Hallo zusammen,
ich bin neu hier und habe mir bereits viele Beiträge in diesem Forum durchgelesen.
Daher meine Bitte: Ich freue mich über konstruktive Antworten, die sich auf meine Fragen beziehen – Belehrungen brauche ich nicht.
Vorab: Mir ist bewusst, dass ich beim Kauf zu emotional war. Daraus habe ich meine Lehre gezogen.
Nun zum eigentlichen Problem:
Ich habe mir privat eine EXC 530 gekauft. Der Verkäufer wirkte sehr nett, der Preis war in Ordnung und beim Kauf machte alles einen guten Eindruck. Gekauft habe ich die Maschine im Spätsommer 2024. Kurz danach kam allerdings das Leben dazwischen – viel Stress, wenig Zeit – und das Motorrad stand größtenteils ungenutzt herum.
Im Frühjahr 2025 bin ich dann die ersten Kilometer gefahren und wollte den ersten Service durchführen. Dabei fiel mir relativ schnell auf, dass etwas nicht stimmt.
Beim Messen des Ventilspiels stellte ich fest, dass das Auslassspiel etwas zu groß ist. Nichts Dramatisches, also wollte ich die Nockenwelle ausbauen, um an die Shims zu kommen. Allerdings passte meine normale Ratsche aufgrund der geringen Bauhöhe nicht auf die Mutter. Ich habe mir daher behelfsmäßig eine alte Stecknuss gekürzt.
Die rechte Schraube ließ sich dann mit gekürzter Nuss problemlos entfernen, die linke jedoch nicht – sie kollidiert mit der Tankarretierung, die aber eigentlich garnicht da sein dürfte (siehe Bilder) In diesem Moment wurde ich stutzig.
Beim weiteren Zerlegen fiel mir dann auf, dass die Rahmennummer offensichtlich nachträglich aufgeschweißt wurde. Das ist mir beim Kauf nicht aufgefallen, da ich lediglich überprüft habe, ob die Nummer mit den Papieren übereinstimmt (siehe Bild).
Zusätzlich ist der Übergang vom Krümmer zum Endtopf undicht. Der Krümmer selbst weist eine deutliche Delle auf, offenbar damit er am Federbein vorbeipasst. Leider habe ich davon aktuell kein Bild auf dem Handy.
Damals (Mitte Mai 25) habe ich den Verkäufer mit genau diesen Punkten konfrontiert. Er beteuerte, von all dem nichts gewusst zu haben – obwohl sich das Motorrad rund neun Jahre in seinem Besitz befand.
Inzwischen ist fast ein weiteres Jahr vergangen, diesmal möchte ich die Sache jedoch konsequent angehen.
Am liebsten würde ich den Kauf rückgängig machen.
Daher meine zwei Fragen an euch:
- Seht ihr die Situation ähnlich kritisch wie ich? Kann man hier davon ausgehen, dass ich beim Verkauf über den Tisch gezogen wurde?
- Wie gehe ich am besten vor, um eine Rückabwicklung des Kaufs anzustreben, obwohl der Kauf nun über ein Jahr zurückliegt?
Vielen Dank im Voraus für eure sachlichen und hilfreichen Antworten.