[Motocamping] Gear ...

  • ich finde UL ist beim offroaden durchaus ein thema, auch bei einer 200kg midsize.

    nicht in allen ausprägungen, aber durchaus ein thema!


    und ich bekräftige nochmal: wenn sich jemand ein motocamping-zelt sucht, dann nehmt 3-season (oder yellow bei hilleberg)!


    mit dem bike ist man hauptsächlich im SOMMER unterwegs, kälte ist also ein untergeordnetes thema (da wo 4-season stärken haben).

    wichtiger ist die belüftung, welche beim 3-season per se wesentlich besser ist.


    auch bei regenfahrten haben 3-season zelte einen großen vorteil ggü 4-season, weil man nasse klamotten mit ins zelt nehmen und einigermassen antrockenen kann, was in einem 4-season nahezu unmöglich ist ohne in der früh komplett in der suppe zu liegen. selbst nach island würde ich ein 3-season mitnehmen!


    die steigerung von 3-season ist dann hängematte/tarp, was ja beim motocamping wohl hervorragend zu funktionieren scheint, sonst würden's nicht so viele machen (ich selber noch nicht).

  • die steigerung von 3-season ist dann hängematte/tarp, was ja beim motocamping wohl hervorragend zu funktionieren scheint, sonst würden's nicht so viele machen (ich selber noch nicht).

    So lange es geeignete Bäume gibt ja. Sonst ist doof. Ne, nix für mich. Ein Zelt ist flexibler. Ich habe ein sehr dünnwandiges und luftiges China 2P Zelt, dafür eben schön leicht und kompakt. Reicht für 3 Jahreszeiten völlig, auch in höheren Lagen. Den Rest macht die sehr gute Isomatte und ein Daunenschlafsack, die zusammen mehr kosten als ein gutes Markenzelt.


    Gut, Winde in Orkanstärke traue ich dem Teil jetzt nicht zu, aber wenn das Wetter zu heftig ist, suche ich eben einen Schlafplatz mit Mauern. Ne heisse Dusche ist auch was schönes.

  • So lange es geeignete Bäume gibt ja. Sonst ist doof. Ne, nix für mich. Ein Zelt ist flexibler. Ich habe ein sehr dünnwandiges und luftiges China 2P Zelt, dafür eben schön leicht und kompakt. Reicht für 3 Jahreszeiten völlig, auch in höheren Lagen. Den Rest macht die sehr gute Isomatte und ein Daunenschlafsack, die zusammen mehr kosten als ein gutes Markenzelt.


    Gut, Winde in Orkanstärke traue ich dem Teil jetzt nicht zu, aber wenn das Wetter zu heftig ist, suche ich eben einen Schlafplatz mit Mauern. Ne heisse Dusche ist auch was schönes.

    Bereits Büsche mit Stammdicke 3-4cm reichen aus um die Hängematte aufzuspannen. Verlassene gebäude o.Ä. eignen sich auch hervorragend, da findet man immer 2 Ankerpunkte.


    Aber ja, Zelt ist einfacher und flexibler.

    Für die Hängematte entscheidet man sich ausschließlich wegen Schlafkomfort und dem Gefühl mehr in der Natur zu sein.


    Das man da nochmal paar Gramm rausholen kann ist absolute Nebensache, das Packmaß ist geringer das merkt man eher

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • selbst nach island würde ich ein 3-season mitnehmen!

    Das machen viele, das MSR Hubba Hubba ist oft zu sehen. Schaut man immer auf die Wetterapps und sucht sich entsprechend einen Campingplatz mit geschützen Ecken oder nimmt man notfalls ein Hotelzimmer für 200 Euro aufwärts, durchaus machbar.


    Habe auch eines für Radtouren im Sommer, nach Island würde ich das nie mitnehmen, hätte keinen Spass damit.

    Ein Grund zu campen ist ja Spass haben, Kosten sparen ist das Sahnehäuptchen obendrauf.


    Wegen 1% vom Gesamtsystemgewicht auf das passende Zelt verzichten? Nein.

    Als erstes muss jeder für sich herausfinden mit welchem Gewicht man umgehen kann und will, danach Küchenwage und Excell.


    Ob 3/4 Jahreszelt ist für Motorradcamping nicht die erste Frage, die wichtigste ist was will man von einem Zelt und wie will man es einsetzen.

    Innenzeltzuerst oder Aussenzelt/Innenzeltzusammen ist die grundsätzliche Frage die sich jeder stellen muss, lässt sich nur mit Erfahrung für sich beurteilen.

    Griechenland im Sommer, Norwegen im Herbst oder Island im Sommer, ein Zelt das alles gut kann gibt es nicht, einzig welche Kompromisse man wo eingehen will.


    Kondenswasser von mir war noch in keinem meiner Zelte ein Problem, wenn dann kam die Feuchtigkeit aus der Luft, z.B schöner Tag am See, nachts fällt die Temperatur und morgens ist alles nass, Aussenzelt(Oberfläche aussen und innen)/Taschen im Vorzelt/Mopped/Gras/Spinnweben etc.


    Das einzige was hilft ist ein stetiges Lüftchen, daher stelle ich mein Zelt immer so exponiert in den Wind wie es geht.

    Das kann bei Sonnenschein geschehen und morgens um 4.00h wirst du wach weil der Wind den Reissverschluss geöffnet hat, hatte vergessen den Sicherungsdongle zu setzen.


    Auf dem Händy sieht es dann so aus, Wetterstation ein paar KM entfernt:

    Street View · Google Maps
    Ort in Google Maps noch intensiver erleben.
    www.google.ch

    Wetterstation Detail.jpg

    Windkarte klein.jpgCamping 66.12° Nord.jpg


    War ein riesen Spass im richtigen Zelt, mit dem falschen nicht so sehr.

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

    Bilder

    Videos

    2 Mal editiert, zuletzt von sushi2831 ()

  • Kann das Video auch fühlen, war 2004 auf Island. Auf Grund von Insider Tips hatten wir ein vernünftiges Zelt mit dabei. Wir hatten ablandige Winde, unser Zelt ist stehen geblieben, Ok meine Frau ist als gegen Gewicht drin geblieben. Die Schlappen schwammen im Aussenzelt, drinnen war es trocken.
    Würde nie auf die Idee kommen mit einem leicht oder billig Zelt nach Island zu fahren, kurze Trips mit halbwegs guter Wetter Voraussage jedoch schon.
    Ist halt immer Abhängig, wie lange und wie unberechenbar.
    Aktuell wiegt meine jetzt neu zusammen gestellte Ausrüstung:

    1,7kg Zelt

    2kg Isomatte (groß und dick)

    500g Kissen

    1,3kg Schlafsack
    Packsack 1kg

    in Summe 6,5kg
    An Isomatte und Kopfkissen könnte ich sparen, würde mich aber um den notwendigen Schlaf bringen.

  • ... Reicht für 3 Jahreszeiten völlig, auch in höheren Lagen. Den Rest macht die sehr gute Isomatte und ein Daunenschlafsack, die zusammen mehr kosten als ein gutes Markenzelt.

    Exakt! Die isomatte ist das zentrale ding!

    Hier habe ich auch am meisten auf die "performance"-werte geachtet: R>4 und 11cm dick. und dazu daune als decke, wobei ich hier einen quilt habe.

    damit ist das bett so warm, dass das zelt ruhig luftig sein kann. geht bei mir mit zusatz-klamotten dann auch unter null.


    und nochmal: ein 3-season hat nichts mit billig oder fokus auf leicht zu tun, sondern fokus auf ventilation!

    (ich habe gerade nachgeschaut, das hilleberg niak kostet mittlerweile 1100+ EUR. Oo die preise sind verrückt! ich hatte es für 800,- bekommen und das war gefühlt schon over the top.)

  • Siehe Hängematte, dagegen ist jedes super ventilierte Zelt immernoch dicht.


    Keine Notwendigkeit den Schlafsack eine Nummer wärmer zu wählen als ich von Zelt auf Hängematte umgestellt habe.

    Was ich aber sehr wohl merke: Es ist wichtiger denn je den Schlafsack gut geschlossen zu halten und eine Mütze auf dem Kopf zu haben, denn eine stehende Luftschicht wie im Zelt gibt's nicht mehr.


    Ich bin da ganz bei mike moik , wenn das Anforderungsprofil Reisen ist, jeden Tag spät aufbauen und früh abbauen, dann sind die Kriterien ganz klar folgendermaßen einzustufen:

    -Kein Kondenswasser

    -robust

    -leicht


    Im Zelt wurde mein Schlafsack von Tag zu Tag feuchter, nach spätestens 5 Nächten hieß es den Schlafsack mal in der Sonne trocknen zu lassen. Derartige Probleme kenne ich in der Hängematte nicht mehr

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Für reine Sommerreisen kann man auch ein 100% Meshkuppelzelt nehmen, das Aussenzelt zuhause lassen und den Sternenhimmel geniessen.

    Für ein Sommergewitter kann man immer noch ein Tarp mitnehmen und irgendwie drüberspannen.


    Da sollte keiner Probleme mit Kondens haben.

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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  • Was ist hier bitte los?
    >1000€ Zelte werden als "must have" dargestellt? Leute! Das wirkt wirklich - extrem - abgehoben.


    Bin seit knappen 20 Jahren mit billigstem Material unterwegs und hatte noch nie ein Problem mit einem Zelt.
    Erst wars das 150€-Decathlon Zelt mit 12kg für 4 Personen, das unzähliges Auf- und Abbauen überstanden hat und selbst im schottischen Sturm an der Küste nicht aufgegeben hat und mittlerweile bin ich mit einem Decathlon Quick Hiker unterwegs. Bis auf das nicht ganz so gute Gestänge ist das Zelt absolut top! 120€ hat es vor ein paar Jahren gekostet. Top wasserdicht und stabil. Vom Packmaß her ist es in Ordnung.


    An Isomatte und Schlafsack sollte man wirklich nicht sparen, aber beim Zelt gibt es so viele "gut und günstig"-Alternativen.

  • es gibt ein 1000EUR-must-have-zelt? wo? her damit ... brauch ich!

    schw...vergleich?

    Nö. Damit wollte ich sagen, dass der billige Kram ausreichend gut ist und hält. Gleiches bei Regenklamotten: 0815-Decathlon ist genauso gut wie der neuste Hyper-Mega-Anzug für viel Geld, der genauso am Krümmer verbrennt wie der billige.
    Den letzten "teuren Fehler" hab ich mit einer Rukka-Textilkombi begangen. Ganz ehrlich: Wenn das Ding dann endlich durchgenudelt ist, kauf ich mir die billigste Jacke und die billigste Hose und kombiniere beides mit Knieorthese und Brustpanzer. Hab die Schnauze einfach nur voll von diesem überteuerten und überhypten Zeug, das letztlich zumindest nicht dem Preis gerecht wird.

  • Was ist hier bitte los?
    >1000€ Zelte werden als "must have" dargestellt? Leute! Das wirkt wirklich - extrem - abgehoben.


    Bin seit knappen 20 Jahren mit billigstem Material unterwegs und hatte noch nie ein Problem mit einem Zelt.
    Erst wars das 150€-Decathlon Zelt mit 12kg für 4 Personen, das unzähliges Auf- und Abbauen überstanden hat und selbst im schottischen Sturm an der Küste nicht aufgegeben hat und mittlerweile bin ich mit einem Decathlon Quick Hiker unterwegs. Bis auf das nicht ganz so gute Gestänge ist das Zelt absolut top! 120€ hat es vor ein paar Jahren gekostet. Top wasserdicht und stabil. Vom Packmaß her ist es in Ordnung.


    An Isomatte und Schlafsack sollte man wirklich nicht sparen, aber beim Zelt gibt es so viele "gut und günstig"-Alternativen.

    Das! Wenn man unter Extrembedingungen sein Leben riskiert, kann ich ja verstehen, dass man Material nutzt, dass so gut wie möglich Ausfälle verhindert. Und darum geht es in dieser Liga: Ausfallsicherheit und Haltbarkeit!

    Aber unterwegs im Urlaub? Selbst in Island hatten wir mit einem dort gekauftem 400 € 3P Zelt keinerlei Probleme, auch im Hochland bei miesem Wetter - zugegebenermassen nicht so mies wie im obigen Video, aber es gibt ja auch Wetterberichte.


    Zuerst die Isomatte und dann der Schlafsack, da merkt man richtig etwas. Das Zelt kann problemlos untere Mittelklasse sein, wenn man sich vor dem Kauf gut informiert.

  • Jap. Das ist genau meine Erfahrung.
    Bei der Isomatte hab ich aber auch etwas investiert und mir eine dicke Thermarest geholt.
    Ein guter Daunenschlafsack kam letztens dazu, da ich mit dem "alten" Kunstfaserschlafsack in ca. 50% der Nächte einfach nur gefroren habe.

    Der Unterschied im Schlafkomfort war es definitiv wert.
    Generell kommt es mir so vor, als ob die Preise für viele Outdoorartikel einfach nur noch ins Absurde getrieben werden.


