Kaufberatung für KTM 690, GasGas 700 oder Husky 701 oder ?

  • Hi,


    Sorry erstmal wenn die Vorstellung etwas ausführlicher wird, aber ich hoffe mal es findet sich trotzdem jemand der es sich durchliest. Danke.


    Mein Name ist Werner, bin fast 60 und fahre seit ich 18 bin Motorrad. Hauptsächlich Kawa und Suzuki, aber auch Honda, Yamaha, Triumph standen schon in der Garage. Von Chopper über Tourer bis zur Enduro, schon alles gefahren.

    Aktuell stehen in meinem Fuhrpark eine Triumph Tiger 800 XRX, zwei KLR 650 Enduro und eine KLR 650 als SUMO Umbau. (Jäger und Sammler halt. :grins: )


    Bin schon 1, 2, 3 und Vierzylinder gefahren.


    Ich bin 1,93m und mein Fahrprofil ist derzeit so 70% Straße, 30% Offroad, da ich aber meistens alleine bin kein Hard Enduro. Gerade die Tiger ist mit Ihrer Bereifung und 230kg nicht dass was man im Matsch alleine aufheben will. man wird ja nicht jünger. Bei der KLR bin ich da schmerzfreier was OffRoad angeht, habe auch noch eine zerlegt im Keller, falls mal was ersetzt werden müsste.


    Da ich nur einen Boppes habe, und "dank" Beruf und Familie wenig Zeit, bekommen die Maschinen nicht viel km.

    Daher will ich mich etwas verkleinern und suche gerade die eierlegende Wollmilchsau.


    Autobahn fahre ich extrem selten, die Anreise wird mit der Dose gemacht. Ich bin auch der Meinung lieber leicht als PS. Die KLR 650 (45PS) passt für meine Anforderungen schon ganz gut, aber beim überholen auf der Landstraße geht dem alten Einzylinder (88er Baujahr) schnell die Puste aus. Keine Ahnung wieviel der 45 Pferdchen inzwischen auch schon in Rente sind. Auch die Bremsanlage ist trotz diverser Optimierungen von Einkolben auf Zweikolben Sattel, Stahlflex, etc. immer noch eher ein Beschleunigungsverhinderer wie eine Bremse.


    Da mein Träger am Camper nur bis 190kg Zuladung erlaubt, kann ich die Tiger am Bus nicht mitnehmen. Müsste ich dann im Bus mitnehmen, was auch geht, aber sehr aufwendig und umständlich ist.

    Die KLR läßt sich easy alleine auf der Plattform verladen aufgrund des deutlich geringeren Gewichtes.


    Hatte die Tiger früher immer auf meinem Anhänger, will aber flexibler werden und daher lieber ohne Anhänger fahren.

    Da ich selbst für meine 1,93m recht lange Beine habe (1m Schrittmaß) und Knie Probleme suche ich was mit einem realtiv großen Kniewinkel.


    Ich denke für meine Anforderungen würde eine Maschine passen mit max. 180kg fahrfertig und so ab 60-70PS. Da wird es aber ziemlich dünn auf dem Markt. Die meisten 700er oder 800er sind eher so bei 200kg+x fahrfertig. Klar, ich könnte dann jedesmal noch den Sprit absaugen, um die Zuladung einzuhalten, aber darauf habe ich irgendwie keinen Bock. Eine "kleine Maschine" so 400er oder so, ist mir dann gerade für die Straßenräuberei dann doch etwas zu schwachbrüstig. Da könnte ich auch eine meiner KLR weiter fahren.


    Da bleibt man zwangsläufig bei den oben genannten Maschinen hängen. Was Rütteln und vibrieren angeht, da bin ich glaube ich durch meine KLRs abgehärtet.

    Aktuell bin ich aber ziemlich unsicher, was die Modelle angeht, man liest und hört aktuell ja an allen Ecken nur was von Motorproblemen, undichter Dashboards, miesem Service, etc.


    Die Optik ist mir (in meinem Alter) bei meinen Motorrädern inzwischen egal. Bin bekennender TopCase Fahrer :kotz:


    Die Kiste sollte zuverlässig sein, leicht, flink und mit angepasster Sitzbank auch einigermaßen komfortabel. Tagestouren (ohne Autobahn) haben abei mir auch schnell mal 400km. Da ich Nichtraucher bin und mir Wasser und Brot als Mittagessen ausreichen, fahre ich wenn Zeit habe und stehe nicht in der Gegend rum :crazy:


    Jetzt natürlich meine Frage an die Community. Was wäre die geeignete Kiste für mich. Muss ich was besonderes beachten? Welche Baujahre wären empfehlenswert was die Langzeit Haltbarkeit angeht?

    Da ich in der Regel an meinen Motorräder alles selber mache (die Kurbelwelle einer KLR 650 wechseln, oder mit dem Laptop die Drosselklappen der Tiger abgleichen, sind keine großen Herausforderungen für mich) sollten, wenn notwendig alle Wartungsarbeiten machbar sein. Für meine Tiger, da komplett alles elektronisch, habe ich mir ein Tool besorgt zum ABS-Sensor entlüften beim Bremsflüssigkeitswechsel, Fehlerspeicher reset, etc. Was man halt so benötigt, wenn man selber Schrauber ist.


    Habe seit ich 18 bin, halt schon soviel Pfusch in Werkstätten erlebt, dass ich lieber selber schraube wie für Pfusch Geld zu bezahlen. Dank voll ausgestatter Werkstatt, bin ich da flexibel. Aber mit dem Alter bin ich langsam an dem Punkt wo ich meine Wochenenden nicht mehr in der Werksattt verbringen will. Wobei der KTM Händler hier um die Ecke einen hervorragenden Ruf hat, da hätte ich auch kein Problem damit bei einer neueren Maschine zwecks Garantie den Service beim Händler machen zu lassen.


    Geld spielt jetzt nicht die Rolle, werde sicher 2-3 meiner aktuellen Maschinen verkaufen, wenn ich die Richtige gefunden habe. Aber ich muss auch nicht neu kaufen, alle meine Motorräder waren bisher Gebrauchtmaschinen.


    So, ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt und freue mich auf euer Feedback


    Gruß Werner

    :winke:

  • Servus Werner,

    Mein Junior und ich (auch schon über 60) haben für TET, ACT u.ä. beide ne 701 und für Langstrecke mit hauptsächlich festem Untergrund mein Sohn ne 990er ADV und ich ne Norden.

    Wir können dir die 701, wenn du die entsprechende Sitzbank verbaust oder die originale umbauen lässt, durchaus empfehlen.

    Ne 2008er 690 Enduro hatte ich auch schon mal als 2. Bike im Stall. War damals auch problemlos und mit Kahedo Sitzbank durchaus noch als bequem zu bezeichnen.

    Wenn dir die GasGas gefällt und du selber schraubst, kannst ja bei den momentanen Neupreisen um 83 oder 84 nur zuschlagen. Zubehör- auch von verschiedenen Konfektionären - gibt es für alle drei von dir genannten Bikes mehr als genug, so dass du sie an die eigenen Anforderungen gut adaptieren kannst.

    Gut, bei gebrauchten KTM sollte man Maschinen mit 20-30Tsd. km hinsichtlich der sattsam bekannten Nockenwellenproblematik genauer unter die Lupe nehmen und die Verkäufer entsprechend inquisitorisch beackern.

    Generell sollten alle drei genannten Bikes ein gute Wahl sein, wenn man ein paar grundlegende Dinge beachtet und so wie du selbst gut schrauben und dich in die Technik einarbeiten kannst...

    Viel Glück bei deiner Entscheidung.


    Habediere

  • Kove 800 wenn es denn ein Zweizylinder sein soll, deutlich unter 200KG oder eine aktuelle 690 in neu, die preiswerteste die du bekommen kannst sind eh alle gleich ...

  • Kove 800 wenn es denn ein Zweizylinder sein soll, deutlich unter 200KG oder eine aktuelle 690 in neu, die preiswerteste die du bekommen kannst sind eh alle gleich ...

    Ja, Kove hatte ich auch auf der Liste, aber das ewige hin und her der fehlenden Händler in D, lässt mich da aktuell etwas zweifeln ob das eine gute Wahl ist.


    Bei KTM kann ich mir aufgrund der schieren Masse an Fahrzeugen immer sicher sein, dass ich zur Not bei Dritten noch an Ersatzteile und Zubehör komme. Der Bedarf ist einfach zu groß, dass sich immer jemand findet, der den Bedarf decken wird.


    Da kauft man halt bei Kove die Katze im Sack.

  • ich mache mir da schon so meine gedanken wegen der ersatzteilversorgung.


    LML hat jahrelang in Indien die vespa px in Linzen gebaut. als LML. Dafür haben sie dann auch für Vespa die PX gebaut. Vespa hat den 2 Takt Motor nach Indien geschickt in einer Kiste, retour gekommen ist eine komplette Vespa.

    2017 war von LML die Insolvenz, Firma wurde geschlossen.

    Ja es gibt noch Ersatzteile, aber manches wird schon in Gold aufgewogen. Es gab schon einige shops die alles zusammen gekauft haben, das meiste bekommst über SIP in Deutschland, sonst bleibt nur mehr der Weg über die ebay aus Indien, UK oder Italien.

  • Hallo WernerZ65 ,

    mein Freund Eddy hat sich vor Kurzem eine GASGAS 700 wegen des günstigen Neupreises zugelegt !

    Der dürfte so um die 1,95 sein und in jedem Fall über 100 kg liegen .
    Seine KTM1290SD-R der Gen 1 sagte ihm erst richtig zu , nach dem ein breiterer Lenker montiert war .

    Die GASGAS bedeutet für ihn die Leichtigkeit des seins !

    Beim KTM-Fink in Holzgerlingen dürfte die NEU so knapp über 8200,-€ liegen und müßte fast Baugleich zur KTM690 sein .

  • Ich würde auch eher eine GasGas 700 neu in die engere Wahl ziehen - statt einer gebrauchten 690/701 - wobei der Euro 3 motor minimal langhubiger bei etwas weniger top end Leistung - und der euro4 motor etwas weniger mager abgestimmt ist.


    Der aktuelle Motor ist ausgereift - die Wartung schafft man ohne Spezialwerkzeug.


    Wie schon berücksichtigt sollte die sitzbank für 400 KM am stück etwas nachgebessert werden ... und mit dem Minimaltacho muss man leben können...

  • Ich würde auch eher eine GasGas 700 neu in die engere Wahl ziehen - statt einer gebrauchten 690/701 - wobei der Euro 3 motor minimal langhubiger bei etwas weniger top end Leistung - und der euro4 motor etwas weniger mager abgestimmt ist.


    Der aktuelle Motor ist ausgereift - die Wartung schafft man ohne Spezialwerkzeug.


    Wie schon berücksichtigt sollte die sitzbank für 400 KM am stück etwas nachgebessert werden ... und mit dem Minimaltacho muss man leben können...

    Minimaltacho bin ich von meiner SuMo gewohnt, was braucht man groß? Tacho, Tankanzeige und Wassertemperatur. Denke das wird angezeigt.

  • Die 690 bis 2016 (Euro 3) hat noch die Kipphebelproblematik, danach nicht mehr.

    Bei den aktuellen Neupreisen würde ich keine Gebrauchte nehmen.

    Der Motor kann bei guter Behandlung die 100'000 km überschreiten, aber man kann den auch mit 25'000 km ruinieren.

  • Hallo Werner.

    Bin schon ü 60, etwas kleiner (1,82) 82 Kg und noch halbwegs gelenkig. Seit 2 Jahren habe ich eine GasGas 700 ES, und was soll ich sagen: Taugt! Motor 1. Sahne, Blipper schaltet fein, in den Bergen (Asphalt) eine Macht, wenn man sich mit den (Serie) TKC 80 arrangiert hat. Sliden gehört zum Handwerk, hat mir mal einer gesagt…

    Mit Freunden war ich 2024 in den Westalpen. All die schönen Schotterpassagen dort mit Wonne abgearbeitet. An manchen Stellen wäre eine noch leichtere (Hard) Enduro vielleicht die bessere Wahl gewesen. Jedes Kg, das du nicht wieder in die Senkrechte bringen musst, freut dich. Die GasGas hat das alles sauber weggesteckt, es war einfach eine Freude, damit Kreise um die Großenduros zu drehen. Auch als Anfänger (habe wohl etliche Trainings im Vorfeld absolviert) musste ich feststellen: Die kleine ermöglicht dir immer mehrere Optionen im Track, wo du mit einer 200+X kg Enduro eventuell nur eine hast.

    Auch die Anreise auf Achse war kein Thema. Wir sind auf 2 Etappen von Stuttgart aus über wenig Autobahn, viel Landstraße angereist. War wieder Erwarten angenehm. Sitzbank: Die Komfortsitzbank aus dem GasGas Angebot. Windschutz: Rade-Garage Rally-Tower. Hat sich sehr(!) bewährt. Bei Fragen: Melden.

    Empfehlung: GasGas 700 ES, im Augenblick noch günstig neu zu haben.

    Lg, Martin

    Da komm ich her, hier ist gut sein..
    Ellwangen

  • Reserveleuchte wird sie haben....

    die 70+ PS lassen mit passenenden Reifen auch Betrieb auf der Schnellstrasse oder schnellen Betrieb auf der Strasse zu....