Beiträge von Phiphtyplus

    Ich kann mir übrigens nicht vorstellen, dass KTM bzw. die Händler es schaffen werden, noch in diesem Jahr ohne heftige Nachlässe die SAS und SAR alle loszuwerden.

    Ich habe meine SAS am Ende des letzten Jahres kurz vor Sylvester mit Allem (Heizgriffe, Qickshifter+, MSR und HHC) für knapp über 13K geschossen.

    Es würde mich nicht wundern, wenn die Preise zum Ende diesen Jahres sogar noch tiefer liegen.

    Die Dinger müssen weg und aktuell sind die SAS/SAR nicht mal mehr in den Top20 der Verkaufszahlen, wo sie aber über einen längeren Zeitraum waren.

    Eigentlich müssten überall in den Verkaufsräumen neue SAS/SAR herumstehen - vielleicht auch Vorführer.

    Wer also Interesse hat, sollte nach meiner Meinung einfach noch etwas Geduld haben und am Jahresende zuschlagen.

    Damit hat/hätte die SAS/SAR ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis - und mit meiner bin ich übrigens auch sehr zufrieden.

    Bisher keine Grund zum Klagen.

    Toi, toi, toi - wie man bei uns im Norden zu sagen pflegt.

    Moin Kollegen,

    wenn ich mich sehr irre, müssen bei der SAS diese merkwürdigen tonnenartigen Abstandshalter unter den Tankring, ansonsten klappt es nicht mit der Montage/Befestigung des Tankrucksacks.

    Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die kürzeren Schrauben genommen habe.

    Wenn mann nämlich die Länge/Höhe der Abstandshalter zu den Originalschrauben dazurechnet, landet man bei den kürzeren Schrauben, die dem Set beiliegen.


    Viele Grüße

    Oliver

    Da ich nicht gerade der Kleinste bin, kann ich immer noch ziemlich gut darüber hinweg sehen.

    Zwecks fast komplett freie Sicht, auf alles, was direkt vor uns auf der Straße liegt, müsste man sowieso zu einer kurzen Sportscheibe wechseln oder sogar das Windschild komplett demontieren - und stehend fahren.

    Lärm und Winddruck sind mit dieser Kombination für mich bisher am besten reduziert worden.

    Hallo Leute,

    ich habe inzwischen auch schon einiges an Geld versenkt, um diverse Windschilder zu testen.

    Ich bin übrigens 1,94 m lang, und fahre mit einer aufgepolsterten PP-Sitzbank, die ich auf der unteren Stufe montiert habe, aber dank Aufpolsterung habe ich trotzdem fast 90cm Sitzhöhe.

    Meine bisher beste Lösung ist die kurze Givi-Scheibe D7706S, die immer noch höher und breiter als das original ist, ergänzt um den MRA-Spoiler-Aufsatz VSA-Typ C - beide übrigens in rauchgrau. Und ich fahre die Scheibe nicht in der höchsten Position - ungefähr Mitte.

    Zur Zeit ist der Spoiler nur angeklemmt, aber nach den guten Erfahrungen in den letzten beiden Wochen, werde ich zum Akku-Bohrer greifen und den Spoiler dauerhaft montieren.

    Eine entspreche Bohrschablone wird übrigens mitgeliefert.

    Hallo Ralf,

    ich weiß. dass du an diesem Thread nach Erfahrungen bez. SDGT fragst.

    Trotzdem erlaube ich mir mal zu fragen, wenn du auch schon die GS ins Kalkül gezogen hast, warum du nicht auch die SAS mal ausprobierst.

    Du schreibst ja, dass die Kante am Tank der SDGT nicht stört, aber ich habe schon von einigen Menschen unserer Größe (ich bin sogar knapp über 1,9m) gehört/gelesen, die mit der Kante dann doch Probleme bekommen haben.

    Bei der SAS kann ich dir versichern, dass das Problem definitiv nicht auftreten wird.

    Klar, auf der Rennstrecke wäre die SDGT schneller, aber im echten Leben kannst du mit der SAS auch verdammt schnell unterwegs sein - und wahrscheinlich bequemer.

    Es gibt da übrigens ein ganz nettes Video von 1000PS, wo Zonko und NastyNils die beiden sozusagen vergleichen: Video

    Vielleicht ist die SAS ja noch eine weitere Option für dich.

    Moin,

    ich glaube ungesehen, dass die 1090R eine ganz andere Hausnummer im Vergleich zur 1050 ist.

    Ich bin aber Straßenfahrer und es bei mir auch nicht absehbar, dass es sich noch großartig ändern wird, daher war mein Fokus ganz klar auf die "normale" 1090 bzw. auf die SAS (und keinesfalls die SAR) ausgerichtet


    Meine 1050 hatte auch erst knapp über 24000 km gelaufen und ich habe im Winter die SAS u. a. auch wegen des sensationellen Preises gekauft, obwohl die 1050 noch in der Garage stand und überhaupt kein potentieller Käufer in Sicht war.

    Inzwischen habe ich sie verkauft und und die Differenz zwischen Kaufpreis der SAS und dem Verkaufspreis der 1050 ist, wenn ich die Zubehörteile für die SAS mitrechne, ungefähr 7k.


    Ich wäre blöd gewesen, wenn ich diese SAS nicht gekauft hätte.


    Und an die Sache mit dem Geruckel werde ich mich wohl noch gewöhnen und/oder lernen, damit umzugehen.

    Moin Kollegen und speziell SVFranky,

    vielleicht, auch wenn ich vom eigentlichen Thema abschweife, mal kurz etwas dazu, wie ich zur SAS gekommen bin.

    ich war mit der 1050 wirklich sehr zufrieden, aber Ende letzten Jahres entstand die Vision, sich vielleicht doch noch mal etwas Besseres/Neueres zu gönnen.

    Wir brauchen uns jetzt nicht über den Sinn zu streiten.

    Ich kenne da jemand, der behauptet gerne, unsereins hätte quasi einen Nagel im Kopf. Stimmt wohl auch.


    Eigentlich hatte ich die 1090 im Auge, die aber im Grunde genommen nur eine 1050 mit etwas mehr PS ist und im Design ein wenig angepasst wurde.


    Da gab es dann den oder anderen nicht ganz Unschuldigen auch aus diesem Forum, der vielleicht zu Recht meinte, dass eine 1090 Unsinn wäre.

    Wo wäre da die Verbesserung?

    Wenn schon, dann die SAS.


    War mir aber angesichts des Listenpreises, der ja mit dem Travelpack in Richtung 19K geht, einfach zu teuer.

    Um den Jahreswechsel ist mir dann meine jetzige SAS über den Weg gelaufen, die zu einem sensationellen Kurs als niegelnagelneues Moped vom Händler angeboten wurde.

    Dann ging alles ganz schnell und "schwupps" hatte ich eine SAS.


    Die SAS ist ohne Frage klasse, ich finde das Display super, obwohl ich auch das alte Layout der 1050/1090/1190 von Drehzahlmesser etc. wirklich gut fand.

    Die Sitzbank von der 1050, die ich vom Polsterer für meine Größe (über 1,9m) habe anpassen lassen, konnte ich auch übernehmen und die Koffer ebenfalls. Schon mal einen Haufen Geld gespart im Vergleich zum Umstieg auf eine andere Marke.

    Ich mag auch den Scheinwerfer bzw. die Front der SAS, bei der es ja auch nur zwei Meinungen gibt: entweder geht gar nicht, fürchterlich, :kacke: oder super, :sensationell:

    Ich stehe auch auf den elektronischen Schnickschnack - ob man das Zeug nun braucht oder nicht.

    Ich finde es klasse und macht das Fahren auch sicherer. Beim Auto sehe ich es übrigens genau so.


    Die Leistung, die die SAS hat, ist für mich eigentlich eher ein Grund, das Ding nicht zu kaufen.

    Ich bin aber in einem Alter, in dem man normalerweise mit etwas mehr Verstand fährt und auch Risiken ganz anders einschätzt als ein ganz junger Mensch.

