Bremssattelschraube Gewinde ausgerissen

  • Beim Wechsel der Bremsbeläge vorne hat sich leider ein Gewinde verabschiedet... :zorn: :teuflisch:

    ( Trotz Drehmomentschlüssel)


    Wer hat schon mal ein Gewinde Rep. Satz verwendet, z. B. von Helicoil und kann dazu ein bißchen was erklären?


    Kann man auch andere Anbieter empfehlen, oder eher nicht? :denk:


    Gruß

    Markus

  • Ich verwende die von helicoil. Andere hab ich noch nicht probiert…

    Was genau soll man da erklären?

    Bedienungsanleitung liegt eh bei bzw. YouTube Video suchen

  • Gab vor mich allzu langer Zeit einen Fred hierzu im Technikbereich.




    Ich habe bislang meistens auf Helicoil zurückgegriffen, bislang mit positiven Erfahrungen.

  • Time Sert von Würth ist die bessere Alternative.


    Wichtig ist die Bohrung exakt zu führen.

    Da es um die Bremse geht ist das nichts für freihändig mit dem Akku Bohrer.


    Mein Tip:

    Gabelhom ausbauen und zum Fahrwerksfachbetrieb geben.

    Die haben sowas schon mal gemacht.

    Und es kostet kein Vermögen.

    Auch ein Time Sert Set ist nicht umsonst.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Ich habe auch das "durch", mit Helicoil funktioniert problemlos.


    Und ohne Diskussion anzufangen, aus meiner Erfahrung, die Bremssattelschrauben nicht mit Loctite kleben, es hält auch ohne!

  • Zur Info:

    Bei Ducati werden die gleichen Bremssättel mit den gleichen Schrauben im Gabelfuß mit Fett eingesetzt.

    Ohne Drahtsicherung, die auch nicht von jedem beherrscht wird.


    Wenn nach der Demontage die Reste der Schraubensicherung von den Bolzen und Sacklöchern nicht entfernt werden und alles mit neuer Schraubensicherung wieder zusammengeklebt wird geht das irgendwann nach hinten los.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Hallo ,

    die Helicoil-Spiralfedern können ordentliche schmale Stahlbuchsen bei weitem nicht das Wasser reichen , da sie auch gerne im laufe der Zeit ihre Lage verändern !

    Die Stahlbuchsen würde ich mit Loctite einkleben .

    Wer zum Aufbohren an eine Akkubohrmaschine denkt , begeht einen großen Fehler - da euch diese im weichen Material verläuft und nachher nichts mehr stimmt !

    Wer Klever ist benützt eine ordentliche Ständerbohrmaschine oder läßt sich die Buchsen von einem Fachbetrieb einsetzen .

    Gruß Kurt

  • Super, danke für die Tipps! :Daumen hoch:  :sensationell:


    Loctite habe ich schon lange nicht mehr verwendet. Das Originalzeugs ab Werk war so derart ausgehärtet, daß ich darauf verzichtet habe.

    Ich hatte neue Schrauben bestellt und Löcher für den Sicherungsdraht gebohrt.

    Fast 10 Jahre ging das jetzt gut, geschmiert mit keramischer Hochtemperaturpaste, weil ganz ohne Schmierung wollte ich das dann nicht probieren.( Loctite schmiert ja auch ).


    Warum ein Geweinde jetzt kaputt ist, keine Ahnung... :staun:


    Ich schaue ob ich einen Fachbetrieb finde ( habe keine Ständerbohrmaschine ), freihändig ist mir das dann doch zu heikel. :teuflisch:


    Gruß

    Markus

  • Ach ja, Ersatzteile gibt es keine mehr, weder komplette Gabeln noch den Gabelfuß einzeln.


    Fahrwerksbetriebe habe ich bisher 2 angefragt, einer sagte nein, machen wir nicht. Der andere..."dauert mindestens 8 Wochen...muß die Gabel dafür zu jemand anderem schicken...der Gabelfuß muß dafür ab...das ist halt aufwändig..." :denk: und teuer!


    Gebrauchte Gabeln gibt´s auch keine mehr, leider.


    Mal sehen, vielleicht finde ich doch noch jemanden der das reparieren kann.


    Gruß

    Markus

  • Motoreninstandsetzer, Landmaschienenwartung. Da würde ich mal hinfahren und vor Ort mit Bildern anfragen.


