Duke 890 R Rundenzeiten Rennstrecke






  • Das eine (Zeiten mit dem aktuellen Material) hat mit dem anderen (geplanter Wechsel auf "eine 1000er") meines Erachtens wenig bis gar nichts zu tun.

    Entscheidend ist (immer noch m.E.) der Spaßfaktor. Und da gilt für mich ebenfalls dass gefahrene Zeiten relativ irrelevant sind.


    Mit anderen Worten: auch wenn man 2'00" in OSL fährt, heißt es nicht unbedingt dass man weniger Spaß hat als jemand der mit einer 200+PS Boden-Boden Rakete mit ach und Krach eine 1'40"er fährt.

    Daher ist der Ansatz (ja, immer noch m.E.), den Entschluss bzw. den Zeitpunkt des Wechsels von gefahrenen Zeiten abhängig zu machen, nicht zielführend.


    Ich splitte mal die Frage:


    "Nun, welche Zeiten soll ich anpeilen?"

    Ich kann da nur für OSL antworten, und auch nur mit der eigenen Zeit (Insider: Nein, keine Einsdreißigtiiieeef!) von 1'39".

    Und auch da geht definitiv mehr, nur hab ich dabei mega-Spaß und immer und überall noch Sicherheitsreserven! (na ja, liegt vielleicht auch an die 60 Lenze die ich dieses Jahr erreiche :grins: )


    "...bevor ich auf eine 1000er umsteige?"

    Steig um wenn es dich z.B. nervt auf der Geraden mit der 890er Raketenfutter zu sein, oder wenn dir die haarsträubende Höchstgeschwindigkeit von ca. 230 viiieeel zu langweilig wird...

    Kurzum wenn dir bei der 890er was fehlt, sei es Speed oder Schub... oder Spaß!


    Ergo kann dir niemand die Frage vernünftig beantworten, vor allem aber nicht eine bestimmte gefahrene Zeit!



    PS
    Das Thema aus 2023 als "uralt" zu betiteln trifft mich etwas hart...
    Bin ich doch seit 2005 hier aktiv! :crazy:

    Without data you're just another person with an opinion.

    Einmal editiert, zuletzt von Marq ()

  • Ich kann mich meinem Vorredner nur anschliessen. Hier mal meine Sicht bzw. Erfahrung: gestartet bin ich ebenfalls mit der 890er Duke R erst mit den originalen Michelins dann mit Slicks und einigen sonstige Upgrades. Das Motorrad taugt aufjedenfall dazu um bei den kleineren Veranstaltern mit dem etwas langsameren Publikum in der schnellsten Gruppe mitzufahren.

    Ausschlaggebend für einen Motorradwechsel war bei mir dann, dass ich auf etwa ähnlichem Zeitenniveau an den 1000ern nur noch mit mehr Risiko, als in meinen Augen nötig, vorbeigekommen bin. (immer auf der Bremse oder mal am Kurvenausgang mit dem Drehmomentplus) Spass macht mir die 890er aber trotzdem nach wie vor und wenn ich sie dabeihabe, drehe ich gerne noch die eine oder andere Runde mit ihr. (dann aber ohne Anspruch eine ultraschnelle Zeit hinzulegen^^)


    Wenn ich du wäre würde ich sie aus folgenden Gründen noch eine Saison weiterfahren:

    - geringe Verschleisskosten (1000er fressen viel mehr Reifen)

    - bei einem Sturz geht relativ wenig kaputt (spreche aus Erfahrung)

    - relativ gutes bzw einsteigerfreundliches Gesamtpaket . (Fahrwerk, Bremse, Motor)

    - geringeres Tempo -> dir bleibt viel mehr Zeit um zu lernen. Schliesslich möchtest du ja der Fahrer und nicht Beifahrer sein

    - wenn du sie verkaufen möchtest, ist sie eh nicht mehr allzu viel Wert (der Gebrauchtmarkt ist da ja relativ eingebrochen...)


    In meinen Augen steigen zu viele Leute zu hastig auf eine 1000er um und sind dann absolut von der Leistung überfordert und können sich gar nicht auf ihre persönliche Entwicklung fokussieren.

    Ich stand auch vor der Wegweisenden Entscheidung nach meiner 890er eine 1000er oder eine Krämer GP2R zu kaufen und habe dann folgenden Ratschlag erhalten: "Willst du sofort 3Sek schneller sein, dann kauf dir die 1000er oder willst du lieber lernen wie man auf der Rennstrecke richtig Motorrad fährt dann kauf dir die Krämer."


    Bis jetzt habe ich diesen Ratschlag nicht bereut. Je nach Strecke bin ich mit der Krämer, trotz gleichem 890 Motor, 3-6 Sekunden schneller.

  • Ich muss mich meinem Vorredner anschließen.

    4 Jahre 890 Duke R auf der Rennstrecke, jetzt ein knappes Jahr RC8C und ich möchte gegen keine 1000er tauschen.

  • Sorry dass ich ein uraltes Thema ausgrabe, gerne kann ich ein Neues erstellen. Der Anlass ist - wir fahren momentan 890R und diskutieren gerade, auf welche Geräte wir in der Zukunft umsteigen. Da wir aber momentan ziemlich langsam sind, würde mich die Meinungen interessieren, wo die Grenze für 890R überhaupt liegt. Ich würde mich gerne erst der Grenze nähern, bevor ich in eine bessere Hardware investiere. Daher werde ich erstmal die Zeiten aus dem letzten Jahr posten:


    [...]


    Nun, welche Zeiten sollte ich anpeilen, bevor ich auf eine 1000er umsteige?

    Ich finde den Hintergrund dieser Fragestellung nicht ganz unbedenklich. Ähnlich haben das ein paar Bekannte von mir gemacht und mit relativ großen Schmerzen (und Geld) bezahlt.

    Mit den Zeiten, die ich davon einordnen kann, bist du eher weit vom Limit des Materials weg. Die Frage, die du dir stellen solltest, müsste in etwa so lauten: Wie weit will ich an mein geschätztes persönliches Limit gehen, bevor ich viel Geld ausgebe, um am gleichen persönlichen Limit etwas schneller zu fahren?


    Vor Jahren habe ich mich mal mit dem Gedanken getragen im Streety-Cup mitzufahren. Fahre selber mit ner 675er auf dem Kringel, OSL im trockenen bequem 1:48 bis 1:50 , Bestzeit war 1:44 tief. Zu der Zeit habe ich so 12-20 Fahrtage im Jahr auf dem Kringel gehabt. Bin dann mal zum gucken zum T-Cup in OSL gefahren.

    Die flotten Amateure im Cup sind mit den 675er Streetys um die 1:35 gefahren. Ergo: Ich hatte und habe die Grenze meines Mopeds nicht mal im Blick. Spielt für mich aber auch keine Rolle, ich hab Spaß dabei und Rundenzeiten interessieren mich schon länger nur mehr am Rande.


    Letztes Jahr bin ich aus Gründen dann mal die letzten zwei Tage einer Dreitagesveranstaltung RSV4 statt Streety gefahren. Absolut geiles Moped, schiebt mit einer Vehemenz nach vorne die nachhaltig beeindruckt. Habe aber auch 3 Turns gebraucht um mich erstmal ansatzweise an die völlig andere Ergonomie zu gewöhnen. Von Bremspunkten, die vorne und hinten nicht passen, ganz zu schweigen. Auch mit 2/3 Gas kommst mit erheblich höheren Geschwindigkeiten an als mit ner Streety.


    Vorher hatte ich nur vermutet, das ich keine 1000er auf dem Kringel will. Jetzt weiß ich, das ich keine 1000er auf dem Kringel will. Die Gründe sind im wesentlichen "zu schnell geradeaus" und wirtschaftlich, speziell im Hinblick auf Reifenverschleiß, halt ne völlig andere Nummer als so ein 100PS Haufen - besonders wenn man ambitioniert fährt.

    Auf der anderen Seite, wenn man sich selber in Sachen Selbsteinschätzung und Impulskontrolle im Griff hat, sich der finanziellen Folgen bewusst ist und damit klar kommt und Spaß an einer 1000er hat: Machen.

    Zum Fahren lernen ist tendenziell aber eher ein leichtes, leistungsschwaches Moped besser.

  • Ich würde den Vorrednern ebenfalls zustimmen.

    Allerdings aus einem anderen Blickwinkel. Ich fahre auf der Rennstrecke RC8R Track, also "1000er" V2. Macht mir zwar mega Spaß, aber von den Rundenzeiten her komme ich nicht ansatzweise an das Limit... Vielmehr fliegen auch gerne mal 890er an mir vorbei zusammen mir den großen Superdukes :grins: ... Da sieht man zum Einen, dass ich ne lahme Ente bin, zum Anderen, dass auch die kleinen Dukes mit den großen mithalten können. Deshalb denke ich, dass immer das Potential des Fahrers ausschlaggebend ist. Und erst wenn da die Grenze erreicht ist, dann schaut man nach dem Material. Klar - irgendwann fehlt die Leistung.

    Ich gehe davon aus, dass ich mit der RC990 schneller wäre. Aber die hat halt auch mehr Elektronik usw. und ist eben auch einfach deutlich neuer. Es entwickelt sich im Regelfall ja auch alles weiter.

    Heißt unterm Strich: Wenn du Spaß an dem Teil hast und noch Potential siehst, dann fahr sie weiter :ja:

    Wenn du Spaß an dem Teil hast UND doch irgendwie was anderes willst, dann hol dir noch was dazu :prost: :grins:

  • In meinen Augen steigen zu viele Leute zu hastig auf eine 1000er um und sind dann absolut von der Leistung überfordert und können sich gar nicht auf ihre persönliche Entwicklung fokussieren.

    Ich stand auch vor der Wegweisenden Entscheidung nach meiner 890er eine 1000er oder eine Krämer GP2R zu kaufen und habe dann folgenden Ratschlag erhalten: "Willst du sofort 3Sek schneller sein, dann kauf dir die 1000er oder willst du lieber lernen wie man auf der Rennstrecke richtig Motorrad fährt dann kauf dir die Krämer."

    Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen :Daumen hoch:

    Toleranz ist das unbehagliche Gefühl, der Andere könnte am Ende vielleicht doch Recht haben...