    Hatte vor einiger Zeit nach Benzinkochern gesucht und festgestellt:
    MSR/Primus waren wohl mal top. Mittlerweile ist die Qualität nicht mehr die selbe wie früher, aber dafür hat sich der Preis verdoppelt. Echt top!

    Hab mir dann einen Juwel34-Benzinkocher aus der DDR gekauft, der tip top funktioniert. Ca. 40€ hat das Ding gekostet und passt perfekt in eine Tasse rein.
    Die einzigen Bauteile: Regelventil, Düse, Docht.
    Unbenannt.png

  • (eigentlich kann's mir wurscht sein)

    ich habe nichts anderes geschrieben:

    das zelt ist in bezug auf wärme beim motocampen weitestgehend irrelevant und deswegen ist es mmn. klüger, ein 3-season zu nehmen, weil es bessere ventilation hat.


    4-season+ zelte haben als zusätzlichen trumpf die geschlossene wärme-kapsel, was mmn. bei motocamping wie gesagt irrelevant bis contra-produktiv ist.


    meistens sind 3-seasons auch billiger, es muss halt nur stehen bleiben und regendicht sein, was heutzutage eh wahrscheinlich fast alle sind (inkl. decathlon).

    dass das hilleberg niak das mmn. beste motocamping zelt auf dem markt ist (das ich kenne), heisst doch nicht, dass es ein must-have ist.

  • Keine Ahnung, warum Du dich angegriffen fühlst

    (ich habe gerade nachgeschaut, das hilleberg niak kostet mittlerweile 1100+ EUR. Oo die preise sind verrückt! ich hatte es für 800,- bekommen und das war gefühlt schon over the top.)

    Genau! Die haben den Schuss einfach nicht gehört, aber es wird doch gekauft! Darauf wollte ich hinaus.


    dass das hilleberg niak das mmn. beste motocamping zelt auf dem markt ist (das ich kenne), heisst doch nicht, dass es ein must-have ist.

    Du persönlich hast das so auch nicht formuliert und möglicherweise habe ich hier etwas verallgemeinert. Parallel gibts noch im GS-Forum ein ähnliches Thema und das geht eben genau in diese Richtung.
    Aus meiner Sicht sollte Camping vor allem eins sein: Flexibel und günstig, aber gerade der letzte Punkt wird eben immer mehr ins andere Extrem getrieben und genau da komme ich einfach nicht mehr mit, da es meiner Einstellung total widerspricht.

  • dass das hilleberg niak das mmn. beste motocamping zelt auf dem markt ist (das ich kenne), heisst doch nicht, dass es ein must-have ist

    Ich kann nachvollziehen, wenn man Freude an einem guten Zelt hat, genauso wie bei allem anderen. Wenn man sich etwas von sehr guter Qualität zulegt, einfach, weil man es gerne haben möchte, spricht für mich überhaupt nichts gegen. Ich denke halt nur, dass es auch günstiger geht, wenn man eben darauf keinen Wert legt.


    Ist bei mir eben z.B. die Kombi. Ich mag meine Stadler. Ginge es für mich günstiger, ohne merkbare Einbussen? Klar. Finde die aber einfach toll.

    Einmal editiert, zuletzt von Laskywalk ()

  • die günstig oder nicht diskussion ist mühsehlig und im allgemeinen auch ziemlich irrelevant, weil eben sehr individuell!


    die wirklich limitierende ressource bei einem hobby ist zeit und nicht geld (an erster stelle)!

    deswegen ist vielen auch das geld scheissegal, wenn dadurch eine bessere zeit ermöglicht wird (manchmal vielleicht nur gefühlt, aber das ist subjektiv egal!).

  • Zeit ist wichtig, ohne Frage, aber dass Geld keine Rolle spielt, kann ich aus meinem Bekanntenkreis so nicht bestätigen!
    Budgetlösungen sind richtig und wichtig, da sie eben jedem der es will das Hobby ermöglichen und keinen deswegen ausschließen.

  • Bitte lass doch die Wortklauberei.


    Die Außenwirkung solcher Texte ist eben meiner Meinung nach ... fragwürdig:
    "die wirklich limitierende ressource bei einem hobby ist zeit und nicht geld (an erster stelle)!"


    Naja. Ich zitier dich dann einfach mal und das wars dann von meiner Seite zu dem Thema. Forenzankerei ist mir echt zu blöd.


    (eigentlich kann's mir wurscht sein)