Beiträge von Hechtiver

    Ich denke KTM hat gerade keine Kapazitäten für derartige Sachstände. Das Problem besteht ja nun schon so lang der Konzern in Schieflage ist und man kann ja davon ausgehen, dass die Geschäftsleitung schon länger wusste wohin der Weg geht, bevor es irgendwann in der Öffentlichkeit auftauchte.


    Da hat man im ersten Moment sicher angenommen, dass es tatsächlich Einzelfälle sind, die auf unsachgemäße Bedienung zurückgeführt werden können und als es mehr wurden war schon nicht mehr die Mittel in ausreichender Kapazität vorhanden um den Motor derart vom Konzept zu verändern, dass das Problem gelöst wird. Hier und da gab es mal für einen nen neuen Motor und ab und an ne Nockenwelle plus Einbau. So versuchte man etwas Ruhe hereinzubringen, aber der Ursache geht man scheinbar nicht auf die Spur. Ob das vorsätzlich geschieht oder einfach weil man gar nicht in der Lage ist bleibt dabei offen.


    Also bleibt uns nur weiter zu fahren, Öl wechseln und in paar Jahren den Wechsel wenn möglich selbst durchzuführen.

    Schrödingers Nockenwelle...der ist gut.


    Ok, dann habe ich jetzt natürlich auch die Gewissheit, dass ich mir den Service beim Freundlichen sparen darf, denn meine ist EZ 04/21 und hatte bis jetzt 2 Ölwechsel, was bei knapp 5 Tkm von EZ bis Ende 2024 ja auch echt ausreichend ist.


    Meiner 390er habe ich 3,5 Tkm mit einer Füllung zugemutet, wenn ich mich da recht erinnere. Da habe ich mich nicht dafür interessiert ob das über 2 Jahre oder 1,5 Jahre drin war. Es wird ja nun von einem Jahr länger sicher nicht gleich "schlecht" werden.


    Ich hab Fahrzeuge, die fahre ich so selten, die haben seit 10 Jahren das selbe Öl drin, die klingen wie gerde vom Band gelaufen. KTM mcht da echt ne Wissenschaft draus.


    Mein Kumpel hat ne 898 und hat da mal mehrere Jahre keine Flüssigkeiten gewechselt und die schnurrt wie am ersten Tag.


    M. E. n. reine Gelddruckerei für die Vertragswerkstätten. Ein Ölwechsel ist ja nun nicht gerade ein Hexenwerk.


    Sehr schade.

    KTM übernimmt nur etwas, wenn das Fahrzeug auch wirklich 100%ig lückenlos beim Vertragshändler war (jährlich).“

    Warum soll man jährlich zum Freundlichen, wenn das Serviceintervall etwas ganz anderes vorsieht? Das verstehe ich nicht.


    Meine war beim 1000er und beim 5000(?)er Service und das jeweils etwas eher. Das habe ich auf den Rechnungen stehen und bei KTM ist der Check eingetragen. Wie kann man dann verlangen, das ein Kunde jährlich auftaucht?

    Um ehrlich zu sein bin ich sehr verunsichert.


    Ich habe etliche 2-Takter, darunter eine MZ TS 250/1. Die ist so alt wie ich und mit der würde ich mir zutrauen vom Erzgebirge bis nach Rostock zu fahren und dabei die ganze Strecke Vollast zu fahren. Ganz sicher würde die halten.


    Für die 790er würde ich da die Hand nicht mal in die Nähe eines Feuers bewegen, bei dem was man alles liest.


    Echt gruselig!

    Liebe Freunde,


    ich lese seit 2 Tagen an dem kompletten Beitrag und bin bereits auf Seite 49 angekommen und mir schwirrt echt der Kopf. Es werden natürlich immer wieder die selben Ideen aufgegriffen, von den verwendeten Materialien über den Härtegrad zu den Öldüsen über die Verstopfungen zu den Dimensionen der Bauteile.

    Hätte ich den Sammelthread vor meinem Kauf gelesen bzw. vorher von dem Problem und seinen Ausmaßen gewusst, dann hätte ich mir die 790er nicht gekauft. Langsam habe ich gar keine Lust mehr in die Garage zu gehen und den Schlüssel umzudrehen, weil man schon ständig Geräusche hört, die es beim letzten mal nicht gab oder sich was anders anhört oder, oder, oder...

    Ich finde es unglaublich schade, dass einem der Spaß am Hobby so gründlich vergehen kann und man in der momentanen Situation nicht mal sicher sein kann, dass, wenn man tatsächlich betroffen sein sollte, der Hersteller noch existiert und für seinen Fehler einstehen wird.

