Aufstellmoment in schräglage

  • Hi,


    ich persönölich finde auch das das Aufstellmomewnt wesentlich größer ist, als bei der 990. Erst heute morgen, als ich noch am Anfang einer Kurve stärker gebremst habe, musste ich es feststellen, das das Beast sich aufstellen möchte. Man kann es korregieren, aber ich kenne es eigentlich nicht von der 990.... . Werde ich mir mal merken, wenn der Hintere neu kommen muss... .

    Geschwindigkeit stabilisiert

  • wieso bremst ihr überhaupt in der kurve :denk: ....sowas macht man vorher :driften: ...ist nur ne unnötige zusätzliche kraft die zum vorzeitigen verlassen des kammschen kreis führt :crazy:

  • wieso bremst ihr überhaupt in der kurve


    Weil ich so oft es geht auf unbekannten Strecken fahre und die Kurven daher nicht kenne.
    Außerdem können überraschend Hindernisse auftreten, z.B. letztens dieser Traktor mit überbreitem Anhänger

  • ... ohne jetzt eine Diskussion lostreten zu wollen, aber wie schon geschrieben, kennt man häufig die Kurven nicht und muss immer mal dann in der auch bremsen....
    Desweiteren bremse ich auch mal in die Kurve rein..... natürlich baut man die hauptsächliche Geschwindigkeit vor der Kurve ab.....
    Aber wie geschrieben wir befinden uns ja im Fred Aufstellmoment in der Kurve....
    Wahrscheinlich werde ich das bei meiner Reifenwahl berücksichtigen.... Ich war nur sehr darüber verwundert da ich das bei der SD nie bemerkt habe....

    Geschwindigkeit stabilisiert

  • Noch mal für alle die es interessiert und es überlesen haben:


    Zitat:


    In Schräglage wandert die Reifenaufstandsfläche richtung Kurveninnenseite und zwar um so weiter, je breiter der Reifen ist. Wird nun mit der Vorderradbremse gebremst, wirkt der entstandene Hebelarm zwischen der Fahrzeuglängsachse (=Lenkachse) und dem Aufstandspunkt zusammen mit der eingeleiteten Bremskraft und so entsteht ein Drehmoment um die Lenkachse. Dadurch wird das Vorderrad zusätzlich zur Kurveninnenseite eingeschlagen und das Motorrad richtet sich somit auf (vgl. umgekehrtes Lenkverhalten, Kreiselkraft).
    Das Bremslenkmoment (Produkt aus Bremskraft und Hebelarm) wächst somit mit zunehmender Reifenbreite und zunehmender Bremskraft. Zitat Ende


    Der Effekt tritt besonders stark und eindeutig bei Schreckbremsungen auf.


    Daher ist die richtige Strategie beim Bremsen in Schräglage Progressives Bremsen: In tiefer Schräglage anfangen zu bremsen, dem Bremslenkmoment auf der kurveninneren Lenkerseite entgegenhalten danach die Bremskraft verstärken, stärker Gegenlenken...usw.


    Das Ziel ist es ja die egentliche Fahrlinie/Kurvenlinie beizubehalten.


    Um das Bremslenkmoment bewusst zu erleben folgendes probieren:


    In einer Langgezogenen Kurve bei deutlicher Schräglage, das Gas halten und mit einem Finger (Zeigefinger reicht) den Handbremshebel ziehen. Es wird sich die Lenkkraft am Kurveninneren Lenkerende melden. Dort dann gegenhalten und alles ist gut. Mit mehr Kraft an der Bremse wird der Effekt dann stärker.


    Diejenigen die das nicht glauben wollen und Fahrzeugphysik ignorieren dürfen natürlich gerne einen anderen Reifen kaufen. :crazy:


    Das ändert zwar grundsätzlich gar nichts, aber der Reifenhöker will ja auch leben. :grins:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Kondos


    Alles richtig, aber das der Reifen bzw. seine Konstruktion sowie die Fahrwerksgeometrie wesentlichen Anteil an der Ausprägung haben unterschlägst du! Daher ist ein anderer Reifen durchaus schon die Lösung für die Meisten, Fakt (das begründet ebenfalls die Physik und trägt nicht der Einbildung Rechnung :zwinker: )

  • Zero mein Lieber...


    Wir müssen hier ganz klar die Anpassungsbremsung von der Notsituativen Bremsung unterscheiden.


    Bei der leichten Anpassungsbremsung ist es in Abhängigkeit von Reifenbreite (Bauart) / eingenommener Schräglage / und eingeleiteter Bremskraft durchaus möglich und auch normal das der Effekt des Bremslenkmomentes nicht spürbar wird. Weil die Kräfte zu klein sind.


    Der Threadsteller schilderte ein Notsituatives Bremsen: Schnell und überdeutlich zeigte sich der Effekt. Den übrgens auch kein normales ABS-System ausgleicht.


    Speziel die 1290 erre verfügt ja nicht über das entsprechende Bosch-System wie die @.


