Kaum Motorbremse: ECU oder Anti-Hopping-Kupplung schuld? Enduro R (2022)

  • Hallo zusammen,


    ich fahre eine KTM 690 Enduro R (2022) und nutze sie hauptsächlich zum Endurowandern. Ein Problem, das mich ziemlich stört, ist die fehlende Motorbremse. Bergab muss ich extrem viel mit der Vorder- und Hinterradbremse arbeiten, was auf Dauer echt anstrengend ist. Eine stärkere Motorbremse wäre da die ideale Lösung.


    Ich frage mich, woran das liegen könnte:


    1. ECU / Mapping:

    Ich hatte bereits Kontakt mit Flawless Industries wegen einer Anpassung der ECU. Allerdings hat sich an der Motorbremse nichts merkbar geändert, und ich weiß nicht genau, was am Mapping verändert wurde. Hat jemand Erfahrung mit Mapping-Anpassungen, die die Motorbremse verbessern?



    2. Anti-Hopping-Kupplung (AHK):

    Ich habe gelesen, dass die serienmäßige AHK eher für den Straßenbetrieb gedacht ist und bei Enduros nicht unbedingt sinnvoll ist. Angeblich kann man zwei der vier AHK-Federn entfernen, um eine feste Kupplung ohne Anti-Hopping-Effekt zu bekommen. Hat das schon jemand ausprobiert? Funktioniert das wirklich so einfach, oder gibt es eine bessere Lösung?




    Ich freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps!


    Grüße

  • Hast du zufällig den Powerparts Luftfilterdeckel verbaut, oder generell was am Luftfilter verändert? Laut Pirate Racing reduziert das die Motorbremse…


    VG Alessio

  • Ich vermute das du da was verwechselst. Die Anti Hopping Kupplung hat nur eine Tellerfeder und eine Anlaufscheibe.

    58632016000 ANTICHATTERING SCHEIBE SET

    Ich habe es zwar noch nie gemacht, aber nimm die doch mal raus.

  • Alessio_Pss

    Ja, ich fahre einen Lochdeckel und die Erklärung macht tatsächlich Sinn. Mit weniger Widerstand in der Ansaugung dreht sich der Motor leichter bei Schubbetrieb.

    Mir kam aber schon beim normalen Deckel die Motorbremse niedrig vor. Kann aber nicht sagen inwiefern man den Unterschied merkt.


    Orange Blossom

    Ich dachte es sind die Federn Nummer 8 hier in der Zeichnung:

    Kupplung für KTM 690 ENDURO R 2022 - KTM


    Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege.

  • schalte mal das abs auf niedrigste stufe oder kompl. weg; dann hast auch wieder eine motorbremse;

    würden wahlen irgend etwas verändern,

    wären sie längstens verboten

    was sagt der faschist: "ich bin der antifaschist, das musst du mir glauben"

  • Ich finde auch dass meine 2024er 690er wenig Motorbremse hat. Ist mir sofort aufgefallen, wo ich das Motorrad (neu) vom Händer abgeholt habe.

    Bin zum Vergleich dann auch mal wieder meine alte 600er TT gefahren, die haut da ganz anders den Anker rein, wenn man ruckartig vom Gas geht.

    Ich denke das ist einfach normal bei unserer 690er.

  • Hertplatte mit dem Lochdeckel bin ich auch schon gefahren, da merkt man bei mir (A2 Drosselung) auch keinen Unterschied.

    Generell hängt die Motorbremse ja davon ab, wie weit die Drosselklappe im Schiebebetrieb geöffnet ist. Vielleicht ist es Serie so programmiert, dass die noch leicht offen steht, und daher die schwache Motorbremse kommt. Das sollte man ja einfach umprogrammieren lassen können, falls das der Fall ist.

    Meine 125er Beta hatte auch eine deutlich stärkere Motorbremse, als die 690…

  • Generell hängt die Motorbremse ja davon ab, wie weit die Drosselklappe im Schiebebetrieb geöffnet ist. Vielleicht ist es Serie so programmiert, dass die noch leicht offen steht, und daher die schwache Motorbremse kommt. Das sollte man ja einfach umprogrammieren lassen können, falls das der Fall ist.

    Meine 125er Beta hatte auch eine deutlich stärkere Motorbremse, als die 690…

    Das ist leider so.

    Und der KTM-Händler kann das nicht umprogrammieren, hat meiner jedenfalls gesagt.

    Wer wissen will, wie die Motorbremse wirklich sein könnte, kann mal beim bergab rollen den Notausschalter drücken. Dann wird nichts mehr eingespritzt.

  • Das ist leider so.

    Und der KTM-Händler kann das nicht umprogrammieren, hat meiner jedenfalls gesagt.

    Wer wissen will, wie die Motorbremse wirklich sein könnte, kann mal beim bergab rollen den Notausschalter drücken. Dann wird nichts mehr eingespritzt.

    naja stimmt nicht ganz was dein freundlicher sagt: mce kanns!

    würden wahlen irgend etwas verändern,

    wären sie längstens verboten

    was sagt der faschist: "ich bin der antifaschist, das musst du mir glauben"

  • Ich glaube das auch die sehr hohe Standgasdrehzahl (1700) dafür verantwortlich ist. Wegen der geringen Schwungmasse muss die wohl so hoch sein, damit der Motor nicht permanent ausploppt. Mit 1-Zylinder üblichen 1200U/min hätte man auch eine stärkere Motorbremse. Man kann eben nicht alles haben.

  • Orange Blossom

    Ich dachte es sind die Federn Nummer 8 hier in der Zeichnung:

    https://www.ersatzteile-ktm.de…R/KUPPLUNG/4652/37/0/4652


    Bitte korrigiere mich, wenn ich falsch liege.

    Position 8 nennen sie Ausrückfedern hat nichts mit der Antichattering (Antihopping) Funktion zu tun.

    Position 3 nennen sie Kupplungsfeder die sind zuständig damit die Kupplung nicht schleift.

    Viele nehmen dort gerne verstärkte damit die Kupplung ja nicht schleift.

    ME24 EBC CSK131

    ME24 TRW MEF329-4

    Bei EBC sind 6 Stk. in der Packung. Es braucht 4 Stk.

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    Motorbremse kannst du wie oben beschrieben wahrscheinlich nicht über die Kupplung einstellen.

    EBC CSK131.JPGTRW MEF329-4.jpg

  • Ich glaube das auch die sehr hohe Standgasdrehzahl (1700) dafür verantwortlich ist. Wegen der geringen Schwungmasse muss die wohl so hoch sein, damit der Motor nicht permanent ausploppt. Mit 1-Zylinder üblichen 1200U/min hätte man auch eine stärkere Motorbremse. Man kann eben nicht alles haben.

    Das war zu Vergaser-Zeiten noch so.

  • die Antihoppingkupplung rückt erst aus wenn du eine gewisse Radlastverlagerung durch Bremsen vorne hinkriegst oder schnell ein paar Gänge runterschaltest.

    Die AHK in der Charakteristik zu ändern wird dein Problem nicht beheben.

    Im Gegenteil...eine geringe Motorbremse lässt auch deine AHK später "ausrücken". Die AHK kommt erst dann zur Wirkung wenn das Motorschleppmoment am der Kurbelwelle so hoch ist dass das Radschleppmoment nicht mehr nachkommt und du ein stempelndes Hinterrad kriegst bzw das Rad zum blockieren neigt.


    Zudem spürst du es am Kupplungshebel wenn die AHK öffnet bzw arbeitet. Ehrlich gesagt zweifle ich dass die AHK beim Endurowandern wirklich so arbeitet dass sie erheblich "öffnet"


    du könntest mit einer Fetten Kurbelmasse das Schleppmoment erhöhen. Das widerspricht aber dem Prinzip eines Hochdrehenden Einzylinders. Der hat möglichst wenig Kurbelmasse also auch wenig Schleppmoment


    oder aber über das Mapping bzw die Leerlaufdrehzahlregelung und die Drosselklappenposition bei geschlossenem Gasgriff

    Einmal editiert, zuletzt von fanki ()

  • Hab mal mit flawless und KTM München Nord telefoniert:


    Flawless:

    - Normalerweise macht die Drosselklappe nicht komplett zu bei Gashahn=0° -> wurde bei mir auf komplett zu geändert

    - AHK unwahrscheinlich, dass sie schon eingreift. Womöglich defekt.


    KTM München Nord:

    - Normalerweise macht die Drosselklappe komplett zu bei Gashahn=0° (Gegensätzliche Aussage zu Flawless)

    - AHK unwahrscheinlich, dass sie schon eingreift. Ihm ist kein ähnlicher Defekt bekannt.

    - Ich soll mich dran gewöhnen.


    Werde jetzt mal versuchen eine vergleichbare Maschine zu fahren (Euro4 oder Euro5), ums zu vergleichen.