    Für mich persönlich könnte das die Hobbyaufgabe bedeuten, weil ich mir solch eine Reparatur wirtschaftlich nicht leisten könnte. Echt irrsinnig, wenn man bedenkt wie sehr man sich beim ersten Anlassen gefreut hat und nun weiß man nicht mal wie lang der Motor mitspielt. :weinen:

    Was ich bis jetzt mitgenommen habe ist, dass ich mich auf die angegebenen Wartungsintervalle nicht verlassen werde und in die Tasche greifen werde um etwaige Schäden frühzeitig zu erkennen oder gar zu verhindern. Es ist sehr ernüchternd.

    Motor klingt nicht schlecht. Ist vermutlich aber noch kalt, vielleicht daher das hohe Standgas. In warmen Zustand hört man dann mehr Geräusche.

    Wenn der Verkäufer kein Schlamper ist, kann selbstgemachter Service besser sein als beim Händler!

    Hallo Männers,


    hab mir den Fred mal von Anfang bis Ende durchgelesen und möchte zuerst auf das oben Zitierte antworten.


    Ich denke auch, dass der Motor auf dem Video nicht schlecht klingt - wenn die Möglichkeit bestehen sollte den so mal vor dem Ausbau anzuhören, dann kann man da auch mal eben 100 km fahren und wenn der gut klingt gleich ausbauen und mitnehmen - das macht auch die Preisverhandlung einfacher.


    Ich persönlich verkneife mir Verhandlungen im Vorhinein, das führt meist zu fahlem Beigeschmack beim Verkäufer und vor Ort suche ich erstmal nach ner gemeinsamen Ebene um warm zu werden. Hab ich kein gutes Gefühl bei dem Menschen lasse ich die Finger davon. Und da kommen wir schon zum Punkt mit dem selbstgemachten Service. Stimmt das Rundherum und der Mensch ist der eigene Service wirklich oft besser als der in der Werkstatt und dabei möchte ich die Werkstätten keines Falls schlechtreden. Privat hat man viel mehr Zeit und kann es auch mal paar Tage liegen lassen. Ich habe mir bei dem vorherigen Motorrad im Winter die Zeit genommen vor dem Verkauf alles genau zu checken und ne Woche lang jeden Nachmittag alles in Ruhe gemacht - der TÜV sagte dann, dass das Motorrad aussehen würde wie aus dem Laden und dabei war es von 2016!

    Zu der rechtlichen Lage kann man sich beraten lassen, wenn man eine RSV hat, allerdings kann man in 1200 km einen Motor der vorher schon 30k runter hatte auch locker kaputtfahren und damit würde jeder gegnerische Rechtsbeistand sofort argumentieren. Kaputtgehen kann immer was. Ich selbst hab meine 790er im Winter auch von Privat gekauft und mit ihren 5700 km stand sie da wie neu. Trotzdem habe ich immer Sorge, dass mich das "Nockenwellengespenst" einholen könnte oder andere Dinge, die viele, die beim Händler kaufen über Anschlussgarantien gedeckelt haben. Man steckt nie drin und auch ein Händler kann einen abtreten lassen, wenn er ein "Unfreundlicher" ist. Also lasst doch dieses Gezänk wer hier was von wem weiß, der da mal nen Vergleich erstritten oder ein Verfahren gewonnen hat - das bringt ja hier keinen wirklich weiter.


    THX

    Ich hab für die 790er einen Rothewald fürs Heck, der in die eingeschraubten Prismabuchsen greift und für die Front einen Heber, der unten am Steuerkopf ansetzt. Für die Lösung vorn musst Du allerdings die Halterung der Bremsleitung abschrauben. Ich habe das bei mir gleich dauerhaft verändert, indem ich die Halterung seitlich um 1,5 cm versetzt habe. So kann ich den Ständer vorn jederzeit ansetzen.

    Wieder zum Freundlichen fahren und um Nacharbeit bitten. Sollte ja nur 5 Minuten dauern, die pasenden O-Ringe hat er auf Lager und nen Drehmomentschlüssel auch und wenn er den Deckel kaputt macht ist er in der Haftung.

    Ok, also vorsorglich den Service beim Vertragshändler vornehmen lasse - zumindest alle relevanten Sachen, die den Motor angehen. Kleinigkeiten mache ich eh selbst, wobei der Ölservice da nun wohl auch beim Freundlichen stattfinden sollte um den auch nachweisen zu können. Bis jetzt wurden die Servicearbeiten vom Vertragshändler vorgenommen und sind dokumentiert. Den oben angepinnten Beitrag kenne ich auch, da ist ja auch von einem geringen prozentualen Anteil die Rede...

    Korrekt wäre es, wenn der Hersteller einen Rückruf aller Maschinen die betroffen sein könnten anstrebt und die fehlerhaften Teile kostenneutral wechselt - wird es aber allein schon aus Kostengründen nie geben.


    Bleibt zu hoffen, dass man verschont bleibt und dass es KTM weiterhin geben wird.

    Hallo an alle, ich habe die letzten Seiten aus dem Fred gelesen und muss jetzt mal ganz dumm Fragen:

    Sind unweigerlich so gut wie alle Fahrzeuge die ab BJ 20 ausgeliefert wurden von dem Drama betroffen oder wie hoch ist die Chance, dass das nur einen Prozentsatz betrifft? Meine ist EZ 04/21 und ist nach der Auslieferungsurkunde BJ 2020 - genauen Monat hab ich leider nicht und weiß auch nicht wo ich den rauslesen kann oder ich übersehe etwas.

    Hab mich letztlich mit dem Freundlichen vor Ort (nähe Aue/Erzgeb.) unterhalten und er sprach von etwa 2% der Gesamtkapazität und hatte so einen Fall noch nicht in der Werkstatt.
    Er verwies darauf immer ordentlich den Ölstand zu checken, falls die Öllampe kommt sofort den Motor zu stoppen und den Service bei einer guten Werkstatt durchführen zu lassen.


    Ich bin mit der 390er früher immer in ne freie Werkstatt gegangen, die ein Mechaniker betreibt, der viele Jahre bei einem Namhaften KTM-Händler in ZP gearbeitet hat. Wenn ich mit der 790er zum Service dahin gehe und in der Zukunft doch mal was ist, welche Chancen hat man da bei KTM etwas geltend zu machen, sofern es KTM da noch geben wird?

    Es ergeben sich immer mehr Fragezeichen und die Freude am Fahrzeug verfliegt, obwohl sie tadellos läuft.

    Meine Vermutung war ein Spannungsproblem resultierend aus den Toleranzen zwischen Display und Gehäuse.

    Bei den beiden Displays die Risse bekamen war der Fügespalt des Gehäuses sehr ungleichmäßig. Wenn man von vorne auf den Tacho geschaut hat, war der Spalt bei den beiden defekten Teilen in der Mitte deutlich größer als an den Außenkanten.

    Ich habe gestern mal bei meiner geschaut und da ist der Spalt in der Mitte deutlich größer, als an den Seiten. Der Vorgänger hat die Schutzfolie vermutlich schon am Anfang aufgebracht und bis jetzt habe ich keine Probleme mit Rissen im Gehäuse - Toi, Toi, Toi!

    Den Gedanken mit den Temperaturwechseln hatte ich auch schon in Betracht gezogen, aber das könnte man nur testen, wenn man einen Bauteil zerstörenden Test macht und ich schätze, dass das Geld wohl keiner in die Hand nehmen wird um es herauszufinden. Echt sehr schade, dass so viele Kunden mit ihren Problemen im Regen stehen gelassen werden, sei es das Problem mit den Displays, die Schlepphebel-Story oder diverse andere Dinge die man alle erfährt.

    Hätte ich das Ausmaß vorher gekannt was einen mit der KTM alles erwarten KANN, hätte ich mich wohl doch für einen anderen Hersteller entschieden. So langsam wundert mich die aktuelle Firmensituation nicht mehr. So kann man eine Traditionsmarke auch zerstören...

    CarMatz

    Vielen Dank für die eingehenden Erläuterungen, sehr gut erklärt!


    Ich vermute, dass etliche Teile, die es beim Ali gibt aus der selben "Schmiede" stammen wie die, welche man im BackMarket erwerben kann, daher ist bei etlichen dingen die Qualität gar nicht unbedingt schlechter.

    Bei meiner 390er hatte ich die Soziusabdeckung von "Onkel Ho" und habe das bei der 790er ebenso gemacht - top Quali! Auch das Koso-Thermometer für die Öltemperatur ist einwandfrei und verschiedene Sticker kann man da gut kaufen. Soviel zur durchschnittlichen Qualität aus China.


    Die Vermutung liegt tatsächlich nahe, dass KTM bei den Displays Materialprobleme hat und das nicht wahr haben will oder nicht zugeben mag. Schade für den Kunden, schlecht fürs Firmenimage. Dank Forum und Nachbauteilen kann man der Lage aber wohl kostengünstig Herr werden, auch wenn es aus Kundensicht keine adäquate Lösung ist, wenn der Fehler beim Hersteller zu verorten ist.

    Ich verfolge das Thema sehr interessiert und kann von großem Glück reden, dass meine Tachoeinheit bis jetzt verschont geblieben ist. Mein Vorgänger hat das Display mit einem Displayschutz versehen, weiß jemand ob das die Problematik vielleicht dämpft? Bisher bin ich auch nur einmal in einen Schauer gekommen und habe dann sofort alles trocken gewischt. Meine Zweiräder sehen Wasser zum Reinigen maximal aus der Sprühflasche, ich bin da sehr eigen.


    Ein Freund von mir meinte, dass die Risse vielleicht vom Wheelie-Fahren kommen könnten, was ich mir nicht vorstellen kann.

    Wenn man der Ursache auf die Schliche kommt wäre das doch schon ein riesiger Fortschritt, was meint Ihr dazu???