Vorderradbremse Bremsdruck komisch

  • Servus liebe Gemeinde, nach langer Zeit und einem kleinen Unfall in der letzten Saison melde ich mich mal wieder!


    Konkrekt geht es darum, dass seitdem Unfall die Bremse vorne einen komischen/weichen Bremsdruck hat. Also hab ich einfach mal die Bremsflüssigkeit getauscht, entlüftet und auf Undichtigkeiten überprüft. Nichts davon war die Ursache des Problems, wurde zu 100% korrekt entlüftet. Auch Pumpen bringt keine Besserung.


    Nun meine Frage: Woran könnte es noch liegen, was wäre der nächste Schritt? Sollte ich zu KTM direkt gehen? Diese Wartezeiten sind wirklich unmenschlich… Meine Werkstatt des Vertrauens meinte es gibt keine Reparaturkits, sie können da nicht viel machen.


    Anbei noch ein Bild, wo die Bremse beginnt leichten Druck zu haben (Hebel schon ganz nach vorne gestellt und lässt sich trotzdem bis zum Griff durchdrücken)


    Schon mal danke für Vorschläge oder Tipps :) :wheelie:

  • Zur Bremse mit ABS (ich gehe davon aus, dass deine ABS hat...) kann ich nichts sagen. da kann das ABS-Modul auch gerne einen weg haben, schätze ich mal.

    Ich habe mal bei der Bremspumpe einer 2014er SMC-R diesen Reparatursatz eingebaut. Diese Anleitung hat mir gute Dienste geleistet.


    Wie immer: Du solltest wissen, was du tust oder dir fachkundig helfen lassen.

    Gruß, Kussl; 690 SMC, 2010

  • wenn ungutes gefühl mal hebel und/od. bremsarmatur tauschen!

    und immer sind es die anderen die die Idioten sind, nur

    man bedenke auch selbst ist man für jeden der Andere :staun: :denk: :denk:

  • verbogen und stift/kolben sitzt nicht mehr so wie es sitzen soll!

    und immer sind es die anderen die die Idioten sind, nur

    man bedenke auch selbst ist man für jeden der Andere :staun: :denk: :denk:

  • Frage an koffeingott: Was wurde denn beim Unfall beschädigt? Welche Teile der Bremsanlage (incl.Leitung) hatten Boden-(sonstigen)Kontakt?

    Allg. ist die Ori.-Pumpe für den schwammigen Druckpunkt bekannt, richtige Abhilfe bringt diesbez. nur der Umbau z.B. auf eine radiale Pumpe.

    Dein extrem spät einsetztender Druckpunkt ist allerdings ungewöhnlich, könnte auch Verschleiß sein, wenn es nur das ist, sollte der Rep.-Satz helfen.


    Gruß Linsi

  • :denk: hat se jetzt ABS oder nicht ? ab und zu setzt sich die Luft auch in der Bremszange ab und geht nicht ganz raus eventuell hoch hängen oder wenn ABS dann sollte man mit einer Unterdruckpumpe das System entlüften sonst bekommt man die Luft meist gar nicht ganz raus ( aus dem ABS Block ) und hat das Problem :zwinker: Bin da aber auch kein Spezialist mit ABS Motorrädern, gibt aber hier im Forum und im Netz häufig Tips mit ähnlicher Problematik.

    Sofern der Druckpunkt schwammig ist, solle er aber recht hart bzw normal sein wie es an der SMC Serie ist dann kanns ein mechanische Veränderung an der Pumpe sein (Beschädigung, Abnutzung ) oder die Beläge stellen sich nicht nach :denk: das ist aber sehr selten der Fall.

  • Edit: Ja, ist ein ABS Modell.


    Danke schon mal für die vielen Antworten, kam leider erst jetzt dazu mich erneut damit zu beschäftigen. Will es aber endlich beiseite schaffen, zu lange steht sie schon nur herum.

    Wie bremst es beim Fahren? Meine Duke hat auch nen nudeligen Druckpunkt im Stand, bremst aber gut.

    Bremsdruck ist immer gleich kacke. Ist auch definitiv nicht normal so wie es jetzt ist.

    Sofern der Druckpunkt schwammig ist, solle er aber recht hart bzw normal sein wie es an der SMC Serie ist dann kanns ein mechanische Veränderung an der Pumpe sein (Beschädigung, Abnutzung ) oder die Beläge stellen sich nicht nach

    Er wird nie richtig hart, also so weit kann ich gar nicht drücken. Erst wenn die Bremse schon fast am Lenker ist beginnt da irgendwas (wenn auch nur bisschen) zu greifen. Würde vom Gefühl her aber noch weiter gehen wenn der Griff nicht im weg wäre.

    Dein extrem spät einsetztender Druckpunkt ist allerdings ungewöhnlich, könnte auch Verschleiß sein, wenn es nur das ist, sollte der Rep.-Satz helfen.

    Also die Beläge sind noch gut, genauso wie der Sattel selbst. Leitungen gecheckt, sollten auch nichts haben. Hab von einem Fachmann nochmal entlüften lassen, in der Hoffnung dass ich einfach zu blöd dafür war. Hat aber auch keine Abhilfe geschaffen.


    Was wurde denn beim Unfall beschädigt? Welche Teile der Bremsanlage (incl.Leitung) hatten Boden-(sonstigen)Kontakt?

    Eigentlich wurde nur die linke Seite beschädigt, man könnte denken wie von einem Kurven Rutscher. Also dafür dass es mich bei 110 so hingeblättert hat echt so gut wie keine Schäden (bis auf das Remus Carbon, Lenker und Fußraste verbogen, Handguards und Verkleidung zerkratzt). Der Lenker war nach links eingeschlagen, diese Teile waren also eigentlich in der Luft und haben nichts abbekommen.



    Also Fazit ich soll das Kit kaufen und dann hoffen dass es das war? Der Fachmann vermutet auch etwas in Richtung Pumpe, hat mit KTM selbst aber nichts am Hut. Leider hat er auch keine Zeit sich das genauer anzuschauen oder es mir gar zu reparieren.


    Edit 2: Ist das ganz oben verlinkte Kit für ABS Modelle wenn das was zur Sache tut? Ich komme von älteren 2 Taktern, neuere 4 Takter mit ABS etc. sind echt eine ganz andere Liga. Am Motor selbst traue ich mich nicht mal wirklich zu schrauben.

  • Zur Bremse mit ABS (ich gehe davon aus, dass deine ABS hat...) kann ich nichts sagen. da kann das ABS-Modul auch gerne einen weg haben, schätze ich mal.

    Ich habe mal bei der Bremspumpe einer 2014er SMC-R diesen Reparatursatz eingebaut. Diese Anleitung hat mir gute Dienste geleistet.


    Wie immer: Du solltest wissen, was du tust oder dir fachkundig helfen lassen.

    Edit: Ja, ist ein ABS Modell.

    ...

    Edit 2: Ist das ganz oben verlinkte Kit für ABS Modelle wenn das was zur Sache tut?...

    Bei mir gings, leider ohne Gewähr, ob das bei dir auch passt. Nur folgendes:

    Ich hatte eine nicht komplette Bremspumpe aus einer SMC-R gekauft, die a) ein größeres Flüssigkeitsreservoir und b) einen Herstellungsstempel von 2014 hatte und gehe deshalb davon aus, dass es eine Pumpe aus einer ABS-Anlage ist. Sonst war das Teil identisch mit der Pumpe von meiner SMC ohne ABS, also auch derselbe Durchmesser für den Bremskolben.


    ABS hatte ich deswegen ins Spiel gebracht, weil ja da noch das ABS-Modul zwischen Pumpe und Bremssattel sitzt. Ob das was abbekommen haben kann, kann ich nicht einschätzen.

    Gruß, Kussl; 690 SMC, 2010

  • Frage: Hat der Fachmann mit Unterdruckpumpe entlüftet, so wie von Cau-Chang beschrieben? Wenn nicht, dann das bitte zuerst nachholen!

    Ansonsten: Dei Fachmann vermutet ja auch einen Defekt/Verschleiß an der Pumpe. Die billigster Variante wäre natürlich das Rep.-Kit (20 €). Wenn du aber was gescheites haben willst, dann kann ich nur eine radiale Pumpe empfehlen (400- 500 € incl. neuer Bremsleitung, incl. Eintragung).

    Gruß Linsi

  • Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Bist du beim Sturz auf den Bremssattel gefallen und wurde der vielleicht leicht krumm? Die Beläge liegen dann erst einmal nicht plan auf und es dauert seine Zeit, bis sie sich auf die veränderte Geometrie eingefahren haben. Gut wäre das nicht und ein Austausch der Bremssattels und oder das Standrohres empfehlenswert.

  • Hat der Fachmann mit Unterdruckpumpe entlüftet, so wie von Cau-Chang beschrieben?

    Jap, ist eine richtige Motorradwerkstatt mit Namen. Nur die Terminmöglichkeiten sind absolut nicht von dieser Welt, schlimmer als bei KTM selbst.


    gäbe noch eine andere Möglichkeit. Bist du beim Sturz auf den Bremssattel gefallen und wurde der vielleicht leicht krumm?

    Bin beim Wheelie über den Kipppunkt, das Motorrad flog nach hinten und direkt auf die linke Seite, wo es dann entlang schlitterte bis nach einigen Metern ein Graben kam. Bin mittlerweile auch schon vorsichtige 150km gefahren um zu schauen ob sich was ändert, hat es aber leider nicht.


    Werde mir das Reparaturkit kaufen und fachgerechg einbauen lassen, damit das Problem mit Entlüften gar nicht in Frage kommt. Ich werde jedenfalls berichten

  • Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Bist du beim Sturz auf den Bremssattel gefallen und wurde der vielleicht leicht krumm? Die Beläge liegen dann erst einmal nicht plan auf und es dauert seine Zeit, bis sie sich auf die veränderte Geometrie eingefahren haben. Gut wäre das nicht und ein Austausch der Bremssattels und oder das Standrohres empfehlenswert.

    Dabei fällt mir ein, dass du noch ein Entspannen der Befestigung der Vorderachse und des Bremssattels probieren könntest. So wie beim Einbau des Vorderrads. Weißt du, wie das geht?

    Gruß, Kussl; 690 SMC, 2010

  • Dabei fällt mir ein, dass du noch ein Entspannen der Befestigung der Vorderachse und des Bremssattels probieren könntest. So wie beim Einbau des Vorderrads. Weißt du, wie das geht?

    Ein Entspannen der Befestigung der Vorderachse? Im Sinne von das Vorderrad und den Bremssattel locker schrauben, als würde ich das Vorderrad ausbauen? Oder wie genau ist das gemeint?

  • Screenshot_20220702-064638_WPS Office (1).jpgAus dem Werktstatthandbuch der SMC (kein ABS) . Ob das bei der SMC-R auch genau so gemacht wird, kann dir vielleicht einer sagen, der eine fährt....


    Wichtig ist die Reihenfolge und:

    "Handbremshebel mehrmals betätigen, bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe

    anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist. Handbremshebel betätigt fixieren.

    Bremszange richtet sich aus.

    Bei betätigtem Handbremshebel die Schrauben (4) festziehen."

    Dann kannst den Hebel wieder loslassen.

    "Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die

    Gabelbeine ausrichten.

    Schrauben (5) an der Gabelfaust festziehen."

    Gruß, Kussl; 690 SMC, 2010

  • Bin beim Wheelie über den Kipppunkt, das Motorrad flog nach hinten und direkt auf die linke Seite, wo es dann entlang schlitterte bis nach einigen Metern ein Graben kam.

    Gibt es Schleifspuren am Bremssattel? Denn wenn das Moped ungünstig fällt, wäre das möglich.