Ich bin bei einem Schnabeltier gelandet (Platypus rasantis?!;-). Eine 690 SM Prestige aus 2007 ist mir mit 13tkmzugelaufen und hatte genau das was ich wollte. Wenig Gewicht, so wenig elektronischer Firlefanz wie möglich, einen ordentlichen Motor und ein vernünftiges Fahrwerk.
Hat sie alles geliefert. Nur das zivilisiert aus der und in die Stadt fahren war eine echte Plage. Dazu waren auch die zugegebenermassen sehr gesitteten Touren mit der besten aller Partnerinnen auf ihrer 390er Duke etwas anstrengend.... Immer entweder Geruckel oder unangenehme Drehzahlen (allerdings bei spektakulär niedrigen Verbräuchen ;-)
Ich mag' das Styling des Schnabeltiers, inklusive der beiden Ofenrohre. Der Vorbesitzer hat ein paar dezente Akzente in Orange beigefügt und das Nummerschild anders montiert - passt. Mit der hohen KTM Sitzbank bekomme ich meine langen Gräten untergebracht, obwohl ich da wohl des Sitzfleisches wegen mal beim Sattler des Vertrauens vorsprechen werde.
Bin selten so häufig auf mein Motorrad angesprochen worden (und die Käte ist bei weitem nicht das erste , oder auch nur das exotischste).
Also habe ich mir beim Highscore ein Kastl mit K&N RU 1750 gegönnt. Einbau war keine grosse Sache, auch wenn die Einbauanleitung ein wenig hinter dem nun wirklich kompletten plug & play Kabelbaum zurückhängt. Keine Stromdiebe, kein Kabelschneiden, nix. Alles eingebaut, angelassen - nix:-(
Hatte aber in nullkommanix eine Antwort/Vorschlag von Babsi und Christian und es war wie es sein musste - der berühmt berüchtigte Dreher im KTM Kabelbaum zur Einspritzung. Gedreht und alles lief:-)
Habe mir für ein paar Euronen einen zweiten Luftfilterkasten besorgt, ausgeräumt und grosszügig zum Filter hin aufgeschnitten. Eine Trennwand rein und jetzt habe ich ein Gepäckfach in das eine ganze Regenkombi, Überschuhe und Werkzeug oder ähnliches reinpassen. Schade nur das man das Heck fast völlig abbauen muss um den Kasten zu tauschen. Aber nachdem ich die Ingenieurskunst der Herren aus München reichlich geniessen durfte sind die Mattighofer gerade zu eine Wohltat.
Aber zum wichtigsten - wie fährt das Schnabeltier jetzt:
Ab 2.500 u/min kann ich jetzt ruckelfrei rumfahren (eine vorsichtige Gashand natürlich vorausgesetzt;-) In der Stadt passt es jetzt prima und langsam fahren macht wieder "Spass". Auf Angriff im Odenwald fühlt sie sich an als hätte sie irgendwo einen Sack Hafer gefunden. Sauberer Zug in allen Lebenslagen - gefühlt auch generell etwas mehr Umpf, was aber in den kleinen Kurven weniger hermacht als der jetzt so saubere Durchzug. Im Stand klingt sie immer noch ablaufendem Badewasser, ab 4.500 u/min klingt sie jetzt richtig erwachsen, aber nie prollig. Vorher hat im Tunnel die serienmässige 390er meiner Partnerin mehr Krach gemacht - jetzt hört sie ihre eigene Duke nicht mehr wenn sie direkt neben mir fährt :-)
Klasse Sache das Kastl - kann ich nur empfehlen. Ich hatte auch an einen PowerCommander gedacht, aber nach wirklich schlechten Erfahrungen mit einem lokalen Tuner (mit einem anderen Mopped - technisch brilliant, aber menschlich leider ein Totalreinfall) dachte ich mir ich versuch's mal mit dem österreichischen Produkt. Schliesslich kommt die Käte da ja auch her...
Ansonsten ist das SLS rausgeflogen und ein KOSO mini3 Thermometer ans Cockpit gewandert. Jetzt steht noch der KNZ Tausch an und hoffentlich noch ordentlich Kilometer im Odenwald. Der Sommer war ja leider durchwachsen und ich auch immer für die Arbeit unterwegs wenn's mal schön und trocken war (dafür bin ich dann bei Rock am Ring etc immer wieder schön abgesoffen)
Gruß aus Monnem
B.