Beiträge von Bommi

    Zumindest bei dem 890 R Modell 21/22 hat das ohne Bügel sehr gut funktioniert. Anstelle der Bügel lieber stabilere Handguards, um die Hebel zu schützen.

    Und. Wo ist das Problem? Ist ja auch ein Gebrauchtfahrzeug. Es sollten sich eher die, welche meinen, dass ihr Alter Schweineeiemer noch Gold wert ist, von ihren völlig absurden Preisvorstellugen verabschieden. Dann können sich auch junge Menschen wieder vernünftige Mopeds leisten.

    Ich gebe dir in sofern Recht das echte Alteisen auf dem Gebrauchtmarkt völlig überteuert sind. In einer freien Marktwirtschaft regelt die Nachfrage aber den Preis. Ich finde es eher Problematisch, das die Neupreise innerhalb einer Saison so extrem wegbrechen. Ich glaube, das da viele Händler Probleme bekommen, ihre Kosten zu decken. Ich finde es natürlich auch toll für mein Portemonnaie, wenn ich ein Schnäppchen mache, aber am Ende wäre es Schade, wenn durch das Händlersterben nur noch die großen Mehrmarkenhändler überleben. Diese extremen Nachlässe drücken ja auch stark auf den Restwert der jungen Gebrauchten.

    Meine Norden zeigt mir jedenfalls, das bei KTM auch fehlerfreie Mopeds vom Band laufen. Bloß die Ersatzteilversorgung scheint noch immer Problematisch zu sein.

    Im Oktober 21 die 890 Adventure R mit alles außer Popowarm für 15.000 € gekauft. Dabei eine 850 GS ADV, 14 Monate alt und 40.000 km für 11.000 € in Zahlung gegeben die mich im Juni 2020 13.450 € gekostet hat. War ein gutes Geschäft für mich :grins: . Im Juni 23 die KTM mit knapp 30.00 km und 2 Jahren Anschlussgarantie (Zugabe von KTM wegen dem Ärger) gegen die Husqvarna 901 Expedition getauscht. Kaufpreis war 15.990 € inc. Zulassung und 1. Service. Die KTM hat noch 9.000 € gebracht, ist von dem Händler aber erst vor kurzem für 8.500 € verkauft worden. Die Expedition läuft bis jetzt top und macht richtig Spaß, wird aber einen ähnlich hohen Wertverlust wie die KTM haben.

    Wie heißt es so schön: Spaß kostet :zwinker:

    Wenn ich mir da die Gebrauchtpreise von KTM und Konsorten so anschauen, besteht da keine Gefahr, dass die gebraucht verramscht werden.

    Die werden sogar neu verramscht. Schau mal nach den momentanen Preisen einer 22/23 1290 Adventure R oder einer 890 Adventure / Norden901. Wenn man das mit dem Preis vom März/April vergleicht. Dann kann man sich schnell ausrechnen wo die Echtpreise von jungen Gebrauchten wirklich liegen. Was da aufgerufen wird ist VHB und wird wohl eher selten bezahlt.

    BMW R 1250 GS mal ausgenommen, die sind trotz des neuen Modells doch Recht Preisstabil.

    Fahre in der Regel ein Motorrad nie länger als 3 Jahre.

    Die bisher einzige Ausnahmen ist die SDR 2.0 (5 Jahre) da die Nachfolger für mich keinen großen mehrwert bringen.

    heißt aber doch im Umkehrschluss auch für dich, das du nach 3 Jahren einen gewissen Wiederverkaufswert haben möchtest. Wenn dir der Händler oder Privatmann nach 3 Jahren für ein 16.000 € Moped keine 5.000€ mehr gibt weil die Wahrscheinlichkeit groß ist das die Kiste hohe Service/Garantie Leistung fordert fängst du doch an nachzudenken, oder?

    VFR 750 RC36II 150.000km mit mir, hat jetzt >200.000 und fährt immer noch.

    Suzuki 1200 Bandit 120.000km verkauft

    Suzuki 1250 Bandit 110.000km verkauft

    Zx10 86.000km leider Totalschaden durch Unfall.

    Nur um ein paar zu nennen. Ich kenne einige Vielfahrer, oft mit GS, die schon deutlich über 100.000 km liegen, teils sogar über 250.000km.

    Selbst alte Einzylinder XT und DR Modelle mit deutlich über 50.000km ohne ernsthafte Reparatur.

    Früher wurde mehr auf Haltbarkeit konstruiert, wenn es Problemmotoren gab, lag es meist an Fehlkonstruktionen, die dann aber abgestellt wurden. Heute wird in erster Linie auf Kostenoptimierung konstruiert. Wenn der Bock 2 Jahre hält ist das genug.

    Trotzdem hat mich die 890 R ja begeistert und es sind ja auch nicht alle Mist. Sonst hätte ich mir ja keine Norden Expedition in den Stall gestellt. Und die läuft bis jetzt top.

    Das ist dein Anspruch an ein Motorrad. Ich fahre im jahr keine 5000 Kilometer und mir ist das völlig egal ob das Motorrad 100000 Kilometer schafft oder nicht, da ich mir nach spätestens 5 Jahren wieder ne neue kaufe. Ich will Spaß und Leistung auf dem Ding. Bei meiner Fahrleistung, ist die Haltbarkeit Nebensache. So hat jeder seine Ansprüche. Zum Glück gibt es so vjele verschiedene Motorräder. Da ist für jeden was dabei.

    Wobei sich Leistung und Haltbarkeit nicht zwingend ausschließen müssen. Der 890er Adventure Motor ist jetzt auch kein hochgezüchteter Rennmotor. Bei den 600ccm und 1000ccm Rennsemmeln vor 20 bis 30 Jahren mit 120 bis 170 PS ist mir keine bei 30.000 km verreckt. Bei der ZX6R von meiner Frau hat die Nockenwelle nach 80.000 km wie neu ausgesehen und die hat sich deutlich schneller in die Runde gedreht. Ich will damit nur sagen das es kein Problem ist ein leistungsstarkes haltbares Motorrad zu bauen.

    Als Neukäufer mit geringer Fahrleistung mag dir das erstmal egal sein. Aber spätestens beim Wiederverkauf merkt man dann doch, das alle wissen, das die Karre mit 25.000 km kurz vor dem Exitus steht. Auch wenn ich nur 5000km im Jahr fahren würde, ginge es mir gewaltig auf den Sack, wenn die Karre bei bestem Mopedwetter ständig wegen irgend einem Scheiß wochenlang in der Werkstatt geparkt ist.

    Bei der Qualitätsstreuung von KTM macht entweder die Qualitätssicherung einen schlechten Job und das Management reagiert nicht darauf oder, was ich für wahrscheinlicher halte, die Qualitätssicherung wurde weggespart und das Management freut sich über die kurzzeitige Gewinnoptimierung.

    Meine Güte wie konnten wir nur früher ohne das Gelumpe überhaupt auf zwei Rädern fahren :prost:

    Das sagen die meisten genau solange, bis der erste Bock das verbaut hat und man feststellt, das es garnicht so scheiße ist. Mit Griffheizung fahr ich auch bei 5 Grad noch mit den dünnen Sommerhandschuhen und bei >700 km Tagesetappe ist so ein Tempomat sogar auf gerader Landstraße was feines. Ich kenne viele die sagen, den Schnikschnak brauchen sie nicht. Die meisten sagen dann aber auch, bei unter 10 Grad steig ich nicht aufs Moped.

    Sitzheizung hatte ich vor der Norden noch an keinem Moped, jetzt bei 5 Grad mal angemacht, ist schon ganz nett wenn der Sack warm bleibt :zwinker: .

    Wenn ich in kurvigen Mopedregionen wohnen würde, wäre der Tempomat kein muss, aber wenn man öfter mal Strecke machen muss, und das Ding einmal hatte will man nicht mehr ohne.

    Wenn ich nur Sightseeing Touren fahre ist Quickshifter blödsinn. Lade ich die Gänge gerne mal sportlich durch würde ich auf den von KTM nicht verzichten. Auf den von BMW schon eher.

    Griff und Sitzheizung ist für Sommerfahrer die keinen Bock auf Alpenpässe haben verzichtbar.

    Zusatzscheinwerfer findet man auch erst dann wirklich gut wenn man mal Nachts unterwegs ist.

    Bei meiner Expedition war der ganze Kram dabei und das ist gut so.

    Die Handlichkeit ist doch der größte Trumpf der 790/890 und Norden. Wenn der Tank wie bei allen anderen oben liegt wird der Bock genauso Kopflastig.

    Wenn ich nur aus optischen Gründen ein Moped kaufe wird es eher keine Reiseenduro :zwinker:

    Ich habe die 890 R (Modell21) fast immer im Rallye Modus gefahren und jetzt die Norden Expedition eigentlich nur im Explorer Modus.

    Da kannst du dir alles so stricken wie es dir am besten liegt. Der Mehrpreis des TechPack zum nur freischalten der Einzelkomponenten dürfte relativ gering sein. Der Rallye Modus bringt doch erst den vollen Fahrspaß mit der Kiste.

    Der Wiederverkauf mit TechPack dürfte auch leichter gehen.

    Wie schon gesagt wurde mal ohne Seitenverkleidung probiert? Seitenverkleidung falsch montiert? Beim Übergang zum Heckteil kann das sonst eventuell klappern. Sitzbänke richtig montiert? Ich würde den Bock auf den Hauptständer stellen und laufen lassen. Wenn es nur bei bestimmten Drehzahlen klappert sollte man es dann lokalisieren können. Eventuell auch mal den 1. Gang einlegen und schauen ob es vom drehenden Rad kommt.

    Werkzeug in der Seitenverkleidung ist ein guter Vorschlag. 1500 - 2500 U/min¹ ??? Das kommt normalerweise beim 890er Motor nur beim Anfahren im 1 Gang vor. Alles unter 3000 U/min¹ ist doch Quälerei für das Aggregat.

    Eventuell mal nach einer CFMoto 650 gucken. Habe gelesen das die aktuellen Neufahrzeuge um bis zu 27% reduziert werden.

    https://www.motorradundreisen.de/motorrad-news/cfmoto-sonderkonditionen-650er-reihe-4-690-euro/7697/

    Da liegt man dann bei einem Neufahrzeug mit modernen Sicherheitseinrichtungen und 4 Jahren Garantie bei unter 5000 €. Bevor ich über 3000€ für ein 20 Jahre altes aufgehübschtes Moped hinlegen würde ich sowas zumindest mal ansehen/Probieren. Die Enduropreise für die alten Schätzchen sind doch völlig überzogen. Die Karren sind damals für 6000 DM verramscht worden, weil sie keiner mehr wollte. Und jetzt soll so ein runtergerocktes Teil nach über 20 Jahren und über 40.000km noch 3500€ bringen :staun: .

    Ich weiß, freie Marktwirtschaft. Aber dann ist man selber schuld.

    Ich nutze auch das Gloria Multijet System. War für mich die erste Wahl weil ich schon über die Bosch Akkus verfüge. Funktioniert sehr gut. Wenn kein Wasseranschluss verfügbar ist nutze ich einen 20l Kanister. Das System kann von Sanft bis kräftig.

    Bin 186cm groß, 98 Kilo mit Montour, langer Oberkörper, sitze auf der Rallybank, also hoch.

    Durch deine Größe und die Rallybank sitzt du vermutlich nicht nur hoch, sondern auch relativ weit vom Lenker weg. Hast du mal testweise versucht mit dem Oberkörper weiter nach vorn zu kommen? Ist schon irgendwie komisch das es bei modernen Motorrädern immer öfter solche Probleme gibt. Damals auf meiner ZX10 oder der Bandit S hat man bei 250 aufrecht gesessen ohne Taub zu werden und ist im Sommer trotzdem nicht erstickt.

    Mit der Touringscheibe der Expedition auch nicht besser, nur anders. Es wird erst besser, wenn ich auf die kurze Scheibe mein Puig Windabweiser montiere und den parallel zum Boden einstelle, also waagrecht.

    Ich bin mit meinen 1,78 einen halben Kopf kürzer wie du, komme aber mit der Scheibe der Expedition gut klar. Zumindest was Verwirbelungen angeht. Egal ob Adventure oder Klapphelm, alles funktioniert ohne lästige Verwirbelungen am Helm. Das war auf der 890R trotz Spoileraufsatz schlechter.

    Allerdings ist alles an Scheiben laut. Die Spiegel beeinflussen eher den Winddruck auf die Schultern. In meinem Fall mit Originalspiegeln auf der Expedition, gibt es da keine Probleme.

    Wenn ich mich bei 140 hinstellen und der Helm frei angeströmt wird, ist es auf keinen Fall Lauter.

    Ob es allerdings wirklich etwas bringt die Scheibe zu kürzen bezweifle ich. Ein Großteil der Geräuschkulisse kommt von der Verkleidung und durch den Gabeltunnel, vermute ich. Fahr doch mal eine Runde ohne Scheibe, dann wirst du schnell merken, ob das bei deiner Größe Sinn macht.

    Servus, ändert sich die Kettenspannung bzw. schleift die Kette dann nicht mehr als vorher am Schleifschutz? Warum hast Du hinten nicht ein größeres gemacht?

    Bei korrekter Kettenspannung gibt es kein Problem mit dem 15er Ritzel. Das Hinterrad wandert aber schon ein paar mm nach hinten.


    Warum Ritzel: günstiger wie Kettenrad und hinten zählt bei uns die Trachtengruppe tatsächlich mal nach. Übersetzungsänderung ist in Deutschland ja nur in sehr engen Toleranzen zulässig. Auf Diskussion hab ich da keinen Bock.