Reifen 890 Adventure R

  • Auf meiner damaligen Ur-Ténéré hatte ich den Metzeler Enduro 3 Sahara drauf (wow, ist das schon lange her) und war begeistert - für meine Zwecke ein wahnsinns Reifen den ich gerne mal auf der 950 S oder der 890 R probiert hätte. Es gibt ihn auch heute noch, aber nicht als 150er und daher hab ich ihn nicht montiert.


    Nun mit der Husky dürfte ich ihn vom Gesetz her montieren und das hatte ich eigentlich auch vor, hab dann aber ein wirklich tolles Angebot für einen kompletten Satz Dunlop Trailmax Raid bekommen und zugeschlagen.

    Wenn der dann durch ist und es den Sahara noch gibt werde ich den montieren, vom Profil her ist da alles beim Alten nur bin ich sicher die Mischung ist auf heutigem Stand.

    Wir in Ö haben den Vorteil, daß wir uns für vorne und hinten unterschiedliche Reifenmarken montieren dürfen, in Albanien hatte ich auf der 950 S vorne den Michelin Anakee Wild und hinten den Mitas E-07+ Enduro Trail drauf - das hat prächtig funktioniert, sowohl onroad als auch offroad.

    In D ist das nicht erlaubt, vorne nen Michelin Anakee Wild bedeutet dann automatisch er ist auch hinten Pflicht (und/oder umgekehrt).

    Gruß Roland :winke:

  • Der Sahara war damals ein super Reifen. Ob der weiterentwickelt wurde und heute noch mithalten kann wäre einen Versuch wert. Unterschiedliche Reifenpaarungen sind auch in D erlaubt.

  • Vor gar nicht langer Zeit haben wir uns im Urlaub mal mit einem deutschen Motorradfahrer darüber unterhalten.

    Er war angetan von unserer Mischbereifung und meinte, daß dies in D leider nicht erlaubt sei - ich hab das 1:1 für mich so aufgenommen und nicht auf Richtigkeit hinterfragt weil's mir als Österreiche eh wurscht sein konnte/kann :grins:


    Hab jetzt mal nachgelesen und diesen Artikel gefunden => Motorradreifen-Neuregelung zu Vorgaben und Abnahme


    Da steht z.B. "Für Fahrzeuge mit einer EU-Betriebserlaubnis gilt: keine Marken- oder Profilbindungen mehr - unabhängig davon, was in der Zulassungsbescheinigung steht. Ebenso ist die Bauart der Reifen freigegeben. Bescheinigungen des Reifenherstellers sind nicht mehr notwendig. Ebenso ist Mischbereifung möglich."

    Gruß Roland :winke:

  • Was für eine NEUIGKEIT …

    😂🤦‍♂️

    Fahre ich in D schon weit über 10 Jahre so auch ohne Eu Zulassung …

    Und selbst Reifen die keine Pseudo Reifenempfehlung haben kann man fahren wenn Lastindex und Größe passt ….

    Schon immer so gemacht und gute Reifen dadurch gefunden wo sich

    Die Maschine zum Positiven „ entwickelt hat ” ….

  • In der CH haben wir keine Angaben zu Reifen und Speedindex im Fahrzeugschein.

    Da müsste man schon Zugang zum EDV System haben oder googeln wie die Reifengrösse und Speedindex ist, CH Polizei hat bei einer Kontrolle Zugang aber im Ausland hat die Polizei da keine Möglichkeit.


    Reifen mische ich bei Enduros schon lange, zur MFK ging ich aber so noch nie.

    Brauche ich auf langen Reisen mit Schotteranteil.

    Meine längste Strecke war mit K60Scout hinten und TKC80 vorne (Bei Sägezahnbildung einmal gedreht).


    Speedindex ist "heilig", aber dank der M+S Regeln wird dies auch ausgehebelt, und man sollte da im Hinterkopf behalten dass diese Regel nur im Zulassungsland gültig ist, siehe Meldungen in Italien im Sommer.

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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  • Speedindex ist "heilig", aber dank der M+S Regeln wird dies auch ausgehebelt, und man sollte da im Hinterkopf behalten dass diese Regel nur im Zulassungsland gültig ist, siehe Meldungen in Italien im Sommer.

    Und auch diese Meldung ist leider Falsch

    Das anfangs große Geschrei darüber ist schon lange absurdum geführt worden .

  • TKC80 vorne (Bei Sägezahnbildung einmal gedreht).

    Der hat ja eigentlich ne Laufrichtung. Hätte ich mich jetzt bei der 790/890er nicht mehr getraut. Wie schnell fährst du dann damit onroad und verändern sich die Fahreigenschaften?

  • Wie schnell fährst du dann damit onroad und verändern sich die Fahreigenschaften?

    Das war auf dieser Tour, 80-100kmh Reisegeschwindigkeit, beim Fahren merkte ich da keinen Unterschied:


    Scout 19xxxkm.jpg


    Der TCK80 hielt bis Lübeck, der Scout bis nach Hause mit 2-3mm aber heftigen Rissen bis fast zum Gewebe, 19xxx km.


    Auf der Route würde ich das wieder so machen, da ist kein grosser Unterschied ob 890er oder damals XT660Z.

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  • Wow, meine Hochachtung :knie nieder:


    Mein Schwager und ich sind auch viel unterwegs und zu 90% machen wir auch lange Touren (Marokko, Tunesien, Albanien, Türkei, Griechenland, usw.), aber das ist dann schon ein gaaaaanz anderes Level.

    Was uns noch interessiren würde ist, wie lange ihr da unterwegs gewesen seid, sowas geht ja nicht in 2-3 Wochen :zwinker:

    Gruß Roland :winke:

  • Hallo, ich fahre Dunlop 606 und 908 und bin mega zufrieden... natürlich etwas offroadlastig aber besser als man denkt auf der Straße... einziger Nachteil, ziehmlich schnell runter... Gruß


    IMG_7342.jpg

    IMG_7341.jpg

    KTM 890 Adventure R (Rally Umbau), KTM 890 SMT, KTM 990 RC-R, Vespa GS 160 Quattrini 244 (1964) , Vespa 50 N Egig 170 (1966)

    Einmal editiert, zuletzt von Salvatore890 ()

  • Was uns noch interessiren würde ist, wie lange ihr da unterwegs gewesen seid, sowas geht ja nicht in 2-3 Wochen

    Das Bild mit der ungefähren Strecke bezieht sich nur auf den Heidenau K60 Scout.

    Für die Route ein perfekter Reifen, Schotter und Sand in der Mongolei (1 Monat), Russland (1 Monat) bis auf Baustellen alles Teer und langweilig geradeaus, letzte Etappe Norwegen mit Teer und Kurven aber immer noch im Reisemodus geht das auch mit eckigen Reifen.

    Hauptargument für den Scout ist die Langstreckenfähigkeit mit passablen Leistungen auf Schotter.

    Da es auf der Route keine Reifenhändler gibt wo du einfach so nachkaufen kannst war das die Wahl.


    Den Weg dahin siehts du in meiner Signatur, nicht chronologisch korrekt, einfach durchklicken.

    Das schwierigste an einer Reise ist nicht die Reise selbst, es ist das Losfahren...

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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  • Hallo, ich fahre Dunlop 606 und 908 und bin mega zufrieden... natürlich etwas offroadlastig aber besser als man denkt auf der Straße... einziger Nachteil, ziehmlich schnell runter... Gruß


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    Wie lange hält die Kombi denn bei einer typischen offroadlastigen Tour?

    Also mit einem realistischen Schotter-Anteil von 10-20%?


    Meiner Meinung nach gibts ja wirklich nicht viele Kandidaten für sowas wenn man gröber als 50:50 alias AX41 oder Anakee Wild gehen will, etwas Nässe-Performance haben will und keine Laufleistung eines Motoz benötigt....


    Dunlop 908/606

    Goldentyre GT823

    Mitas Enduro Trail XT+


    Oder habe ich einen vergessen?


    Ich überlege nämlich meinen geliebten Goldentyre gegen den Dunlop zu ersetzen, der GT ist zwar super, vorallem auch onroad, aber bei einer meiner typischen Kurztrips mit 1500-2000km ist er danach immer zu schade zum wegwerfen aber zu schlecht für noch ne Tour.

    Hab also am Ende des Jahres meist jede Menge angefahrener Reifensätze zuhause liegen.

    Achtung, Warnung vor Ironie und Sarkasmus. Jedem steht es frei sich angesprochen zu fühlen oder nicht.

  • Entweder man hat Spaß und lässt die Kuh fliegen, oder man muss eben irgendwo sparen.

    Sei es auf der Straße, oder im Gelände. Oder die Anfahrt sparen.

    Die Lösung gibt es glaub nicht. Wenn man den für sich passenden Reifen gefunden hat, wird man in den sauren Apfel beißen müssen und wenn man auf seinen Touren gute Reifen drauf haben will, halbscharige einfach am Ende des Jahres entsorgen.


    Hab auch noch einen guten Dunlop Raid für hinten und einen sehr guten Pirelli STR vorne im Keller.


    Wenn einer interesse hat :grins:


    PS: Du lässt die Kuh ordentlich fliegen Berty_Fox :wheelie:


  • Ich fahre normalerweise den Mitas EnduroTrail XT+ auf Heavy Duties-Felgen und mache damit am Hinterrad etwa 2.5-4.500km


    Für Island (1290R) und TET Kroatien/Slowenien/etwas selbst geplant (890R) habe ich erstmals den 908RR draufgegeben.


    Die Laufleistung hat sich verdoppelt.

    In der obigen Kombination hat der Reifen nach 7.500km hinter sich und 4,5mm übrig. Island war aber „Reise-Modus“.

    DLzG


    Daniel
    :wheelie: :alter schwede:

  • Wow, das ist ja wirklich eine riesige Reise!

    Mich würde interessieren: Wie habt ihr so etwas organisiert?

    Hattet ihr unterwegs Werkstätten für Wartung und Reparaturen eingeplant, oder alles selbst mitgenommen?

    Und wie lange wart ihr insgesamt unterwegs?

  • Mich würde interessieren: Wie habt ihr so etwas organisiert?

    Hattet ihr unterwegs Werkstätten für Wartung und Reparaturen eingeplant, oder alles selbst mitgenommen?

    Und wie lange wart ihr insgesamt unterwegs?


    Siehe Betrag #55

    Das Bild mit der ungefähren Strecke bezieht sich nur auf den Heidenau K60 Scout.

    Zu den Fragen:

    Ich fahre nur alleine, ist einfacher...


    Etwas OT, aber trotzdem, willst du auf eine längere/weitere Tour gehen braucht es nicht viel ABER paar wichtige Punkte an Vorbereitung:

    -Reisezeit

    -Visum

    -Kranken/Unfall/Bergung/Rücktransport Versicherung, je nach Wohnort unterscheiden sich da die Lösungen

    -im jeweiligen Land vor Ort eine Haftplichtversicherung, das ist das mühsamste je nach Land, entscheidet auch ob überhaupt mit einem Mopped dort eingereist werden darf

    -Service und Reparaturen fürs Mopped sind eher einfach bis nicht vorhanden, da gibt es nicht viel vorzubereiten, kommt auf das Reiseland an


    REIFEN um wieder zu Thema zurückzukommen, mein Favorit wurde der TKC80 wenn er zu bekommen war und preislich passte.

    Wenn man so einen Laden gefunden hat, kauft man eben mal ein https://www.flickr.com/photos/159767846@N03/51624659433/

    War für mich damals der beste Kompromiss, hinten 8-10tkm vorne das doppelte, das hiess alle 6-8 Wochen einen neuen Hinterreifen organisieren...

    Top auf Schotter und Strassenbaustellen, Teer ok von der Laufleistung, Kurven/Nasshaftung war mir egal.


    Heute ist dies für mich der Anakee Wild, hatte ich dieses Jahr auf einer Spanientour, 2 Jahre davor auf Island.

    Letztes Jahr auf Island Mitas E10 Dakar , bei der Anfahrt einfach hinten drauf https://www.flickr.com/photos/159767846@N03/53828885333/ .

    Mit den vorhandenen Reifen bis kurz vor Flensburg und da bei einem Freundlichen gewechselt, per email Termin gemacht.

    2 Satz Mitas E10 Dakar dann in Reykjavik wechseln lassen, hat 3-4 mal soviel gekostet wie in D...


    Mitas E10 Dakar vs Anakee Wild:

    Der E10 war klar besser auf den Schotterpisten in Island, aber auf der Strasse durch die Profilblöcke kein Traum auf Teer in Kurven, die hat es auf Island aber kaum, Laufleistung entsprechend schlechter.

    Mitas kommt bei mir nicht mehr drauf ohne Schlauch siehe RE: 890R Schlauchlosreifen minimaler Reifendruck?

    2011-2013 Nord/Südamerika-Australien-Asien-Europa:

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