Hat sich bei den Navis was getan?

  • Ich nutze mittlerweile ein Ulefone Power Armor 19T. Dieses habe ich ohnehin als Geschäftshandy im Einsatz und bei den Moped-Ausfahrten mit der originalen Ulefone Halterung am Lenker. Diese ist sehr stabil und super entkoppelt. Das Bild übertrage ich via Carplay an ein billigen China-Bildschirm mit Stromversorgung, oberhalb vom Dashboard. Das Handy habe ich während der Fahrt über ein USB-C Kabel an der Bordsteckdose unter dem Dashboard. Wenn es anfängt zu regnen ziehe ich den Stecker und mach die Buchse zu. Der Akku vom Handy hält bei normalen Betrieb ca. 1 Woche. Als Navi im Dauereinsatz aber auch immer über 1 Tag, von daher finde ich die Kombination nicht schlecht. Planen und Ansagen lass ich mir über die Kurviger App und bin eigentlich zufrieden mit der Kombi. Nächste Woche geht es erstmals auf mehrwöchige Tour mit dem Display (vorher hatte ich nur das Handy als Navi).

  • Bin voll zufrieden bis jetzt mit dem Tablet.

    Ich habe jetzt auch mal die Akkulaufzeit mit Kurviger, Blitzer App und Onlineradio im Parrallelbetrieb getestet. Nach netto 5 Stunden Fahrzeit hatte der Akku noch 32%, der hält also locker den Fahrtag durch.

    Ich bin echt happy mit dem Teil und auch die Helligkeit ist vollkommen austeichend. 👍🏻

  • Zu einigen Punkten, die hier angesprochen wurden, haben wir jetzt einiges an Erfahrung auf unseren Reisen sammeln können.


    Für Onroad-Betrieb ist Laden über Pogo-Pins kein Problem und geht gut. Für Offroad ist es nichts. Auch bei den DMD-Geräten wird bei Offroad nicht über Pogo-Pins geladen. Gibt dann auch eine Halterung ohne Pogo-Pins.


    Bei Nutzung eines Smartphones gibt es an sich eine recht gute, einfache Lösung: Halterung von CZ und Laden über ein USB-C Magnetkabel. Das funktioniert bei mir seit mehreren zehntausend Kilometern sehr gut. Selbst durch stundenlangen (skandinavischen) Regen ging es gut. Hängt aber auch etwas vom Wetterschutz des Bikes ab. Bei mir auf der 1290 SAS ist das ganz gut. Wenn vom Gerät Wasser erkannt wird (ist bei mir nach drei Stunden sinflutartigem Regen in Schweden dann mal passiert) einfach auf Akku weiter laufen lassen. Obwohl bei mir der Akku recht gut bemessen ist, habe ich nochmal einen Ersatzakku zum Tauschen dabei, falls es eng werden sollte. Funktioniert sehr gut und das ganze kostet keine 1000,- €. Für jemanden der bei einer Rallye mitfährt ist das natürlich nichts. Der sollte wirklich zu den DMD Geräten greifen und dort braucht man auch die Funktionen der DMD-App.


    Was den Bildstabi und Vibrationen angeht, ist das nur ein Problem, wenn der verbaute Stabi im Gerät ein mechanischer ist. Bei Apple werden dazu kleine Federn verbaut. Es ist zwar richtig, dass es dafür von SP Connect und Co. Antivibrationsplatten angeboten werden. Hier muss man nur bedenken, dass die bei unter 10° C nicht mehr ausreichend funktionieren, da die Elastomere nicht mehr flexibel genug sind. Leider schon so bei einem iPhone die Kamera geschrottet trotz Antivibrationsplatte.


    Thema Displayhelligkeit kommt man mit 700 nits ganz gut klar. Schaut bei den Geräten mal nach einer Boost-Funktion. Bei den Outdoor-Geräten von Samsung gibt es das teilweise, dass bei erhöhter Sonneneinstrahlung eine Boostfunktion aktiviert wird. Bei den Apple Geräten reichen 700 nits nicht, weil die Displays aufgrund der Wärmeentwicklung runter geregelt werden und dann überhaupt nicht mit 700 nits laufen. Das könnte bei anderen Herstellern bei „normalen“ Smartphones auch passieren, weil sie für solch einen Dauereinsatz nicht geeignet sind. Wie hier schon geschrieben, hilft aber auch eine matte Folie. Auch wenn 1000 nits und mehr toll sind, wenn die Sonne von hinten direkt drauf knallt, sieht man auch bei 1000 Nits und mehr gar nichts. Hohe Nits-Werte sind toll, aber nicht gleich bei weniger abschrecken lassen. So 700 nits ist schon gut brauchbar, wenn das Gerät wärmeresistent ist und nicht runter regeln muss.

  • Zum Thema Anbaudisplays gibt es im aktuellen Tourenfahrer einen Test bzw. Artikel über verschiedenste Geräte.