Welcher Reifendruck beim M7 RR ?

  • Meine Frage bezog sich auf die Aussage von Gixxer1000 : 2,5 und 2,9 bar .
    Die Angaben der Betriebsanleitung kenne ich.


    Achso. 2,5 und 2,9 steht tatsächlich in der Bedienungsanleitung der SDR 1.0 (jedenfalls in der von 2014). Ich spare mir diesmal die Screenshots.

  • Also ich fahre auf der Rennstrecke mit wesentlich geringeren Drücken, vorne 1,8 und hinten 2,1 bar und meine bisherigen Sportreifen haben dabei nie überhitzt.


    Ich würde eher sagen, dass man mit dem hohen Druck ein Risiko eingeht, weil die Verzahnung dann schlechter ist und der Reifen schneller wegrutscht.


    Mit Slicks kann man wegen der steiferen Karkasse sogar vorne auf 1,6 bar runtergehen und hinten auf 1,9. außer man hat Außentemperaturen über 30 Grad.


    Ich fahre meine Slicks hinten mit 1,4 (heiß gemessen!). Aber das ist doch hier nicht das Thema.
    Slick ungleich Sportreifen ungleich M7RR.
    Ich bleibe bei meiner Aussage: M7RR auf dem Kringel nicht unter 2,4v und 2,4h (kalt gemessen). Und immer schön nach dem Turn Temperatur und Druck prüfen, damit man den Reifen nicht versehentlich überfordert.


    Ich finde den M7RR auf der Landstraße super. Und bei Regen ist er eine Macht!


  • Ich fahre meine Slicks hinten mit 1,4 (heiß gemessen!). Aber das ist doch hier nicht das Thema.
    Slick ungleich Sportreifen ungleich M7RR.
    Ich bleibe bei meiner Aussage: M7RR auf dem Kringel nicht unter 2,4v und 2,4h (kalt gemessen). Und immer schön nach dem Turn Temperatur und Druck prüfen, damit man den Reifen nicht versehentlich überfordert.


    Ich finde den M7RR auf der Landstraße super. Und bei Regen ist er eine Macht!

    Okay, vielleicht hast Du Recht. Ich habe Metzeler Racetec mit den niedrigen Drücken auf der Renne gefahren, die haben eine andere Mischung als die M7 aber dafür eine ähnliche Karkasse.
    Das Niedrigste, mit dem ich die M7 gefahren habe waren vorne 2,2 und hinten 2,4 bar. Das war dann allerdings bei kaltem Wetter und da war am Anfang zu spüren, dass das Lenkverhalten eindeutig unter dem niedrigen Druck gelitten hat.


    Nach ein paar scharfen Beschleunigungen und anschließenden harten Bremsmanövern war das dann aber wieder ganz normal und die Reifen haben sehr schön gehalten, obwohl es kalt war.

  • Also ich fahre auf der Rennstrecke mit wesentlich geringeren Drücken, vorne 1,8 und hinten 2,1 bar und meine bisherigen Sportreifen haben dabei nie überhitzt.


    Da hast du dich bestimmt verschrieben, du meinst bestimmt vorne 2,1 und hinten 1,8 vorne fährt kein Mensch so niedrige Luftdrücke, nicht einmal mit Slicks. :gute besserung:
    Im Übrigen ist der M7RR nicht zu empfehlen für so niedrige Luftdrücke, dafür ist die Karkasse nicht gebaut, 2,3 vorne und hinten 2,5 bar kalt gemessen ist schon das unterste aller Gefühle, keines Falls weniger. :amen:
    Ich fahre den M7RR nicht unter 2,5 bar vorne und 2,7 bar hinten und für die Rennstrecke gibt es geeignetere Reifen. :winke:

  • Jungs, hier gehts nur um den m7rr auf der Straße.
    Beim Thema bleiben!

    Landstraße vorne 2,4 hinten 2,7 bar. Damiit bin ich bisher bei Temperaturen über 10 Grad immer prima gefahren und habe ich keinen außergewöhnlichen Verschleiß gehabt. Hinterreifen hält rund 4.800 km. :winke:

  • Hallo zusammen,


    ich möchte mich hier mal einklinken... habe meine 1290 vor ein paar Wochen bekommen, und war die letzten Tage in den Dolos unterwegs.
    Montiert habe ich den M7RR.


    Ich fahre sicher nicht übertrieben sportlich, gerade so bis zur Kante. Ebenso bin ich nicht der Typ, der spät in die Kurven rein bremst und sich beim Rausbeschleunigen auf die elektronischen Helfer verlässt... schon gar nicht, weil ich das Moped ja erst ein paar Wochen habe.


    So, jetzt kommen wir zu meinem Problem mit dem M7, bzw. den Sachen, die mich stören:


    - in langsamen Kurven (2. Gang Kehren) wird das Moped ab einer gewissen Schräglage kippelig und fällt rein. Fällt zu weit rein und Vorderrad wird weich...
    - ich hatte noch nie so viele Rutscher - teilweise über beide Räder, teilweise ist das Vorderrad in einer Linkskurve komplett nach links eingeklappt (zum Glück gleich wieder gefangen). Hier rede ich mir erfolglos ein, dass der Teer einfach noch zu kalt, schmutzig, rutschig ist...
    - obwohl ich keine Lieblingsseite habe, fahren sich Rechtskurven "holziger" als Linkskurven
    - ich habe mittlerweile Null Vertrauen zum Vorderrad


    Ich wiege 91 kg. Das Fahrwerk auf Werkseinstellung für Solobetrieb.
    Druck fuhr ich anfänglich genau nach Anleitung v+h 2,5 Bar. Ein Absenken auf 2,4 Bar war ein Versuch, habe ich (natürlich) nicht gespürt, und weiter möchte ich nicht runter.


    Insgesamt versaut mit der Reifen grad den ganzen Spaß am Moped.


    Wundern tut mich das vor Allem, weil mir schon klar ist, dass es Heutzutage eigentlich keine schlechten Reifen mehr gibt.
    Die erwähnten Punkte bilde ich mir aber nicht ein...


    Jemand nen Tipp für mich?


    Danke und Grüße
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    wenn Du von den Dolos sprichst, z.B. von der Sella Ronda, dann hast Du es tatsächlich mit einem schwierigen Geläuf zu tun.
    Die Beläge an sich wären durchaus in Ordnung.
    Das Problem dort ist, dass offensichtlich dort irgendjemand mit dem Ölkännchen hingeht und eine Ölspur auf der Ideallinie zieht.
    Dadurch wird das Geläuf oft sehr rutschig und die von Dir beschriebenen Rutscher können jedem dort passieren.


    Der M7 RR ist einer der verlässlichsten Reifen, den ich kenne. Er ist absolut zuverlässig und er kippelt auf der SD-R auch nicht.


    Eine Frage, wie sitzt Du auf Deiner SD-R, in welcher Stellung ist Dein Lenker? Drückst Du das Motorrad, legst Du Dich rein oder fährst Du Hang-off?

  • Ich lehne mich mit dem Oberkörper zum Lenker und in die Kurve. Drücken tue ich eigentlich nie, evtl. mal in Haarnadelkurven, oder wenn ich schnell ausweichen muss.
    Lenkerstellung ist original.


    Danke

  • Okay, klingt nicht so, als ob Du etwas verkehrt machen würdest.


    Ich empfehle Dir jetzt folgendes:


    gehe auf einen großen Parkplatz und fahre dort mal Kreise in beide Richtungen.
    So kannst Du auf recht sichere Weise und mit relativ wenig Tempo feststellen, ob Dein Reifen wirklich rutscht.
    Beim Kreise fahren würde ich drücken, damit Du den Reifen auch wirklich bis zum Rand runter bringst.
    Wenn Du dabei Dein Tempo nur langsam steigerst, dann kannst Du sehr sauber "erfahren", was der Reifen macht.


    Ich würde vermuten, dass Du dabei feststellst, dass Du sozusagen den Lenker fast bis zum Boden bringst, ohne dass da etwas rutscht.
    Der M7 RR bietet sehr verlässlichen Gripp. Als Kaltdruck kannst Du ja vorne 2,5 und hinten 2,9 bar einstellen.


    Wenn Du das gemacht hast, bekommst Du auch wieder Vertrauen zu Deinem Reifen, weil Du weißt, was im Zweifelsfall geht.


    Solltest Du allerdings bei dieser Übung wieder Rutscher haben, die tastächlich auf mangelnden Grip zurückzuführen sind, dann würde ich den Reifen reklamieren und austauschen lassen.


    Falls aber alles in Ordung sein sollte, rate ich Dir, in den Dolomiten noch stärker die Straße zu "lesen", d.h. auf Öl- und Benzinspuren zu achten. :winke: Dann kannst Du Deine Linie anders ausrichten und Rutscher vermeiden.

  • Danke für Deine Hilfe - auf einem Parkplatz üben wird deshalb nicht viel bringen, weil man da über den ersten - evtl. 2. Gang - nicht raus kommt.
    In diesem niedrigen Geschwindigkeitsbereich braucht man wegen fehlender Fliehkräfte keinen Gripp. Da geht es eher um Ballance.


    Ich werde einfach weiter testen... Wenn ich nächste Woche wieder zuhause bin, kommt evtl. ein anderer Reifen drauf.


    Trotzdem Danke und viele Grüße
    Andreas

  • Kommt darauf an, wie groß Du Deine Kreise machst.
    Aber es sollte schon möglich sein, Kreise mit 60 km/h zu drehen.
    Und schneller wirst Du ja wohl kaum je in einer Kehre in den Dolomiten fahren.
    Damit ist das absolut vergleichbar.
    Hochgeschwindigkeitskurven kannst Du so natürlich nicht simulieren, aber Du hast Deine Rutscher ja wohl nicht bei 100 km/h gehabt, sondern in den engeren Kurven, wo Du so ein Tempo gar nicht erreichen kannst.


    Verstehst Du?

  • Ich würde es zusätzlich mal in langsameren Kurven und Spitzkehren mit Drücken probieren statt Legen. Du kommst schneller und schöner ums Eck...


    Bin den M7RR lange gefahren und hatte trotz Wemsarien nie Ärger mit ihm. Allerdings kenne ich es, wenn man das Vertrauen in einen Reifen verloren hat. Da hilft m.M.n. nur ein Wechsel, sonst fährst du immer wie auf rohen Eiern und wartest auf irgendwelche Symptome. Vertrauen in den Reifen ist für mich für den Fahrspass unabdingbar... wie wärs mit dem Rosso 3 als Alternative?

  • Kommt darauf an, wie groß Du Deine Kreise machst.
    Aber es sollte schon möglich sein, Kreise mit 60 km/h zu drehen.
    Und schneller wirst Du ja wohl kaum je in einer Kehre in den Dolomiten fahren.
    Damit ist das absolut vergleichbar.
    Hochgeschwindigkeitskurven kannst Du so natürlich nicht simulieren, aber Du hast Deine Rutscher ja wohl nicht bei 100 km/h gehabt, sondern in den engeren Kurven, wo Du so ein Tempo gar nicht erreichen kannst.


    Verstehst Du?

    Ja, da gebe ich Dir absolut recht... Heute war ich nochmal 400km im Friaul und Dolomiten unterwegs.
    Mittlerweile kann ich das Phänomen simulieren. Es ist immer in langsamen Kehren. Das Einlenkverhalten ist fürchterlich kippelig.
    Ich bremse aber nur mit der Hinterradbremse rein. Vorne gebremst, würde es ja kippen, wenn man die Bremse löst...


    Es kippelt, kippelt, kippelt,... ein bisschen zu weit reingekippelt, wird das Vorderrad wird weich, bzw. klappt ein...

    Einmal editiert, zuletzt von Captainslow ()

  • Hmmm, das klingt echt total seltsam... :denk:


    Noch eine Idee:


    Ist Dein Hinterreifen möglicherweise etwas eckig angefahren? Also hast Du nur noch wenig Profil in der Laufflächenmitte aber noch mehr Profil an den Flanken?

  • Hallo ,




    Heute, 20:58
    Michelin Power 3


    Mit dem Power 3 triffst Du bestimmt eine sehr gute Wahl, wenn es um Stabilität geht !!! :Daumen hoch:
    Aber der Power 3 ist ein Supersport Reifen, der ist viel sportlicher, als der Conti.


    wenn Ihr hier den PIPO 3 meint - den habe ich gleich nach der Originalbereifung schon gefahren !
    Am Anfang der Reifen vor dem Herrn , da ja 2014 die Erstbereifung - das Kurvenunweilligste war
    was ich bisher auf der 1290 SD-R gefahren bin .
    Die Erstbereifung war von den Testern auch hochgelobt - der Schrott .
    Der PIPO 3 war top bis ich mich in irgendeiner engen Passage verschätzte - etwas Nachdrückte und
    die Hinterhand beim Gas geben wegschmierte !
    Habe wirklich damals Schwein gehabt - daß es mich nicht legte , da es für mich richtig überraschend war .
    Habe das Spiel - in übersichtlichen 180° Kurven beliebig reproduzieren können .


    Schöne saubere Schräglage - etwas tiefer drücken - und beim weich Gas geben (trotz eingeschalteter TC )
    kommt der Arsch richtig rum (bricht aus und Moped steht quer) .


    Nun gut , es wird hier vielleicht Typen geben - die so Lenken wollen , aber mir war das Spiel dann doch
    etwas zu derb .
    Der PIPO 3 hat durch die Schmiererei bei mir nur etwa 2500 km gehalten . Da der Vorderradreifen ohne
    Fehl und Tadel war , zog ich einen CT 2 Hinten auf . Mit dem Reifen lies sich das Wegschmieren nicht
    wiederholen .
    Da ein komisches Bauchgefühl blieb , war ich mit Michelin 2014 fertig .


    Mit dem M7RR (habe da einige Sätze verbraten v/h 2,5/2,9) war ich eigentlich zufrieden - etwas zu weich .
    Als ich mal vom S 21 auf M7RR zurückgewechselt hatte - kam mir die Rückmeldung vom Vorderrad
    reichlich verwässert vor .
    Im Regen habe ich bis zum heutigen Tag nichts besseres gefahren !


    Sollte noch erwähnen , daß ich gerade der Sensiebelst bin - oder Flöhe husten höre .
    Das bedeutet - wenn ich was bemerke , so kann es jeder andere auch bemerken !
    Wenn ich mir so die Reifentest´s anschaue - frage ich mich , wie die zu den Laufleistungen
    kommen , die sie angeben ?
    Obwohl ich Materialschonend unterwegs bin , erreichen die Reifen bei mir nur etwa die halben
    Kilometeranzahl als im Test . Von dem her betrachtet halte ich von den Test´s nicht all zu viel.


    Momentan fahre ich den Conti Road Attack 3 und kann ihn nur wärmstens Weiterempfehlen .
    Hält bei mir Hinten 5000 - 5500 km Trotz Seealpen oder Sardinien . Es sollte aber der Vorderreifen
    immer gleich mit gewechselt werden , da er 500 - 1000 km später kippelig wird .
    Meine 1290 SD-R zeigt gerade 99 483 km an .


    Gruß Kurt

  • Sorry, meine Aussage bezog sich auf den Michelin Pilot RS, ich habe gerade nochmal nachgeschaut.


    Der wurde jetzt aktuell getestet.


    Der Pilot Power 3 ist aber auch nicht für besondere Rutschigkeit bekannt gewesen. Allerdings wurden die Reifen nie auf einem so drehmomentstarken Motorrad wie der Super Duke getestet, deshalb ist so ein Erfahrungsbericht schon viel wert!!! :Daumen hoch:


    Der Power RS wird im aktuellen Test als sehr stabil in Kurven beschrieben. Allerdings ist er dadurch nicht der Handlichste in Wechselkurven.


    Wer sich selbst unabhängig informieren möchte, kann das z.B. auch bei http://www.mopedreifen.de tun, wenn er den Fachzeitschriften nicht so traut. Die geben auch immer interessante Empfehlungen für den jeweiligen Motorradtyp. :Daumen hoch: