Reifen 890 Adventure R

  • Schon mal den Heidenau K60 Scout in betracht gezogen?
    Hab aktuell 9 Tkm drauf, vorne und hinten, und er ist für meine Geländebedürfnisse vollkommen ausreichend.
    Da gehen noch locker 5-6 Tkm drauf.
    Ein einziger Makel ist, dass man ihn die ersten paar km warm fahren muss, dann ist er aber auch auf der Strasse super.


    DlzG Klaus

    Leiðin er markmiðið.
    1988 - Suzuki 250 X7
    2015 - Suzuki 1200S Bandit
    2017 - KTM 1050

    2024 - KTM 890 Adventure R

  • Sorry Hawkeye, das deckt sich überhaupt nicht mit meinen Erfahrungen. Der kann im Gelände nix und die flotte Gangart ma er auch nicht. Da sind die beiden vorher genannten Reifen in beiden Bereichen besser. Der Scout schränkt die möglichen Fahrleistungen der 790/890 ein. Was bleibt ist ein guter Tourenreifen für zügiges fahren mit hoher Laufleistung (je nach Gashand).

  • Ich möchte mich hier auch mal einklinken, weil meine Frage genau dazu passt:


    TKC 70 (Rocks) vs Trailmax Raid


    Der Raid ist offroadlastiger, eh klar. Aber ist er wirklich viel bzw. merkbar schlechter auf der Straße? Nassgrip?


    Der TKC 70 ist ja top auf der Straße, aber wenig Seitenführung am Vorderrad im Schotter.


    Hatte kurzfristig den Mission drauf, der war Katastrophe am nassen Asphalt.


    OSSI hat ja eine ähnliche Frage gestellt

    Jage nicht, was du nicht töten kannst!

  • Den TKC 70 hatte ich auf der 790 noch nicht und Vergleiche von anderen Mopeds, Reifendimensionen sind nicht Aussagekräftig.

    Der Raid is sehr gut bei Nässe, macht auch auf trockener Straße spaß und ist den Fahrleistungen der 790/890 gewachsen. Man darf halt nicht erwarten das er die Präzision, Laufruhe, Performance eines reinen Straßenreifens hat. Im Gelände macht er auch einen guten Job, Seitenführung und Grip passt. Auch hier darf man nicht die Ansprüche eines AX41, Anakee Wild, TKC 80, etc. haben. Wer sich's wirklich richtig im Matsch geben will, is meiner Ansicht nach sowieso mit allen hier genannten Reifen und auch einer Reiseenduro falsch bedient. Stollenreifen haben mehr Verschleiß und Laufleistung generiert man, falls gewünscht, rechts mit dem Spaßdrehregler.

  • Seh den tkc 70 schon eher als Straßenreifen, mann kann fast so anrauchen wie mit einem cta3 oder meridian. Wenn der Raid ähnlich ist, dann wäre das die Eierlegendewollmilchsau für mich und meinen Anwendungsbereich.

    Gutmütig im Grenzbereich wäre nett und nicht wie der Mission, welcher blitzartig den Grip auf der Straße verliert. Sportlich gefahren versteht sich

    Jage nicht, was du nicht töten kannst!

  • Auf der Straße gleichwertig? Verstehe ich das richtig?

    Ja machst Du. Wie gesagt hat der Raid mir nie ein Gefühl der Unsicherheit vermittelt, habe vorder wie Hinterreifen auf Kante runtergefahren und er fühlte sich gut an.

    Keine Ahnung ob andere hier fahren wie Max Biaggi oder so, ich bin auf dem Circuit Meppen aussen an Vögeln im Einteilerlederkombi auf ihrer Streetriple vorbeigefahren.

    Der Raid ist auch auf Asphalt ein guter Reifen und im Dreck mit Sicherheit besser als ein TKC 70.

    Ob der TKC onroad noch mehr kann, kann ich nicht beantworten, da mein persönliches Geschwindigkeits/Schräglage Limit nicht Reifen abhängig ist.

    :driften:

  • Auf der Straße kannst ihn querdynamischon schon gut belasten, hat auf der RDGA und sonstigen Alpen in den Kurven gegrippt ohne Ende. Beim Anbremsen und beim Rausbeschleunigen merkt man das durchaus niedrigere Gripniveau als zB ein 90/10er wie der Meridian.

    Handlichkeit ist auch deutlich schlechter als beim Meridian. Und der brummt wie ein Laster.

  • Fahre den Dunlop Trailmax Raid auf der 950 S (war dieses Jahr damit auch in Tunesien und es gab für mich weder onroad noch offroad was zu meckern), auf der 890 R und demnächst auf der 701 Enduro - und das würde ich nicht machen wenn er mir nicht zusagen würde.

    Aber auch bei Reifen gehen die Meinungen auseinander, ein Kollege mag ihn überhaupt nicht und schwöt auf den Mitas E-07+ Enduro Trail der durch den Enduro Trail + ersetzt wurde (auch den bin ich auf der 950 S gefahren und war zufrieden).


    Den Michelin Anakee Wild hatte ich mehrmals auf der Yamaha XT 660 Z Ténéré drauf (2020 z.B. auch in Marokko) und auch dieser Reifen hat einen guten Dienst verrichtet, erreicht aber nicht die Laufleistung vom Mitas oder Dunlop.


    Man muß sich halt auch darüber im Klaren sein, das es keine Wettbewerbsreifen sind, weder onroad noch offroad, mit abnehmendem Profil offroad immer mehr an Grip verlieren und bei Matsch oder Lehm gibt sowieso jeder Reifen hübsch.

    Gruß Roland :winke:

  • Den Michelin Anakee Wild hatte ich mehrmals auf der Yamaha XT 660 Z Ténéré drauf (2020 z.B. auch in Marokko) und auch dieser Reifen hat einen guten Dienst verrichtet, erreicht aber nicht die Laufleistung vom Mitas oder Dunlop.

    Wie war bei dir die Laufleistung, in % (KM sind sehr individuell) und wie war dein Eindruck bei den Offroad Fahrleistungen der drei?

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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  • Im Gelände war der Michelin Anakee Wild am überzeugendsten, Mitas E-07+ Enduro Trail und Dunlop Trailmax Raid auch nicht schlecht jedoch mit leichten Vortelen beim Dunlop Trailmax Raid.


    Onroad konnte der Michelin auch erstaunlich gut, da war ich echt überrascht weil er doch das am meisten offroad ausgeprägte Profil hat. Auch da hielten sich der Mitas und der Dunlop ziemlich die Waage mit ebenfalls leichten Vorteilen beim Dunlop.


    Onroad bei Nässe ist der Dunlop gegenüber Michelin und Mitas unschlagbar, bei der Kilometerleistung waren bei mir keine gravierenden Unterschiede wobei ich aber der Meinung bin, daß speziell der Anakee Wild hinten auf einem leistungsstärkeren Moped als es die XT 660 Z Ténéré ist dann wohl eher das Nachsehen hat.


    km-Leistung Michelin Anakee Wild auf der XT 660 Z Ténéré war 2x rund 7000km (auf ner KTM mit rund 100PS wird's da ziemlich sicher weniger sein)

    km-Leistung Mitas E-07+ Enduro Trail auf der 950 S war rund 10500km

    km-Leistung beim Dunlop Trailmax Raid kann ich keine endgültige Aussage treffen => wurde bei der 950 S erst 2 Monate vor der Abfahrt nach Tunesien montiert und hatte dann bereits 1300km drauf und bekam dann durch den Tunesientrip noch 5400km dazu (also in Summe bisher 6700km) ist aber noch mindestens für 3000 bis 3500km gut / bei der 890 R ist er fast neu (3240km) und für die Husky 701 erst in der Garage und noch nicht montiert.


    In Summe gesehen sagt mir halt der Dunlop Trailmax Raid am meisten zu (besonder auf nasser Fahrbahn), aber wie erwähnt ist auch da viel persönliches Empfinden dabei. Keinen der drei erwähnten Reifen würde ich als schlecht bezeichnen, auf der letzten Rille fahr ich nie, zu 70% Urlaub mit einigem Gepäck und langen Etappen.


    Würde mich als sportlichen Tourenfahrer bezeichnen - kommt schon manchmal vor, daß der Gashahn ordentlich geöffnet wird ist aber nicht die Regel. Im Nassen fühle ich mich generell nicht wohl und fahre da vermutlich sogar übervorsichtig.


    Da die Laufleistung generell sehr vom Fahrstiel, vom Terrain, von der Beladung usw. abhängt ist es aus meiner Sicht komplett egal ob sie in km oder in % angegebn wird :zwinker:

  • Ich bin der Meinung, dass wenn der Michelin seine Vorteile aufgrund des mehr an Negativprofil ausspielen soll, es nicht gut für den Reifen ist, wenn man damit lange Anfahrten, oder Touren machen will. Bei mir hat der auf dem ACT Kroatien seeehr gelitten (Anfahrt mit Transporter, ohne Tag 1) Für den nächsten ACT werde ich mir hinten nen neuen drauf machen. Gemäß Vorschrift ist er locker noch OK. Aber als "Stollenreifen" für mich nicht mehr zu gebrauchen. Hat auch diverse Schnitte hinten und Anrisse an den Stollen.


    Ich komme somit mit dem Reifen ca. 3000 Kilometer.

  • Jeder der genannten Reifen ist einem bereits gefahrenen im Gelände überlegen, wenn erst 100 km damit abgespult wurden wird wohl kaum ein Unterschied sein.


    Bei den Urlauben Marokko und Tunesien war die Anfahrt nach Genua zur Fähre jeweils 540km und das merkt man dann schon. Und man konnte auch merken, daß jeder der genannten Reifen besonders im Gelände im Laufe des Urlaubs immer "schlechter" wurde.

    War jedoch kein gravierendes Problem da es sich nicht um sowas wie ACT Kroatien handelte sonder um vergleichsmäßig "leichtes" Gelände. Ein paar knifflige Stellen waren dabei, aber mit meinen Fahrkünsten und der Menge an Gepäck hätte da auch ein echter Crossreifen seinen Spaß mit mir gehabt :grins:


    Wenn man die Möglichkeit hat die Anfahrt mit Transporter zu absolvieren ist das natürlich optimal, leider hab ich das nicht und trotzdem ist es bisher gut gegangen.


    Meiner Meinung nach wird es für einen Tourenfahrer immer ein Kompromiss sein den er für sich selbst entsprechend der Anforderungen ausmachen muß - wenn ich ne Tour plane bei welcher der Onroadanteil überwiegt werde ich mehr Augenmerk auf Onroadtauglichkeit legen und bei mehr Offroadanteil halt mehr auf Offroadtauglichkeit.


    Wenn ich "Rennfahrer" onroad bin wird's wohl ein kompromissloser Onroadreifen werden und wenn ich motocrosslastiger unterwegs bin eben ein deutlich offroadlastiger Reifen.


    Ich bin schon lange auf zwei Rädern unterwegs und muß sagen, daß da die Entwicklung schon extrem zugelegt hat. Früher (also vor 35 bis 40 Jahren) gab es keine solchen "Eierlegendewollmilchsäue" wie heute und es wird zu meiner Lebzeit auch keinen Reifen geben, welcher in allen Disziplinen 100% performt.

    Ich bin auch der Meinug, daß man solche Reifenbeurteilungen eher als Anhaltspunkt betrachten soll, letztendlich spielt die eigene Erwartung, das eigene Empfinden usw. viel mit womit man sich wohlfühlt.

    Gruß Roland :winke:

  • Einfahrzeit war gleich Null, sofort sehr griffig. Und leicht aufzuziehen ist er auch noch.


    Beides kann ich bestätigen (Dunlop Trailmax Raid) :Daumen hoch:


    Hab das bzgl. Einfahrzeit in einem anderen Forum gelesen, gleich mal gemerkt da könnte was dran liegen und bin gleich nach dem Aufziehen ziemlich rasch sukzessive immer schneller gefahren. Wollte es aber dann doch nicht übertreiben und hab dann wieder auf "Einfahrtempo" reduziert.


    Und auch bzgl. Einfahren scheiden sich die Geister, meine Erfahrung spricht dafür und ein weiterer Kollege hällt es für Blödsinn :rolleyes:

  • Ich finde das kommt auf den Reifen an. TM Raid und STR haben bei mir fast out of the Box funktioniert und hatten auch später ohne groß warmfahren grip. Der E07+ und der aktuelle Scout hingegen benötigen einfahren und Betriebstemperatur.

  • bzgl. Einfahren meinte ich, daß ein Reifen, welcher sagen wir mal so 400 bis 500 km schonend "eingefahren" wird, danach eine längere Lebensdauer hat als einer der gleich von Beginn an rangenommen wird.

    Ich vergleiche das immer mit neuen Bremsscheiben und/oder Bremsbelägen, die soll man auch behutsam "einfahren" damit sie z.B. nicht glasig werden.


    Ich hab das mal vor laaaaanger Zeit in einer Motorradzeitschrift (ich glaub es war Der Reitwagen) gelesen, hab's dann beim nächsten Reifenwechsel gemacht, bin seitdem überzeugt es hat was gebracht und darum mache ich es auch heute noch immer so mit neuen Reifen.

  • Danke für deine Antwort.

    km-Leistung Michelin Anakee Wild auf der XT 660 Z Ténéré war 2x rund 7000km (auf ner KTM mit rund 100PS wird's da ziemlich sicher weniger sein)

    Bei mir hielt der Wild auf der 890R adv 2x rund 8000km bis knapp bei 1.6mm.


    Ich schrieb % weil absolute Km im Internet immer subjektiv sind, bei gleichem Mopped/Beladung/Nutzung/Fahrer kann die Erfahrung so vergleichbar angegeben werden.


    Bei 2mm darf man Offroad nicht mehr viel erwarten, bei meiner Fahrweise merke ich ab 50% Profil einen Unterschied.

    Da ich nur noch im Urlaub Mopped fahre (Stollen), nehme ich meist einen Satz (oder 2)neue Reifen hinten drauf und mache die Anfahrt auf der AB mit den alten und lasse kurz vor oder im Ziel die Reifen wechseln.

    Dann sind die im Urlaubsgebiet frisch und auf der Heimreise werden die restlichen mm vom Profil weggerubbelt.


    Mopped/Beladung/Nutzung/Fahrer:

    Reifengrösse spielt auch eine Rolle, bei meiner XT660Z habe ich den TKC80 mehrmals drauf gehabt.

    Hinten immer 130er und dann mal als 140er, der hielt 50% länger, ab der Erfahrung dann nur noch 140er Reifen montiert.


    Deine Erfahrung mit dem Offroad entspricht dem wie ich rein optisch die 3 Reifen einordnen würde.

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