SMT Fahrwerk

  • Hallo Leute,


    mir kommt die SMT im Solobetrieb mit den Standardeinstellungen am Fahrwerk überraschend hart und sportlich vor. Die Standardeinstellungen sind aus meiner Sicht bockhart, bei mir sind die Landstraßen in der Umgebung nicht immer so toll und wenn der Belag schlecht ist, dann merke ich weder etwas von Supermoto noch von Touring. Mit deutlich mehr Klicks wird es natürlich besser, aber der Federweg ist immer noch recht gering.


    Im Handbuch steht beim Federbein, dass man es bei normaler Belastung immer auf 3 Umdrehungen belassen soll (egal ob Sport oder Komfort). Die Gabel ist ja leider sowieso fix. Daher schreiben sie gleich gar nichts von den empfohlenden Negativfederwegen. Ich habe die Federwege nachgemessen und wenn man da auch nur ein bisschen mehr Vorspannung drauf gibt, dann ist der statische Federweg hinten gleich auf Null. Vorne komme ich auf einen statischen Wert von 26mm, was ja ok ist. Mit Belastung (bei mir ca. 95kg) komme ich auf ca. 40mm, das sind knapp 23% des Federwegs von 180mm. Das ist recht wenig. So eine Abstimmunge kenne ich nur von Straßenbikes mit 120mm Federweg.


    Was machen dann kleinere/leichtere Fahrer? Da tut sich an den Federn ja gar nichts mehr. Es scheint, als ob die Dimensionierung des Fahrwerks von einer Belastung von über 100kg ausgeht. Jetzt ist KTM ja keine asiatische Firma, aber das hat mich trotzdem überrascht, dass die Standardbelastung eher hoch angesetzt wurde. Bei der alten SMT waren die Standard Federn noch deutlich weicher (und für viele dann zu weich).


    Dazu möchte ich anmerken, dass es auf guten Landstraßen nichts zu meckern gibt, sie fährt sich aus meiner Sicht wirklich super stabil und angenehm. Aber vom Fahrgefühl ist das wegen der geringen Federwege wie bei einem normalen Straßenbike und daher aus meiner Sicht weder SM noch T (außer man fährt mit Gepäck oder ist ein guter Futterverwerter). Ich habe mich bewusst für die SMT mit ihren 17 Zoll Rädern entschieden, weil ich schon eine Enduro habe, daher alles gut. Aber der Komfort auf schlechten Strassen könnte mit dem 180er Fahrwerk trotzdem besser sein.


    Ist das sonst noch jemanden aufgefallen? Hat jemand schon etwas am Fahrwerk umgebaut und kann von den Erfahrungen berichten?

  • Oft ist hier das Ansprechverhalten der Spielverderber.


    Etwas Silikonspray an die Gleitflächen von Gabel und Federbein machen einen großen Unterschied.


    Auch empfehlenswert ist GGV von Czech.


    PS.

    Der dynamische Negatiffederweg ist die entscheidende Größe.

    Wenn KTM ausnahmsweise mal auf Mitteleuropäer mit Gepäck abgestimmt haben ist das ja mal auf die Zuelgruppe hin korrekt.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Auch wenn das für Verfechter der reinen Lehre ein Sakrileg ist: Scheiß auf die prozentualen Positiv/Negativ Werte.

    Regel hinten deutlich Vorspannung raus.


    An der Federrate ändert das zwar nix, der Straßen-Relief-Abtastbereich vergrößert sich aber und die Geometrie geht bissi Richtung Stabilität.


    Das wird den Floh nicht aus dem Gleichgewicht bringen, könnte dir aber den Kampf gegen das direkt angelenkte Federbein erleichtern.

    Respekt für Frauen und Mädchen.

    Nicht jeder, der sich gestern vor Wissen nur so brüstete, ist heute noch von Gestern.


    Wg. Krach fahr ich aus der Haut: loud is out!
    -Not all you do, is only your own Ding.

  • Wie viel km hat dein Fahrwerk runter? Die "setzten" sich ein bisschen...


    Stat. federweg is relativ uninteressant, mit dir druff solltest aber zwischen 1/3 (stabil) bis 1/4 (agil) liegen, sonst passt die Feder wirklich nicht (und des Mopped fährt bei beiden Übertreibungen wirklich scheiße).

    Bei Ktm hab ich mit folgender Herangehensweise gute Erfahrungen gemacht: Fahrwerk einstellen z.b. Normal oder Sport laut Anleitung. Anschließend vorn Zugstufe 1 Klick auf, hinten Lowspeeddruckstufe 1 Klick auf. Schafft ein "ansprechendes" Ansprechverhalten/meist sehr ordentliches Grundsetup ohne auf Stabilität zu verzichten. Darüber hinaus Tipps zu geben ist schwierig, müsst man dich Fahren sehen und dein Reifenbild haben.

  • Da ich auch deutlich unter 100 kg wiege habe ich mir eine weichere Feder eingebaut (von 115 Nm auf 95)
    Richtiger Straßentest steht noch aus aber die ersten Probesitzungen sind vielversprechend.

  • Danke für die guten Inputs, werde ich alles mal in den nächsten Wochen testen. Mal sehen, ob sich in den nächsten ein- bis zweitausend km noch etwas setzt. Da ich meine SMT erst seit dieser Saison habe, sind da erst knapp 2000km drauf. Wenn es mich dann immer noch stört, werden es wohl auch bei mir neue Federn werden.


    Ich finde es grundsätzlich auch gut, dass KTM hier - im Unterschied zu den Japanern - ein härteres Basis-Setup macht. Das unterstreicht den sportliche Anspruch und bringt Punkte bei der maximalen Zuladung. Ich fahre aber nur wenige Wochen im Jahr mit Gepäck und nur sehr selten zu zweit. Auf über 200kg Zuladung werde ich nie kommen.

  • Und auch hier kann es wohl sehr unterschiedlich sein.😎


    Mir war meine 790 Duke nachdem ich sie etwas besser kannte schon etwas zu weich, deshalb bin ich auf die 890 R Duke mit einstellbarem Fahrwerk gewechselt und kam mit meiner 3XL Statur bei 196cm in der Fahrwerks-Einstellung „Sport“, auf Touren wunderbar klar. 👍


    Bei der 890 SMT nun, schätze ich gerade das sie ein eher sportliches und kein tendenziell weicheres, komfortables Enduro-Fahrwerk hat. Mich begeistert bei meiner Größe & Statur an ihr die Sitzhöhe, dass ich weit mehr Platz auf ihr finde/habe als auf der Duke und sie dabei aber trotzdem recht straff, sportlich & präzise-stabil und auch leichtfüßig im Fahrwerk beschaffen ist. Ausgedehnte Tages-Touren bis rund 400-500km sind für mich mit ihr gut fahrbar, auch gerne im Urlaub bei Anfahrt per PKW & Trailer ins Zielgebiet. 😀


    Für noch weitere Strecken oder aber komplette, mehrtägige Reisen auf eigener Achse inkl. üppigem Gepäck würde ich jedoch meine GS bevorzugen.


    Eine weichere Gabel oder auch Heck wären für mich kein Beweggrund zum Wechsel von der 890 R Duke auf SMT die gewesen.🙂 Ein paar Klicks vorne & hinten sind für mich der Unterschied zwischen Komfort & Sport so wie ich ihn gerne habe. Demnach passt sie für mich wirklich gut und ich bin bislang rundum glücklich.


    Das Einzige was mich für meinen Zweck (leichtes Zweitbike & Kontrast neben GS) ähnlich begeistern könnte, wäre vielleicht noch der turbinenartigere Yamaha CP3 Motor in einem sportlichen Naked-Chassis z.B. MT09 (ggf.SP), die ich als 2016er MT09 Modell Sport-Tracker schon einmal vor der 790er Duke besaß.😃

  • Für noch weitere Strecken oder aber komplette, mehrtägige Reisen auf eigener Achse inkl. üppigem Gepäck würde ich jedoch meine GS bevorzugen.

    Weichei.

    Nein im Ernst, bin von den Ausmaßen und Gewicht in deiner Liga (eher ein klein wenig mehr 2cm :grins: ) und finde, dass auch meine 790 Duke für eine 10 Tagesfahrt ausreichend funktioniert.

    Eine SMT muss ja da zwangsweise sogar besser sein.

    Da braucht man keine GS (hatte ich vorher)

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins:

  • Sollte die Vorspannung manuell per Hakenschlüsselgedreht werden müssen:

    Da funktioniert nur eine Richtung (relativ) reibungslos (i.d.R. im Uhrzeigersinn). Also einfach weiter drehen, i.wann kommt die gew. Position.

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  • Wie gesagt, „sollte“

    Der Sterngriff ist demnach nicht direkt an der Federbasis, sondern extern?

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  • Beitrag im falschen Thread, bitte löschen.

    KTM: 690 Duke3, EXC 300 TPI (TBI), EXC 150 TPI (TBI), Freeride 350

    KTM 640 SM, 950 SM, 990SM, 1290 SDR, 1290SAS, 890 SMT, 300 EXC, Freeride 250R, EXC 200, SX-F 250, SX 50, SX 65, SX85

    Ducati Multistrada V2S

    Kawasaki KLX 250S

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  • Hast du die Schwierigkeiten in beide Richtungen?

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    Nicht jeder, der sich gestern vor Wissen nur so brüstete, ist heute noch von Gestern.


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  • Eigentlich in beide Richtungen schwer gängig.

    Außer ich drehe gegen den Uhrzeigersinn weit heraus dann wird's irgendwann sehr leicht gängig...kein Widerstand mehr spührbar.

  • Weichei.

    Nein im Ernst, bin von den Ausmaßen und Gewicht in deiner Liga (eher ein klein wenig mehr 2cm :grins: ) und finde, dass auch meine 790 Duke für eine 10 Tagesfahrt ausreichend funktioniert.

    Eine SMT muss ja da zwangsweise sogar besser sein.

    Da braucht man keine GS (hatte ich vorher)

    :-) Naja, was braucht man schon wirklich... :-)

    Der Wetterschutz auf einer GS ist einfach nochmal besser als auf der SMT.

    Und wo die GS nun schon seit 5 Jahren in meinem Besitz ist(meine 2.te GS), darf sie auch gerne als Reise-Motorrad bleiben. :zwinker:

  • Eigentlich in beide Richtungen schwer gängig.

    Außer ich drehe gegen den Uhrzeigersinn weit heraus dann wird's irgendwann sehr leicht gängig...kein Widerstand mehr spührbar.

    Das klingt nach nem externen Versteller. Sorry, ich kenn dein Bike nicht.

    Stell doch mal ein Foto von dem Federbein und dem Versteller ein


    Oft ist es eine gute Idee WD40 oder Silikonspray in den mechanischen Bereich zu sprühen, kann aber so nicht einschätzen, ob du da überhaupt dran kommst

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