Richtiges Einfahren einer neuen KTM

  • Empfehlung von Händlern an mich bei Neu- als auch Vorführfahrzeugen:


    Auto - "egal ob Benziner oder Diesel, einfahren ist ne überholte Ansicht" -- reinsetzen u fahren
    Motorrad - draufsetzen u fahren


    Hat noch keinem meiner Fahrzeuge geschadet, zumal ich beim Vorführer ja auch nicht weiß, wie die Probefahrten abgelaufen sind (zB meine Duke hatte 1.800km beim Kauf u jetzt 22.800km weg - ohne außerplanmäßige Problemchen oder Ausfälle).


    Ansonsten: Wartungstermine einhalten u gut ist


    So sollte es im Idealfall aussehen :ja:

    Ob ich in den Himmel oder die Hölle komme ist mir egal - ich hab auf beiden Seiten Freunde! :peace:

  • Das Vollsynthetisches Öl den Einlaufvorgang behindert ist ein Märchen, dass sich hartnäckig hält.


    Hey steve, mein Freund, kannst Du das in irgendeiner Weise erklären, woher hast Du da deine Erkenntnis?


    Gruss
    hitch

    Dirty deeds :wheelie: , done dirt cheap :peace::teuflisch:

  • Keine Ahnung wo ich anfangen soll.Ich hatte immer alte Böcke,ich bin halt arm.

  • Na ja, die Motoren die ich bis jetzt revidiert habe, sind alle auf der Piste gestorben.
    Hauptsächlich Getriebeschäden, oder abgerissene Ventile/Kopf/Kolben/Pleuel im Anschluss auch Fratze.
    Meistens haben die Motoren so zwischen 15000-20000km drauf.


    Einen Motor der nur auf der Straße bewegt worden ist, habe ich defekt noch nicht gesehen.....es sei es ist eine BMW, da gibs viele Schäden, die einfach heruntergespielt werden.


    Ich halte die Motomen-Methode für Perfekt, vorallem die frühen Ölwechsel.
    Bei 70km kommen extrem viele Späne raus, beim zweiten wechsel auch und bei 1000km so gut wie nix...muss aber jeder selbst wissen.
    Die normalen Vorgaben zum Einfahren von den Herstellern sind nur ein Witz, gleichzeitig wollen sie den Endverbraucher nicht überfordern, also hält er sich an das Märchen.


    Ist das ganze jemanden zu anstrengend, soll er einfach fahren, passt im normalen Leben locker.

  • Zitat

    Auf Grund der wunderbarenWetterlage wirds heuer eine ganz kurze halbe Saison :lol:


    Gott sei dank brauch ich die 350er nur 1 stunde einfahren :grins:

  • wer von euch hat schon selber Motoren revidiert? :rolleyes:


    Jo- aber nur olle Opel (CiH)
    Bei Grauguss Honung ticken die Uhren anders.....Alu-Kolben (Guss-K/Schmiede-K) brauchen verschiedenes Einbauspiel- viel höher als beim Motorrad (Alu-Zylinder beschichtet auf Schmiedekolben)
    Das Spiel/Schwingungen überträgt sich dann auf Pleuel u KW....die dann auch mehr Spiel brauchen usw,usw
    Das sowas funktioniert sieht man an den DOHC (LET) 200-400PS/2.0L
    Bei gefrickelten Motoren macht man bei unter 500 (biliges Öl) den ersten....
    Ab 5000 dann Feuer
    Aber sind hier im KTM Forum....und Bikes :rolleyes:

  • Zitat

    Hey steve, mein Freund, kannst Du das in irgendeiner Weise erklären, woher hast Du da deine Erkenntnis?


    Gruss
    hitch


    Hitch, mein alter :grins:


    zum einen arbeitet ein freund von mir bei der OMV im bereich der ölentwicklung und zum anderen gab es da schon tests die eindeutig widerlegt haben, dass volsynthetische öle so reibungsmindernd sind, dass es praktisch zu keinem oder stark verzögertem verschleiss kommt. die neigung dem öl wunderdinge zuzutrauen ist leider hoch. dabei gibt es in einem gesunden ottomotor mit ausnahme der kolben/ringe/zylinder und an einigen stellen des ventiltriebs keine reibstellen. viele wissen nicht mal wie ein klassisches pleuel oder hauptlagerin wirklichkeit funktioniert.
    selbst die besten öle verglichen mit billigsten haben nur marginal bessere schmierwirkung und das auch nur unter bestimmten bedingungen.
    ohne den von mir geposteten artikel nochmals zu lesen, ich glaube das steht dort auch drinnen.


    schöne grüße steve

  • Zitat

    wer von euch hat schon selber Motoren revidiert? :rolleyes:


    als mann vom fach kann ich dir sagen, dass ich gar nicht mehr weiss wie viele es insgesamt waren.... in den vergangenen 35 jahren... mein erster war ein zündapp zweitakter, das war 1977. das war noch technik die jede hausfrau bewältigen konnte. mein bisher schwierigster brocken war ein merlin flugzeugmotor, und natürlich pratt und whitney jettriebwerk gemeinsam mit den kollegen von der swissair im züricher engine shop. :grins:

  • @ steve
    Du rüttelst an einem Dogma.Mit teuren Schmierölen versuchen die Leute doch nur ihre Angst vor
    Motorschäden zu kultivieren.Hab Erbarmen mit ihnen.

  • Öl wird meiner Meinung nach ebenfalls komplett überbewertet :Daumen hoch: aber die Leute glauben bei einen Hobby halt alles.

  • Vielleicht postet synth mal wie die schraube bzw. der magnet nach 1000 und nach 2000 km ausgehsehen hat. Der motor läuft einwandfrei. solche späne bei zb honda würden ernsthaft grund zur sorge geben. nicht so bei KTM wo das eher normal ist.


    Sorry, hab's erst jetzt gesehen.


    1.000 km Service wurde bei punktgenau 1.000 km beim KTM Händler gemacht. Danach Supermoto-Training und Pannonia-Ring. Danach, bei knapp über 1.500 km habe ich wieder einen Öl- & Ölfilterwechsel durchgeführt. Von diesem Ölwechsel stammt das erste Foto.
    Die magnet. Ölablassschraube hat spektakulär ausgesehen, aber es ist alles in Ordnung. Wenn man das Zeug zwischen den Fingern verrieben hat, war nichts spürbares dabei. Also das war alles nur sehr feiner Abrieb. Auch nach Rücksprache mit dem KTM Händler. Das ist normal, auch nach dem 1.000er Service. Deswegen habe ich auch nach dem 1.000er Service das Motoröl öfter gewechselt, damit der ganze Abrieb aus dem Motor rauskommt.
    Jetzt habe ich irgendwas über 3.000 km drauf und vor'm Winter wieder das Öl gewechselt - da war's nur noch die Hälfte an Späne. Ersichtlich am zweiten Foto

  • den billigsten Gefallen den ich meinem Motorrad machen kann ist gutes Öl, was noch besser ist, ist ein Ölwechsel zwischendurch, ich wechsle alle 5'000 Km. Es ist auch für mich zur Kontrolle was da alles rumschwimmt, so konnte ich schon grössere Schäden vermeiden.

  • synth:


    Der Abrieb am Magneten sieht völlig normal, aber spektakulär, aus.
    Wie früher im Physikunterricht.
    Wenn das Zeug beim zerreiben zwischen den Fingern fein mehlig bleibt, ist das
    dann gar kein Problem.
    Natürlich wird das Zeug bei jedem Ölwechsel weniger, irgendwann ist dann Alles draussen.
    Interessant wird´s erst, wenn scharfkantige Späne, Nadeln vom Nadellager etc.
    am Magneten hängen.
    Je nach Material weißt Du dann, wo Du mit schrauben anfangen kannst...


    Gruß
    Christian

  • So eine Wissenschaft. Warum nicht einfach so einfahren wie es sich Zehntausende mal bewährt hat und in der Gebrauchsanweisung verewigt ist? Ganz früher war die gemeißelte Keilschrift noch was wert, bis ins letzte Jahrtausend wurde auch die Druckschrift in Gebrauchsanweisungen gewürdigt. Heute postet irgendein Motoman was im Netz und schon wird alles in Frage gestellt. :achtung ironie:


    Mal davon abgesehen, was sollen diese Kleinigkeiten in der "Einfahrtechnik" netto bringen? Ich meine gemessen daran dass verschiedene Dauertests der 2009er LC4-Motoren kaum eine Abweichung von den Sollwerten zeigen - nach immerhin 50000 km! Das ist doch schon mehr als :sensationell: Auch wenn's schwer fällt, die ersten 1000 km mit Einfahröl kann man doch mal ein bisschen gedrosselt fahren. Was danach kommt und ob man die Ölwechsel verdoppelt, hängt halt davon ab wie man die Kiste rannimmt.