    Auch ich war früher viel, viel risikofreudiger.


    Wenn KTM eine moderne Version der 1090 mit der Optik und der Ausstattung der SAS anbieten würde, hätte ich garantiert so etwas gekauft - so wie Ducati es mit der Multistrada 950S macht


    Und jetzt gondele ich halt mit der SAS herum, bin auch wirklich zufrieden, habe mich halt lediglich gefragt, ob es normal ist, dass die SAS im untersten Drehzahlbereich so ruckelt.

    Damit kann ich auch leben, Kupplung, etwas mehr Gas und dazu die Fußbremse helfen schon.

    Und selbstverständlich fahre ich auch im ersten Gang in diesen engen Kurven.


    Aber versucht mal auf einem Supermarktparkplatz auf einem Areal von 4 Parkplätzen (je 2 gegenüber) eine Acht zu fahren.

    Mit der 1050 habe ich das ziemlich problemlos hinbekommen, mit der SAS tue ich mich bei der Übung z. Zt. noch etwas schwer.


    In allen anderen Lebenslagen habe ich mit der SAS überhaupt keine Probleme und letztlich ist es auch nur eine Frage der Zeit, Übung und Umgewöhnung, bis es mit der SAS genau so mühelos klappen wird, Achten und enge Kehren zu fahren.


    Und jetzt könnt ihr mich für meine Gründe und Meinung zerreißen :grins:

    Moin Leute,

    vielen Dank für die Infos, Erfahrungen, Tipps und Anregungen.


    Was mir übrigens an der SAS im Gegensatz zur 1050 auffällt, ist die ständig schwankende Drehzahl, wenn man beispielsweise im Leerlauf an der Ampel steht.

    Der Drehzahlmesser auf dem "Tablett" geht ja immer so zwischen 1.300 und 1.500 U/min rauf und runter und ich vermute mal, dass da auch die wirklich schwankende Drehzahl dargestellt wird und es sich nicht um einen Softwarefehler handelt.

    Bei der Euro 3 1050 war die Drehzahl absolut konstant, aber eben auch etwas höher - ca. 1.500 U/min.


    In engen Kurven bin ich ja auch im Bereich der Standgasdrehzahl und ich vermute mal als Laie, dass das Geruckel auch damit zusammen hängt.


    Ansonsten decken sich meine Erfahrungen hinsichtlich Fahrbarkeit mit euren Eindrücken, dass z. B. im 3. Gang ab knapp über 2.000 U/min sauber beschleunigt werden kann

    Ich fahre bisher übrigens im Street- (oder wie das heißt) und nicht Sportmodus.

    Hi,

    sorry, natürlich meinte ich auch das Kettenblatt - und nicht das Ritzel.


    Die Übersetzung eben kürzer, was ich aber eigentlich nicht will, weil man damit ja auch im nicht 100%-ig legalen Bereich landet.


    Die Sache mit der "Wohlfühl"-Drehzahl kenne ich ja von der "Kleinen" und die begann ja auch erst bei mehr als 4.000 U/min geschmeidig zu laufen und hat dann übrigens auch weniger gesoffen als darunter.

    Ölverbrauch war bei meiner Fahrweise übrigens nicht festzustellen.

    Geschadet hat es dem Motor daher wohl nicht.


    So wie ich mich einschätze, werde ich die Höchstgeschwindigkeit wahrscheinlich so gut wie nie ausnutzen, aber trotzdem mal die Frage:


    Schafft die SAS mit 45er Kettenblatt noch die angegebenen 250 km/h oder läuft sie vorher in den Drehzahlbegrenzer?


    Und je mehr ich jetzt zu dem Thema schreibe, finde ich die Idee mit der kürzeren Übersetzung doch ganz interessant, da man dann bei legalen Landstraßentempo dann wohl auch mal den 6. Gang nutzen könnte.

    Hallo Leute,

    ich bin ja von der "kleinen" 1050 auf die SAS umgestiegen, mit der ich bis jetzt gut 500 km hinter mich gebracht habe.


    Von den Dimensionen sind die Mopeds ja identisch und das Verhalten des Motors ist auch ähnlich, folglich war praktisch keine Umgewöhnung nötig.

    Bevor hier jetzt das Geschrei losgeht, dass ich ja keine Ahnung habe, berücksichtigt bitte, dass die SAS noch keine 1000 km auf der Uhr hat und ich somit noch keine Erfahrungen damit habe, was jenseits von 6.000 U/min passieren wird.:wheelie:


    Klar, die SAS hat mehr Drehmoment, trotzdem ist der Unterschied bis 6.000 U/min gar nicht mal so gewaltig - nach meiner Meinung.


    Aber das soll hier auch gar nicht das Thema sein.

    Wie schon geschrieben, finde ich, dass die Motoren hinsichtlich dessen, was sie an Drehzahl in den jeweiligen Gängen haben wollen, sehr ähnlich sind.


    Mir fällt allerdings auf den ersten 500 km auf, dass die kleine 1050 im untersten Drehzahlbereich, sowohl im ersten als auch im zweiten Gang, deutlich einfacher zu fahren war.

    Enge Kehren im 1. Gang bei etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit ging praktisch ohne Ruckeln.

    Bei der SAS funktioniert die Prozedur nur mit schleifender Kupplung und etwas erhöhter Drehzahl ruckfrei.

    Geht auch, aber zumindest bei diesem Thema war die 1050 angenehmer/einfacher zu fahren.


    Nun meine Fragen:

    Ist meine SAS diesbezüglich speziell oder Verhalten sich die Dinger alle so?


    Als ergänzende Info, bei der 1050 habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Wechsel auf einen Arrow-Auspuff die Fahrbarkeit im 4. Gang bei 50 km/h deutlich verbesserte und somit habe ich auch einen Arrow-Topf auf der SAS verbaut, den ich aber erst gut 200 km drauf habe.

    Ich kann mich aber nicht mehr erinnern, ob die Fahrbarkeit der 1050 auch bei den genanten ganz niedrigen Geschwindigkeiten sich dadurch verbessert hat.

    Bei der SAS hat sich zumindest im Bereich der ganz niedrigen Geschwindigkeit nichts verändert.


    Ändert sich dieses Verhalten der SAS evtl. nach dem Einfahren/1000 km-Service?


    Gibt es Lösungsvorschläge außer einem kleineren Ritzel, dass für mich übrigens erstmal nicht in Frage kommt.

    Moin Leute,

    ich habe mir für meine SAS den schwarzen Arrow gegönnt und bin vom Klang und auch von der Optik sehr angetan.

    SAS-2020-05-03.JPG

    Mir ist aufgefallen, dass es in der Garage oder unter einer Überdachung, die nicht sehr hoch ist, ein wenig dröhnt, vermutlich kommt es da zu irgendwelchen merkwürdigen Schwingungen, und dadurch wirkt diese Tüte erheblich lauter. Aber wie in diesem Thread auch schon mal geschrieben wurde, ist der Auspuff messbar (lt. Dekra) vollkommen im grünen Bereich.

    In freier Wildbahn klingt der Auspuff daher auch viel ziviler, aber trotzdem erheblich dumpfer als das Original und auch die anderen Alternativen - und er blubbert auch.

    Angesichts des Preises von €399 und wenn man auf dumpfen Sound steht, kann ich das Rohr nur empfehlen.

    Moin Leute,

    ich habe mir zum Jahreswechsel eine SAS gegönnt und nun geht es in meinem Kopf natürlich schon los damit, wie und was geändert werden muss.

    Logisch, der riesige Kamin muss weg.


    Ich habe ja noch meine 1050, auf die ich einen schwarzen Arrow-Auspuff geschraubt habe.

    Ich bin mit dem Ding hinsichtlich Optik und Klang zufrieden und überlege nun, mit dem Topf auf die SAS umzuziehen.


    Lt. Homepage von Arrow gibt es den gleichen Auspuff auch für die SAS.

    Es handelt sich dabei um die gleichen Artikelnummern.


    Wie geht das denn, wenn die 1050 Euro 3 hatte, die SAS aber Euro 4 ????


    Hat jemand von euch genauere Kenntnisse oder vielleicht sogar Erfahrungen mit dem Umzug von 1050/1090/1190 auf eine SAS/SAR?


    Gruß Oliver

    Wir werden doch in den letzten Jahren immer wieder mit Statistiken beglückt, die uns zeigen, wie viel % des Stroms jetzt schon aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde und was vermutlich bis 2030 oder 2040 machbar ist etc.


    Diese Statistiken machen uns etwas vor, weil dabei dabei nur berücksichtigt wird, was an Strom erzeugt wird, der aus unseren Steckdosen kommt.

    Diese Form der Primärenergie umfasst nur etwa 1/6 der in Deutschland verbrauchten bzw. benötigten Energie.


    Wie ich schon geschrieben habe, müssten wir, was nach meiner Meinung am naheliegendsten und technisch wohl auch am einfachsten wäre, unsere Heizungen zu Hause auf Strom umstellen, damit wir dort nicht mehr Gas und Öl verfeuern. Allein dafür benötigen wir mind. (eher mehr) die doppelte der heute erzeugten elektrischen Leistung.

    Wenn man so will, die doppelte Anzahl der heute existierenden Kraftwerke. So viel Sonne und Wind gibt es hier nicht.

    Und dann fehlt immer noch die Energie für Mobilität, Índustrie etc..


    Wenn man aber die Solarzellen, die bei uns installiert sind/wären, in die Sahara stellen würde, dann würden die dort mind. das 4-fache an Energie erzeugen.

    Um die Frage vorab zu beantworten, wie man die Energie bzw. den Strom dann hierher bekommt: HGÜ

    Das ist bereits existierende Technik, die anderenorts auch im Einsatz ist. Auf 3000km Strecke verliert man ca. 10% der Energie, die vorne reingepumpt wird.

    Damit kommt bei uns immer noch erheblich mehr an, als wenn wir die Solarzellen bei uns auf die Dächer setzen.


    Die Windkrafträder, die die Engländer in die Nordsee stellen, produzieren auch erheblich mehr Strom, als die Dinger, die bei uns überall in der Landschaft herumstehen.


    Es ist völlig unstrittig, dass etwas getan werden muss, hinsichtlich dessen, wie und wo wir unseren Strom herbekommen.

    Aber was wir hier machen mit EEG, CO2-Steuer etc, ist hochgradig ineffizient, sauteuer und wird vermutlich eher dazu führen, dass sich Deutschland als Standort für die Industrie und auch für die Menschen unattraktiv macht.

    In anderen Ländern werden deutsche Akademiker und Facharbeiter mit Kusshand empfangen und daher haben wir auch eine Auswanderungswelle genau dieser Leute, die u. a. wegen der Debatten um die Zuwanderung gar nicht erst geführt wird. Und diese Diskussion will ich hier auch nicht führen.

    Wir müssen in Deutschland einfach den Tatsachen ins Auge sehen.

    Es wird sich in Sachen Abhängigkeit von anderen hinsichtlich Energie kaum etwas ändern.

    Es ist ja durchaus vorstellbar, dass Nationen die begünstigt durch viel Sonneneinstrahlung und dank Solarkraftwerken zukünftig synthetischen Kraftstoff herstellen, was dann wenigstens dazu führt, dass nicht mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen wird als vorher herausgeholt wurde.

    Es ist aber Unsinn zu glauben, dass wir hier in unserer geografischen Lage es schaffen werden, den Energiebedarf dieses Landes regenerativ zu erzeugen.

    Und daher können wir hier vielleicht die Technik dafür entwickeln synthetische Treibstoffe effizienter und billiger zu erzeugen, aber es ist ziemlich sicher bei uns nicht sinnvoll, dafür die Energie zu verpulvern, weil wir erstmal den Bedarf für unsere Steckdosen, Heizungen, Warmwasseraufbereitung, Industrie etc. benötigen.

    Sollte danach noch Strom übrig sein, was aber sehr unwahrscheinlich ist, kann man darüber nachdenken, synthetischen Treibstoff herzustellen.

    In anderen Ländern sieht die Ausgangssituation natürlich ganz anders aus und die werden uns höchstwahrscheinlich auch in Zukunft die Energie liefern - ob nun direkt als Strom oder synthetischen Treibstoff ist dann eigentlich auch egal.

    Und dem Weltklima würde es trotzdem helfen.

    Norwegen ist aber eines der wenigen Länder der Welt, dass hinsichtlich Stromerzeugung in der beneidenswerten Situation ist, bereits heute praktisch 100% des Stroms regenerativ zu erzeugen - und zwar traditionell aus Wasserkraft.

    In Norwegen gibt es begünstigt durch die Landschaft tausende von kleinen und größeren Wasserkraftwerken, die im Laufe der Zeit entstanden sind.

    Während in Norwegen normalerweise alles viel teurer ist als bei uns, ist Strom dank der beschriebenen Situation hingegen spottbillig.

    Es soll in Norwegen öffentliche Gebäude geben, die nicht mal Lichtschalter haben.

    Die Lampen sind immer eingeschaltet, weil Strom einfach da ist und fast nichts kostet.


    In der Situation sind wir aber nicht und werden wir auch nie sein.

    Wir haben zu wenig Berge und Täler, zu wenig Sonne, wir sind 83 Millionen, in Norwegen sind es knapp über 5 Mio., Deutschland ist zu dicht besiedelt, um überall Windkrafträder aufzustellen und und und. Das sind alles Fakten, die es zu berücksichtigen gilt.

    Bei der ganzen Diskussion wird übersehen, dass wir in Deutschland schon ein massives Problem haben, überhaupt so viel Energie regenerativ zu erzeugen, um den Strom, der heute aus unseren Steckdosen kommt, klimaneutral herzustellen. Ich habe weiter oben einen Beitrag von Harald Lesch zu dem Thema verlinkt (hier noch mal: Ohne Kohle und Atom - geht uns der Strom aus? Harald Lesch), in dem er beschreibt, wie es gehen könnte. Dann ist aber nach dem heutigen Stand der Technik auch Feierabend. Wir haben nicht genug Sonne, um uns beispielsweise solarthermisch oder direkt mit Solarzellen zu versorgen. Man kann zwar, aber wer will schon das ganze Land mit Windkrafträdern zupflastern. Das Thema Wasserkraft ist heute schon ziemlich ausgereizt und Geothermie ist wohl auch heikel, weil wir wohl 1. viel zu weit runter müssten und damit der Wirkungsgrad wohl dramatisch sinkt und es gibt wohl heute schon bei den wenigen geothermischen Anlagen, die wir haben, Probleme mit Erdbeben oder grundsätzlich Spannungen, die dann im Erdmantel an diesen Stellen auftreten.


    Wenn man es mal nüchtern betrachtet, haben wir es hier allein sehr, sehr schwer, klimaneutral zu werden. Und mit dem Strom aus der Steckdose ist nur ein 1/6 der Primärenergie, die in Deutschland verbraucht wird, erzeugt. Für die anderen 5/6 gibt es bisher keine Lösung, aber trotzdem stürzt sich unsere Regierung verzweifelt auf das Thema E-Mobilität, die mind. ein weiteres Sechstel der Primärenergie heutzutage verbraucht. Wo kommt also zukünftig der Strom für die E-Autos her?

    Wie wir den Strom dann zu den Autos bekommen, ist sicherlich auch eine Herausforderung, aber ist sicherlich irgendwie machbar. Ich konnte mir vor 20 Jahren auch nicht vorstellen, dass es heutzutage mehrheitlich möglich ist, Internet mit 100 mb zu bekommen.

    Das Problem mit der Herkunft der Energie ist aber definitiv die größere Herausforderung für die bisher keine Lösung in Sicht ist.


    Und dann haben wir bisher noch gar nicht darüber gesprochen/diskutiert, wo der Strom für die elektrischen Heizungen in unseren Häusern herkommt, denn an dieser Stelle verballern wir z. Zt. auch noch massiv Energie durch Gas- und Ölheizungen.

    Und wo bekommt die Industrie ihren Strom her?


    Neue, angeblich sichere Atomkraftwerke?

    Solarthermische Kraftwerke in der Sahara unter politisch höchst instabilen Verhältnissen? Ja, machbar, auch schon nach heutigem Stand der Technik, aber wie geschrieben ...


    Wenn sich die Weltgemeinschaft nicht zusammen rauft, ist es in D unmöglich, klimaneutral zu werden. Wir brauchen die ungenutzten Flächen in den Wüsten für Solarstrom und Windkraftwerke, die dort ja eigentlich niemand stören dürften. Im Gegenteil, die Länder die diese Flächen zur Verfügung stellen könnten, würden ja auch davon profitieren, denn solche Anlagen müssen ja beispielsweise gewartet werden und theoretisch könnte es dort zu Wohlstandsverhältnissen wie heute in den Golfstaaten kommen.


    Aber ich träume wohl gerade :gute besserung:

    Man darf bei der Aussage, dass genug Energie da ist, aber nicht vergessen, dass es sich bei dem deutschen Stromexport hauptsächlich um Tage handelt, an denen die Sonne kräftig scheint und der Wind auch noch weht. Dann kommt es sogar zu der grotesken Situation, dass man für die Entsorgung des überschüssigen deutschen Stroms Geld bezahlt - und zwar einige Millionen.


    Das Grundproblem in D ist nach wie vor, dass die so genannte Grundlast im Stromnetz durch konventionelle Kraftwerke gewährleistet wird, denn es muss ja dafür gesorgt werden, dass auch bei Schatten oder Dunkelheit und Flaute Strom vorhanden ist.

    Und der temporär vorhandene, überschüssige Ökostrom kann nicht zwischengespeichert werden - und das wird wohl auch in absehbarer Zukunft so bleiben.

    Diese konventionellen Kraftwerke können aber nicht binnen Sekunden rauf und runter gefahren werden, so etwas geht nur mit Wasserkraftwerken. Folglich laufen die Kohle-, Gas-, Öl-und Atomkraftwerke permanent mit und bisher wurde wegen bzw. trotz des deutschen Ökostroms nicht eine einzige Tonne CO2 eingespart.

    Ab 2021 werden auch noch die restlichen Atomkraftwerke abgeschaltet, was dann unweigerlich dazu führen wird, dass noch mehr CO2 von Gas- und Kohlekraftwerke in die Luft geblasen wird, um eben diese Grundlast abzusichern.


    Die Grundlast wird aber steigen, da ja immer mehr Elektroautos am Netz aufgeladen werden müssen, was wieder zu mehr CO2-Ausstoß durch die konv. Kraftwerke führen wird. Ein Teufelskreis, der dazu führen wird, dass Fahrer von Kfz mit Verbrennungsmotoren zu den Umweltsündern schlechthin abgestempelt werden, obwohl das eigentlich Problem daher kommt, dass die Atomkraftwerke abgestellt wurden. Nicht falsch verstehen, ich bin auch kein Fan, von den Dingern, aber eine Nation wie Frankreich, ganz bestimmt keine Umweltengel, hat nicht das Problem wie Deutschland, verzweifelt die CO2-Werte drücken zu müssen, weil man eben auf Atomstrom gesetzt hat.


    Ich weiß es nicht, daher frage ich: Müssen die Betreiber der Gas- und Kohlekraftwerke eigentlich auch die zukünftige CO2-Steuer zahlen?


    Übrigens wäre es sicherlich sinnvoller, um mal wieder auf den synthetischen Treibstoff zurückzukommen, an Tagen wie den oben geschilderten, als man Strom quasi verklappte, diesen dafür zu nutzen, um z. B. synthetischen Treibstoff herzustellen.