Messung statischer und dynamischer Durchhang

  • Wo liegen wir da preislich, für so eine individuelle Fahrwerksabstimmung?

    Wenn Du aus dem Kreis WN kommst, mach ein Termin bei Andi Vogt -GL Suspension- aus und bring Gabel und Federbein hin. Der zaubert aus dem Vorhandenen was brauchbares. Jedenfalls hat das an meiner 3.0 allererste Sahne funktioniert

  • Nein, das nicht.

    Bin mir aber sicher, dass das Serienfahrwerk sicherlich ein Kompromiss ist. Das soll für den Hersteller für eine möglichst breite Masse an Fahrerinnen und Fahrern passen und gleichzeitig auch kostengünstig sein.

    Außerdem unterliegen die Federelemente auch einem Verschleiß und müssen gewartet werden. Warum dann nicht gleich überarbeiten lassen.

    Die positiven Erfahrungsberichte von andern Forenmitgliedern sprechen für sich.

  • Nein, das nicht.

    Bin mir aber sicher, dass das Serienfahrwerk sicherlich ein Kompromiss ist. Das soll für den Hersteller für eine möglichst breite Masse an Fahrerinnen und Fahrern passen und gleichzeitig auch kostengünstig sein.

    Außerdem unterliegen die Federelemente auch einem Verschleiß und müssen gewartet werden. Warum dann nicht gleich überarbeiten lassen.

    Die positiven Erfahrungsberichte von andern Forenmitgliedern sprechen für sich.

    Die Federelemente sind bei KTM eher straff ausgelegt, Ready to Race eben und daher gut geeignet wenn der Asphalt tadellos ist.

    Für die Alpen ist in der Regel ein etwas schluckfreudigeres Setting von Vorteil.

    Über die Zeit und den Verschleiß der Führungsbuchsen steigt dann zusätzlich noch das Losbrechmoment. Der Abrieb welcher im Öl schwebt sorgt zudem dafür das sich deine Dämpferrate verschlechtert und das alles führt über Zeit zu einer schleichenden Verschlechterung des Ansprechverhaltens. Der Unterschied wird erst in dem Moment richtig wahrgenommen wenn die Gabel einen Service bekommen hat und wieder normal läuft.


    43er Gabeln bekommen bei meinem Fahrprofil spätestens nach 30.000km einen Service und die dicken 48er nach 40.000km. Und trotzdem denke ich jedes mal, "hättst aber auch schon eher machen können, ist ja ein deutlicher Unterschied zu vorher!"


    Ich bin mal gespannt was du berichtest wenn deine Federelemente wieder da sind! Zum Fahrwerk einstellen würde ich dir im Nordschwarzwald :"rote Lache" oder auf der Alb die Strecke zwischen Anhausen und Erbstetten empfehlen, da ist alles an Sauerreien dabei was ein Fahrwerk können sollte.

  • Wenn man die Rote Lache als Referenz nimmt, wird das Fahrwerk aber sehr weich. :grins: Ich finde das Fahrwerk der 3.0 eigentlich recht gut. Ein Klick oder eine viertel Umdrehung verstellt und man merkt es

    sofort. Kann sein das es an meinen 100 kg + liegt, dass das Losbrechmoment für mich vollkommen in Ordnung ist.


    Vom Preisleistungsverhältnis möchte ich noch Pepe-Tuning in Harxheim nennen. Habe hier schon zweimal eine Gabel warten und überarbeiten lassen.

    Hier gab es auch mal eine klare Aussage zur Wartung von Federelementen. Nach 20.000 km sollte eine Wartung erfolgen, weil die Neuteile etwas

    erhöhten Abrieb haben. Danach sollte alle 30.000 km eine Wartung gemacht werden.

  • Wenn Du aus dem Kreis WN kommst, mach ein Termin bei Andi Vogt -GL Suspension- aus und bring Gabel und Federbein hin. Der zaubert aus dem Vorhandenen was brauchbares. Jedenfalls hat das an meiner 3.0 allererste Sahne funktioniert

    Du kannst auch den kompletten Kürbis zum Andi stellen.

    Sagst ihm was du wiegst und was und wie du unterwegs bist.

    Wartest 2 Wochen und holst ein neues Moped ab. :peace:

  • Was die Gabel angeht bin ich voll bei dir. Ich ziehe eigentlich immer zuerst mal die Federn der Gabel (auch beim Neumotorrad) und lasse diese Gleitschleifen. Wer nicht im Maschinenbau zuhause ist kann auch ein Polierfließ, einen Pfannenfeger oder einen Glitzischwamm nehmen und damit die Feder ordentlich abreiben.


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    Damit wird schon der größte Teil des Abriebes vermieden und die Dämpfung funktioniert wesentlich länger weil das Gabelöl nicht so stark verschmutzt wird.


    Unter Wartung verstehe ich den Wechsel des Gabelöls und aller Verschleißteile und das man die Gabelholme und Dämpferelemente ordentlich durchspült. Immer wieder erstaunlich was aus den Dämferkartuschen für eine Dreckbrühe rauskommt! Man kann dann in begrenztem Umfang über eine Änderung der Ölviskosität und oder der Luftkammer die Dämpfung und den Endanschlag der Gabel beeinflussen.


    So richtig gut wirds aber erst wenn man die Dämpferkennlinie auf seine Anforderungen anpassen lässt, dazu muss man aber echt genau wissen was man will und muss diese Infos auch seinem Gegenüber vermitteln können. Wenn man das Wissen hat dies alles selber abzustimmen dann ist das fahrwerkstechnisch gesehen der Jackpot.


    Was die rote Lache angeht so stimme ich dir in dem Fall zu wenn man die Strecke in normalem Tempo fährt. Dann nimmst du echt jede scheiß Welle und jeden Frostaufbruch voll mit. Wenn man früher aber ambitioniert mit dem MTB oder dem Crosser unterwegs war weis man das man sobald es ruppig wird schnellstmöglich fahren muss damit man die meisten Sauerreien quasi überfliegt. Wenn du also dein Fahrwerk unter diesen Bedingungen einstellst so erhälst du recht straffes Setting das unter den Bedingungen der roten Lache funktioniert und auch etwas später in den schnellen Kurven der B500 auf tollem Asphalt keine schlechte Figur macht. Ein Kompromiss zwischen den Extremen wird es trotzdem bleiben, aber ein verdammt guter!


    Nächste Stufe wäre dann ein semiaktives Fahrwerk, da geht natürlich noch mehr. Ich mag blos die unsymetrischen Splitsysteme überhaubt nicht die gerade mode sind, aus Maschinenbauers Sicht ist das Schwachsinn weil eine symetrische Kraftverteilung und Ein- und Ableitung, den Splitsystemen immer überlegen sein wird.


    So jetzt bin ich gespannt wer sich alles angepisst fühlt und dagegen argumentiert :grins:.

  • Naja, bei den WP Gabeln must du dann das Innere der Federn polieren. Die werden dort am Gleitstück geführt damit die Feder eben nicht aussen am Gabelrohr reibt.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Naja, bei den WP Gabeln must du dann das Innere der Federn polieren. Die werden dort am Gleitstück geführt damit die Feder eben nicht aussen am Gabelrohr reibt.

    Servus Kondos.

    Mit Wurstfingern wirds anstrengend aber wenn die Federn ausgebaut sind geht das schon. Als Alternative bleibt einen Gleitschleifer suchen und ihn bitten das er die Federn mit in den Topf schmeißt. Halt darauf achten das sein Schleifgut klein genug ist das es auch ins innere der Federn gelangen kann.

    Bei dem Video vom Benny Wilbers sieht man das ganz gut.

    Wo ein Wille ist... .

  • Hab jedenfalls einen Zentimeter zu viel Durchhang. Hab halt kein KTM Idealgewicht (mehr) und sitz aufrechter wegen anderem Lenker, etc.


    Bin auch gespannt wie sich die Fuhre danach fährt.


    Selbst hab ich damals eine Wartung bei meiner DR 750 Big gemacht aber die Zeit und Lust hab ich auch einfach nicht mehr. Und unverschämt find ich den Betrag jetzt dafür auch nicht.

    "Die Oberpfalz hat Zoiglbier und wer es trinkt, wird schön wie wir... " (N. Neugirg)

  • Ich fahre z.B. 30 bis 33% Negativfederweg ( statischer plus dynamischer Durchhang). Für die Rennstrecke wäre das zuviel, beim Crosser und Downhiller viel zu wenig.

    Für die Strecken in den Gebirgen passt das aber sehr gut. Ziel ist es das Rad bei möglichst allen Bedingungen am Boden zu halten, denn nur dann bist du schnell.

    Die Kombination aus einer funktionierender Dämpfung und einem passend gewähltem Negativfederweg bringt das große Grinsen ins Gesicht.

  • 30% finde ich jetzt Ok. :Daumen hoch:

    Das kommt jetzt auch auf Umgebungsbedingungen an, hast du ein Moped mit steilem Lenkwinkel das erwas nervös ist dann kannst du über mehr Negativfederweg am Heck die Fuhre stabiler machen.

    Liebst du es das dein Moped den Radius enger zieht wenn du auf der Bremse einlenkst, dann lässt du sie vorne mehr einfedern usw...

    Das Thema ist so riesig das es keine einfachen Wahrheiten zulässt. Jungs die abitioniert Wettbewerbe fahren können da noch viel mehr zu sagen.


    Wenn jemand ein erstes Gefühl für das Thema entwickeln möchte dann hilft es schon wenn man sich mit Mini Koch's Buch beschäftigt. Es gibt natürlich auch Literatur die noch tiefer geht aber um ein Grundverständniss zu entwickeln finde ich das sehr gut.

    • ISBN-10 ‏ : ‎ 3613043742

    https://www.amazon.de/Motorrad-Fahrwerke-richtig-abgestimmt-Tipps-Tricks/dp/3613043742



    Entwicklungsgeschichte Prototyp KTM RC8: Wo ist Mini?
    MOTORRAD-Redakteur Werner »Mini« Koch verschwand. Sechs Monate später tauchte er wieder auf – mit dem ersten fahrfertigen Prototyp der fantastischen KTM RC8.
    www.motorradonline.de



    So Schluss jetzt, das nimmt sonst kein Ende, ich geh Mopedfahren :driften:.

  • Man kann eine Wissenschaft draus machen wenn man die Zeit hat oder man lässt sich eben beraten. Ich hab mich für zweiteres entschieden, ich habe andere Fachgebiete. :zwinker:

    "Die Oberpfalz hat Zoiglbier und wer es trinkt, wird schön wie wir... " (N. Neugirg)

  • Vorschläge wie ich das Federbein unten gelöst bekomme? Es rührt sich unten nicht, kann die Schwinge damit anheben. Hab gelesen das der Einbau schwierig ist aber nicht der Ausbau bzw. das es sich am unteren Lager überhaupt löst

    "Die Oberpfalz hat Zoiglbier und wer es trinkt, wird schön wie wir... " (N. Neugirg)

  • Schreib mal den Ghost2 an.


  • Das Thema hat wohl schon viele bewegt...



    Bei meiner geht's zum Glück ganz einfach :ja:

  • Den Tip Dort mit von unten durchs Loch hämmern auch grad probiert. Federbein dreht sich unten leicht aber raus geht nix


    Edit: Ok, geschafft…. Uff

    "Die Oberpfalz hat Zoiglbier und wer es trinkt, wird schön wie wir... " (N. Neugirg)

    Einmal editiert, zuletzt von Marodeur ()

  • Ich kann den Ausbau nur am Beispiel meiner 990SMR beschreiben.

    Ich hebel das Federbein immer mit einem großen Flachraubenzieher raus, bei der SMR lässt sich der gut ansetzen und das Federbein nach oben rausdrücken.


    Bevor ich es wieder einsetze klopfe ich die Führungshülse in der Schwinge etwas zurück. Dazu nehme ich einen Wixer (Gleithammer) eine große Unterlagscheibe und eine entsprechende Mutter.

    Beim Anziehen der Befestigungsschraube wird diese Hülse wieder gegen das untere Federbeinauge gedrückt und befestigt das Federbein dadurch spielfrei in der Schwinge.


    Ob das bei deiner Schwinge die richtige Vorgehensweise ist kann ich nicht sagen, aber vielleicht bringt dich diese Beschreibung ja auf eine andere Idee die dann zum Erfolg führt.