    Nochmal zur Klarstellung: Bei notsituativen Bremsen d.h. sehr schnellem Anstieg der Bremskraft durch den Fahrer UND DEUTLICH VORHANDENER SCHRÄGLAGE kommt es auf jedem Motorrad mit ausnahmslos jedem Reifen dazu das sich das Bremslenkmoment zeigt.


    Das ist ja auch kein Kindergeburtstag, deswegen sind schon Motorradfahrer umgekommen!


    Bei einem ambitionierten Motorradsicherheitstraining kann man den Wirkungskreis und die Gegenmaßnahmen trainieren.


    Das kostet übrigens weniger als einen Satz neuer Reifen, bringt Spaß, und hilft die Dinge in den Griff zu bekommen.



    Bierchen? :prost:

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:



  • ... die Physik ändert sich nicht, ....aber die Parameter .....und deswegen gibt's ein anderes Ergebnis





    Kondos


    Alles richtig, aber das der Reifen bzw. seine Konstruktion sowie die Fahrwerksgeometrie wesentlichen Anteil an der Ausprägung haben unterschlägst du! Daher ist ein anderer Reifen durchaus schon die Lösung für die Meisten, Fakt (das begründet ebenfalls die Physik und trägt nicht der Einbildung Rechnung :zwinker: )

    :Daumen hoch:

  • kommt es auf jedem Motorrad mit ausnahmslos jedem Reifen dazu das sich das Bremslenkmoment zeigt.


    Es hat ja niemand bestritten das dieses Verhalten unnormal sei, nur das es stärker ist als bei anderen Reifen. Habe eben nochmal in den Test geschaut, dort hat der Sportsmart2 fürs Aufstellmoment auch einen Punktabzug bekommen.

    Diejenigen die das nicht glauben wollen und Fahrzeugphysik ignorieren dürfen natürlich gerne einen anderen Reifen kaufen.


    Extra deswegen würde ich den Reifen nicht wechseln, natürlich erstmal fertig fahren. Aber das Aufstellmoment ist ja nur eines der Nachteile dieses Reifens, daher kommt sowieso danach ein anderer.

  • das ein motorrad beim bremsen in kurven dazu neigt sich aufzustellen , ist mir klar , die grenzen der physik lassen sich nicht ändern , auch klar :lol:
    mir ging es nur darum ob andere das mit der sd und den dunlops auch so stark haben , wie gesagt bei meiner smr mit pirelli rosso cosa ist es lange nicht so extrem und bei den dragon supercorsa war es noch weniger !
    habe ja jetzt gelernt das es auch mit dem schwerpunkt zu tun hat , wenn der dunlop hinten fertig ist , kommen halt mal pirellis drauf , mal sehen ob es dann besser ist !

    990-SM R :wheelie:


    SDR 1290 :winke:


    Adventure 1290 S :prost:

  • Ich halte deine Replik weder für nachvollziehbar noch sachlich oder inhaltlich angemessen.

    Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser. :winke:

  • Ich denke, eine Diskussion bzgl. des Aufstellmoments ist müßig, wenn man einerseits die Schreckbremsung in Schräglage und andererseits die "normale" Bremsung in Schräglage nicht getrennt betrachtet. Wie oben schon geschrieben, stellt sich jedes Motorrad beim (stärkeren) Bremsen in Schräglage auf. Das sind eben die phys. Gesetzmäßigkeiten. Auch das Kurven-ABS der 1190 kann da nichts machen, obschon es natürlich einen Sturz verhindern kann, da auch in dieser Situation die Räder nicht blockieren und gleichzeitig eine angepasste Verteilung der Bremskraft auf die Vorderachse bzw. auf die Hinterachse erfolgt. Trotzdem stellt sich das Mopped natürlich auf.


    Demgegenüber ist die Stärke der Aufstellneigung des Moppeds bei einer Anpassungsbremsung in einer Kurve bei Schräglage, insofern nur mäßig gebremst wird, tatsächlich u. a. abhängig von der Reifenkonstruktion. Mit manchen Reifen verspürt man so gut wie keine Aufstellneigung und andere zeigen wiederum in ähnlichen Situationen eine deutliche Aufstellneigung. Gerade diejenigen, die häufig auf dem selben Mopped öfters mal eine andere Reifenmarke probieren, merken diese Unterschied umgehend.


    Auf der Multi hatte ich zuletzt Rosso II, dann PiRo 3 und jetzt den CRA II. Der Pirelli und der Conti haben fast keine Aufstellneigung beim normalen Bremsen in Schräglage. Der PiRo 3, der ansonsten ein wirklich toller Reifen ist, hatte aber bzgl. der Aufstellneigung m. M. seinen größten Fehler. War man zügiger unterwegs, so konnte einem diese Eigenart schon die Linie versauen. Zusätzlich wurde diese Neigung auch mit zunehmender Laufleistung stärker.

    Ducati Multistrada 1200 S
    KTM Super Duke 1290 R

    Einmal editiert, zuletzt von 990SMT ()

  • Tatsächlich ist es mühsig, da man sich im Grunde nur überlegen muss wie sich die Parameter bzw. die Größen darstellen. Einer Notbremsung, was mit ABS und einem geschickten Fahrer keine Hürde ist, lässt sich begegnen (also dem Aufstellmoment). Entsprechend verlangt die Situation eben das sofortige, entschlossene Gegenlenken um weitesgehend in Schräglage zu bleiben. Das ABS trägt der Resultiernden des kammschen Kreises (ohne müsstest du das genau dosieren), nämlich aus F(brems) und F(seitenf), Rechnung, die Resultierende sollte demnach den Kreis nicht verlassen, d.h der Reifen rutscht nicht weg (was man umgekehrt gern bei Maschinen ohne ABS, bei so einem Manöver, sieht (z.B Rennstrecke), trotz der Erfahrung des Rennfahres kommt es dabei oft zu Stürzen, da die Haftung nicht mehr gegeben ist, die Schräglage konnte der Fahrer fast immer halten). Fraglich bleibt bei diesem Manöver nur die weitere Linie (auf der Rennstrecke oft kein Problem ist), die entsteht........sprich, reicht der Platz. So wirst du erleben das du bei Reifen mit geringem Aufstellmoment den oben beschriebenen Vorgang der Notbremsung noch eher zum Erfolg führst als mit einem Reifen der ein hohes Aufstellmoment hat. Tatsächlich kann dir Ersterer die nötige Zeit zur Reaktion verschaffen.


    So ist das Bremsen in Kurven, egal wie schnell, IMMER von den Faktoren Reifenkonstruktion, Fahrwerksgeometrie abhängig (das sind noch nicht mal alle)! Nur das Ergebnis sieht eben anders aus, physikalisch basieren alle Mänöver auf den gleichen Eigenschaften/Einflussgrößen.

  • Das ABS trägt der Resultiernden des kammschen Kreises (ohne müsstest du das genau dosieren), nämlich aus F(brems) und F(seitenf), Re


    Genau das, glaube ich, stimmt bei Schräglage nicht. Der resultierenden des kammschen Kreises bei Schräglage trägt nur das neue Schräglagen-ABS der @ Rechnung, die SD kann das nicht wirklich in Schräglage. Also in die Kurve drücken und ordentlich bremsen führt auch mit ABS zum Vorderradrutscher mit einem konventionellen ABS.

  • egal der bisherigen physikalischen Erklärungen habe ich die Erfahrung bei meinem jetzigen dicken V2 (Morini Corsaro) ebenfalls gemacht, dass es eindeutig an den Reifen liegt.
    Die 1290 liegt ja noch in Teilen in Österreich und China rum :zwinker:


    Michelin Road und Bridgestone BT.. , extremes aufstellen
    Pirelli Z8 leichtes aufstellen
    Pirelli Angel ST oder GT, quasi kein aufstellen.
    (und ja, fahre lieber sportliche Tourenreifen mit ca. 6-8000 km als Supersportreifen mit 3000 km. Macht sonst bei längeren Urlauben keinen Spaß. Und für mich reicht der Grip vollkommen)


    Hätte das vorher nie gedacht, dass das so unterschiedlich nur durch den Reifen sein kann.


    Werde auch bei der 1290 nach der Einfahrzeit auf den Angel GT wechseln.


    Grüße
    Dieter

    kann denn Leistung Sünde sein ? :wheelie:


  • Genau das, glaube ich, stimmt bei Schräglage nicht. Der resultierenden des kammschen Kreises bei Schräglage trägt nur das neue Schräglagen-ABS der @ Rechnung, die SD kann das nicht wirklich in Schräglage. Also in die Kurve drücken und ordentlich bremsen führt auch mit ABS zum Vorderradrutscher mit einem konventionellen ABS.


    Aber Hallo !!!! Du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten das bei Schräglage keine Haftung gibt ???? Die Resultierende aus den beiden Kräften die ich oben nannte lässt sich am Kreis sehr leicht verdeutlichen und ist auschlaggebend dafür ob dein Vorderrad rutsch oder nicht (das hat primär jetzt gar nichts mit ABS zu tun, ABS kann diesen Bereich nur bis an das Limit bringen und halten, im besten Falle)! Und "normales ABS" funktioniert natürlich auch in Schräglage (es kommt hier allerdings wieder auf mehrere Faktoren an, pauschal zu sagen mit normalen ABS rutscht man in Schräglage weg bzw. stürzt, bei Notbremsung, stimmt so nicht. Kann aber passieren wenn die Umstände stimmen und deswegen wurde auch der nächste Schritt gemacht)!


    Man darf sich aber durchaus Fragen was das Kurven ABS "sensibler" regeln kann, durch "mehr Informationen", und somit wieder das Ergebnis etwas anders ausehen lassen kann. Im Grunde dehnt es nur den Grenzbereich aus, besser gesagt ist immer näher dran und nicht darüber denn das kann beim normalen ABS ohne Schräglagenerkennung schon mal passieren, sprich die Resultierende. Beide Systeme liegen in oben genannter Situationen oberhalb der Fähigkeiten eines Menschen :zwinker: