1290 SDR neustes Opfer mit "rubbelnder" Vorderradbremse

  • Hallo,


    ich habe jetzt gut 500 km runter mit meiner 2016 SD-R.


    Ich habe zum Glück kein pulsieren beim bremsen.Das ist so gut wie immer ein Zeichen für verzogene Scheiben oder nicht exakt plan an der Felge befestigte Scheiben.
    Ein ein weiterer Grund können unterschiedliche Reibwerte auf der Scheibe sein durch Fett bzw. schlimmstenfalls Silikonfett was nichtmal verbrennt beim harten anbremsen , oder Legierungsunterschiede auf der Reibfläche (schlechtes Material) wie ich es bei einer anderen Maschine mal hatte.


    Es quitscht auch nichts bei mir.


    Beim schieben schleifen die Scheiben kaum und das Rad lässt sich aufgebockt auch leicht drehen.


    Soweit alles gut...



    Aber: Bei einer bestimmten immer gleichen Geschwindigkeit fangen die Scheiben beim bremsen das schwingen an.Sie "singen" dann richtig :weinen:


    Die Bremsleistung geht sofort spürbar zurück und es kitzelt bis in die Lenkerenden sprich in den Händen.Dies kam erst vor ca. 100 km als die Beläge komplett angelegen haben.


    Vielleicht verschwindet es wieder wenn alles richtig eingebremst ist.Die Hoffnung stirbt zuletzt.... :rolleyes:


    Ansonsten könnte man noch die antiquitsch Folie versuchen , denn so ein Aufschwingverhalten entsteht wenn mehrere Faktoren ganz dumm zusammen kommen.Wird ein Faktor nur leicht geändert,ist die Sache recht oft damit behoben.


    Wir werden sehen......




    Eine Frage an die anderen SD-R Fahrer.


    Meine Scheiben haben auf dem Trägerstern beide ein Radialspiel von über 1 mm.Heisst,ich kann die Scheibe auf dem Stern mit etwas Kraft hin und her drehen.Ist das bei den anderen evtl. älteren SD-R auch der fall,oder wurde hier etwas geändert ?


    Hatte das selbe bei meiner B-King.Nur da war es nicht an beiden Scheiben gleich und wurde auf Garantie getauscht.


    Das Problem ist halt , das mit jedem Bremsvorgang die Scheibe erneut in die "Nieten" einschlägt und sich das Spiel auf Dauer immer mehr vergrößert.....


    Kann man im Stand gut feststellen.Stück vorschieben und bremsen......dann Stück zurück und bremsen und wieder vor......usw.


    Dann macht es jedesmal "klack" wenn die Scheibe an den Nieten den Anschlag findet.



    Die Frage ist halt,ob das so gewollt ist ab Werk oder wieder ein neuer "Fehler" an der Bremseinheit ?






    Gruß Jörg

  • Moin moin, @scrad


    also ich habe genau das selbe Problem mit meiner Bremse wie Du beschreibst.


    Mein Haendler meinte ich solle erstmal alles ordentlich einfahren dann wuerde es passen. Wenn nicht wird es behoben.


    Bei den Floatern ist das Spiel normal, gib den Scheiben etwas Zeit und wenn das nicht hilft richte die Saettel neu aus, das reicht meist schon.


    Gruss :tröst:

    Einmal editiert, zuletzt von Healthmen ()

  • Ich werde auch erstmal abwarten.Die Sättel ausgerichtet habe ich schon zwei mal.....


    Vielleicht sollte man mal absichtlich eben nicht 100% korrekt ausrichten , wie es auch beim Fahrrad praktiziert wird um quitschende Bremsgummis zu vermeiden.
    Ich werds mal durchtesten.Einige Hersteller hatten/haben unter einem Kolben des Sattels ein Antiquitschblech , was auch eine nicht 100% exakte Ausrichtung der Beläge zur Scheibe provoziert.Geht natürlich immer nur um paar Hundertstel mm.



    Als die Floater vor ewigen Zeiten Einzug in die Bremstechnik hielten , tat man dies um sie axial beweglich zu machen , um die "Rubbelei" durch leichte Verzüge in den Griff zu kriegen.


    Über lange Zeit waren die immer nur axial zu bewegen und nicht zu verdrehen.


    Das hat sich halt in den letzten Jahren geändert.Axial sind die mehr oder weniger fest , und radial enorm beweglich.Schon rubbelt es wieder und quitschen tut es auch.


