Zustand Starterbatterie

  • Hallo!


    Ich habe mal eine Frage an die Elektropfrofis hier:


    Ich habe versucht, meine zwei Motorradakkus zu testen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sie unterschiedlich auf Verbraucher reagieren.


    Der eine Akku (neu) hat einen Ruhestrom von 12,8 Volt. Schließe ich eine 55 Watt Halogenlampe an, sinkt die Spannung auf 12,5 Volt, also um 0,3 Volt.


    Der alte Akku hat eine Ruhespannung von 12,6 Volt und sinkt bei einem verbraucher von 55 Watt (4,6 Amper) um 0,5 Volt auf 12,1 Volt.


    Bei der Berechnung des Innenwiderstandes mit den Differenzwerten komme ich auf unsinnige Ergebnisse (0,065 Amoer und 0,109 Amper). Ich habe gelesen der "normale Innenwiderstand soll 0,005 Amper betragen.


    Kann man von dem Spannungsverlust auf den Zustand des Akkus schließen? Es gibt ja die Regel, beim Starten sollen 9 Volt nicht unterschritten werden. Gibt es da auch Werte für geringere Stromentnahme? Konkreter gefragt, welcher Spannungsabfall ist bei rund 5 Amper Stromentnahme noch als "brauchbar" zu bewerten.


    Ich bin nämlich am überlegen, ob die vermeidlich neue Batterie noch nicht zu lange gelagert hat. Kann sie ja noch "rückabwickeln".


    Danke für die Antworten.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Also bei deinem Text rollt es mir die ….

    Also Widerstand wird in Ohm gemessen bzw angegeben.

    Die 12 Volt sind kein Strom, sondern Spannung.

    Spannung liegt an, Strom fließt.


    Und nicht das ich wüsste.

    Normal geht man mit einem Tester so weit das man die maximale Belastung drauf geben tut und dann schaut wie weit die Spannung in den Keller geht.

    only race Super Duke 990 chili red, SMR 560 Chili Spezial, RC8R, FS 570

  • Erst einmal "Danke" für deine Antwort. Du hast natürlich recht, die Angaben in den Klammern mit 0,065 und 0,109 bzw. 0,005 muss natürlich Ohm heißen. Habe ich in der Eile verbaselt. Das mit der spannung ist klar (einmal unglücklich bezeichnet). Dass mit dem Test der maximalen Belastung (Starter betätigen) kenne ich. Dachte daher es müsste auch Werte geben für andere Verbraucher mit geringeren Leistunhswerten. Konnte aber auch im Netz dazu nichts finden. Also kann man das nur mit einem Batterietester feststellen?

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Im Grunde macht du mit einem Tester einem Kurzschluss.

    Zumindest die Tester wo über die Leistung gehen.

    Es gibt kleine einfache Tester wo die Batterie nicht belasten und trotzdem ein mehr oder weniger gutes Ergebnis raus bringen. Aber welche Logik dahinter steckt weis ich nicht.

    only race Super Duke 990 chili red, SMR 560 Chili Spezial, RC8R, FS 570

  • Im Grunde macht du mit einem Tester einem Kurzschluss.

    Zumindest die Tester wo über die Leistung gehen.

    Ja, das ist mir klar.



    Es gibt kleine einfache Tester wo die Batterie nicht belasten und trotzdem ein mehr oder weniger gutes Ergebnis raus bringen. Aber welche Logik dahinter steckt weis ich nicht.

    Hast du ein beispiel dafür? Die kenne ich nämlich (noch) nicht.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Persönlich nicht.

    Hatte nur ein Mercedes Gerät in der Hand und einen uralten von Bosch.

    Schau mal bei Google, da gibt es viele bei den üblichen Verdächtigen.

    Persönlich würde ich mal bei Conrad rein schauen.

    only race Super Duke 990 chili red, SMR 560 Chili Spezial, RC8R, FS 570

  • wenn du die Batterie auf die Startfähigkeit wirklich testen willst, also einen aussagekräftigen Spannungsabfall messen willst, vergiss das mit der 55W Lampe. 5A Stromentnahme sind für den Akku lächerlich (bitte nicht abwertend verstehen). Beim Startvorgang gaht da gerne das 20ig Fache durch

    mach es anders:

    - Gang rein

    - voll in die Bremse

    - Starter betätigen (nicht zu lange natürlich :grins: )

    nur so ein Kurzschlusstest gibt wirklich eine verwertbare Aussage

  • So falsch ist der Ansatz ja nicht. Siehe auch hier:

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    Da steht auch, wie du mit den Messwerten den theoretischen Kurzschlussstrom berechnen kannst.


    Innenwiderstand von 5 mOhm scheinen mir ein recht optimistischer Wert zu sein. Fakt ist, je höher desto schlechter.

  • Guten Morgen zusammen,


    Ich hab das hier im Einsatz:


    ANSMANN 4000002 Power Check Kfz-Batterietester


    Bin damit zufrieden und kostet knapp nen 10er


    Liebe Grüße, Fritz

  • Erst einmal Danke für die Antworten. Ich werde mir wohl einen Batterietester zulegen. Bei fünf Fahrzeugen mit sechs Akkus sicher keine schlechte Investition.


    @ Peter: Ja, das Viedeo habe ich mir auch angesehen. 5 mOhm ist das maß, dass ich für eine nagelneue Batterie im netz gefunden habe.


    @ Fritz: den Ansmann schau ich mir auch mal näher an.


    Gruß

    harald

    5A Stromentnahme sind für den Akku lächerlich (bitte nicht abwertend verstehen). Beim Startvorgang gaht da gerne das 20ig Fache durch

    Das ist mir schon klar. daher war ich auch so erstaunt, dass beide Akkus da schon so "einbrechen"(0,3 bzw 0,5 Volt). Fand das ziemlich viel. Aber beim Testen soll die Stromentnahme wohl nur i, Milisekundenbereich sein. Das geht wohl nur mir einem Tester.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Das ist mir schon klar. daher war ich auch so erstaunt, dass beide Akkus da schon so "einbrechen"(0,3 bzw 0,5 Volt). Fand das ziemlich viel. Aber beim Testen soll die Stromentnahme wohl nur i, Milisekundenbereich sein. Das geht wohl nur mir einem Tester.

    Die Daten des neuen Akkus, will heißen ca 12,8 volt vollständig geladen und ohne last, sowie ein Spannungsabfall von 0,3 volt bei einer last von 55W klingt so wie es sein soll! Das was Du einbrechen nennst ist der Spannungsabfall am Innenwiderstand des Akkus.

    Das was Du als alter Akku bezeichnest hat ja scheinbar schon etwas hinter sich, - deshalb sind nach unten abweichende Werte auch normal - Motorradakkus leiden primär unter den mechanischen Einflüssen wie Vibrationen und Schütteln wodurch sich die Eigenschaften kontinuierlich verschlechtern...


    Die wirklich interessanten fakten sind tatsächlich der Nenn/noch mögliche Start/Kurzschluss Strom (braucht einen etwas aufwendigeren Tester) und Nenn/verbleibende Kapazität eines gebrauchten Akkus ....


    Ist mir ein Akku suspekt lade ich diesen vollständig bis zur Ladeschlussspannung (~ 14,0 Volt) und belaste dann mit einer 55 W H4 Lampe um die Zeit zu ermitteln bis die Spannung ~ 10,8 Volt Entladeschlussspannung erreicht hat. Pro Stunde sind das dann ~ 4,6 Amperestunden Speicherkapazität, die ich mit der typischerweise optimistisch angegebenen Nennkapazität abschätzend vergleichen kann.


    Akkus am ende Ihrer Lebensdauer liefern nur noch einen Bruchteil der angegebenen Kapazität, entsprechen damit nun einem viel kleineren Akku und sind damit anfällig dafür nach einer gewissen Standzeit durch Selbstentladung und/ oder ungünstige Bedingungen wie Kälte den Anlasser dann nicht mehr durchdrehen zu können...

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  • Die Daten des neuen Akkus, will heißen ca 12,8 volt vollständig geladen und ohne last, sowie ein Spannungsabfall von 0,3 volt bei einer last von 55W klingt so wie es sein soll! Das was Du einbrechen nennst ist der Spannungsabfall am Innenwiderstand des Akkus.

    Danke für die Erklärung. Das beruhigt mich dann auch.



    Die wirklich interessanten fakten sind tatsächlich der Nenn/noch mögliche Start/Kurzschluss Strom (braucht einen etwas aufwendigeren Tester) und Nenn/verbleibende Kapazität eines gebrauchten Akkus ....

    Soweit klar. Habe mir daher auch einen Batterietester für 24 Euro bestellt. Bin mal gespannt.



    Ist mir ein Akku suspekt lade ich diesen vollständig bis zur Ladeschlussspannung (~ 14,0 Volt) und belaste dann mit einer 55 W H4 Lampe um die Zeit zu ermitteln bis die Spannung ~ 10,8 Volt Entladeschlussspannung erreicht hat. Pro Stunde sind das dann ~ 4,6 Amperestunden Speicherkapazität, die ich mit der typischerweise optimistisch angegebenen Nennkapazität abschätzend vergleichen kann.

    Diesen "Versuchsaufbau" habe ich mir für das WE vorgenommen. Allerding mit der Versorgerbatterie aus meinem Bus mit 80 AH. Bevor ich die wieder einbaue, muss ich sicher sein, dass sie die Standheizung mindestens 2 Stunden betreiben kann. Der Stromverbrauch incl. Gebläse müsste dem der 55 Watt Lampe entsprechen. Deine Antwort bestätigt somit meine Überlegungen. Danke.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Ist mir ein Akku suspekt lade ich diesen vollständig bis zur Ladeschlussspannung (~ 14,0 Volt) und belaste dann mit einer 55 W H4 Lampe um die Zeit zu ermitteln bis die Spannung ~ 10,8 Volt Entladeschlussspannung erreicht hat. Pro Stunde sind das dann ~ 4,6 Amperestunden Speicherkapazität, die ich mit der typischerweise optimistisch angegebenen Nennkapazität abschätzend vergleichen kann.

    Habe den "Test" am WE auch mal gemacht. Der Akku hat drei Stunden dreißig "gehalten. Also 4,6 Amper maö 3,5 ergibt 16,1 AH. Das reicht locker für eine Stunde Standheizung oder rund 20 Stunden Kompressorkühlbos.


    Merkwürdig war, dass trotz nur noch 10,8 Volt (also Akku leer) die Birne noch ohne Beeinträchtigung leuchtete. Gefühltz genau so hell, wie mit volleem Akki.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • 4,6 x 10,8 = 49,7 W


    unter 10, 8 - 10,5 V spricht man von Tief Entladung - darunter nimmt die Batterie "Schaden" (Kapazitätsverlust durch chemische Änderungsprozesse)


    einfache Google suche oder Wikipedia hilft !

  • 4,6 x 10,8 = 49,7 W


    unter 10, 8 - 10,5 V spricht man von Tief Entladung - darunter nimmt die Batterie "Schaden" (Kapazitätsverlust durch chemische Änderungsprozesse)


    einfache Google suche oder Wikipedia hilft !

    Wenn man aus der Batterie 3,5 Stunden lang 4,6 Ampere zieht, dann sind das etwa 16,1 Amperestunden.


    Erst mal richtig lesen bevor man mit Google und Wikipedia herumwirft :grins:

  • Wenn man aus der Batterie 3,5 Stunden lang 4,6 Ampere zieht, dann sind das etwa 16,1 Amperestunden.


    Erst mal richtig lesen bevor man mit Google und Wikipedia herumwirft :grins:

    Das war auf etwas anderes bezogen. Habe ich jedenfalls so verstanden. Er meinte, dass bei einer "leeren" Batterie (also beo 10,8 Volt Restspannung) bei einer Lampe mit 55 Watt Nennleistung, also etwa 4,6 Amper noch 49 Watt leistung vorhanden sind.


    Der Akku ist ja beo 10,8 Volt nicht wirklich leer, sondern tiefenentladen. Das ist auch die Spannung, bei der die Standheizung und auch die Kühlbox (auf "low" abschalten. Bis dahinkann ich also den Akku noch nutzen.

    Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich gehört habe, was ich sage?

  • Wieso? 4,6 A x 10,8 Volt = 49,7 Watt ! dazu stehe ich - erklär mir mal einer was das mit Ah zu tun hat?


    - ist nicht besonders genau da ich den Warmwiderstand der Lampe hätte ansetzen müssen um die Leistung bei ca 10,8 volt abzuschätzen...


    bei 10,8 ist ein kfz blei-akku als entladen anzusehen - entlädt man weiter als 10,8 - 10,5 volt kommt man in den Bereich der Tiefentladung - dies sollte vermieden werden - dazu finden sich weitere Information und Werte auf einschlägigen Webseiten...

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