Frage zur Motorhaltbarkeit

  • Ich komme aus der R4-160PS-Naked-Fraktion (S1000R) und da reicht Halbgas um bereits jenseits von Gut & Böse (bezogen auf öffentliche Landstrasse) herumzudüsen -> da habe ich mir über den Motorstress nie den Kopf zerbrochen. Noch dazu kann man einen R4 bis in den Begrenzer hochdrehen und man hat trotzdem nie das Gefühl, dass er gleich aus dem Rahmen rausfällt.


    Das hat sich aber heuer ordentlich geändert :-)


    Um artgerechten Spaß zu haben, ist der Motor sehr, sehr oft zwischen 6000 und 7000 U/min und ich habe das Gefühl, den Ein-Zylinder-Motor gewaltig zu "stressen". Weiters bin ich eher "bremsfaul" und benützte meistens die Motorbremse (gebe aber trotz sehr guter Anti-Hopping-Kupplung brav die passende Menge Vorgas). Ergo: der Motor ist sehr selten auf Halten, dauern auf Zug/Druck und die Drehzahl hoch.


    Daher meine Frage: ist das dem Motor auf Dauer wirklich egal? Mir ist schon klar, dass Service sehr wichtig ist, nur passendes und hochwertiges Öl verwenden und öfters dem Ölstand kontrollieren, etc.


    Bin für jede Langzeiterfahrung bei ungefähr gleichem Belastungsprofil dankbar.

    Keep the shiny side up and the rubber side down! :wheelie:

  • Im web hab ich Tests der Duke IV gefunden (motorradonline?),
    wo der nach 50.000 km zerlegte Motor noch für weitere 50.000 km für gut befunden wurde.
    Anfangs hab ich das übertrieben gefunden,
    denn die Ergebnisse von Dauertests, wo die 50.000 km in Langstrecken absolviert wurden,
    kann man nicht unbedingt auf die übliche Praxis umlegen,
    wo der Motor in dieser Strecke ungleich viel mehr stressende Kaltstarts absolvieren muss.
    Doch unter unseren Kunden gibt´s mehrere 690er (Duke 3, IV und SMC),
    die die 100.000 km überschritten haben, ohne dass der Motor aufgemacht werden musste.
    Sollte bei ein bissl Pflege als ein haltbarer Motor sein.

    Grüße von Babsi

    Beratung und Vertrieb Fa. Myjet "Highscore"

  • Babsi
    :denk: der 50.000km Test war doch auf der 690 Supermoto?!
    danach wurde ja der Motor der Duke 4 noch weiterentwickelt u.a. aggressivere Nockenwelle.


    :ja: hab nun auch über 50.000km drauf.
    Motor/Getriebe haben wir bei der 50.000er Inspektion sicherheitshalber beide Kipphebel ausgetauscht.


    Für weitere Infos guckst im passenden Thread:
    :guckst du hier: Technik allgemein: Defekte/Garantieleistungen an den 690er Modellen

  • Hallo


    wenn du die grundlegendsten Regel einhälst bzgl. Motor und Getriebe ..dann wird der Motor lange halten und du wirst lange Spass daran haben.


    ich kenne die Konstrukteure persönlich und beim 654er sagten sie mir ..80 PS und 50 oookm erst dann sollte über eine Revision nachgedacht werden .


    jeder hat Tipps die die Lebensdauer verlängern sollen ..von öfters Öl wechseln bis zum bespritzen mit Weihwasser ..kann alles helfen ..muss aber nicht.


    wir beschäftigen uns mit der Konstruktion, Planung und Aufbau von Rennmotorrädern ..aber nur mit Honda 600er Motoren also nicht KTM ..obwohl wir beste Beziehungen zum Moto 3 Team haben..so das war viel preisgeben ..


    und wir wechseln die geringe Ölmenge von 1,7 Liter alle 2500-3500km ..KTM sagt nach jedem Renneinsatz ..wenn du das Ding 80km mit fast Volllast über die AB geprügelt hast ..ist das einem Renneinsatz gleich oder ähnlich.


    ich habe den direkten vergleich 625er mit allem und einen fast serienmäßigen 654er ..der 654er ,wenn er untenrum entkorkt ist ..ist ein wunderbarer Motor ...der serienmäßig vibrationsärmer läuft wie der alte mit gewuchteter KW.


    er ist ohne Konkurrenz !


    Gruß


    tt

  • Hallo


    wenn ein Motor gestartet wird,vergehen immer einige Sekunden bis der volle Öldruck ansteht ..dh. einige Sekunden warten vor dem losfahren..nach einer " bösen " Fahrt mit sehr hohen Öltemperaturen sollte das Fahrzeug nicht sofort abgestellt werden sondern


    eine Abkühlphase sollte anfolgen. eine AHK verursacht Abrieb ..dieser ist stark verschleißfördernd ..deshalb nur geeignete Kupplungsscheiben verwenden ..wer ohne Kupplung ziehen schalten will sollte das können.


    Kette niemals zu stark spannen ..und wenn Tuning dann maßvoll . ein Motor fühlt sich im Bereich des max. Drehmomentes am wohlsten ..


    ansonsten Gute Fahrt


    Gruß


    tt

  • eine AHK verursacht Abrieb ..dieser ist stark verschleißfördernd ..deshalb nur geeignete Kupplungsscheiben verwenden


    Du schreibst leider IMMER kryptisch anstelle mal detailliert Auskunft zu geben...


    Verschleißfördernd auf WAS genau und WIE macht sich das bemerkbar?
    WELCHE Kupplungsscheiben neben den originalen siehst du als "geeignet" an?

  • Lass Dich nicht hänseln @ Offroadbiker. Turbotom ist doch bekannt dafür, dass er sehr oft nur mit Wenigzeilern antwortet, als auch auf Kritik nicht eingeht, was für eine Forumsdiskussion leider aber nicht förderlich ist. Nichts für ungut.

  • Danke für das schnelle Feedback. Das hört sich ja doch recht beruhigend an.


    Scheinbar muss ich nur verinnerlichen, den Eindruck "gleich springt der Motor aus dem Rahmen und zerfällt in tausend Einzelteile" zu ignorieren und einfach fleißig gasgeben :-)

    Keep the shiny side up and the rubber side down! :wheelie:

  • Mopped kommt aus der KlapperTeileManufaktur, das darf etwas mehr lärm machen :amen: würde mich beunruhigen wenn es nicht mehr klappert :zorn:

    Bin halt noch vom 4-Zylinder-Reihenmotor (roter Bereich 11000) verwöhnt. Und dank 160PS bei 185kg Naked Iron war man auch bei 6000/7000 schon orgiastisch unterwegs :sabber:


    Das witzige an der SMC ist, dass meine S1000R wirklich in allem wesentlich besser war :kapituliere: ABER die SMC unendlich mehr Spaß macht :peace:


    KlapperTeileManufaktur ist gut, das werd ich mir merken :-)

    Keep the shiny side up and the rubber side down! :wheelie: