warte mal, du hast beim schrauben an deinem moped ein gewinde runiert und willst das jetzt auf garantie? echt?!
man kann ja über KTM lästern was man will aber so etwas![]()
selber gewinde einsatz rein oder lufi kasten neu geben und gut sein lassen...
warte mal, du hast beim schrauben an deinem moped ein gewinde runiert und willst das jetzt auf garantie? echt?!
man kann ja über KTM lästern was man will aber so etwas![]()
selber gewinde einsatz rein oder lufi kasten neu geben und gut sein lassen...
Nochmal zum Verständnis,
Ich hab die Gewinde NICHT ruiniert. Die Gewindehülsen sind beide gebrochen, was mir bereits nach dem Ausbau des Deckels aufgefallen ist. Ein beschädigen der Hülsen beim Ausbau würde ich dann doch ausschließen.
Hätte ich selbst was kaputt gemacht wäre die Schuld natürlich bei mir, ebenso hätte ich dann auch kein Problem damit die dadurch entstehenden kosten zu tragen.
warte mal, du hast beim schrauben an deinem moped ein gewinde runiert und willst das jetzt auf garantie? echt?!
man kann ja über KTM lästern was man will aber so etwas
selber gewinde einsatz rein oder lufi kasten neu geben und gut sein lassen...
Neenee,der kaputte Einsatz ist ihm beim Herausschrauben aufgefallen.Ist also eindeutig ein Montagefehler vom Werk bzw. vom Lieferanten.Und solange die Katis mit Bordwerkzeug verkauft werden hat der Händler überhaupt nicht rumzumaulen!
also ich sehe da nur habe herumgeschraubt und dann wars kaputt
nicht bös nehmen oder falsch verstehen, aber kann ausgeschlossen werden oder irgendwie bewiesen werden das es nicht doch eigenverschulden war?
von daher...
Dann siehst du das falsch....
Hallo Leon,
kleiner Tipp am Rande: Falls das Moppett, als Du das erste Mal wegen den Gewinden beim Händler warst, noch keine 6 Monate alt war, weise den Händler doch einfach freundlich
auf §439 BGB in Verbindung §477 BGB hin. Als Kaufmann sollten ihm diese Regelungen bekannt sein
.
Gruß und eine nette Restwoche,
MONO
Habe gerade bedingt durch einen Umbau recht viel an einer neuen 2019er Enduro geschraubt. Die Kiste war teilweise ganz schön zusammengedroschen. Schrauben mit Gewalt völlig am vorgesehenen Gewindegang vorbei reingewürgt. Den Gewindeeinsätzen im Tank sieht man an, dass man da besser erst mal nacharbeitet, bevor die erste Schraube eingedreht wird. Wenn die Hülsen im Luftfilterkasten auch so ausgesehen haben, würde mich der beschriebene Defekt nicht wundern.
Also nichts gegen KTM, sowas habe ich bei Yamaha auch schon gesehen. Aber trotzdem schade, denn die verwendeten Materialien sind gut, müssten vielleicht an einigen Stellen nur etwas besser behandelt werden.
Grüß euch,
weils bei mir mitlerweile doch schon die 3. Airbox wegen den Gewindeinserts ist und es sicher da draußen auch ein paar Leute gibt die für dieses Thema eine Langzeitlösung suchen, hol ich das Thema mal wieder hoch und beschreibe meine (hoffentlich) endgültige Langzeitreparatur für die Gewindeinserts.
Also diese Inserts sind bei der Airbox echt ein absolut leidiges Thema. Egal ob bei mir selbst oder bei Kollegen die auch eine SMCR, 701 oder SM700 haben, entweder brechen die früher oder später mal oder sie wandern ganz raus aus ihren Sitz. Auch wenn man penibelst mit Drehmoment usw. arbeitet, kann man das Versagen der Buchsen maximal rauszögern, aber Erfahrungsgemäß machen die irgendwann Probleme und da heißts dann entweder reparieren oder neue Airbox kaufen. Neue Airbox kaufen wird aber auch irgendwann zu handlungsbedarf führen, da die Buchsen in der neuen Airbox auch wieder irgendwann eingehen werden.
Ich hab wegen den Inserts echt schon viel rumprobiert. Andere Buchsen einkleben, selbst was drehen und das probieren einzuschmelzen etc.. Von einkleben und selbst was drehen kann ich nur abraten. Einkleben funktioniert sogar bei der Verwendung von Kunststoffkleber und Primer nur mäßig wegen der sehr niedrigen Oberflächenenergie von Polypropylen (Matieral der Airbox) und selbst drehen macht nur sinn wenn man Möglichkeiten hat Teile zu rändeln.
In meinen Augen gibts 3 vielversprechende Langzeitreparaturen mit denen ich auch auch schon gute Erfahrungen gemacht habe. Zu verwenden jenachdem in welchen Zustand sich der Sitz der Gewindebuchsen befindet.
1) Methode vom Pirate Racing: Eher zu verwenden wenn die Inserts schon von selbst raus kommen und der Sitz ordentlich ausgenudelt ist und man die Airbox noch irgendwie retten mag.
Video:
2) Hitserts: In der Industrie werden für gewöhnlich sogenannte Hitserts für Gewinde in Kunststoffteile hergenommen und ist die vielversprechendste Reparaturmethode. Sind nichts anderes als konische Messing Gewindeinserts mit einer Rändelung auf der Außenseite. Durch die Konizität, den Rändelungen und Hinterschnitte auf der Außenseite kann man mit diesen Inserts sehr gute Auszugs und Verdreheigenschaften erzielen. Warum nicht gleich bei der Verschraubung des Luftfilterkastendeckels auch Hitserts verbaut wurden kann ich leider nicht sagen.
Problem hier: Als Normalsterblicher leider nicht in geringer Stückzahl zu bekommen. Allerdings sind in der Airbox der 690 standardmäßig 4 Stück eingesetzt.
Sollte man also wie ich zufälligerweise Zugang zu einer Airbox haben die sowieso schon im Arsch und nicht mehr zu retten ist, dort einfach die Hitserts ausziehen und statt den originalen Gewindebuchsen in die zu verwendende Airbox mit einem Lötkolben einschmelzen.
Tipp zum Ausziehen der Hitserts: Irgend eine 0815 M6 Schraube bis Anschlag in das Hitsert welches man ausziehen will einschrauben. Schraube in den Schraubstock einspannen und anschließend fest ziehen. Ich war da echt beeindruckt wie gut diese Hitserts im Kunststoff halten. Also bevor das Hitsert aus dem Kunststoff ausreißen, stülpt man durch die Zugbewegung den Dom in der Airbox in dem das Hitsert sitzt um und bekommt so das Hitsert raus, weil diese Hitserts eben so verdammt gut im Kunstoff sitzen.
Tipp zum Einschmelzen der Hitserts: Als Einschmelzhilfe eignen sich gut die Lötkolbenadapter von Ruthex, welche man auch für die Inserts im 3D Druck Bereich her nimmt. Aufpassen welchen Lötkolben man hat und welches Spitzensystem, da gibts unterschiedliche. Es gibt definierte Temperaturen bei welchen diese Hitserts in die unterschiedlichen Kunststoffe einzuschmelzen sind. Bei PP liegt die Temperatur irgendwas bei 200 Grad oder so. Also leicht über der Schmelztemperatur von den Kunststoffen. Nicht lang rumscheißen sonder am besten gleich 400 Grad und gib ihm. Grund: weil der Sitz wo das Hitsert rein kommt recht dünn ist, jetzt will man eig. nur den Kunststoff lokal um das Hitsert aufschmelzen und so wenig Temperatur wie möglich in den ganzen Dom reinbringen um ein auslenken des Doms zu vermeiden.
Zu verwenden wenn man Zugang zu Hitserts bzw. kaputten Airboxen hat und der Sitz der Buchse in der Airbox noch brauchbar und halbwegs maßhaltig ist.
3) 3D Druck Messing Gewindeinserts: Sollte man keinen Zugang zu Hitserts haben, kann man auch alternativ die 3D Druck Messing Gewindeinserts für 3D Druck Teile hernehmen. Problem bei denen: Im vergleich zu den Hitserts sind die zu lang. Die Hitserts aus der 690er Airbox haben schon die perfekte Länge. Das Loch in der Airbox ist 10mm tief und das Hitsert ist auch 10mm lang. Die 3D Druck Inserts gibts glaub ich nur in 6,5mm und 12,5mm wenn mich nicht alles täuscht. 6,5mm wär mir persönlich zu wenig. Bis jetzt habe ich die 3D Druck Inserts ein mal eingesetzt und hab die damals auf der Drehbank auf 10mm gekürzt. Sind die aber mal gekürzt, sind die gleich einzusetzen wie die Hitserts. Einfach mit dem Lötkolben einschmelzen und danach sauber abkühlen lassen.
Zu verwenden wenn man keinen Zugang zu Hitserts hat und der Sitz der Buchse in der Airbox noch brauchbar und maßhaltig ist.
Wichtig ist außerdem zu sagen: Aufpassen mit dem Drehmoment nach der Reparatur (maximal Handwarm also um die 5Nm). Der Grund warum diese Inerst überhaupt kaputt gehen ist das ständige Anziehen und Lösen der Schrauben vom Luftfilterkastendeckel, vor allem mit zu viel Drehmoment. Die Gewindebuchsen sind nach der Reparatur zwar gewissermaßen stabiler als original, halten aber auch nicht unendlich viel Drehmoment aus. Gewinde in Kunststoff ist immer so ne Sache wo man beim Schrauben aufpassen muss.