Generell hatte ich persönlich viel Hoffnung in Yamaha als die T7 erstangekündigt wurde.
Ich habe mir erhofft für einen Preis unter 10.000 Euro, ein Motorrad mit rund 80PS bei einem Gewicht von max. 180kg nass, und ordentlich Federweg von mind. 240mm und min. 400km Tankinhalt zu erhalten.
Was Yamaha für 10.500Euro (Gutschein hin oder her) nun schlussendlich liefert ist aus meiner Sicht ein untermotorisiertes nasses 205-210kg Monster mit doch recht kurzen Beinchen, welches bei entsprechender Verwendung wohl mit einem 16Liter Tank keine 300km bis zum nächsten Tankstop schafft UND zudem auch noch einen sehr ungünstig positionierten Tankdeckel betreffend der Verwendung eines Tankrucksackes aufweißt.
Wenn mir die Standfestigkeit wichtig ist würde ich vorher sicher zu einer stummelbeinigen Suzuki Vstrom 650 XT von heuer greifen. (215kg nass aber mit 20 Liter Tank, 71 PS bei ähnlich hoch gelobtem Motor, Speichenfelgen und das ganze für 8300 Euro). Da gehen sich für 1700 Euro noch ein überdrüber Fahrwerk und entsprechenden Anbauteile wie ein wirklich schlagfester Motorschutz, Gepäckrahmen, odgl. aus und man liegt immer noch unter dem Neupreis einer T7.
Was hier von dieser Adventure übrig bleibt entspricht einem leichten Reisetourer mit ebenso leichten Offroadeigenschaften. Für mittelschweres Gelände ist diese für Ottonormal nicht zu gebrauchen. Ich wage sogar zu behaupten dass schlechte schlammige Singeltracks für dieses Motorrad schon die Grenzen aufzeigen. Zumindest nach einiger Zeit spätestens dem durchschnittlich trainierten Fahrer der das Gewicht dieser Fuhre handlen muss.
Warum man sich hier eine Sumovariante zur T7 wünscht verstehe ich bei diesem Kampfgewicht überhaupt nicht. Auch ist die Aussage dass dieses Gerät außer Konkurrenz steht nicht richtig. Siehe Suzuki.
PS: Ich hoffe es fühlt sich ob meiner drastischen Meinung niemand auf den Schlips getreten. Ist halt meine Ansicht.