2019er 1290 SAR Einlassventile zerstört - Motortausch?

  • Ich bin kein Mechaniker aber kann man die teile nicht ausbauen und einfach spülen sodass der Sand wieder rauskommt?

    Klar geht das, aber du musst ALLe TEILE ausbauen, den Motor also komplett

    zerlegen, dann kannst du mit Spülen anfangen, dann alle Teile prüfen, ob sich das lohnt??

    In Eigenregie ja....

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

    Fz1 Fazer (2006)


    :Kürbis: CLICK HERE to see my beast (2016) :grins: or CLICK HERE to see my Fazer (2006) :grins:


  • Klar geht das, aber du musst ALLe TEILE ausbauen, den Motor also komplett

    zerlegen, dann kannst du mit Spülen anfangen, dann alle Teile prüfen, ob sich das lohnt??

    In Eigenregie ja....

    So wie das aussieht ist nicht der aktuell vorhandene Sand das Problem sondern das, was der Sand angerichtet hat.


    Das kann man spülen, der einzige Effekt ist aber, dass man die Auswirkungen dann noch besser sieht. Spätestens bei der Zylinderwand bedeutet die kleinste Beschädigung das wirtschaftlich vertretbare Ende des Motors.


    Klar könnten es auch nur Ablagerungen am Ventilsitz sein, wenn dem so sein sollte, sollte man an dem Tag auch unbedingt Lotto spielen.

  • Grüße aus Südfrankreich!


    Nach 5 Jahren und 10 Monaten voller Fahrspaß und 141.000 km hat der Motor meiner 2019er Super Adventure R aufgrund von Sand im Ansaugtrakt den Geist aufgegeben. Die Einlassventile sind zerstört und in keinem der Zylinder ist mehr Kompression vorhanden.

    Jetzt mal ernsthaft:


    Kann man bei dieser Zustandsbeschreibung und profunden Fachwissen ernsthaft zu einer "Spülung" raten?

    Was soll das bringen?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Also Leute, soo schlimm ist das doch gar nicht. Früher war das bei Enduros an der Tagesordnung.

    Was auf jeden Fall gemacht werden muss ist die Köpfe abzubauen.

    Und dann kann man alles prüfen, ohne gleich das Schlimmste an die Wand zu malen.

    Hier ist wie ICH vorgehen würde ( und warum) wenn das mein Motor wäre:
    - Köpfe abbauen
    - Öl ablassen und kontrollieren, inclusive Ölfilter und Siebe (hatte der Motor noch Öldruck?)
    - Zylinderlaufbahnen kontrollieren (wenn verschlissen, was ich nicht glaube, denn der Sand wird dort nicht mit Druck auf der Wand bewegt) einen Fachbetrieb finden, der einen Übermasskolben einbaut (sprich aufbohrt).
    - Ventile kontrollieren. Ich glaube eher dass die verbrannt sind, weil sich auf der Dichtfläche Dreck angesammelt hat durch den Sand (der wird da praktisch festgehämmert und dadurch schliessen sie nicht mehr richtig und verbrennen dann). Wenn verschlissen neue Ventile rein und Ventilsitze nachfräsen oder austauschen.
    Und den Rest natürlich peinlich sauber machen. Aber sonst muss da eigentlich nichts auseinandergebaut werden.

    Wie gesagt, so würde ich vorgehen, wenn es mein Motor wäre, auch aufgrund der Laufleistung. Wenn der Motor ganz auseinanander gebaut wird, dann würde ich ihn auch noch schnell neu lagern.

  • Aus einer großen Menge Staub wird Sand. Was wir auf den Fotos vom TE sehen (nach nur 6000km) ist mit Luftfilteröl gebundener

    Staub. Das, was wir nicht sehen, ist der Staub der sich z.B. durch die Kurbelgehäusebelüftung einen Weg ins Innere verschafft hat.

    deshalb bleibe ich bei meinem # 21...

    n.m.M

    Gruß Klaus :winke: :wheelie:
    1290 SDR SE (2016)

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  • Jetzt mal ernsthaft:


    Kann man bei dieser Zustandsbeschreibung und profunden Fachwissen ernsthaft zu einer "Spülung" raten?

    Was soll das bringen?

    Mir scheint es offensichtlich, dass Einlassventile, Kolben und Zylinderlaufbuchsen ohne weiteres entsorgt werden sollten. Die Frage ist dann: Ist es wirtschaftlicher, bei einem Motor mit 141.000 km Laufleistung Zylinderköpfe, Kolben, Zylinderlaufbuchsen, Pleuellager und sogar die Steuerketten zu ersetzen, oder ist es sinnvoller, alles zu verschrotten und stattdessen einen kompletten gebrauchten Motortausch zu versuchen?

  • Schau doch erstmal was wirklich verschlissen ist. Und entscheide dann.

    Aber wenn du all das was du oben beschreibst tauschen willst, macht meines Erachtens nach ein Tauschmotor mehr Sinn.

    Mir scheint es offensichtlich, dass Einlassventile, Kolben und Zylinderlaufbuchsen ohne weiteres entsorgt werden sollten. Die Frage ist dann: Ist es wirtschaftlicher, bei einem Motor mit 141.000 km Laufleistung Zylinderköpfe, Kolben, Zylinderlaufbuchsen, Pleuellager und sogar die Steuerketten zu ersetzen, oder ist es sinnvoller, alles zu verschrotten und stattdessen einen kompletten gebrauchten Motortausch zu versuchen?

  • Das ist davon abhängig was man mit dem Motorrad noch vor hat und wieviel man bereit ist zu investieren.


    Eine Komplettüberholung mit Neuteilen ( wenn alles verfügbar ist!) kommt bestimmt zwischen 4.000 - 5.000 € wenn man es machen lässt. Teile alleine 1.500 - 2.000 €


    Einen gebrauchter Motor liegt je nach Zustand zwischen 1.500 und 2.500 €

    Wenn man einen bekommt.


    Ist das wirtschaftlich nach der Laufleistung?

    Für mich wäre es das nicht.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Martin von MCE Performance in Österreich war sehr freundlich; er hat umgehend auf meine Anfrage reagiert und mir Folgendes geschrieben:

    "Ich denke es wäre eventuell am Besten, wenn du nach dem Kauf eines Superduke R (2017-2022) Motors einfach die Nockenwellen aus deinem Adventure R Motor verbaust.

    Nach dem Kauf eines gebrauchten Motors, ist es ohnehin ratsam das Ventilspiel einzustellen, wenn der Motor noch ausgebaut ist.

    Von daher kann man in diesem Zug auch gleich die Adventure Nockenwellen verbauen.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass die Rottweiler Airbox schlecht für die Leistung, Abstimmung des Motors sowie für die Haltbarkeit ist."

    Mehr zum Unterschied zwischen SDR und ADV Motor hat er nicht gesagt? Muss sonst noch was angelernt oder sonst wie getauscht werden? Falls nicht, ganz ehrlich, bin ich bei Kondos und würde mir einen gebrauchten Motor einbauen. Was willst du bei der Laufleistung aus deinem Motor noch rausholen? Dann lieber was gut gebrauchtes mit deutlich weniger km auf dem Buckel einbauen. Falls du keinen ADV Motor bekommst, dann nimm halt den SDR Motor und hau da die NW rein wie Martin geschrieben hat. Einfacher wird es nicht, wirtschaftlicher auch nicht.

    Grüße
    André :wheelie:


  • - Zylinderlaufbahnen kontrollieren (wenn verschlissen, was ich nicht glaube, denn der Sand wird dort nicht mit Druck auf der Wand bewegt) einen Fachbetrieb finden, der einen Übermasskolben einbaut (sprich aufbohrt).

    Das Gehäuse aufbohren.


    Und dann noch einen Übermaßkolben finden.


    Ich wünsche viel Spaß.

  • Das Gehäuse aufbohren.


    Und dann noch einen Übermaßkolben finden.


    Ich wünsche viel Spaß.

