Auf der schier ewigen Suche nach was lüttem.
Also was, das sowohl den sH300 zum Einkauf ersetzt, als auch das tlw. ewige Warten auf neue Sohlen fürs „Hauptbike“ versüßt. Was, das möglichst nur noch 150kg wiegt das als Dreckswetter-Biest auch im Winter taugt.
Ja, da schwirren dann SuMos bis ins Jahr 2004 durch die Hirnrinde. Es fliegt auch das unfassbar überteuerte CRF300 145kg Spaßgerät, mit den hochpreisig nachtzurüstenden Fahrwerkskomponenten bereits bei der Sitzprobe raus (ich konnte mit 194cm das Bein kaum über den Sattel schwingen, als ich mich dann aber niederließ, fuhr das Gautschilein in den 3. Unterkeller und ich hatte die Knie fast am Kinn.
Schließlich machte ich eine Probefahrt mit der Straßenversion (CB300R). Zwar überraschte dessen Fahrwerk (vergleichsweise zur CRF) auf halbwegs ganzer Linie.
Aber!
Der Motor! Da ging ja mal mit angegebenen 30 PS nichts nennenswert besser als mit dem sH300. Und dann die Preise! das Teil wird in Deutschelande schon gar nicht mehr angeboten, trotzdem sollte der Vorführer noch stolze 4K Euros abschmelzen!
Nee, nee und nochmal nee.
Zwar hatte ich schon seit sehr langem die Duke 390 im Sinn, leicht, >40PS und kurventauglich.
Aber (2)
KTM? Die Qualität erschien mir i.wie nicht ganz Preis-Adäquat.
Es begab sich aber dann zu jener Zeit… als ich per Zufall auf nen aktuellen 390er-Kaufberatungs-Fred stieß.
Meine Vorurteile was die Dauerhaltbarkeit betr. wurde von einigen mit nennenswerten Km-Leistungen widerlegt, bis schließlich die Frage nach dem hohen Preis auftauchte.
Da fiel der Tipp, doch mal nach ner vollgetankt 160kg Husqvarna Svartpilen 401 zu gucken. Die würden grade wg. EURO 5+ zum unfassbaren Kurs verscherbelt.
Da ward er hellhörig.🤓
Logo, dass ich für den geplanten Zweck maximal was gut Abgehangenes suchen würde. Aber hey!
Die Preise im Gebrauchtlager waren zwar günstiger als für ne 390er, aber doch reichlich (über)ambitioniert.
Mein Favorit war schließlich ne 2018er ohne TÜV, ohne Garantieverlängerung, dafür mit abgefahrenem Hinterreifen für schlappe 3.500.
Ich bot dem Gutsten 3,2 und erklärte ihm, dass aktuell ne neue(!) 2023er mit Garantie, TÜV und guten Reifen 3.990,- kostet.
Er wiegelte ab, wolle noch ne Nacht abwarten.
Das war mein Glück. In jener Nacht dämmerte mir, dass ich außer Äct, mit dem Bike genau null Vorteil gegenüber ner Neuen habe. Außer halt die teuren Inspektionen, wg. Garantie)
Als er mich dann am nächsten Tag zurückrief, um einzuwilligen, war der Kauf meines SmörreBökes (SB) Husqvarna Svartpilen 401 BJ 2023. bereits eingetütet.
Soviel zum Einstand.
Die Zeit vom 15.September bis zum 4. November glänzte sehr leider mit reichlich zu vielen Regentagen. Der erste ereilte mich bereits beim Abholen des Bikes in Leverkusen. Auf ersten 200km Nacht- und Regenfahrt bewährte sich der schnuckelig runde Hauptscheinwerfer bestens, nur der Rucksack auf meinem Rücken war eine Qual. Naja. Und die erste Konfrontation mit der Benzinuhr, die reichliche 40-60Km zu früh anfängt für Tank-Panik zu sorgen.
Schließlich spulten sich dann die ersten 1.150Km bis zur 1.000er recht zügig ab.
Das Gefühl zu Bike und Pirelli Scorpion Rally STR waren vom ersten Moment an zuversichtlich. Nicht zuletzt, da mir ein erfahrener Freund und Biker versicherte die STR wären der Hammer.
Nach anfänglich dennoch etwas vorsichtiger Herangehensweise, wurde schnell klar, die Reifen grippen auf unfassbar komfortablen, rutschfreien Niveau. Und das wieder mal im Regen.
Nach 500Km stand bereits fest, das Bike erfordert eher bissi Hangoff, dann fliegts aber nur so umme Ecken.
Nach weiteren 100Km oder auch schon viel früher war aber auch schon klar, die Übersetzung ist nicht meine.
Die 15/45 Ritzel/Kettenradpaarung muss bei der Erstinspektion aba alla-schnellstens einer 14/45er weichen.
Dieser Eindruck erhärtete sich extrem, als ich mit der 390er Duke (Inspektions-Leihbike) genüssliche 150 km heim dann aber nur 50 zur Abholung zurück fuhr.
Urgs.
Kein Quickshifter/ Blipper, da nutzt das geniale TFT-Dashboard vergleichsweise wenig gegen das mit einem Maß an Ungeschicklichkeit programmierte LCD des SB! -Zwar gingen die Gänge bei kurzem Gas-weg-nehmen auch ohne Kupplung smooth rein… 🤣
Also so:
die Duke hat nen größeren Tank, spreizt aber gegenüber dem SB deutlich die Schenkel. Die Sitzhöhe ist mir klar zu gering (obschon ich dem SB inzw. auch gut 30mm zusätzlich spendiert hab) Achso, bin ca. 194cm.
Weiter im Text:
Ich drehte die 390er auf den BAB aus. Sie schob sich höchst zögerlich an 156 bis 158 (Tacho) ran.
Die Rückfahrt mit dem SB war dann doch echt was anderes.
Und nat. wieder 150 Km im Geräusch.
Das bissi BAB, kurz vorm Hometrip hab ich aber dann auch genutzt, um zu sehen, wieviel langsamer die 14/45 Übersetzung nu ist.
Langsamer?
Nee. Keine Spur. Im Gegenteil. dat SB powerte gerade zu wie von Hornissen gejagt auf die 160 zu. Um dann, bei 161, mit einem barbarischen Cut, den Sprit abschaltete. Ich dachte erst, der Motor fliegt mir um die Ohren. Nee. Das Teil ist scheinz Knall auf Fall abgeregelt.
Egal.
Da ein exorbitant großes, verstellbares Puig-Windschild montiert ist, das bei Tempi >135, jedenfalls wenn Querfugen auftauchen, Pendelei ins Gebälk bringt, dass nur ein wirklich fester Knieschluss und lockerste Handhaltung die Fuhre einfangen bleibt mer eher der Besonnene Fahrer. Klar, ist händelbar -aber nee, muss nicht 🤣
Da fällt mir das Fahrwerk ein. Hatte dem Kürbissist gesagt, er soll mir wg. Stabilitätsverbesserung die Gabel bis zur ersten Markierung nach unten durchstecken. 2 Ringe und bissi mehr gucken an der oberen Gabelbrücke raus. Als ich se abholte, hatter se dann bis zum oberen Ring, also 2 Ringe durchgesteckt. Aber -ums vorweg zunehmen -genauso isses genial.
Die 1-Zylinder-Vibes im höheren Drehzahlbereichen braucht aber eh keine Sau. -Dennoch schon schee zu sehn was geht. Und erstaunlicherweise wird die Kiste eben nicht langsamer. Jedenfalls im 6ten.
Ach ja. Und in allen anderen Gängen verhält sich das SB und nat. auch ne 390er, wie ein 3x erwachseneres Bike. im 4ten durch die City? Wenns sein muss sogar im 5ten!
Und wie‘s so ist, nicht immer regnets 🥳
Und wow, wow, wow! Das SB geht ja so was von stabil ums Eck, dasses ein wahre Wonne ist. Durch das Gabel verlängern aka nach unten durchschieben, kommt ne ordentliche Portion mehr Souveränität ins Fahrwerk. Insbesondere im direkten Vergleich zur vorher gefahrenen 390er.
Indes der Windschild-Pendelei kam ich aber so niocht wirklich bei -vlt. isse jetzt statt ab 135, ab 141?
Aber im Geläuf macht sich das sehr gut.
Und ja, ich muss immer wieder sagen, das Fahrwerk haut mich um.
Klar, die Speichenräder, mit Schläuchen in den schlauchlosen Rally STR sind sicher ne Ecke samtiger bei der Dämpfung. Ist letztlich egal, das Fahrwerk ist in allen Belangen dem des nicht einstellbaren der 390er zumindest hauchdünn überlegen. Und die Reifen? Auch.
Im Trockenen sicher nicht. Aber sicher auch nicht unterlegen.
Jetzt Ende Oktober/ Anfang November, also bei Dreck, Blättern, Nässe, Rollsplitt? Unfassbar! Die Mist-Reifen grippen einfach immer.
Ok.
Einen einzigen Rutscher hatte ich bis jetzt. „Jetzt“ sind ca. 2.200Km.
Nehme halt inzwischen -voller Selbstvertrauen- die Kurven nicht mehr im HO, um das Bike möglichst gerade zu halten, nee, nehme das Bike immer weiter mit runter.
Yep. Das geht. Und wie das geht.
Aber i.wann sind dann Temps zw. 8 und 12° a weng ungnädig. -Aber so what. Der Rutscher war im Grunde kaum wahrnehmbar. Hab ihn der Vollständigkeit halber erwähnt. Alles easy. Völlig unkritisch.
Bin am überlegen die Reifen auch dem Hauptbike zu spendieren.
Wobei.
Hauptbike? Ich bin im Moment total süchtig dat SB durch Dreck und Schotter zu jagen ![]()
Hätte never ever gedacht, was das für‘n Spaß mächt.
4,2 - 4,3/100km sind rund 0,5 L weniger als mit der 8S -bei gemeinsamer gemütlicher Herbstausfahrt (⌀ 58km/h).
Durch das Sattel ca. 30mm nach oben pimpen komme ich ca.250Km bevor mir der Arsch schmerzt.
Beim Rangieren im Hof merkste einfach jedes der 40 Kilos, die dat SB weniger als die 8S wiegt. Und der Lenkeinschlag ist auch noch ne Ecke größer. Angaben zum exakten Wendekreis hab aber ich nur fürn Krebs 😂
Also alles in allem, das Teil taugt mir totaaal.