    Auch meine 950 er und 990 er SM und SMT hatten qiutschende Scheiben vorne :rolleyes:




    Naja , irgendwas denken sich die Bremstechniker bestimmt dabei............hoffe ich :grins:






    Gruß Jörg

  • So, da die ersten 1000km "erledigt" sind habe ich die SDR SE nun dem Händler gebracht um den ersten Service durchzuführen.


    Das Vorderrad wird einer "Spezialfirma" in der Schweiz geschickt die die Felge neu abdrehen.... sprich genauer wie das im Werk erledigt wurde.
    Dieses Vorgehen wurde durch meinen Händler oft angewendet (bereits 4 Mal alleine im Jahr 2016) und die Erfahrungen sind sehr gut - bin also guter Hoffung, dass es gut rauskommt.


    Ich fragte den Händler, ob denn eine Kulanzanfrage bei KTM gemacht wurde. Er teilte mit, dass dies bei diesem Problem nicht mehr nötig ist. Er als (grosser) Händler soll den Mangel beheben und
    mittels einer "Garantieanfrage" bei KTM die Kosten einfordern. :staun:


    Sprich, KTM will sich nicht mit dem Problem rumschlagen... sie zahlen lieber direkt :crazy:


    Gut mir soll es egal sein.... Hauptsache das Vibrieren/Rubbeln ist anschliessend wech....


    :wheelie:

  • Hallo Jörg,


    also meine Bremsscheiben lassen sich radial nicht verdrehen. Das wäre mir auch neu. Die Floater sollen sich doch nur axial verschieben.
    Gruß

    GET OUT OF MY WAY OR PAY THE PRICE!
    :wheelie:

  • Da muss ich meine Aussage etwas revidieren. Ich habe heute mal genauer nachgesehen. Die Bremsscheiben lassen sich tatsächlich radial ca. 1 mm drehen. Natürlich nur mit etwas Nachdruck, aber eindeutige verschiebbar. Wie gesagt, bei mir gibt es aber keine Probleme mit der Bremse. Da schleift und rubbelt nichts.

    GET OUT OF MY WAY OR PAY THE PRICE!
    :wheelie:

  • Radial meint ja eher nach oben und unten verschiebbar nicht verdrehabr und axial halt in Richting Radachse verschiebbar. Das sie sich etwas verdrehen lässt, muss ja sein, bei etwas Axalspiel. Ich glaube auch eher an die unsaubere Auflage an der Felge oder gabs hier schon mehr Erfolge mit überarbeiteten Bremskolben ? Bei meiner scheint's ganz kalt ok zu sein und je wärmer desto heftiger rubbelt sie. Bin mal gespannt was mein Händler bei der 1000 er sagt. Ich geb ihr noch die restlchen Einfahrkilomer , Ca. 500 und entfette vorher mal die Scheiben, kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass es daran liegt.

    Aprilia RSV 1000 R "Tuono" 06
    Aprilia RSV 1000 RR Factory 06
    KTM Superduke 1290 Special Edition

  • Muss ich doch mal schauen, was meine so macht, ob die auch axial fest ist und mal schauen wie das an meiner geliebten RSV1000RR aussieht. Habs offen gesagt noch nie ausprobiert. Aber ich geh eh davon aus, dass die axiale Verschiebbarkeit so ausgelegt ist, dass sie unter Bremslast funktioniert und möglicherweise dann überhaupt erst geht. Denn unter Nullast brauchst das Spiel ja nicht.

    Aprilia RSV 1000 R "Tuono" 06
    Aprilia RSV 1000 RR Factory 06
    KTM Superduke 1290 Special Edition

  • Aufgrund der vielen Beiträge zum Thema "Probleme mit der Vorderen Bremsanlage" , habe ich mir gestern mal die Sättel vorgenommen und bin zumindest was das Problem mit dem immer wieder bemängelten starken "schleifen und quietschen beim rangieren bzw. auch schleifen während der Fahrt" , sprich das Vorderrad läuft nach Wegnahme der Bremskranft nicht wirklich frei , fündig geworden.


    Zudem hatte ich gestern nach einer kurzen Regenfahrt plötzlich auch das Problem das es beim Schieben derbe schliff.



    Bei diesem Sattelaufbau werden die Beläge ja nicht durch eine Achse fixiert die man durchschiebt , wie es ansonsten oft der Fall ist und früher gang und gebe war , sondern der Sattel ist quasi die Negativform für das Bremssegment und dieses liegt recht passgenau darin.Hinzu kommt ein sehr starker Federclip , der für satte Vorspannung sorgt.


    Bei der Konstruktion mit "Achse" hat das Bremssegment recht wenig Kontakt zum Sattel.Eigentlich nur zwei kleine Punkte.Zum einen die Achse mit großer Tolleranz zum Loch im Segment,auf der anderen Seite meist die "Nase" wo es ich sag mal eingehakt wird.Variiert von Fall zu Fall , aber an sich ist der Aufbau recht oft so gegeben.


    Damit liegt das Segment sehr locker und schwimmend im Sattel und kann sich sofort nach Abbau des Bremsdrucks von der Scheibe "entfernen".Gerade beim fahren sorgen die Erschütterungen durchs Abrollen sofort für Freilauf,denn das Segment rappelt sich frei wenn die Kolben den Druck verlieren und zusätzlich auch eine schwimmend gelagerte Scheibe leicht arbeitet und so eine Hauch Platz schafft.



    Bei der hier verbauten Bremse funktioniert das nicht.Die Beläge sitzen so dermaßen stramm im Sattel und verkannten regelrecht,sie müssen einfach deutlich mehr schleifen als sonst üblich.


    Sie krallen sich durch die große Auflagefläche und den starken Federclip mit den Flanken der Trägerplatte extrem am Sattel fest.Das "Losbrechmoment" ist sehr hoch bzw. da bewegt sich von allein gar nichts mehr.


    Kommt dann wie bei mir gestern noch vermehrt Schmutz/Sand durch die Regenfahrt dazwischen,bewegt sich da gar nichts mehr.Ich musste mit dem Schraubendreher richtig hebeln um die Beläge im Sattel überhaupt zu bewegen.Das knirschte richtig durch den Dreck der dazwischen war.



    Dort liegt eindeutig das Problem der Konstruktion.



    Ich habe die Beläge nun mit der Feile ganz leicht entgratet , sprich die Flanken der Trägerplatte abgerundet.Dazu etwas Keramikpaste auf diese Flächen.Und alles natürlich gereinigt.



    Das läuft jetzt wunderbar frei. Das bisschen "normales" schleifen was ich im Neuzustand hatte geht jetzt auch gegen null,bis wieder Schmutz dazwischen kommt bzw. die Keramikpaste ausgewaschen ist.Dann wirds wohl wieder etwas schlechter werden.


    Ich denke das Problem ist aufgrund der Konstruktion eher schwierig zu lösen.Die Beläge an den Flanken ne Ecke kleiner schleifen und die Spannkraft des Klips verkleiner könnte evtl. dauerhaft Abhilfe schaffen.


    Aber wie schon im anderen Thread geschrieben, ist bei meiner 2016 das Problem eigentlich nicht mehr so deutlich vorhanden wie bei anderen die hier darüber berichten.....
    Fiel mir nur nach der Regenfahrt auf.



    Gruß Jörg

  • Also in laiensprache, die Plaketten passen zu perfekt, die Toleranzen zu genau einghalten und ducrch Abrieb, Schmutz und.... können die sich leicht festsetzen?

  • Kann man so sagen....


    Konstruktionsbedingt liegen die Bremssegmente nicht so locker im Sattel wie bei anderem Sattelaufbau.


    Also bleiben sie gerne auch mal nach Abbau des Bremsdrucks sehr "nah" an der Scheibe und schleifen.


    In Verbindung mit Verschmutzungen nochmal deutlich problematischer...


    Habe heute testweise mal Antiquitschpads/Folie von Polo montiert.Ändert am Problem des schleifens nichts,aber ich muss sagen das mir der nun etwas weichere und besser zu dosierende Druckpunkt sehr gefällt.


    Mit einem Finger Vollbremsung ist nicht mehr , aber wie gesagt ein anderes für meinen Geschmack deutlich angenehmeres Bremsgefühl.



    Gruß Jörg

  • Hatte auch leichtes Pulsieren am Bremshebel wenn ich vorne Bremste.


    Habe jetzt 2 neuie Bremsscheiben auf Garantie bekommen. So muss dass sein wie es jetzt ist :grins: Ist absolut nichtsmehr zu spüren beim Bremsen am hebel :peace: