Ich habe an unseren Motorrädern (Baujahr 2014 und 2015) die erste Ventilspieleinstellung vor der Werksvorgabe vorgenommen – in einer warmen Garage im Winter. Wenn ich mich recht erinnere, stand der Kilometerzähler bei 12.000 oder 18.000 km. Ich wollte sehen, ob und wie groß die Veränderungen waren. Die Ventilspiele war damals fast maximal, und denkte, nicht zu früh angefangen. Ich habe sie mit Prox-Ventilspielscheiben eingestellt – jede einzelne mit einem Mikrometer gemessen – bis zum Minimum (auf den Scheibensätzen stand, dass sie 0,5 Millimeter Unterschied hätten, was nicht ganz stimmte). Deshalb habe ich zwei Prox-Sätze gekauft, einen mit 1,85–3,20 mm und den anderen mit 1,875–3,175 mm. So erreichte ich eine höhere Genauigkeit von 0,025 mm. Ein paar Jahre später, bei 30.000 km, habe ich das Ventilspiel erneut gemessen und festgestellt, dass es sich um nicht mehr als ein halbes Hundertstel Millimeter verändert hatte!
Man könnte also sagen, dass es auch bei 30.000 km oder sogar 40.000 km nicht geschadet hätte. Jeder Motor ist anders, da der Verschleiß vom Fahrer beeinflusst wird (z. B. durch Einpressen der Ventilsitze, Ablagerungen usw.).