Morgens eine Diva - springt schlecht an.

  • Das liegt aber auch daran, das der Server-Raum der Käte ja auch bei Stillstand mit Strom versorgt werden will. Ich glaube nicht, dass es eine Mopedbatterie gibt, die das 1.5 Jahre durchhält. Bei einem analogen Moped der 80er-Jahre wird ja vielleicht gerade mal eine kleine Digital-Uhr betrieben. Bei meiner 99er Varadero, die nebenher auch noch so eine Diode für die Wegfahrsperre blinken liess, wäre nach 6 Monaten ohne Ladegerät auch nicht an einen Start zu denken gewesen. Und Vatters Audi A6 Modell '95 machte auch keine 6 Monate Ruhepause mit.


    Hi Hannes,


    Wenn ich als Hersteller weiß das ich Verbraucher im Ruhestand habe. Dann muss
    ich den Akku entsprechend Ausrüsten.
    Wir sind uns doch einig das ein Modernes Motorrad mindestens 3 Monate stehen
    kann und dann wieder starten soll ohne Nachzuladen.
    Alles andere ist Rückschritt.


    Servus


    Tom

  • Wenn man 10-04 hat muss es sogar 6 Monate am Stück stehen.
    Meine '12er GS hab ich reingeschoben, 6 Monate nicht angefasst und dann gestartet als wenn nix gewesen wäre ;-)
    Also ich glaube nicht, dass es an den Verbrauchern liegt. Auch alarmanlagen schalten nach 2 Wochen oder so in den Stand-By


    Man kann höchstens mal schauen ob KTm als Austausch andere batterien nimmt als die 2013'er Standardbatterien.

  • Bei meinem Moped hat der Freundliche den Ruhestrom gemessen. Danach hat er diverse elektrische Anbauten revidiert, z.B. Navi Garmin Zuom 590 an geschaltetes Plus statt an Batterie direkt usw. Wenn das Navi ausgeschaltet ist, verbraucht die Halterung gleichwohl Strom. Nicht viel, aber abgesichts der geringen Kapazität genug, um die Batterie soweit leer zu saugen, dass es für den Start nicht mehr reicht. Hier erweist sich eine LiFePo Batterie als günstiger.


    Fakt ist und bleibt aber die Erkenntnis, dass die alte Batterie den alten Anlasser nicht gepackt hat, nach Wechsel des Anlassers aber den neuen. Das legt die Annahme nahe, dass der alte Anlasser suboptimal ist.

    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • Hast du das Navi direkt an die Batterie angeschlossen?
    Wie wär es denn mal, wenn du an nen anderes Kabel gehst was nur Strom bei eingeschalteter Zündung bekommt? Das wäre übrigens generell empfehlenswert bei Motorrädern ;-)

  • Wenn ich als Hersteller weiß das ich Verbraucher im Ruhestand habe. Dann muss
    ich den Akku entsprechend Ausrüsten.


    Aber wie gross und schwer soll dann die Batterie sein ? Meine Harley hat eine deutlich stärkere Batterie, aber die schafft die Winterpause ohne Ladegerät auch nicht. Das die 12erGS vom Manni es schafft ist schön, aber jeder Fahrzeughersteller schreibt inzwischen in der Anleitung, dass bei längeren Standpausen die Batterie abgetrennt werden soll oder eben durch ein Ladeerhaltungsgerät angeschlossen werden soll.

    "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung." (Wilhelm II)

    Einmal editiert, zuletzt von Womble ()

  • Aber wie gross und schwer soll dann die Batterie sein ? Meine Harley hat eine deutlich stärkere Batterie, aber die schafft den Winterpause ohne Ladegerät auch nicht. Das die 12erGS vom Manni es schafft ist schön, aber jeder Fahrzeughersteller schreibt inzwischen in der Anleitung, dass bei längeren Standpausen die Batterie abgetrennt werden soll oder eben durch ein Ladeerhaltungsgerät angeschlossen werden soll.


    Das liegt daran das schon zu viele mitverdienen an einem Produkt.
    Darum wird immer mehr beim Einkauf gespart.
    Zum Beispiel wenn das bessere Teil 1 Euro mehr kostet ist
    das für den Verbrauer nicht viel.
    Für die Firma die 100 000 St auf einmal kaufen macht das ein Einsparen von 100 000 Euro.
    Und das summiert sich.


    Servus
    Tom

  • ich möchte mal eine Rechnung aufstellen zwecks Enntladung der Batterie.
    Ich geh mal von einer Kapazität von 6-AH aus.
    Die Wegfahrsperre läuft dauernd und evtl. noch ein paar Kleinigkeiten.
    Gehen wir von einem Ruhestrom von 5mA aus.
    Also 0,005 A * 24 Std sind 0,12 A pro Tag die der Batterie entnommen werden.
    6A geteilt durch 0,12 sind 50 Tage.
    Das heisst, daß die Batterie nach 50 Tagen Standzeit so gut wie kpl. leer sein wird.
    Heisst bei ca. 1/3 der Kapazität der Batterie wirds eng mit dem Starten.
    Das ist bei allen Modellen so, egal ob BMW, Honda oder sonst was.

    Adventure 890 R

  • Wie gesagt, bin ich von einer Kapazität von 6AH ausgegangen. Bei meiner 350er ist so eine drin.
    Was in der 1150 verbaut weis ich aus dem Stegreif nicht.

    Adventure 890 R

  • 11Ah - steht auf der 1. Seites dieses Freds.


    Die 650GS hat eine 12Ah. Und wenn die Elektronik da weniger dran nuckelt, dann hält sie eben etwas länger...

    "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist nur eine vorübergehende Erscheinung." (Wilhelm II)

  • Na ja, ...


    da spielen wohl verschiedene Dinge eine Rolle:
    Da ist einerseits natürlich der Kostendruck beim Hersteller.
    Andererseits wollen ja auch die Käufer gerne ein möglichst leichtes Moped, also auch eine Batterie mit möglichst wenig Gewicht (und natürlich auch von möglichst geringer Größe).
    Da ergibt sich dann schon rein logisch ein gewisses Dilemma:
    Die Batterie muss zwar von der Kapazität her ausreichen, um das Moped im normalen Betrieb zuverlässig zu starten, sollte aber doch auch wieder nicht so groß und schwer sein, dass man unnötig viele Kilos mit sich herumschleppt, ohne diese wirklich zu brauchen. Wenn man da also als Hersteller in so ein modernes Moped wie die @ so ein Riesending von Batterie einbauen würde, wie noch zu Zeiten der analogen Big-Twins a la Guzzi oder BMW üblich, dann würde wohl bei einem Großteil der Kunden ein Sturm der Entrüstung losbrechen.
    Die Fahrerei in der kalten Jahreszeit ist ja auch nur noch bei einer verschwindend niedrigen Anzahl von Mopedfahrern üblich. Muss man dann als Hersteller die Batterie so auslegen, dass auch bei einem Betrieb im Winter ein sicheres Starten unter allen Bedingungen garantiert ist? Hhhhhmmmm ... Gar nicht so leicht zu beantworten, oder? Ich meine natürlich ja, weil ich auch in der kalten Jahreszeit fahre. Die meisten tun das doch aber wohl nicht und wollen deshalb bestimmt keine entsprechend große Batterie im Sommer mitschleppen, die sie von der Größe her gar nicht brauchen.
    Ähnlich dürfte es sich wohl damit verhalten, wieviel Standzeit die Batterie eines modernen Mopeds ohne Nachladung verkraften können muss, um danach das Moped noch zuverlässig zu starten. Alle Hersteller empfehlen deshalb mittlerweile für solche Ruhezeiten die Verwendung eines geeigneten Erhaltungsgerätes und den Ausbau der Batterie.


    Klar ist für mich, dass ein modernes Moped zumindest in der Saison von Anfang März bis Ende November immer zuverlässig starten muss, ohne dass man ständig die Batterie mit einem Ladegerät nachladen muss. Das muss nach meiner Meinung die wichtigste Vorgabe für den Hersteller sein! Nur und erst dann, wenn er diese Vorgabe sicher einhält, kann er daran gehen, Gewicht und womöglich auch Kosten zu sparen.
    Gerade weil es an den modernen Mopeds ja keinen Kick-Starter mehr gibt und einige ja nicht mal mehr angschoben werden können (wie auch die @), ist ein sicheres, zuverlässiges Starten unter allen Bedingungen von zentraler Bedeutung . Und da waren die Herrschaften bei KTM was die AH-Zahl der Batterie und den bei den Modellen 2013 und 2014 verwendeten Anlasser betrifft wohl ein wenig zu "mutig". :zwinker:

  • Da aber bei einem Bleiakku nur ein geringer Teil der Nennkapazität entnommen werden kann, ohne den Akku zu zerschießen, ist schon lange vor den 50 Tagen Essig. Entscheidend ist für die Qualität von Starterbatterien nicht die Nennkapazität, sondern der Kälteprüfstrom, also der Strom, der bei -18°C für die Dauer von 30 s entnommen werden kann, ohne dass die Spannung unter 9V fällt.

    Gruß Bernd


    Good judgement comes from experience. Experience comes from poor judgement.

  • "Klar ist für mich, dass ein modernes Moped zumindest in der Saison von Anfang März bis Ende November immer zuverlässig starten muss, ohne dass man ständig die Batterie mit einem Ladegerät nachladen muss."
    Genau. Und da führt mich der Weg schon mal in Berge, wo es auch in der Saison mal nächtens Frost geben kann. Ich freu mich jetzt schon auf das Gespött der Mitreisenden wenn meine Käthe morgens orgelt.

    beware of the mantis

    Einmal editiert, zuletzt von HardyB ()

  • In manchen Fällen (bei mir ja gerade geschehen) reicht nach einer Dreistündigen Tour auch nur eine Nacht draußen stehen, u morgens bei 3 Grad nicht mehr zu starten.... also nix mit überwintern oder so.

  • Bin gespannt ob das Thema beim Abschlussbericht vom MRD-Dauertest vorkommt


    ... wenn das Test-Moped immer zuverlässig angesprungen ist, vielleicht gar nicht.


    Es könnte ja auch sein, dass da z.B. anläßlich eines Kundendienstaufenthaltes in der Werkstatt ein 1290er Anlasser eine "neue Heimat" gefunden hat, wenn zu vermuten war, dass es sich um das Dauertest-Moped handelte, oder? :zwinker:

  • ich verstehe die ganze Diskussion nicht mehr. Fahr zu Deinen Händler, rede mit ihm über die Schwierigkeiten beim starten und verlange einen neuen Starter von der 1290. Ein guter Händler gibt ihn Dir. Wenn Du die @ bei ihm neu gekauft hast, wird das überhaupt kein Problem sein. Mit dem 1290ziger Anlasser kann dann dieser thread geschlossen werden.

    Grüße Frank


    KTM = Kleines Technisches Meisterwerk