Ausfall Lichtmaschine bei 1290 Superadventure S BJ 2020

  • Ich hab noch keine Diagnose, wenn ich(weder Techniker noch Elektriker) das mal so hochgestochen sagen darf.

    Es sieht so aus, als liegt es nicht alleine am Stecker aus #1830.

    Selbst mit den Wago-Klemmen stieg die Bordspannung nur ein wenig von 13,6 auf 13,8V.


    Wir haben dann zwar den Stecker beidseitig (Stator + Verlängerungskabel) neu gecrimpt, aber dabei festgestellt, das mit dem Verlängerungskabel irgendwas nicht stimmt.

    Entweder stark korrodiert, oder verkupfertes Alu... jedenfalls sah es nicht mehr nach Kupfer aus, wegen starker Hitze?
    Zudem war die Bordspannung mit dem neuen Stecker wieder nur auf 13,6V, mit wenigen kurzen Anstiegen auf bis zu 13,8V.


    Dann ist mir auch wieder eingefallen, woher das Verlängerungskabel kam: Das hatten wir damals einfach von einem verbrannten KTM-Stator abgeschnitten und einen Stecker drangemacht.
    Bis dahin war ich der Meinung, wir hätten das komplett selbst gebaut.



    Mein Kumpel macht mir jetzt nochmal neue Verlängerungskabel mit 4mm² und definitiv aus Vollkupfer.
    Eins als Verlängerungskabel, damit ich tauschen kann.

    Und ein längeres zur äußeren "fliegenden" Verlegung vom Stator direkt zum Regler, um mal testen zu können, ohne gleich wieder den Tank runternehmen zu müssen.


    Was ich leider versäumt habe zu testen, aber unbedingt noch nachholen will: Prüfen ob der Stator genügend Wechselspannung liefert.
    Tests auf Widerstand und Kurzschluss waren alle unauffällig.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Das Kabel ist jetzt getauscht.
    So richtig viel gebracht hat es jedoch nicht und zumindest gibt es keine augenscheinlich erkennbare Ursache.
    Jedenfalls liegt die Bordspannung mit dem neuen 4mm²-Kabel jetzt bei 13,8V im Display, bzw. 14,3V an der Batterie.

    Da Werksangabe aber "14,5V +-0,5V" ist, werde ich es wohl erstmal dabei belassen.

    Für mich als Laie käme dann eh nur noch der Regler selbst in Frage, aber der kann wohl schlecht nur "ein bißchen" kaputt sein. Und das ohne Veränderung über 14.000km.


    Hab den Stator nach Angaben im Werkstatthandbuch überprüft und insofern müsste der i.O. sein.
    Gefordert sind >=50V Wechselspannung bei 4.000U/min, gemessen hab ich 52-53V auf allen Wicklungen je nachdem wie gut ich es geschafft habe das Gas und gleichzeitig die Messspitzen zu halten.

    Auch die anderen Tests auf Widerstand und Kurzschluss waren, wie schon gesagt, unauffällig.


    Sonstige Erkenntnisse:

    Das lange Verlängerungskabel für die "Außenverlegung" war für die Katz.

    Auch wenn er genauso aussieht, der Wechselspannungs-Stecker am Italo-Regler ist doch etwas anders, als der am Statorkabel.
    Passt also einfach nicht drauf.
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    An den KTM OEM-Statoren sind allem Anschein nach reine Alukabel verbaut. (Ich hab noch einen verbrannten rumliegen, das könnte ich evtl. da auch nochmal gegenprüfen.)
    Warum wir das allerdings damals für das Verlängerungskabel verwendet haben, kann ich mir nur nach dem Motto "Muss schnell gehen und besser als nix" erklären.
    War relativ kurz vorm Urlaub, soweit ich mich erinnern kann.


    Der China-Stator von Ebay scheint ein Kupferkabel zu besitzen, jedenfalls dem äußeren Anschein nach.
    Ob da noch Alu drunter ist, war nicht erkennbar... die Litzen sind schon sehr dünn, eher unwahrscheinlich, aber wer weiß.
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    Empfehlung für alle, die noch Stator selbst tauschen, oder ein Verlängerungskabel für einfacheren Statortausch einbauen wollen:
    Wenn Ihr vorhabt den Tank auszubauen, besorgt Euch vorher einen anständigen Schnellverschluss für die Benzinleitung unten an Tank/Spritpumpe.

    Das OEM-Plastikteil hat mich immer in den Wahnsinn getrieben.

    Wenn man den Tank ein paar mal öfter runter hatte (div. Inspektionen, ein paar mal Stator tauschen...) dann macht das Ding so langsam die Krätsche und ist ein richtiger Abfuck beim zusammenbauen. Ich hab da stellenweise 20 Minuten dran rumgemacht, bis ich das wieder verbunden hatte, weil sich das OEM-Teil zwischendurch selbst zerlegt hat (Feder+Pin weggesprungen).
    Letztes Mal hab ich dann die hier verbaut: https://www.louis.de/artikel/s…ssing-vernickelt/10035299
    Einfach ein Traum, in Sekunden ab und wieder dran.
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    Abschließend:
    Der Italo-Regler + Chinastator sind jetzt 18.000km bei mir im Einsatz.

    Stator Nr. 1 (ab Werk) hat bei der Laufleistung etwa schlapp gemacht.
    Nr. 2 nach 14.000km und Nr. 3 nach 11.000km.
    Alle mit OEM-Regler, diesen einmal erneuert beim Wechsel auf Stator Nr. 1 auf Nr. 2.

    Inzwischen denke ich, wenn KTM nicht noch schlechtere Statoren als offizielle China-Teile produzieren lässt, dann liegt es nicht am Stator.
    Das OEM-Teil soll inzwischen 400€ kosten (Nr. 2 war damals bei 360€, glaub ich).
    Das China-Teil von Ebay lag bei 75-80€.


    Rein Technisch scheint das Teil nicht schlechter zu sein.
    Einen kleinen Dämpfer gibt es jedoch: Der Gummiblock der Kabeldurchführung für das Motorgehäuse ist beim (meinem?) China-Stator minimal zu dick.
    Ich hatte gehofft, dass es sich zusammenpresst, aber es sieht so aus als würde der Motordeckel an der Stelle nicht vernünftig anliegen und es tritt minimal Öl aus.
    Es tropft nichts, aber es bildet sich mit der Zeit schon ein feiner Öl-und-Dreckfilm um das Ölschauglas herum.



    Ist ja doch wieder ein ziemlicher Roman geworden...
    Bitte seht mir evtl. fehlende/vertauschte Wörter, Buchstabendreher oder verschachtelte Sätze nach. War spät gestern. :kapituliere:


    Nachtrag: OEM KTM-Regler inzwischen bei ca. 210€. Allein dadurch lohnt es sich schon den Italoregler zu verwenden, wenn man tauschen möchte.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Die etwas dickere Kabeldurchführung beim China-Stator kann ich bestätigen.

    Ich habe trotzdem alles dicht bekommen.

    Die Schrott- Benzinkupplung von KTM auch.

    Bin jetzt ca.1500 km mit China- Stator und OEM Regler gefahren und habe immer zwischen 13,9 V und 14,1 V im Display.

    Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch, daß beim Fahren ohne POWER PARTS Motorschutz bei den aktuell kühlen Außentemperaturen das Öl um bis zu 10 Grad ( je nach Fahrprofil) kühler bleibt als mit dem dicken "Fahrtwindblocker".

    Bleibt jetzt ab und fürs Gemüse nehme ich nur noch meine 701.

    3 Statoren offroad gehimmelt reicht mir jetzt.

    Grundsätzlich habe ich bei dem China- Stator ein gutes Gefühl und werde jedenfalls nicht mehr das 4-5 fache fürs OEM Teil ausgeben.

    Im Tauschen bin ich jetzt ganz gut und habe für den Urlaub dann immer ein Ersatzteil dabei.

  • Was ich noch überlegt habe...

    Wenn noch kein Verlängerungskabel verbaut ist und man unterwegs "schnell" wechseln will (ohne den Tank usw. abbauen zu müssen) könnte man die Kabel vom alten Stator und neuen Stator einfach abknipsen und mit Wago-Klemmen verbinden.


    Später in heimischen Gefilden dann ordentliche Stecker draufcrimpen (lassen).

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  • Moin,


    hatte nicht jemand geschrieben, dass man das Kabel etwas anders verlegen kann und ab da den Tank nicht mehr abbauen muss?

    Gruß Frank



    Beim beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen.

  • Je nach Regler, wenn ich mich recht entsinne, war der orig Regler ja am Kabelbaum, ebenso wie der Stator.

    Man müsste also eine Verlängerung dabei haben, die die 3 Leitungen vom Stator direkt in den Regler bringt. Habe aber auch den orig. Stecker (am Regler) nicht mehr in Erinnerung, evtl müsste man da sich schon was vorbereiten, wenn man sich das Tankabbauen sparen will.

    Mit meinen Nachrüstreglern, sowohl dem Thyristorenregler von Motek, als auch dem Webenergy 50 aus Italy war das nat. Kein Problem mehr, da die eh nur die 3 Eingänge vom Stator einzeln haben, da ist die Umgehung ohne Tankabbau leichter vorzubereiten, wobei es sogar eine Abkürzung ist, der Weg Stator <-> Regler wird ohne den Ktm-kabelbaum zu benutzen ja kürzer, unten links am Tank entlang nach hinten links (bei mir).


    Oder bei orig.:

    Falls man das Kabel unter dem Tank weit genug nach unten ziehen kann, dann klar, abknipsen, einigermaßen ordentlich verbinden und den orig. Kabelbaum weiter nutzen.

  • Ich hatte es weiter vorn schon geschrieben: ja man kann die Kabel anders leben. Im KIT des Italoreglers ist ja ohnehin eine andere Leitung dabei. Diese habe ich so verlegt. Dass ich im Fall der Fälle den stator tauschen könnte ohne den Tank zu demontieren. Siehe meine künstlerische Skizze im Anhang:

    Rot: originale Steckverbindung stator/Kabelbaum

    Gelb: so habe ich den originalen Stecker runtergezogen und dort unten verschlossen. Sollte Mal was mit dem Italoregler sein, könnte ich den stator wieder an den originalen Anschluss stecken, liegt knapp hinterm Kühler. Kommt man dran mit kleinen Händen :grins:

    Grün: neue Italoregler-Leitung. Verbunden habe ich alle sind der Nähe des Öleinfüllstutzens.


    Weltenfresser : dein Kontaktproblem war das such zwischen Chinastator und der neuen Italo-Leitung oder habe ich das missverstanden?

  • Weltenfresser : dein Kontaktproblem war das such zwischen Chinastator und der neuen Italo-Leitung oder habe ich das missverstanden?

    Das Kontaktproblem war am Statorstecker zu meinem Verlängerungskabel. Letzteres ist im Prinzip so verlegt wie Deine gelbe Linie und dort an das Italo-Kabel angeschlossen, was ich parallel zum orig. Kabelbaum verlegt hab.

    Hätte nicht gedacht, dass man den orig. Stecker so weiter nach unten bekommt. In meiner Wahrnehmung war der komplett zusammen mit dem restlichen Kabelbaum von Klebeband umwickelt.

    Martin...
    Direkte Verlegung "nicht unter den Tank" zum OEM-Regler wird schwierig.
    Dieser hat einen einzelnen 5-Poligen Stecker, also gleichzeitig Ein- und Ausgang.
    Dazu ist das Teil auch noch ganz bescheuert im Heck integriert/schwer zu erreichen.

    Hinterm Sitzbankschloss, grob gesagt, und maximal beengt.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Ich musste bei mir oben am Lenkkopf wo der steckt dran geht nur 2 Kabelbinder durchtrennen, dann konnte ich es so weit nach unten ziehen. Bei den neueren könnte es natürlich anders aussehen. Aber anfänglich habe ich es auch gedacht dass es nicht so weit runter geht

    Grüße
    André :wheelie:

  • Ach stimmt... 1190er.

    Nee, also bei der 1290 scheint da kilometerweise Klebeband zum bündeln drumgewickelt zu sein. Hatte keine Lust das aufzudröseln.

    Wofür eigentlich 4-Zylindermotoren? Am Motorrad sind es 2 zu viel und im Auto 2 zu wenig....

  • Hallo zusammen, ich hatte bei der letzten Sammelbestellung noch spontan den Italo Regler mit bestellt. Wollte heute den Regler eigentlich einbauen und mal den Stator kontrollieren.

    Allerdings hab ich dann festgestellt dass ja schon das abnehmen vom Tank gar nicht so einfach ist. Mir ist dabei dann schon die Lust vergangen und ich hab dann alles wieder zusammen gebaut und entschieden den Regler doch nicht zu verbauen. Bisher läuft alles soweit und sollte der Stator doch Mal das zeitliche segnen gibt es halt einen neuen am besten mit Einbau in der Werkstatt 😅

    Leider fehlt mir aktuell die Lust und vor allem die Zeit stundenlang am Motorrad rum zu schrauben. Vor allem wenn man dann hier doch auch wieder von Problemen liest trotz Italo Regler. Ich möchte mit dem Reglertausch keine Dauerbaustelle aus meinem Motorrad machen. Die Belüftung vom Regler unter der Seitenverkleidung und evtl. Temperatur Probleme ist ja auch so ein Thema.


    Edit: Vielleicht werde ich doch nochmal einen Versuch starten den Regler einzubauen. Hatte eigentlich diese Woche 2 Tage dafür eingeplant. Leider wurde dann meine Tochter krank und hat meinen Plan etwas über den Haufen geworfen. Das dann unter Zeitdruck und mit zu wenig Schlaf zu versuchen war keine gute Idee. 😁

    Einmal editiert, zuletzt von Ralle90 ()

  • Heute das nächste Opfer auf der Bühne gehabt. 2019er SAS mit lächerlichen 20tkm auf der Uhr. Größtenteils auf Reisen bewegt. Zustand vom stator siehe Bild. Komplett verkohlt das Teil. Es ist und bleibt ein Armutszeugnis. Eigentlich wollten wir nur den Series Regler einbauen + Service + den stator einfach obligatorisch checken. Gut dass wir das Teil nochmal geprüft haben und wir neben dem Series Regler auch schon einen neuen Chinastator vor Ort hatten.

  • AM Freitag, 17.04.2026 hat meine 1290SD GT während der Fahrt das Display aus/eingeschaltet und kurz gezuckt.... ! Keine paar Sekunden später dann: Display aus/an halb an/ganz aus....alles AUS, Leistung weg, Hinterrad blockiert, Gang geht nicht raus, Herz geht in die Hose, Kupplung angezogen und gerettet.... ! Ach ja: ich war gerade in Schräglage, weil Kurve... Ochssattel / Kaltekuhl AT


    Laut ÖAMTC : Batterie 3V, Lima ladet nicht mehr.


    1290 SD GT KM "1500" <- kein Scherz /Zulassung 03.2026 / Modell 2024!


    Steht jetzt beim Händler/Werkstatt bin gespannt was da raus kommt.


    Ich habe an KTM geschrieben mit der Überschrift: Versuchter Mord durch eurer Produkt!


    Bei meiner alten 21ziger 1290SA R habe ich den gleichen Aussetzer (Tacho Rest) bei ca. 4000 km gehabt. Nur 1x und dann nie wieder, mit 27tsd km verkauft .

    80% Offroad gefahren, durch Seen, TET, ACT, Matsch, von -10 bis 45 Grad, MX Strecken, usw. nie wieder was gekommen.

    Einmal editiert, zuletzt von Peglaroni ()

  • Ich habe an KTM geschrieben mit der Überschrift: Versuchter Mord durch eurer Produkt!

    Kann ich mehr als nachvollziehen, echt übel und ein Grund der Marke KTM für immer tschüss zu sagen…

    Es gibt auch andere Hersteller, die schöne Mopeds verkaufen!

    KTM 1290 SAS :wheelie:

  • Also eine überlagerte Batterie wurde bei der Übergabeinspektion durch den Händler nicht erkannt. (Weil er das auch nicht geprüft hat.)


    Und jetzt ist aber KTM und alle von KTM produzierten Motorräder potenziell lebensgefährdend.


    Ja nee is klar. :Daumen hoch:


    Das man einen Mordschreck bekommt und sauer ist, vollkommen nachvollziehbar.


    Das irgendwann der Motor blockiert wenn die Zündung aus ist und man nicht die Kupplung zieht ist normal.


    In Fahrt und in Schräglage aber nicht. Dann müsste das Getriebe blockieren.

    Da wirkt Zündung aus genau wie Gas zu.

    Muß man durch Lenken ausgleichen und Kupplung ziehend ausrollen.


    Da man sehr erschrickt ist man möglicherweise in seiner Handlung blockiert gewesen, nachvollziehbar und menschlich.


    Wenn du aber glaubst das soetwas bei irgendeiner anderen Marke unmöglich passieren kann, dann beglückwünsche ich Dich zu Deinem kindlichen Glauben. :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke: