Fahrwerk einstellen Superduke 1290 3.0

  • Hallo, ich habe ne Evo mit Tech und wollte fragen, ob einer mir bei den individuellen Einstellungen helfen kann. Habe noch nicht viel ausprobiert. Eher mal mit Automatik und Antidive, Höhe Standard gefahren. Bin 190 ohne Montur knapp 100 kg. Vllt gibt es jemanden der sich mit der Einstellerei auskennt oder zumindest Anhaltspunkte geben kann.


    Viele Dank für eure Hilfe.


    Alex

  • Jetzt geht das Einstellen und Ausprobieren eh schon so einfach wie nie - warum nicht einfach probieren was dir am besten taugt?

  • mal ganz davon abgesehen das er on Timbuktu wohnt...

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Hi zusammen,

    an meiner 1290R 2023 EVO - 1200km - habe ich folgende Beobachtungen - ggf. kennt das jemand (übrigens bin ich ULTRA happy mit dem EVO Fahrwerk insb. bei schlechter Fahrbahn - fühlt sich einfach alles an die neuer Asphalt -einfach geil).


    1) ab und zu wenn man durch große Schlaglöcher / Gullis fährt, es es gefühlt eine Art "Klack" - anstatt ein softes Ausgleichen der Gabel. Ist nicht sonderlich schlimm oder störend aber fiel mir auf - kennt das jemand? Fiel mir auch erst nach dem 1000er auf.


    2) Bremsen (gehört nicht ganz hier her) - Druckpunkt ist einfach - insb. in vergleich zu m50 monoblock die ich noch zuhause an der Duc Diavel habe oder Stylema an der SFv4 - schlecht - und die Bremswirkung demnach (noch gut) aber im Vergleich echt unterirdisch - ob da einfaches Entlüften hilft..?


    Danke und VG

  • Da ist die Gabel zu weich eingestellt und zum anderen erstmal andere Bremsbeläge benutzen.

    "Drehmoment ist das, was dir, die Falten aus dem Sack treibt." :peace:

  • - Preload habe ich anfangs aufs Gewicht eingestellt. Nun Auto Standard. Ohne Gewicht, also drauf sitzen, einstellen.

    Meines Erachtens ändert sich auch die Höhe des Hecks. Aber die Mehrheit sagt nein…😂


    - Ansonsten fast nur Fahrmodus und Dämpfung street und kein Antidive.

    - Klacken tut nichts. Habe die pp gabelbrücke. Und Lenkungsdämpfer. Sie hobelt alles weg, wie meine alte lc4.

    - Bremse: ging mir mit dem Druckpunkt genauso. Und das Kommen der Kupplung war für mich ungewohnt sehr früh.

    - Abhilfe hat bei mir der KNZ von Oberon gebracht und die HC3 auf beiden Seiten.

    Vorteil der Kupplung: keine bremsflüssigkeit mehr. Sondern hydrauliköl.

    - Plus vorne andere Bremsbeläge. War eine Empfehlung von taxidriver. Weiß aber nicht genau, ob es AP sind. Sind bissiger. Quietschen tut nix.

  • ich hole hiermit einen älteres Thema wieder mal nach vorne: nachdem ich mich nach 2300km so langsam auf meiner 23er SDR (ohne EVO) zuhause fühle, habe ich nun angefangen mir über das Fahrwerk Gedanken zu machen.


    Nach dem Lesen der Posts hier im Thread wundere ich mich, dass die Mehrheit mehr Handlichkeit fordert, Andere aber auch weniger davon. Superduked/Eric ist ja z.B. auch vehementer Forderer von mehr Handlichkeit.


    Ich selbst (ca93kg fahrfertig, Lenker mit wenig Kröpfung, Sitzbank +3cm, Michelin Road 5 zum Einfahren & Anfreunden; KURVIGE LANDSTRASSE) bin aktives Mitglied der WENIGR-Partei: beim Einlenken und im Kurvenverlauf auf der Landstrasse ist die SDR mir eher zu agil und ich muss sie mit ruhiger Hand auf meiner Wunschlinie führen. Für Herumeiern ist sie immer gerne zu haben, aber eigentlich mag ich es eher mit leichtem Nachdruck. Auf der Geraden habe ich übrigens keinerlei Probleme mit Nervösität, auch nicht im Kurvenausgang bei ruppigem Untergrund.

    Des Weiteren habe ich vom Dämpfer das Gefühl, daß er tendenziell zu sehr wegsackt: wenn das Heck im Kurvenverlauf tief liegt erklärt das jedoch nicht direkt, die Agilität. Es sei denn die Zugstufe schwächelt (Wippe), hier ist mein Zwischenstand 9 auf.


    Ein weiteres Kuriosum ist, daß ich das Fahrwerk (v+h) bei Kanten/Fugen/Schlägen wirklich OK finde, nachdem ich hinten High-Speed Comp komplett aufgedreht habe, und sogar besser im Vergleich zu meiner von GL-Suspension überarbeiteten SAR - man glaubt es kaum.


    Nachdem ich einen frühen Beitrag von Kondos gelesen habe, mache ich mir nun über das Einsacken der Gabel Gedanken… werde ich als nächstes messen! Da die Gabel eine Negativ-Feder hat, hatte ich erst mal die Gedanken an das Arbeiten mit der Vorspannung komplett verworfen…

    Vorne und Hinten habe ich die Vorspannung auf der 0 Markierung.


    Wäre Dankbar für Eure Ideen & Vorschläge!


    Was noch übrig bleibt, und meine Hauptfrage: wieviel Gabelüberstand fahrt ihr? Bei mir sind 3 Ringe sichtbar, ca 7mm

    Die Gabel abzusenken, wäre noch eine Möglichkeit.

    2 Mal editiert, zuletzt von Wintersun ()

  • Steck die Gabel 2 Ringe weiter raus, (1 Ring sichtbar) dann wird der Geradeauslauf stabiler. Der Power 5 kann auch als nervös oder überhandlich empfunden werden.


    Die Federvorspannung an der Gabel kannst du gerne auf Stufe 3 drehen. Bringt aber nicht mehr als 5 mm.


    Federvorspannung hinten auf 4 -5?

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    Einmal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • Steck die Gabel 2 Ringe weiter raus, (1 Ring sichtbar) dann wird der Geradeauslauf stabiler. Der Power 5 kann auch als nervös oder überhandlich empfunden werden.


    Die Federvorspannung an der Gabel kannst du gerne auf Stufe 3 drehen. Bringt aber nicht mehr als 5 mm.


    Federvorspannung hinten auf 4 -5?

    So ich bin nun erst mal mit der folgenden Einstellung zufrieden, werde aber demnächst noch ein wenig experimentieren:

    - Gabelüberstand: 0mm (bündig mit Rohrende, ab Werk ca 7mm)

    - Vorspannungverstellung merkt man tatsächlich! Mache mit +3 weiter.


    Alles in allem denke ich das mein LSL Lenker und die Sitzbank mit +3cm dazu führen, dass ich mehr Last aufs VR bringe, was dann die zusätzliche Agilität bedingt... .


    Hinten bin ich bei der 0 Markierung, werde aber nochmal mit mehr Vorspannung experimentieren. (Warum habe ich im Winter überhaupt die +15mm Heckhöherlegung gekauft :kacke:)

  • pasted-from-clipboard.png


    Der Bruch schaut eher nach anziehen aus...
    Aber ja, hast schon Recht, die Dinger sind alle so weich, ich hab schon x kaputte Gewinde gehabt und das nur durch vielfaches ein und ausdrehen (immer mit Drehmoment).

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...

  • (Warum habe ich im Winter überhaupt die +15mm Heckhöherlegung gekauft :kacke:)

    Weil das nicht gut funktioniert.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • und sogar besser im Vergleich zu meiner von GL-Suspension überarbeiteten SAR

    Dann lass mal die 3er überarbeiten 😉

    Ich hatte ne SAS, die war nach der Überarbeitung ähnlich "angenehm" wie die 3er SDR im Serientrimm, mittlerweile war die 3er SDR ebenfalls beim Überarbeiten, das ist deutlich spürbar, insbesondere was die Agilität betrifft!
    Meine SDR fährt sich ähnlich unangestrengt wie eine 890er, Handling geht Richtung Mountainbike 😄



    pasted-from-clipboard.png


    Mit LSL XD2 und dem Race Seat von Racefoxx + 2 cm Auflage, passt dann auch die Sitzposition, was das Handling/die Agilität natürlich nochmal verbessert.

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...

  • das Bike sieht mal mega aus :knie nieder:

  • Meine SDR fährt sich ähnlich unangestrengt wie eine 890er, Handling geht Richtung Mountainbike 😄

    Auch haben will ...


    Mein Fahrwerk ist Serie und es wurde noch nichts auf mich eingestellt. Wollte zuerst ein paar Reifenmarken testen. Aktuell ist der Power6 drauf, der mir die ersten 300km auch schon mal ganz gut taugt. Aktuell bin ich in den letzten 5 Monaten knapp 10k km mit dem Bike gefahren - sollte also darauf eingeschossen sein.


    An sich habe ich am Fahrverhalten nur zwei Beanstandungen:

    • Ab 160 "pumpt" das Federbein auf welligen Abschnitten in mittleren Schräglagen. Stört mich nicht sonderlich.
    • Sie ist mir in engen Kurven hinten gefühlt zu tief (komme mir vor wie auf einem Chopper). Es fühlt sich mit mehr Federvorspannung (+10) richtiger und deutlich besser an.
    • Sie ist mir ab ca. 80km/h nicht agil genug und dürfte gerne williger einlenken. Bis 60km/h ist alles super... Habe mir sagen lassen dies liege an den relativ hohen Kreiselkräften des Bikes im Vergl. bspw. einer 890?

    Weil ich mit 90kg zu schwer für die Originalfeder bin, wird diese demnächst gewechselt. Im Zuge dessen denke ich über eine Heck-Höherlegung und / oder das weitere Durchstecken der Gabel nach.


    Auch werde ich den Lenker mal auf die hintere Position montieren. Denn wenn das beim Motorrad analog zum Fahrrad ist, dann dürfte sie sich dadurch etwas agiler anfühlen.


    Sobald ich das Grundsetup habe auf welchem ich mich wohl fühle, gebe ich sie zu GL Suspension für's Feintuning. Ein neues Federbein ist mir angesichts der derzeit mangelnden Probleme zu teuer. Deswegen der angstrebte Versuch über die Heck-Höherlegung.


    Aktuelles Dilemma: die einzig legale Höherlegung für Modelljahr '23 hat gleich 35mm. Weiß nicht ob das etwas zu viel des Guten ist und ob ich den Ständer verlängern müsste.

    Die 15mm von Metisse haben nur ABE für das Modelljahr '22. Wobei wenn die Maschine zur '23 baugleich ist, frage ich mich ob ich das Teil eingetragen bekäme.

    Die deutlich teureren Sportlinks von Superduked gäbe es zwar nur ohne Papiere, dafür aber in unauffäligem schwarz.


    Das zu tiefe Heck stört mich mehr wie das Pumpen (welches sich durch korrekte Feder und einstellung geben sollte).


    Die Gabel war und ist so montiert:


    Gabel.jpeg


    Was soll ich E.M.n. tun um die Kiste etwas verspielter zu bekommen?


    Besten Dank für Euren Input im Voraus!

  • Soso. Zuallererst solltest du das Fahrwerk vernünftig einstellen (lassen).

    Wenn ich mir den Beitrag noch mal durchlese, so sollte da ein Fachmann ran.

  • Soso. Zuallererst solltest du das Fahrwerk vernünftig einstellen (lassen).

    Schon klar. Nur was ist der erste (preiswerte) Schritt?


    Ein Fahrwerksprofi riet mir zu einem in der Länge angepassten Öhlins Federbein. Dies ist mir aber angesichts des Mangels an echten Problemen zu teuer. Ich solle die Heckhöherlegung einfach mal ausprobieren.


    Das tiefe Heck bzw. das daraus resultierende Verhalten in Kurven gefällt mir definitiv nicht und muss geändert werden. Kann auch sein, dass das Phänomen mit der passenden Feder sich erledigt?


    Die Gabel kann ich noch maximal 1 cm durchstecken. Keine Ahnung, wie viel das im Fahrverhalten ausmacht.


    Wenn es die 15mm Höherlegung mit ABE gäbe, hätte ich die schon bestellt.


    Was wurde an den Maschinen die bei GL Suspension waren für den viel zitierten Tausender genau gemacht?

  • War bei mir, die 1000Km Einfahren exakt so wie dir, danach ging sie direkt zu GL-Suspension zur Fahrwerksüberarbeitung, das hat nichts mit Feintuning über Einstellen zu tun, er überabeitet das Fahrwerk mit anderen Komponenten, z.B. Shim Paket, Öl und ggf. Federn.


    Den Blödsinn mit Heckhöherlegung und Gabel durchstecken kannst du dir sparen, dass ist danach nicht mehr notwendig. Bin eine gefahren mit Serienfahrwerk und 15mm Höherlegung über Umlenkung, ich fand das Fahrverhalten, freundlich ausgedrückt, "komisch". Weiter oben gibt es einen Kommentar von Kondos zu dem Thema, recht hat er, dass funktioniert einfach nicht richtig, weiß auch nicht, warum sich immer noch Leute finden, die behaupten danach wäre es besser, kann mir nur vorstellen, dass man nicht zugeben möchte, dass man sich "verkauft" hat.

    Die Feder tauscht er bei der 3er sowieso, die originale ist viel zu weich (ich hab übrigens auch ca. 90 kg).

    Neues Federbein verbaut er nicht, auch keine anderen Gabelfedern.

    Was soll ich E.M.n. tun um die Kiste etwas verspielter zu bekommen?

    Bring sie zum Vogt, sag ihm was dich am Fahrverhalten stört und lass ihn machen - weniger Aufwand für Dich, du fängst keine 5 Mal an mit irgendwelchen Maßnahmen und bist am Ende mit geringstem Aufwand zufrieden.

    Preis inkl- Aus- und Einbau (also wenn du das Mopped am Stück hinstellst) liegt bei um die 1000€ inkl. der Feder und natürlich die Überarbeitung der Gabel.
    Für das Geld bekommst du maximal ein Wilbers Federbein, welches auch nicht besser arbeitet als das überarbeitete OEM-Teil.



    Ergänzung: Vergiss das mit dem Gabel durchstecken, so viel Bodenfreiheit hat sie dann doch nicht um sie noch weiter zu reduzieren 😜

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...