    Dir wird bestimmt schnell geholfen werden.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Hallo ,

    vom Arbeitsaufwand ist es doch überschaubar !

    Vorderrad ausbauen , Gabelklemmung öffnen , Gabelholmen ziehen - das Teil dann zur Reparatur bringen und danach in umgekehrter Folge wieder Zusammenschrauben .

    Die hierfür benötigten Anzugswerte (Drehmomente) stehen bei dir normalerweise in deinem Handbuch .

    Den am Holm hängenden Gabelfuß kann dir fast jede Werkstatt ausbüchsen !

    Wenn du es selber ohne Ständerbohrmaschine versuchst verrutscht dir die Akkubohrmaschine im weichen Metall eh du dich versiehst .


    Gruß Kurt

  • Für mich ist das auch kein Problem, der Gabelholm ist schon ausgebaut.


    Um das Einspannen zu vereinfachen könnte ich ihn noch zerlegen, daß am Ende nur Innenrohr und Gabelfuß übrig sind.

    ( Habe das für den kompletten Gabelservice auch schon gemacht ).


    Den "enormen Arbeitsaufwand" nannte eine bekannte Fahrwerksfirma, wobei ich das nicht so ganz nachvollziehen konnte.

    Ich denke das sollte auch mit montiertem Gabelfuß gehen. Das wichtigste scheint das präzise Bohren des Kernlochs und das Schneiden des Gewindes zu sein, deshalb die Standbohrmaschine und ein Schraubstock.


    Kondos Gute Idee, Landmaschinenwartung wäre noch was... :Daumen hoch: so was gibt´s hier in der Gegend. Mal sehen...


    Gruß

    Markus

  • Na je kleiner das Teil ist desto einfacher lässt es sich einspannen dass es sich nicht bewegt. Ich würde auch den Fuß demontieren. Zumindest aber das Innenrohr dann unterbauen/stützen, dass es nicht den Fuß im Schraubstock dreht.

    "Runde Scheinwerfer sind immer falsch" :prost:

  • Hallo ,

    mit dem guten Gewinde kann man doch das Ganze in eine Befestigung schrauben , um danach mit der Ständerbohrmaschine ein sauberes Loch bohren , Gewinde einschneiden und Buchse setzen .

    Danach mit dem jetzt guten Gewinde ............. und anderes Gewinde ausbüchsen !

  • Habe ganz vergessen zu berichten wie es weiterging... :zwinker:


    Die Suche nach Fachbetrieben die das machen können war erstaunlicherweise ernüchternd. Es war niemand zu finden. :traurig:


    Vielleicht lag es auch am Gewinde bei dem mit relativ hohem Drehmoment festgezogen werden muß, außerdem ist die Bremse auch ein heikles Bauteil. Bei einem M6 Gewinde mit 10 bis 15 Nm wäre das vermutlich anders gewesen...meine Vermutung.


    Schlußendlich hat mir Stefan (Glaubnix) das Ganze mit selbst angefertigten Gewindehülsen die mit 2K Kleber eingeklebt wurden äußerst fachmännisch repariert. Vielen Dank dafür... :Daumen hoch: :respekt: :sensationell:

    Beim Anzugsdrehmoment habe ich mich bei Ducati ( gleicher Sattel und gleiche Gewindegröße) orientiert.


    38 Nm, gefettet mit MoS2.

  • Sehr cool. Sieht top aus - ich liebe ja solch ordentliche Arbeit :knie nieder:

    Gibt es Tipps, wie damit umzugehen ist, wenn der Vorbesitzer Loctite verwendet hat und Reste im Gewinde sitzen?

    Also irgendwie "reinigen" oder ohne weitermachen und hoffen, dass es sich nicht rund dreht?

  • Mit einem Gewindeschneider (mitlerer) die Reste lösen und dann ausblasen.


    Die Bolzen bekommt man mit einer Gewindefeile sauber.


    Wenn man das nicht macht und immer wieder neu mit Schraubensicherung einsetzt ruiniert man das Gewinde garantiert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Gewindeschneider und -feile. Gute Idee und logisch - hätte ich auch selbst drauf kommen können. Sry, Danke :grins:


    Ja, neu mit Schraubensicherung sowieso nicht. Habe nur beim letzten Mal gesehen, dass noch Reste von Loctite raus krümeln... Und den Kram will ich dann auch noch ordentlich raus holen.