Hallo,
ich habe mir eine KTM Super Duke R aus 2014 mit Motorschaden gekauft. Laufleistung 28 tkm. Laut Verkäufer und Werkstattmeister keine Kompression auf dem hinteren Zylinder, Riefen im Zylinder, ..
Den Motor habe ich bereits ausgebaut und teilzerlegt.
Der Schaden stellt sich für mich wie folgt dar: untere Teller der Ventilfeder gebrochen. Bruchstücke haben das Ventil und Nockenwelle schwergängig laufen lassen. Nocke der Nockenwelle total abgeschliffen. Kippelhebel eingeschliffen. Einlassventil aufgesetzt und ausgebrochen.
Ich habe nun Ersatzteile besorgt und habe nun beide Zylinder erneuert. Zylinderkopf erneuert und Ventile eingestellt.
Nun zum Problem:
Als ich die Ventile eingestellt hatte und Kettenspanner nach Anleitung WHB/Reparaturanleitung, wollte ich den Motor mit der Hand durchdrehen.
Bis zum Zeitpunkt, wenn die Nocken die Ventile spannen, ist noch alles in Ordnung. Die Steuerkette wird gespannt.
Wenn die Ventile über die Endposition laufen und von der Nocke entspannt werden, dann geschieht das schlagartig. Die Steuerkette wirde entspannt und plötzlich steigt die Kette auf und die Kette springt trotz Höhenanschlag über. Betrifft beide Zylinder. Steuerkette steigt bei zu hoher Entlastung nach oben und springt dann über. Ich würde mich nie trauen, den Motor so anzulassen und auf Öldruck zu hoffen.
Selbst wenn ich die Kettenspanner mit frischen Öl betanke, fahren sie um 50-60% zur ca. 3.Rastung zurück und spannen die Steuerkette nicht mehr.
Den Kettenspanner nach WHB zurückgesetzt und im eingebauten Zustand gelöst. Nach wenigen Umdrehungen ist erneut die Kette unzureichenden gespannt.
Kann mir einer bei meinem Problem helfen?
Sind Spann- und Führungsschiene verschlissen? (Ich wollte den Motor nicht gänzlich zerlegen.)
Besten Dank für Eure Tipps
Schraubix aus München