgestimmt

    Servus Jörg,


    Ich kann dir die Ölablassschrauben von ProBolt sehr ans Herz legen.


    :pfeil: https://www.probolt-germany.co…0mm-x-15mm-alsump1215mag/


    Ist eines der ersten Bauteile die ich bei meinen Fahrzeugen umbaue und umrüste. Wesentlich stärkerer Magnet als bei der originalen Ölablassschraube, gefertigt aus Aluminium und eloxiert wodurch das Gewinde im Gehäuse maximal geschont wird und beim 690 LC4 ist die Schraube genau so lang, dass sie vollständig das ganze Gewinde im Block ausnützt. Die originale Ölablassschraube is zu kurz.

    Kipphebel und Shims sind im Arsch, die müssen neu. Nockewelle sieht ganz gut aus. Die Späne aus dem vorderen Sieb kommen definitiv von Bauteilen aus dem Kurbelraum. Der Kurbelraum bei den KTM Motoren ist evakuiert und wird separat von einer eigenen Ölpumpe abgesaugt. Sprich, Abrieb bzw Späne aus dem Getrieberaum können NICHT in den Kurbelraum und umgekehrt. Und die Späne schaun nicht gut aus. Kopf runter, Zylinder und Kolben raus und dann mal schaun.

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    Hä wieso sollte Titan und Magnesium verträglich sein? Da geht die Schere der Edelheit der Metalle noch weiter auf und die Korrosion wird noch schlimmer. Noch dazu kommt das du das Drehmoment der Titanschrauben im Gehäuse reduzieren musst, sonnst holts dir irgendwann das Gewinde im Block wenn du die Schrauben öfter zu und auf machst. Noch dazu kommt das du im Gehäuse dann auch zwischen Alu und Titanschrauben Spaltkorrosion bekommst und du die Schrauben mit Keramikpaste einsetzen musst.


    Also hät ich persönlich aus diesem Grund nicht gemacht. Hab zwar auch auf Titanschrauben umgebaut aber aus anderen Gründen.


    Kauf einfach eloxierte Aluschrauben und fertig. Und wenn bitte wertige Schrauben, am besten aus AW7075. Das Ali Express Zeug is für die Tonne. Jägerschrauben oder ProBolt sind da gute anbieter.


    Glaube nicht, dass ein Schadensbild in dem Maße nur auf eine chemische Reaktion zurückzuführen ist. Eher, dass dort jemand die Schraube zu stark angezogen hat. Der Deckel ist sehr spröde.

    Die Schrauben wurden nicht zu stark angezogen. Das Problem ist einfach die Paarung aus Magnesiumdeckel und Stahlschrauben. Die KTM Schrauben sind NICHT Verzinkt oder beschichtet. Unter normalen Voraussetzungen geschieht zwischen Magnesiumdeckel und Stahlschrauben praktisch nichts, aber vor allem in Verbindung mit Salzen kann es schnell zu böser Kontaktkorrosion kommen, da mit Salz versetztes Wasser sehr gut leitet.


    Das passt auch super zu der Aussage "ich habe kein Saisonkennzeichen". Diese Probleme treten nämlich vor allem extrem bei Fahrzeugen auf, die viel im Winter bewegt werden, wo vorher salz gestreut wurde. Da lösen sich regelrecht die Deckel auf.

    Das is auch der Grund wieso der neue Euro5+ LC4 (A606) bei den Magnesiumdeckeln Aluschrauben hat. Einfach damit sich die Deckel nicht mehr auflösen.


    Abhilfe: Nach einer Fahrt im Winter das Fahrzeug reinigen bzw zumindest abspülen. Eine Reinigung würde der guten vlt. sowieso mal nicht schaden.

    Oder: Die Schraubenlängen bei Kupplungsdeckel und Generatordeckel raus messen und beim Händler oder Ersatzteilkatalog die Aluschrauben vom neuen LC4 in der richtigen Länge raussuchen. Muss man sich aber anschaun ob die platzmäßig überhaupt passen beim Schraubdom an den Deckeln, weil die Aluschrauben einen größeren Kopf haben als die Stahlschrauben.

    Das stinken vom Auspuff wenn man ohne Kats fährt, kommt allerdings von dem hohen Anteil an unverbrannten und in der Überschneidung mit rausgespülten Kohlenwasserstoffen im Abgas. Fährt man mit Kat, werden diese HCs im Kat nachoxidiert. Fährt man ohne Kat, bläst man die HCs einfach beim Auspuff hinten raus und dann stinkt die Bude so nach unverbrannten Sprit. Wie sehr der unterschied zwischen Kat und ohne Kat ist, kommt durch die Größe, Länge, Qualität und Zellenanzahl vom Kat, also bzw die Gesamtfläche vom Kat. Winkel vom Ausgangsrohr wird da auch noch einen Einfluss haben, der größte Unterschied kommt aber vom Kat selbst.

    Dadurch das ich ehemaliger F&E Mitarbeiter der Firma mit 3 Buchstaben war, kann ich dir versichern, dass Fahrzeughersteller da dutzend Simulationen und Varianten rechnen und simulieren lassen, um da den besten Kompromiss aus Leistung, Abgasreinigung und Lautstärke rauszukitzeln. Das is auch der Grund wieso der Ori-Auspuff Leistungsmäßig oft schwer zu übertreffen ist, weil da einfach echt viel Entwicklungsarbeit investiert wird. Ein Serienauspuff muss aber allerdings ganz andere Dinge und Standards erfüllen als so ein Sportauspuff und lässt somit trd leider Leistungstechnisch bisschen was liegen aufgrund der nötigen Konstruktion.

    Der Auspuff is aber so ein typisches Bauteil wo Funktionalität vor Design steht und Designkonzepte verworfen werden weil das technisch einfach kompletter Schwachsinn ist.

    Weil aber bei KTM der Kiska recht viel zu sagen hat, sehen manche Endschalldämpfer nunmal leider so aus wie sie aussehen und motivieren zum Umbauen.


    Aber auch namenhafte Auspuffhersteller wie Leovince, Akrapovic und Remus simulieren und rechnen ihre Modelle. Das is auch der Grund wieso bei mir kein Billigsdorfer Auspuff ans Moped kommt, weil ich bei den namenhaften Teilen weiß, das sich da auch meistens wer was dabei gedacht hat.

    Bei den ganzen Billig-Auspuffen kann ich mir zum Teil nicht mal vorstellen das die überhaupt im CAD arbeiten, geschweige denn auch nur eine Simulation laufen lassen oder eine Prüfstandslauf machen.

    Warum Leistungsverlust?

    Der original Endtof ist ja eigentlich auch "offen"

    Denke das hier Kat und Mitteltopf wesentlich mehr Einfluß auf das Strömungsverhalten haben :denk:

    Beim Auspuff gehts in erster Linie gar nicht um das Strömungsverhalten vom Abgas sondern um das Schwingungsverhalten und der Laufzeit der Druckwellen im Abgastrakt. So ein Auspuff is im Prinzip nix anderes als ein Akustikkörper.


    Jeder Durchmessersprung, jedes Volumen, jede Längenänderung im Abgastrakt hat Einfluss auf diese Druckwellen. Unter anderem spielt der Endschalldämpfer dabei auch eine große rolle weil der eben Schallwellen absorbiert und auch ein großes Volumen hat. Abgastrakt in Verlauf, Länge und Volumen müssen sowohl auf die Einlass als auch auf die Auslasssteuerzeit passen.

    Schneidet man also wild einfach Sachen von Abgastrakt weg oder schweißt andere Sachen ein, greift man somit massiv in die Funktion von Auspuff ein. Das kann natürlich positive Einflüsse haben, meistens allerdings nur negative.

    Grüß euch,


    möchte hier als Ergänzung und als Alternative noch die Supermotospiegel von MG-Biketec in den Ring werfen.


    IMG_0133.jpg


    Für mich die optisch am meisten ansprechendste Variante. Warum die irgendwie keiner am Schirm hat weiß ich nicht. Hab die jetzt schon seit einer Saison dran und bin mit denen echt super duper zufrieden.


    ACHTUNG: Kostenpunkt knapp 120€ !!!! Also doch recht sportlich.


    Sehr stabil, optisch sehr ansprechend und gutes Design, Verarbeitung echt top, gefertigt aus Aluminium und aus den vollen gefräst. Und was mir an den Spiegel an meisten gefällt, durch das Kugelgelenk am Spiegelkörper sind die immer und überall einstellbar. Also nichts mehr mit lauter Schrauben mühsam lösen, einstellen, dann wieder festziehen usw. sondern wie bei richtigen Motorradspiegeln ist ein universelles Einstellen möglich.


    Letztendlicher Kaufgrund bei mir: leg halt doch recht großen Wert auf das Erscheinungsbild von meinem Moped und wars einfach Leid da immer diese eckelhaften Plastik Shinyo Dinger dran zu haben. Da sind halt so gefräste Spiegel, die auch wirklich aussehen als würden sie zum Fahrzeug gehören und die zum Fahrzeugbild passen, nochmal ne andere Hausnummer.


    Allerdings haben die Spiegel trotz des recht hohen Preises auch leider Nachteile bzw. Probleme, die für einige schnell ein KO Kriterium wird und wo ich auch nicht verstehe, warum diese Probleme nicht behoben werden.


    1) Die beigelegten Schrauben. Beigelegt werden M6x30 Edelstahl Linsenkopfschrauben. Edelstahl find ich halt schon ziemlich ungeil (zwecks Rp, Rm). Da wären stink normale 8.8er find ich attraktiver. Noch dazu kommt das die Einschraubtiefe an der Bremspumpe viel zu gering ist. Besser wäre da M6x32 oder gar M6x35.


    2) Die beigelegten Distanzbuchsen für die Befestigung an der Bremspumpe. Beigelegt werden da 2 schwarz eloxierte Distanzbuchsen welche wegen der Klemme der Bremspumpe benötigt werden.


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    Die Buchsen sind BEIDE 4mm hoch. Problem ist nur, dass die Auflage der Buchsen zu den Planflächen der Klemme der Bremspumpe UNTERSCHIEDLICH hoch sind. Hab dafür mal eine Prinzipskizze gemacht.


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    Also sollte man die Spiegel mit den beigelegten Distanzsbuchsen montieren, verbaut man die Spiegel praktisch schief, verspannt und verbiegt sie sie.

    Bei einem Preis von doch 120€ find ich solche Konstruktionsfehler schon recht schwach.


    Dadurch dass ich allerdings eine Drehbank daheim habe und ziemlich jede Schraube bei mir sowieso durch Titan ersetze, spielen diese Probleme für mich keine Rolle. Schrauben einfach in passender Länge besorgt (links M6x30, rechts M6x32) und eigen Buchsen gedreht (1x Buchse mit 4mm Höhe, 1x Buchse mit 7mm Höhe). Dann lässt sich auch alles super und perfekt verbauen.


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    Also allem in allem meiner Meinung nach echt tolle und sehr wertige Spiegel. Solche Problemchen bei so einem Preis allerdings schon recht hart.