Motor rasselt nach Warmstart - Vitpilen 701 (2018)

  • Ein Auto Öl in Motorräder zu füllen ist wirklich frech...

    Nein, es ist dummes Zeug.


    Und es bleibt dummes Zeug auch wenn der Kollege damit keine Probleme bekommen hat.


    Er wird keinem, der seinen Tipp ausprobiert, einen neues Kupplungspaket bezahlen wenn dadurch Kupplungsrutschen ausgelöst wird.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • ...Und es bleibt dummes Zeug auch wenn der Kollege damit keine Probleme bekommen hat.

    Die Frage die ich mir halt auch stelle....

    Warum habe ich damit keine Probleme? Weder in der Duke, noch in der ADV, noch in der SX?!

    Und die SX wurde sicher nicht geschont mit einem 100kg-Fahrer auf einer Sandstrecke. Ich rolle eben nicht nur rum damit.... :Daumen hoch:

    Einfach zu schreiben das es dummes Zeug ist find ich jetzt nicht so aufschlussreich.

    Mehr Information dazu wäre nett.

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

  • Die Frage die ich mir halt auch stelle....

    Warum habe ich damit keine Probleme? Weder in der Duke, noch in der ADV, noch in der SX?!

    Und die SX wurde sicher nicht geschont mit einem 100kg-Fahrer auf einer Sandstrecke. Ich rolle eben nicht nur rum damit.... :Daumen hoch:

    Einfach zu schreiben das es dummes Zeug ist find ich jetzt nicht so aufschlussreich.

    Mehr Information dazu wäre nett.

    Darüber zu diskutieren finde ich müßig. Gut, wenn es bei dir funktioniert, aber davon eine Empfehlung abzuleiten finde ich sehr gewagt. Es ist in diesem wichtigen Teilbereich eben nicht getestet (JASO MA oder MA2). D.h. die Reibwerte, die für eine Nasskupplung notwendig sind (Reibwert: MA2 > MA) werden nicht überprüft. Das Risiko einer rutschenden Kupplung ist also stark erhöht. PKW Öle werden normalerweise nicht nach JASO getestet.

    Auch wird bei PKW-Ölen oft das Gegenteil von dem versucht zu erreichen, was man bei Motorradölen erreichen will: Der Reibwert wird durch Reibwertmodifizierer herabgesetzt, um den Spritverbrauch zu senken. Also wird genau das gemacht, was für Nasskupplungen schlecht ist.


    pasted-from-clipboard.png


    Konkret hat das Öl folgende Freigaben:
    pasted-from-clipboard.png

    Das gibt es z.B. auch vollsynthetisch ???

    Das "Racing" ist vollsynthetisch, genau.

  • Der Reibwertminderer ist ja in der Regel das MO im Öl.

    Das dem Öl beigemischten Molybdänsulfit setzt sich an metallischen Oberflächen ab, schont, erhöht die Gleitfähigkeit und bietet bessere Notlaufeigenschaften.

    Wurde bereits vor rund 10 Jahren kritisiert, (z.B. von BMW-Motorrad) da es Beschichtungen im Motor angreifen können soll....

    Da ging der Trend dann wieder rückwärts.


    Eine aufgeschnappte Behauptung:

    Bei organischen Kupplungsbelägen egal, Sinterkupplungsbeläge (weil metallisch) mögen das nicht. Die setzen sich zu mit MO und rutschen.

    Wenn man darauf achtet das wenig MO im Öl ist, kann man durchaus ein vollsynthetisches Motoröl nutzen.


    Das Ravenol Motorradöl hat einen höheren MO-Wert als das Shell Helix Ultra fürs Auto.

    Siehe Anhänge...


    Ihr dürft das alles gerne anzweifeln, widerlegen, ich wollte nur meine Erfahrung mitteilen.

    Die ist halt positiv mit dem günstigen Shell-Öl und hier konnte ich das vielleicht plausibel belegen.

    Außerdem kippe ich mir keine bis zum Sanktnimmerleinstag gespreizten Öle ins Moped.

    Ich fahre erst ab 10° Grad Außentemperatur, da reicht sogar ein Sommer-Öl (Einbereichs-Öl). Wäre egtl. optimal.

    Aber das führe hier zu weit....

    Ölverbrauch wird durch das "dickere" Öl auch minimiert und mechanisch wird der Motor auch wesentlich ruhiger.

    Probiert es einfach aus, wenn nicht auch gut.


    Auch ein hydraulischer Steuerkettenspanner funktioniert durchaus anders mit dickerem Öl. Wenn man vorher das dünnere Öl rausdrückt, da es dort ein Sacklochsystem ist und keinen Durchflusssystem geben kann. Sollte man das tun wollen, vorbefüllen des Spanners nicht vergessen, sonst rappelt das erst mal richtig. :grins:



    Ölprobe Ravenol 15W50.jpgÖlprobe Shell Helix 10W60.jpeg

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

    2 Mal editiert, zuletzt von Jott Eff ()

  • Vielleicht kann ein Moderator einen thread nur für ölanalysen machen.

    Und die vorhandenen da schon mit reinpacken.

    So geht das wieder alles durcheinander.

  • Das Shell Rotella T6, als reines Dieselöl, ist beispielsweise sogar nach Jaso MA2 spezifiziert!

    https://shop.sclubricants.com/pub/media/pds/shell/Shell-Rotella-T6-5W-40-datasheet.pdf


    Gleiches gilt auch für das MANNOL 4-Takt Plus 10W-40:
    https://www.mannol.de/create-pdf/285/de


    Das Problem wird hier wohl eher sein, ein Öl 10W-50/60 zu finden...



    Hier noch was Interessantes:
    https://docs.google.com/spread…IE/edit?pli=1&gid=0#gid=0

  • Mir ist es besonders wichtig ein temperaturstabiles Öl zu haben, das eben nicht so schnell verbrennt.

    Gerade beim KTM V2 geht's da recht ordentlich zu im Temperaturgefüge, daher am liebsten bis 60 hoch.


    Das hier von Motul hatte ich mal, ist mir schlicht zu teuer und kam mir gar nicht so gut vor.




    Ölprobe Motul 300V Factory.jpg


    Wie gesagt, alles nur subjektiv soll jeder machen wie er denkt...Hauptsache genug Öl im Motor.

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

  • Temperaturstabil ist das eine, aber: Wie lange bleibt das bei 690er so? Genau darum geht es doch zumindest in Bezug auf das Geklappere beim Warmstart.

    Will man den Werbetexten Glauben schenken, so hat Ravenol mit dem "Racing 4-T Motobike SAE 10W-60" ein besonders langzeitstabiles Öl auf den Markt gebracht. Eine Ölanalyse nach beispielsweie 5000km habe ich aber leider nirgendwo gefunden.
    Preislich ist es mit 70€/4L jedenfalls echt extrem.

  • Das 300V von Motul ist ein reines Wettbewerbsöl. Sprich: Wechsel nach jedem Rennen. Dafür ist es konzipiert.

    Die Off-Road Variante ist in Hinblick auf Ölverdünnung durch Blowby im Schubbetrieb optimiert.


    Das kann man im Alltag durchaus einsetzen. Dann aber nach 3.000 bis spätestens 5.000 km erneuern.


    Wir haben das Öl in unsere 690 Duke R von 2017 bis 2024 über 40.000 km im Einsatz gehabt.


    Späne im Sieb und Magneten gleich null, Zero, niente, 0.

    Normaler Abrieb von der Kupplung war immer am Magneten.


    Das Öl als Altöl kamm immer vergleichsweise klar aus dem Motor.


    Meiner Meinung nach ein absolutes Top-Öl

    Für den 690er Motor. Und bei 1.6 Liter Wechselmenge ist ein Mimimi über den Preis nicht ernstzunehmen.


    :prost:


    PS.

    Nach Montage des Update Kettenspanner war das Kaltstartklappern eliminiert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Die Alternative 7100 wurde hier doch auch schon diskutiert. Das Thema finde ich gerade leider nicht. Es ging um die Nutzung des 300V auf Langstrecke (Reise).

    Fazit war, aus der Erinnerung raus: Geht ohne Probleme auch mit dem 300V.


    Siehst Du irgendwelche Nachteile beim 7100 ggü. dem 300V?


    PS.

    Nach Montage des Update Kettenspanner war das Kaltstartklappern eliminiert.

    Bei mir leider nicht. Es war ja schon von Werk aus der "neue" drin, den ich auf gut Glück ersetzt hab.
    Wenn das Öl frisch ist, klappert nichts, wenns aber ein paar tausend km gelaufen ist, klapperts wenn es heiß ist beim Motorstart (manchmal). Da war insbesondere letztes Jahr im Balkan bei 36-42°C echt extrem.


    Ganz ehrlich: So ein Gewese hab ich noch nie wegen Öl gemacht. Motorschäden bisher: 0.

    Aber dermaßen nervig geklappert hats auch noch nie.

  • Den verweis auf einen Ölthread in der nachbarkneipe gab es in #35 schon...

    Dort war 7100 schon dran gewesen und es wird gerade Liqui Moly 10W 60 diskutiert...

  • Wenn mir schon mal wieder beim Ölthema sind, bei meiner alten 690er Enduro war 10W-60 empfohlen (Ölhersteller ist meiner Meinung nach 2. Rangig). Bei der neuen nur noch 10W-50 was ja allgemein etwas weniger Temperaturstabil ist. Welchen Grund könnte das haben? :denk:

  • Das hat nix mit Temperaturstabilität zu tun, sondern mit der Auslegung der Ölversorgung.

    Seit dem Euro 4 Kopf wird 10W-50 genommen.

    Ein 10W-60 was nur weiter eingedickt ist, ist nicht stabiler, im Gegenteil.


    (Ölhersteller ist meiner Meinung nach 2. Rangig).

    Dem ist nicht so. Kann man selbst erfahren oder man muss es glauben.

    All time good fart, and right is the gas!:driften:

  • Stark vereinfacht…..

    Die Viskosität (salopp gesprochen Zähflüssigkeit) ist bei einem 60er Öl eben stärker und das verhält sich bei hohen Temperaturen stabiler. Es wird nicht zu dünn und schmiert dann halt noch besser. Als Öl, das quasi wasserähnlich viskos wird unter Hitze.

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

  • Jetzt kommste bestimmt mit der Scherstabilität ums Eck…. Stabilität kann auch synomym haltbarer, belastbarer, etc. Schmierfilm meinen.

    „Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

  • Haltbarer wirds von mehr Viskositätsverbesserern nicht.

    Die Qualität derer ist entscheidend und die des Grundöls.

    All time good fart, and right is the gas!:driften: