Starker Benzingeruch im Öl Duke 125 (2013)

  • Guten Tag,

    ich hatte die Duke 125 (2013) Einspritzung schon seit 2016 (ca. 8tkm), da lief alles super, jedoch meinte ein Kollege, der eine RC hatte, das sich mein Motor nicht gut anhört. Er klappert schon die ganze Zeit.

    Bin dann die 2 Jahre von 16 bis 18 täglich gefahren, wobei es nie größere Probleme gab. Mit 18 steigt man dann natürlich aus komfortablere Auto um, wodurch die Duke sich kaputt gestanden hat. Damals bin ich ab und zu immer mal wieder gefahren jedoch zeichnete sich ein starker Benzin Geruch im Öl heraus, wodurch sie immer seltener und schließlich garnicht mehr bewegt wurde. Am Ende wurde sie 2019 zum TÜV gefahren wo sie bis 21 den Stempel bekam. Allerdings fuhr sie auf der heimfahrt nur noch maximale 80 km/h. Danach wurde sie nicht mehr bewegt.


    Nun sind wir im hier und jetzt und ich wollte die Mühle wieder zum laufen bringen, einige Außenteile mussten gemacht werden. Und die Benzinpumpe sowie Überdruckventil waren komplett verrostet, mit einem günstigen Ersatz aus der RC wurde diese Problem gelöst (Tankanzeige ist nicht ausschlaggebend aber funktioniert wenigstens). Nun lief sie wieder wie davor. Ebenso wurde habe ich die Steuerkette erneuert, in der Hoffnung das klappern zu beseitigen -> kein Erfolg.

    Jetzt hat sie zwar wieder TÜV neu, allerdings besteht das alte Thema und auch Titel des Beitrags immer noch. Es zeichnet sich nach einer Fahrt mit frischem Öl und ca. 20-30 km wieder ein starker Benzin Geruch aus dem Öl heraus. Zu beachten ist eventuell, dass mein erster Ölwechsel und die danach, immer mit 15W40 gemacht wurde, eine Vertrauliche Quelle meinte nicht schlimm. Aktuell hat sie 18tkm gelaufen.


    Eine Vermutung ging in Richtung Kolbendichtungen, aber bevor dies gemacht wird, wollte ich euch darüber fragen.


    Falls bereits so ein Thema behandelt wurde, habe ich es in diesem Forum über die suche leider nicht gefunden. :traurig:


    Ich bedanke mich schon einmal an alle im Vorhinein über die Antworten. :) :Kürbis:

  • (unverbrannter) Sprit im Öl kann nur über die Kolbenringe kommen...Kompression und/bzw Druckverlust Test wäre gut


    das Öl nach Sprit riecht hat nix mit der Viskosität zu tun

  • Zusätzlich wäre eine Abgasmessung anzuraten.


    Wenn du (warum auch immer) mit einem viel zu fetten Gemisch unterwegs bist, kann das unverbrannte Gemisch auch an den Kolbenringen vorbei ins Öl gelangen.

  • Wenn bei frischem Öl nach ca. 20-30 km der Fehler wieder auftritt, braucht es entweder sehr viel Kraftstoffüberschuss, oder es waren einfach noch Reste drin, weil man das alte Öl ja nicht 100% aus dem Motor bekommt.


    Eine weitere Fehlerquelle ist die Gemischaufbereitung, z.B. wenn ein Temperatursensor "kalt" meldet und die Elektronik das Gemisch entsprechend anfettet. Das müsste allerdings sowohl bei der Abgasmessung (frischer TÜV) als auch bei der Lamdasonde auffallen, also im Fehlerspeicher hinterlegt sein.


    Ich denke aber, man muss das Klappergeräusch suchen und dann wird es so oder so auf eine Motorüberholung hinauslaufen.

    Gruß

    Richard

  • Schonmal Danke für die schnellen Antworten, ich habe einen Kompressions Check gemacht, wobei jedoch nur 3,5 Bar raus kommen. Jetzt frage ich mich, ist das nicht etwas wenig? Ich habe im Netz nur ein Verhältnis von 11:1 bzw. 10,4:1 gefunden, was mir dazu eher wenig bringt.

    Wegen der Abgasmessung meinte der TÜV Kollege, man kann es durchgehen lassen.

    Wegen dem Warm fahren, bei meiner 1. Richtigen Fahrt zum TÜV habe ich auch einen Leistungsschub nach ein paar km gemerkt.

    Ich hoffe das bringt etwas mehr Licht ins Dunkel

  • Ich habe davor noch nie Kompression geprüft, daher wusste ich nicht, dass man Vollgas geben muss, dabei kommen aber auch nur evtl. 3,75 Bar heraus, Motor kalt.

    Dazu muss ich noch sagen, dass mein Prüfgerät sehr alt ist und nicht eingeschraubt, sondern mit eine Gummi eingerückt und somit abgedichtet wird. Ist in einer Abbildung zu sehen, das Bild ist aber vor dem Test mit Vollgas entstanden.

    Des Weiteren ist mir bei meinem ersten Test etwas entgegen geflogen und nun kommt immer an dem in der Abbildung markierten Loch ein Luftstrom heraus. Hat das was damit zu tun?

    Wenn ich das Loch nicht zudrücke, entsteht gar kein Druck

    Wieviel Bar ist normal?

  • mein Prüfgerät sehr alt ist und nicht eingeschraubt, sondern mit eine Gummi eingerückt und somit abgedichtet wird.

    das spielt keine Rolle, solang du kräftig genug andrückst (damit der Gummi richtig abdichtet)


    Ich habe davor noch nie Kompression geprüf

    hast du so lange gestartet bis der Zeiger nicht mehr höher ging ? (ein paar Umdrehungen braucht der Motor schon dafür)


    dabei kommen aber auch nur evtl. 3,75 Bar heraus

    ich denke du hast den Fehler gefunden

  • Es ist schwer erkennbar, was das für ein Loch ist.


    Ich vermute die Entwässerung des Kerzenschachts. Wenn da bei der Kompressionsmessung Luft raus kommt ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Gummikonus nicht sauber dichtet.

  • der Kompressionmesser muss das Zündkerzenloch am Kopf abdichten , und nicht den Schacht.

    Deiner ist zudick und zu kurz für die Messung!

    Aus dem Grund bekommst du nur die 3 Bar> Fehlmessung!

  • Es ist schwer erkennbar, was das für ein Loch ist.


    Ich vermute die Entwässerung des Kerzenschachts. Wenn da bei der Kompressionsmessung Luft raus kommt ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass der Gummikonus nicht sauber dichtet.

    das ist wahrscheinlich die Lösung

    das spielt keine Rolle, solang du kräftig genug andrückst (damit der Gummi richtig abdichtet)

    meine Vermutung ist auch, dass ich nicht tief genug rein komme, da der Schacht ja auch relativ tief rein geht und ich niemals an das Gewinde der Zündkerze komme.

    der Kompressionmesser muss das Zündkerzenloch am Kopf abdichten , und nicht den Schacht.

    Deiner ist zudick und zu kurz für die Messung!

    hört sich sehr plausibel an

    ast du so lange gestartet bis der Zeiger nicht mehr höher ging

    ja genau, ich konnte zwar die Skala nicht sehen, dennoch habe ich ein paar mal drehen lassen, ich habe schon Kompressionstest auf YT gesehen, weswegen ich die Dauer vom Gefühl her danach abgepasst habe.


    Ich werde auch in den nächsten Tag den Test zu 2. bzw. evtl. mit einem anderen Gerät machen und halte euch dann auf dem Laufenden.


    auf jeden fall nochmal danke an alle :)

  • Guten Nachmittag an alle,


    Ich habe nun mit einem abdichtenden Gerät geprüft, bei dem eine Druck von ca. 12,5 Bar bzw. 185 psi anliegt


    Es scheint ein hoher Druck zu sein, deshalb kann ich mir einen defekt der Kolbenringe nicht mehr wirklich vorstellen, oder was denkt ihr?


    Deshalb frag ich mich jetzt, was es sein kann, klar kann ich nochmal einen Ölwechsel machen und auch diesmal den Ölfilter wechseln, die Frage ist nur, was es bringt und welchen nutzen ich davon am Ende habe, wenn es das nicht war.


    Sollte ich die Ventile einstellen?

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  • Nochmals Guten Abend


    Ventilspiel wurde gerade auch überprüft, beim Ausgang sind 0,13...0,17mm angegeben, wo eine Messlehre mit 0,15mm nicht durch passte, eine mit 0,10mm jedoch schon, das gleich gilt für den Eingang, hier sind 0,08...0,12mm angegeben und hier haben 0,10mm kaum Platz eine 0,05mm jedoch schon.

    Feinere Messlehren sind bis lang noch nicht in meinem Besitz.


    Ebenfalls kommt noch dazu, dass bei defekten Kolbenringen auch Öl verbrannt werden würde, was normal im Abgas zu erkennen wäre?


    Danke für jeden der mir helfen kann :)))

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  • Hallo!


    Ventile würde ich unbedingt nachstellen.

    Wird aber am Geruch nichts ändern. Ventilschaftdichtungen sind alle gut? Wobei da würde eher Öl verbrannt werden. Benzingeruch kenn ich nur von Vergasermotoren. Ist das Öl dann gleich mal schwarz durchs Benzin? Oder hast du eine sehr sensible Nase?


    lg

    Michi

  • Guten Morgen,


    Ventilschaftdichtungen sind noch nicht gewechselt worden, Ventile werde ich bei Zeiten nachstellen und am besten gleich die Dichtungen austauschen, das Öl sieht bis jetzt nach dem Wechsel „noch frisch“ aus, keine größere Verfärbung zum Ursprung, jedoch eine merkbar niedriger Viskosität. Mit der Nase bin ich mir nicht sicher, jedoch hat der TÜVler bei der HU austretendes Öl durch die defekte Ventildeckeldichtung zuerst als Benzin erkannt, bei meinem Vater das gleiche. Wenn man den Einfüllstutzen aufmacht und rein riecht, ist ein Benzingeruch da, genau so mit dem alten Öl, dort riecht man auch Benzin.


    Allerdings sollte bei defekten Ventilschaftdichtungen die Kompression nicht auf 12,5 Bar sein oder?

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  • Wird denn dein Ölstand auch höher oder bleibt der gleich?

    Hast du mal versucht, ob das Öl leicht entzündbar ist?

    Ich war der Meinung, dass der Ölstand gestiegen ist, bin mir dabei aber nicht all zu sicher.

    Ob das Öl leicht entzündlich ist, werde ich nach der Arbeit mit etwas Öl vorsichtig probieren und gebe dann dazu meine Erkenntnis.

  • Kleines Update, habe Proben des aktuellen und alten Motoröls versucht zu entzünden, dabei zum Glück keinen Erfolg erzielt

    Dabei habe ich die Spitze eines Schraubenziehers in die Öle getaucht und dann mit einem Feuerzeug versucht, diese zu Entzünden. Ich denke mit dieser Methode hätte, bei einem stärkeren Benzingehalt im Öl, das Öl leicht brennen sollen oder?

  • Dabei habe ich die Spitze eines Schraubenziehers in die Öle getaucht und dann mit einem Feuerzeug versucht, diese zu Entzünden. Ich denke mit dieser Methode hätte, bei einem stärkeren Benzingehalt im Öl, das Öl leicht brennen sollen oder?

    Normalerweise schüttet man dazu etwas Öl in eine flache Schale, damit sich dann eine große Oberfläche mit wenig "Tiefgang" ergibt.

    Dann mit dem Feuerzeug drüber gehen. Kennt man so ähnlich auch von manchen alkoholischen Getränken.

    Die Schraubenzieher Methode entzieht wahrscheinlich zu viel Wärme.


    Und natürlich immer die Brandgefahr im Blick haben und geeignete Löschmittel griffbereit und aktiviert haben.

    Gruß

    Richard