    Ich verstehe deinen Einwand nicht. Das ist übliche Vorgehensweise.
    Den Übermasskolben gibt es als original Ersatzteil von KTM.

    Den Zylinder kann man aufbohren, oder neu beschichten, usw...je nachdem was nötig ist.

    Vielleicht kennst du die Videos von Pirate Racing? Die machen das auch öfters...wie gesagt, ist die übliche Vorgehensweise im Motorenbau

  • Den Übermasskolben gibt es als original Ersatzteil von KTM.

    Den Zylinder kann man aufbohren, oder neu beschichten, usw...je nachdem was nötig ist.

    Dem ist nichts hinzuzufügen. :Daumen hoch:

  • Schaut erst nach ob die Verfügbarkeit gegeben ist. Zurzeit für solche Teile sehr eingeschränkt.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Ist laut KTM verfügbar. Hatte eben extra nachgeschaut bevor ich hier wieder gesteinigt werde 😂

    Aber wie gesagt, erstmal einfach nachschauen wie der Zylinder aussieht. Ich hatte vor ner Weile meinen 950er aufgemacht und war extrem überrascht wie gut die Innereien noch aussehen nach ca. 70.000 Km. Praktisch neuwertig. Und das kann durchaus auch bei 140.000 so sein...

  • Nico schreibt ja das er nicht gerade flüssig ist, sonst hätte er sich ein neues bike geholt.

    Dann bleiben nur noch zwei Optionen übrig.

    Entweder nen neuer Motor oder zerlegen, saubermachen und erneuern.

    Vielleicht hat er ja Glück und es ist nicht soviel kaputt gegangen.

    Viel Glück und Toi Toi Toi :Daumen hoch:


    Noch eins

    Hab hier im Forum gelesen das die Motoren ziemlich langlebig sind bzw. Sie halten mehr aus als das was sie müssen.

    Vielleicht ist es ja bei Deinem auch so

    :guckst du hier: :titten: :titten: :titten: :sensationell: :titten: :titten: :titten: :alter schwede: :titten: :titten: :titten: :der Hammer: :titten: :titten: :titten:

  • Ich hatte vor ner Weile meinen 950er aufgemacht und war extrem überrascht wie gut die Innereien noch aussehen nach ca. 70.000 Km. Praktisch neuwertig. Und das kann durchaus auch bei 140.000 so sein...

    Die beiden Motoren kann man nicht miteinander vergleichen. ...verschiedene Baujahre und Qualität. Paulchen und Inspektor Clouseau sind auch keine Freunde. :nein:

  • Naja, ein wenig kann man die schon vergleichen. Aber halt nicht komplett. Mein 950er ist noch von 2004, da war noch nicht alles auskonstruiert. Der 1290er ist da in vielerlei Hinsicht schon besser (Ölpumpen, Steuerkettenspanner,...)
    Aber ich wollte auch eigentlich nur sagen, dass nur weil ein Motor schon viele km drauf hat er nicht unbedingt verschlissen sein muss.

  • Der 1290er ist da in vielerlei Hinsicht schon besser (Ölpumpen, Steuerkettenspanner,...)

    Das sehe ich mittlerweile und seit längerem anders... Aber darum geht es hier ja nicht. Ich würde an deiner Stelle den gesamten Motor zerlegen und erstmal den derzeitigen Zustand für weitere Schritte in Betracht ziehen. (Lagerbild beachten!)

  • Das sehe ich mittlerweile und seit längerem anders... Aber darum geht es hier ja nicht. Ich würde an deiner Stelle den gesamten Motor zerlegen und erstmal den derzeitigen Zustand für weitere Schritte in Betracht ziehen. (Lagerbild beachten!)

    Meintest du mich oder den Themenstarter hier, bezüglich den gesamten Motor erstmal zerlegen usw...? Ich hab meinen schon vor ner ganzen Weile auseinandergebaut. Darum konnte ich das ja auch sagen.


    Bezüglich der insgesamten Qualität von KTM stimme ich dir aber zu.