Startgerät/Startbooster für Lithium-Ionen Batterie?

  • Hallo zusammen,


    da von meinen Standard-Yuasa bereits zwei recht unerwartet verreckt sind, bin ich auf Lithium-Ionen Akku umgestiegen. Aufgrund von Empfehlungen hier, ist es das Model geworden: HJTZ10S-FP JMT.


    Funktioniert bisher unauffällig, auch Starten nach einer 0° Nacht hat geklappt mit einer Minute "Licht an" zum Aufwärmen.


    Ich möchte mir einen kleinen Startbooster, z.B. von Noco zulegen. Es gibt eine riesige Auswahl von Herstellern in allen Größen. Bislang stand bei allen Geräten allerdings dabei "nur für Blei-Säure Akkus".


    Mir leuchtet das nicht ein, warum. Ich habe allerdings auch keine brauchbaren Infos dazu gefunden. Die google Suche ist schwierig, da die Startbooster auch Lithium Ionen Akkus haben und man deshalb diese spezielle Fragestellung nicht adressiert bekommt.


    Kann jemand dazu Erfahrungen besteuern? Einige Motorräder, wie z.B. die BMW 1300 GS haben ja serienmäßig solche Akkus, was sagen die Hersteller da?


    VG Brai

  • Solltest du nicht machen, kann die eingebaute Lade-Elektronik (BMS = Batterie-Management-System) der Lithium-Akkus killen.



    Hier ein paar Tipps zusammengesfasst:

    Tiefentladung LiFePO4 Akku -was tun wenn das BMS tod ist?
    Tipps und Tricks von HB9TIA bei meiner ungewollten Tiefentladung eines Linano 12V LiFePO4 Akkus.Lieber Gruss und 73 von HB9TIA, Manuel!Den Hauptkanal Manu Ou...
    www.youtube.com

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  • Danke. Die Tipps im Video beziehen sich aber auf das Reaktivieren einer tiefenentladenen Batterie. Das erklärt mir zumindest nicht, warum ich keinen Startbooster verwenden kann.

  • Eine Spannungs- oder Stromspitze kann dir die Lithium-Batterie verbraten. Ruf mal bei einem Startbooster-Hersteller an, der kann dir das sicherlich im Detail erklären, warum sie das explizit reinschreiben, dass man es nur bei Blei- bzw. AGM-Batterien verwenden darf. Schreiben es sicher nicht nur zum Spass rein.


    Ich verstehe das so, dass man generell eine Lithium-Batterie NIE entladen sollte, da diese i.d.R. Schaden nimmt, Blei-Batterien übrigens auch. Und wenn sie entladen ist, dann sollte man sie nur mit einem geeigneten Ladegerät laden und keinen Booster dran hängen, wegen der Ladespannung und möglichen Stromspitzen.

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  • Eine Ergänzung:

    Man kann jede LiFePo Batterie mit einem herkömmlichen Ladegerät laden.

    Sogar mit einem Ladegerät für PKW das höheren Ladestrom hat.


    Jetzt das aber:

    Man sollte dann dabei bleiben und den Ladevorgang manuell beenden wenn die LiFe Po Batterie voll oder zu 80% - 90% geladen ist.

    Weil:

    Wenn das Ladegerät in den Spannungserhaltungsmodus für Blei / AGM Batterien wechselt dann kann es zu Schäden an der LiFe Po Batterie komm!

    Die Spannungsspitzen die im Erhaltemodus ausgeteilt werden killen die Zellen.


    PS.

    Meine LiFePo in der SDR hält seit drei Jahren auch nach der Winterpause die Spannung. Kein Nachladen notwendig. (Ich klemm einen Pol ab)

    Und schon gar nicht ein dauerhaftes anklemmen an den Erhaltemodus eines LiFePo Ladegerät!

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Moin,


    und noch eine Ergänzung.

    Sollte ein Life Po Akku einmal richtig leer sein, bitte die Ersten ca. 20% nur mit geringem Ladestrom laden.

    Gruß Frank



    Beim beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen.

  • Meine LiFePo in der SDR hält seit drei Jahren auch nach der Winterpause die Spannung. Kein Nachladen notwendig. (Ich klemm einen Pol ab)

    Und schon gar nicht ein dauerhaftes anklemmen an den Erhaltemodus eines LiFePo Ladegerät!

    Genau so läufts

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins:

  • Man sollte Lithium-Ionen Akkus nicht mit dem Booster betreiben.

    Der Booster würde zuviel Strom in den Akku fliessen lassen und nicht nur Spitzen.

    Das würde den Akku beschädigen und im schlimmsten Fall mechanisch zerstören.

    Wenn dann kurz mit einer kleinen Batterie brücken bis das Ladegerät wieder anspringt.

    Laut Hersteller Akku unter der Sollspannung entsorgen ;)

    Gruss Peter

  • Spannende Frage. Ich habe mal ChatGPT dazu befragt. Die Antwort finde ich hilfreich:

    Kurzantwort: Ja, in vielen Fällen darf man ein gewöhnliches Starthilfe-Powerpack (Jump Starter) auch bei einem Fahrzeug mit LiFePO4-Starterbatterie verwenden – aber nur, wenn das Gerät dafür geeignet ist und einige wichtige Punkte beachtet werden.


    Hier die Details:

    Wann ist Starthilfe bei LiFePO₄ möglich?

    LiFePO₄-Starterbatterien haben eine interne Elektronik (BMS = Battery Management System). Dieses BMS schützt u. a. vor:

    • Tiefentladung

    • Überstrom

    • Überspannung

    • Kurzschluss

    Wenn die Batterie „tot“ wirkt, liegt häufig eine BMS-Abschaltung vor – ein Jump-Starter kann das BMS oft „aufwecken“, wenn er einen sanften Startstrom liefert.

    ⚠️ Worauf du unbedingt achten musst

    1. Jump Starter muss LiFePO₄ geeignet sein

    Viele moderne Powerpacks geben explizit an:

    • „Für LiFePO4 geeignet“

    • „Für Lithium-Starterbatterien“

    Falls das nicht angegeben ist:

    Die meisten funktionieren trotzdem, solange sie keine zu hohe Spannung (z. B. über 15 V) oder unpassende „Boost-Modi“ erzeugen.

    2. Keine „Boost-Funktion“ verwenden, wenn sie ungeprüft ist

    Einige Geräte haben einen „BOOST“-Knopf, der:

    • den Überspannungsschutz überbrückt

    • dauerhaft 15–16 V ausgibt

    ➡️ Das kann LiFePO₄-Batterien beschädigen.

    3. Maximalen Startstrom beachten

    LiFePO₄-Starterakkus sind zwar sehr stromfest, aber das BMS kann abschalten, wenn der Jump-Starter zu aggressiv lädt oder Spitzenströme erzeugt.

    4. Richtige Reihenfolge beim Anschließen

    Wie bei einer Blei-Batterie:

    1. Plus an Plus

    2. Minus an Massepunkt im Fahrzeug

    🔧 Empfehlung

    • Bedienungsanleitung des Jump-Starters prüfen

    • Wenn möglich: Jump-Starter mit Lithium-Modus verwenden

    • Keine Überbrückung per „Boost“, wenn unklar ist, wie hoch die Ausgangsspannung ist

    • Falls die LiFePO₄-Starterbatterie ein „Wake-Up-Button“ hat → erst diesen drücken, dann Starthilfe probieren

    ❗ Was sollte man NICHT tun?

    • Kein dauerhaftes Laden mit einem Jump Starter (nur Starthilfe!)

    • Kein Gerät verwenden, dessen Ausgangsspannung >15 V geht

    • Kein altes Überbrückungskabel direkt an LiFePO₄ hängen, wenn das BMS abgeschaltet ist (Gefahr von Funken + Fehlströmen)


    Wenn du möchtest, kannst du mir den genauen Typ deiner LiFePO₄-Starterbatterie und deines Jump-Starters nennen – dann prüfe ich, ob sie gut zusammenpassen und ob es Besonderheiten gibt.

  • Meine Google Suche fördert leider keinen "Jump-Starter mit Lithium-Modus" zutage. Mich wundert, dass es das nicht gibt, speziell für Motorräder. Sowas hier wäre vielversprechend, aber auch keine Hinweis auf entsprechende Eignung.


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  • Was braucht ihr sonst noch für Infos???


    "Lithium-Akkus sind heikel beim Laden, weil sie sehr empfindlich auf Spannung, Strom und Temperatur reagieren. Kleine Abweichungen können dazu führen, dass sie überhitzen, sich aufblähen oder sogar Feuer fangen."

    Ride hard or stay home :driften:

  • "Lithium-Akkus sind heikel beim Laden, weil sie sehr empfindlich auf Spannung, Strom und Temperatur reagieren. Kleine Abweichungen können dazu führen, dass sie überhitzen, sich aufblähen oder sogar Feuer fangen."

    Wo hast du das denn her? Auch von dem Ratetool CHatGPT?


    Ja da stimmt einiges, aber bestimmt nicht unter dem Punkt kleine Abweichungen.

    Und generell sin sie dafür bekannt sehr hohe Strüme zu liefern und auch beim Laden diese zu nutzen.


    Aber eben nicht immer unter allen bedingungen und endlos. Und ja auch da gibt es produktionsbedingte Fehler.
    Ja, da qillt schon mal so eine Zelle auf bei hoher Leistung.
    Das wird jetzt gepuscht bis es nicht mehr geht.

    Die Hunderte von Bleibatterien, die viel zu früh einen Plattenbruch haben oder eben zu wenig Leistung bringen sind anscheinend kein Problem.

    Ich hatte letzteres schon mal aber bei meinen beiden LiFePo noch nie.

    Auch kein passendes Verhältnis, richtig. Vor allem, da ich auch chon eine Vliesbatterie 10Jahre in voller Funktion in meinem Motorrad hatte. (War auch noch billig)

    Mir geht es um die easy Winterpause ohne laden und trotz kleiner Batterie (da knausert KTM zu sehr) auch nach Wochen genug Startleistung.
    Denn ich behandle sowohl die eine als auch die andere Batterieart nach den technischen Bedürfnissen.

    Und da gehört bei keiner "Erhaltungsladung" dazu. Dafür, zugegeben, technisches Wissen. Aber vorallem den Drang auf Details zu achten und nicht einzelne Aussagen einfach zu mischen.


    Dies zur Diskussion seitens Batterie im Motorrad.
    So nun hat man diesen Booster zur Hand.
    Dass da viel Strom fliesen muss um die Starterleistung zu bringen ist klar.
    Um diese Leistung zu erreichen und dabei den Strom etwas zu senken, ist es schon denkbar ( weis ich nicht ), dass einfach die Spannung auf, zum Beispiel die genannten 15V, erhöht wird.

    Um rechtlich sicher zu sein, weil sich ja der Normlkunde keine Gedanken macht, wird dann darauf hingewiesen "nicht geeignet!...".

    So nun zur Techik.

    So eine LiFePo Batterie wird nicht schlagartik zerstört bei der Spannung. Könnte mir denken, dass auch die BMS nicht sofort abschaltet, wenn überhaupt.
    Deshalb würde ich so vorgehen: Boster dran Zündung an und Anlasser drücken. Läuft der Motor, dann sofort abklemmen!

    Die zwei Sekunden bis zum Anlasserstart nehme ich dann in Kauf.
    Das Problem ist, dass viele Menschen mit ihrer Erfahrung aus der Bleibatteriewelt an das Thema rangehen und erst mal die externe Stromquelle eine Zeit dran lassen um die schwache Batterie etwas zu laden.

    Würde ja dann mehr Strom für den Anlasser bedeuten. Ja hab ich vor 20 Jahren mit meinem Schnelladegerät auch so gemacht. Das hat ja den Start mit leerer Autobatterie nicht geschafft. Zehn Minuten dran und es ging dann.
    Ja, bei Schnelladen wurde schon damals einfach die Spannung angehoben.


    Nur meine mögliche Art der Vorgehensweise.

    Ja ich hab so ein Starthilfe/Kompressor kombinationsding, aber noch nie bei einer LiFePo benötigt.
    Ehrlich gesagt nur einmal als Starthilf bei der 790er meines Sohnes.
    Tja, drei Jahre alte Gel-Batterie nach ca. 5 Wochen stillstand im Sommer.
    Gut meine LiFePo war da erst 1,5 Jhre alt. Aber bei meiner 790er mit zufällig der gleichen Stillstandszeit merkte man nicht mal, dass weniger Leistung zur Verfügung steht.
    Ist aber kein Sparmodell sondern eine mit 6Ah.


    Wie immer Gesamtkonzept und Einsatzspektrum beplanen. Das richtige kaufen und auch richig dmt umgehen. Nicht infach, aber mchbar.

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins:

  • Ich habe Feuerwehrdienst geleistet und schon Akkubrände löschen müssen. Geschäftlich liegt der letzte aufgeblähte Akku vielleicht ein Monat zurück? Soll jeder machen was er will, aber einfach nicht rumheulen, wenn es in die Hose geht. Die heutigen Ladegeräte können Blei, AGM und Lithium und sind erst noch bezahlbar.


    Wenn man wirklich nicht warten kann, bis der Akku wieder genug Strom für den Anlasser bringt, dann Akku abklemmen, Motorrad überbrücken mit einem Startbooster oder einem anderen Fahrzeug, Akku wieder anschliessen und losfahren. Plan B, Motorrad im 6. Gang anschieben -> Problem gelöst! Unglaublich, was man zu jedem Thema für ein Theater machen muss. :sehe sterne:

    Ride hard or stay home :driften:

  • Ich behaupte jetzt mal das man den Startbooster völlig umsonst mit sich am Moped rumschleppt. Eine LiFePo funktioniert oder ist tot. ( Intaktes Ladesystem am Moped vorrausgesetzt)


    Wenn Sie tot ist nützt auch ein Booster nichts.

    Der ist für den schleichenden Tod von Bleibatterien konzipiert.


    Meiner Meinung nach wird in diesem Thread die Eroberung des Sinnlosen betrieben. Und dabei ist ChatGPT wie immer eine hervorragende Quelle von nutzlosen Wissen.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

    Einmal editiert, zuletzt von Kondos ()

  • IcWenn man wirklich nicht warten kann, bis der Akku wieder genug Strom für den Anlasser bringt, dann Akku abklemmen, Motorrad überbrücken mit einem Startbooster oder einem anderen Fahrzeug, Akku wieder anschliessen und losfahren. Plan B, Motorrad im 6. Gang anschieben -> Problem gelöst! Unglaublich, was man zu jedem Thema für ein Theater machen muss. :sehe sterne:

    Ich habe vor langer Zeit mal gelernt, den Motor ohne angeschlosse Batterie zu betreiben, tötet wahrscheinlich die Lima. Ob sich daran was geändert hat, weiß ich nicht.


    Wenn am Steuergerät zu geringe Spannung anliegt, gibt es keine Impulse für Zündung und Einspritzung. Dann kannst du schieben, bis du blau anläufst. Selbst getestet. :sehe sterne:

  • Akku wieder anschliessen und losfahren.

    Wie machst du dass ohne die Überbrückungsquelle abzuklemmen?
    Also doch lieber eine kaputte Lichtmaschine! Ziemlich sicher geht ein Steuergerät kaputt.


    Und zu deinen EInsätzen. Hast du genau nachgefragt was gemacht wurde und wie lange denn da mit einem Booster "geladen" wurde?

    Und wenn ich ein anderes Fahrzeug und Kabel zur Hand habe, warum sollte ich denn dann den Booster verwenden?

    Überbrücken mit anderem Fahrzeug geht immer.

    Viele Grüße


    Gerhard


    >>Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann wie ich darf!<<:grins: