Beiträge von Hobbit

    Meine Ketten (fast alle zumindest) längen sich aber bis weit über 50 000km auch fast nicht.

    Nur die originalen Reginaketten in meiner MZ und in der Husqvarna hatten sich sehr schnell bzw. viel zu früh gelängt.

    Und da frage ich mich woher Du Dir da so sicher bist. Das kannst Du doch erst sagen, wenn Du das selbst probiert hast.
    Ich denke das ist ein Marketing Gag, den alle die aufgreifen und glauben, die einfach wollen, das dem so ist.

    Im Gegensatz zu Dir probiere ich, bzw. lasse die Kette gerade ausprobieren. Das Teil schaut nach fast 15 000 km nicht mehr richtig frisch aus.

    Das wird auf die nächsten Jahre wohl der Patentschutz verhindern.

    Ja, Du hast Recht, wenn jemand nur bei schönem durchs Land fährt wird der Verschleiß eher geringer sein. Ich bin früher bei jedem Wetter außer Schnee und Eis gefahren, egal wie es geregnet hat, völlig egal. Da bin ich auch auf Laufleistungen um die 35 000 km gekommen. Daher habe ich mir vor vielen Jahren den ersten Öler (Scottoiler) ans Motorrad geschraubt. Das brachte eine Erhöhung der Laufleistung von 20 000 km bei Spraydosenpflege zu 40 000 km. Mit dem ersten CLS Öler den mein Ing. und ich aus den Erfahrungen mit dem Scottie gemacht haben gebaut haben bin ich dann mit der ersten Kette 75 359 km gefahren. Wie gesagt, bei fast jedem Wetter.
    Deshalb hauen mich die bis zu 20 000 km die BMW für die Endurence Kette angiebt gar nicht weg. Da spielt der Herstellername erst mal eine Nebenrolle. Was ist jetzt der große Vorteil dieser Kette? Man soll sie eben doch ab und an schmieren und sauber machen. Ok sie ist sauberer, aber nicht wesentlich mehr als bei mir.
    Denn viel mehr Schmutz auf der Felge habe ich jetzt mit dem Öler auch nicht. Irgendwo ist ja ein Nutzerbild nach weiß nicht wie vielen km zu sehen. Wenn ich ein Bild zeige, wie meine Felge nach 1600 km (mit Starkregen in den Bergen) aussieht ist das nicht schlechter.

    Was willst Du eigentlich. Ist doch klar wer ich bin und was ich mache. Das sehe ich jetzt erst mal nicht als Nachteil an. Was anderes wäre es, wenn ich das inkognito machen würde.

    Das Konzept einer wartungsfreien Kette ist bestechend, nur glaube ich da nicht daran. Um dem auf den Grund zu gehen, habe ich den Test mit dem Varahannes gestartet. Und natürlich sind die User der Kette begeistert. Man hat ja erst mal keinen Dreck. Nur wie hoch sind die Laufleistungen der User? Ich glaube die höchste Zahl die ich gelesen habe waren 2000 km. Das macht einegute Standardkette auch ohne nachschmieren mit der Erstfettung ab Werk.

    Der Test erfasst neben der Kettentemperatur auch andere Parameter, wie die Außentemperatur, die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit und die Temperatur des Rahmens. Die Fahrweise ist relativ konstant. Der Hannes hat einen sehr gleichmäßigen Fahrstiel. Man kann das alles in Frage stellen, klar, ist mir aber ehrlich gesagt völlig egal. Hannes ist neutral und extrem gewissenhafft bei der Dokumentation. Er schreibt sogar auf, wenn er im Stau steht oder der Verkehr zäh fließt...

    Im Endeffekt sind aktuell 13 077 km auf der Kette drauf und bei 20 000 km sehen wir weiter.

    Motzen und kritisieren können einige immer schnell, nur selbst was machen ist dann auch nicht.

    Der Varahannes ist ein Iron But Fahrer. Diese Disziplin fährt er größtenteils auf der Autobahn. Seine Landstraßenetappen liegen so weit ich weiß zwischen 500 und 1000 km.

    Gestern ist er wieder einen Iron But gefahren. Er hat ihn um 03:08 gestartet und war um 23:40 Uhr wieder zurück das waren dann 2473 km in 20 Stunden und 32 Minuten.

    Die Kette wird von ihm eigentlich ohne Schmierung gefahren, wie sie ja funktionieren soll. Den Öler hat er nur zugeschalten um zu sehen wie sich die doch recht hohe Temperaturentwicklung verändert. Er ist im Prinzip nur die etwa 650 km der Teststrecke mit Öler an gefahren, den Rest ohne zusätzliche Schmierung.

    zipf
    Das stimmt schon. Er ist um 03:08 Uhr weggefahren und war um 23:40 Uhr wieder zuhause. Er fährt auf der Autobahn (Deutschland) wenn es geht zwischen 160 und 170 km/h und hällt nur zum tanken. Er ist von sich in der Steiermark aus mal eben nach Rostock gefahren und wieder zurück.Er war auch schon mal bei mir um eine Sicherung auszutauschen.

    Hat er mir gerade noch geschrieben:

    Der Schnitt inkl. Pausen beträgt 126 km/h, ohne Pausen 137 km/h.

    Meins wäre das jetzt auch nicht, aber jeder wie er mag.

    Ben

    Klar geht es hier um die neue Regina Kette. Ich schreibe doch über die Kette. Warum ein Praxistest jetzt fün Arsch sein soll verstehe ich jetzt nicht wirklich. Ein Labortest ist sicher genauer und man könnte dadurch feste Parameter erfassen, die man so im Freilandversuch nicht ermitteln kann.
    Deswegen ist ein Praxistest aber nicht minder Aussagekräftig. Ich habe nur den Eindruck, dass es manchen nicht passt, das sich der Test nicht so entwickelt, wie sie das gerne hätten.
    Ich habe mich echt massiv bemüht hier möglich nix über CLS zu schreiben, ich finde auch fast nichts in meinen Beiträgen zu dem Thema.

    Kleines Update vom Varahannes. Er ist gestern mal eben 2450 km gefahren und die Kette hat jetzt knapp 12 000 km drauf. Es gibt schon eine leicht ungleiche Längung.

    Die Kette ist seit Mai verfügbar. Anfang Juni habe ich einen Kettenkit zum Testen an den Varahannes geschickt. Leider konnte der seit dem erst an 5 Tagen mit der Varadero fahren, so hat er bisher nur 7500 km abgespult. Aber ich denke mal bis Ende August hat er die 20 000 km geschafft.

    Moment mal, ich habe nix von höherem Verschleiß gesagt, nur von deutlich höherer Reibung. Da die das Motorrad mit der Reginakette bis zum Ende des Sommers locker 20 000 km absolviert haben wird, sehen wir dann weiter.

    Ja ihr habt natürlich Recht, dass ein Labortest in einem stationären Testaufbau aussagekräftiger ist. Bei der höheren Kettentemperatur muss man auch sehen, dass der Fahrtwind und die Zahnräder ja einen Großteil der Wärme abführen. Ist bei einer geschmierten Kette auch so. Inwieweit man diesen Faktor aus der Gleichung streichen kann weiß ich nicht. Eventuell mache ich den Labortest ja auch noch.

    Mir ging es beim Zuschalten der Ölschmierung nur darum heruszufinden wie gut die "Eigenschmierung" der beschichteten Kette funktioniert. Und da ist die Temperatur schon eine aussagekräftige Größe.

    Die Energie die man braucht um 4 kg Stahl um 10 Grad zu erhöhen sind übrigens keine 20 J sondern 20 kJ bei den durchschnittlich um die 15°C mehr sind das in diesem Fall um die 27 kJ.

    Ich denke mal die Reibung zwischen der Rolle und die Hülse erzeugt diese Wärme. Was anderes kann es eigentlich nicht sein.

    Wen es hier jemanden gibt, der ausrechnen kann, wie viel Energie es braucht um 3,5-4 kg Stahl um 10°C zu erwärmen, dann hätten wir eine Größe.

    Ich habe heute vom Varahannes neue Daten bekommen. Er ist gestern und heute die gleiche Strecke mit der selben Fahrweise abgefahren. Gestern mit der Regina Kettte ohne zusätzliche Schmierung und heute mit zugeschaltetem CLS EVO Kettenöler.

    Das Ergebnis ist, dass mit Öler die Kette zwischen 6°C und 12°C kühler ist. Das bedeutet eine erheblich höhere Reibung der Endurence Kette ohne zusätzliche Schmierung.

    Bitte schenkt euch jedwelchen Anspielungen auf Manipulation oder einen abgekarteten Test. Der Hannes hat mir vor dem Test ganz klar gesagt, dass er das nur macht, wenn es völlig neutral zu geht und er niemals für mich etwas manipulieren würde.

    Ich habe die Bilder, die jeweils am selben Haltepunkt gemacht wurden, gegenüber gestellt. Dazu kommt, dass es am zweiten Tag, als er mit Öler gefahren ist teilweise ein paar Grad wärmer war.

    Soll jeder für sich die Schlüsse ziehen.

    Was soll ich sagen, es gibt Glauben und es gibt Wissen. Automatisierung ist oft gut, manchmal aber auch nicht. Die technischen Eigenschafften (z.B. der Verschleißschutz) unseres Öls sind eben einfach so, dass bis zu einer Dauergeschwindigkeit von 160 km/h eine Erhöhung der Ölmenge nicht nötig ist, weil die Kette ausreichend geschmiert ist. Bis zu 20/25 Minuten über 160 km/h sind auch noch kein Problem. Ich spreche hier über Dauergeschwindigkeit, nicht über kurze Spitzen. Damit deckt die Grundeinstellung des Ölers erst mal bei praktisch allen Fahrern die Kettenschmierung ab, ohne, dass man bei trockener Straße nachregeln müsste.
    Bei einer 525er Kette z.B. gibt das System etwa alle 7 Minuten einen Tropfen Öl ab. Das ist ausreichend um die Kette zu schmieren. Das ist der Grund, weshalb wir keinen Geschwindigkeitssensor mehr verwenden.

    Bei Regen ist das anders, da muss man nachregeln. Bei uns manuel, bei anderen Systemen hat es einen Regensensor/Regentaste. Der Regensensor ist so eine Sache. Man kann natürlich die Ölmenge bei Nässe automatisch oder mit einem Tastendruck erhöhen. Nur um wie viel? Wir haben im Prinzip drei Stellungen für nassen Untergrund. Bei feuchter Straße reicht alle 72 Sekunden ein Tropfen. Wenn es "normal" regnet ist man schon bei 44 Sekunden und wenn das Wasser auf der Straße steht, weil es richtig schüttet braucht man nach unserer Refahrung alle 26 Sekunden einen Tropfen Öl.
    Wenn man einen Regensenor einbaut, dann müsste man ja immer in die höchste Stellung schalten lassen um den starken Regen abzudecken, aber bei nur feuchter Fahrbahn und "normalem" Regen verschwendet man Öl. Das verkürzt die Rechweite enorm und macht unnötig Sauerei.:zwinker:

    Distanzabhängig, bzw. Geschwindigkeitsabhängig braucht man nicht unbedingt. Wenn das Öl bei steigender Geschwindigkeit seine Arbeit weiter macht, muss man die Ölmenge nicht erhöhen. Den Weg sind wir gegangen.