Kettenöler - dafür, dagegen, mir doch egal.... Die allgemeine Öler-Diskussion....

  • Hallo,
    nach 140.000 Kardan km nun erstmalig Kette und null Plan.
    Einer sagt automatischer Öler ist super der andere sagt das ist so unnötig wie ein Kropf.
    Auch die Aussage der Händlerseite muss ich nicht unbedingt pro scottoiler o.ä. werten.


    Fragen des (noch) Kettenlaien:


    1. Wenn Autooiler, in welchem km Intervall sollte die Kette gereinigt werden?


    2. Wenn manuell ölen, in welchen km Intervallen? (Nach Regenfahrten soll das wohl ein muss sein)


    3. Bei manuell ölen, wieviel soll da drauf? Zuviel soll ja eine grosse Sauerei verursachen. Nur was ist zuviel?


    4. Wie steht die Gemeinde zu Autooiler vs manuell ölen?


    Greetz


    Rainer

  • Manuell nervt!
    theorethisch musste das alle 300-500km machen. wenn du das mal nicht machst geht die welt auch nicht davon unter fahr meine jetzt seit bestimmt schon 1000km "trocken" weil ich jedes mal vergesse öl in den ketten öler zu kippen. steif ist da noch nix und sonderlich warm wird sie auch nicht. gut für die lebensdauer der kette ist das natürlich nicht ;)


    tip: nimm irgendeinen kettenöler.
    kriegste schon ab 50€+
    für ~50€ gibts nen mechanischen tutoru (funktioniert, aber eher so lala)
    für 100€ nen Scottoiler mit unterdruck (bestes preis leistunsg verhältniss)
    und alles über 100€ gibts dann mit elektrischen firlefanz (eher unnötig in meinen augen)


    und was das putzen angeht, solange du kein kettenspray benutzt (das zieht dreck quasi an), reichts das wenn du das mit ner normalen mopedwäsche mit nem öligen lappen machst. dürfte bei reienr strassen ebnutzung aber eher selten nötig sein.
    ps: Bremsenreiniuger macht zwar die kette unfassbar sauber, leider auch unfassbar kaputt, also einfach nen öligen lappen nehmen und damit die kette putzen.

    dem achmed
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  • Nah ja mir ging es wie dir :zwinker: Bin nach 14 Jahren Kardan seit September wieder zurück zur Kette gewechselt. Es ist eine Umstellung keine Frage. Hatte zuerst mit PDL also Profi Dry Lube geschmiert. War mir aber auf Dauer doch etwas lästig da man bei dieser Schmierung spätestens alle 300 Km schmieren muss, noch dazu ist das Zeug bei Regen Mist :nein: Fett kenne ich noch von früher! Ich hab das Zeug damals schon gehasst das pappige klebrige Zeug. :Daumen runter: Ich hab mir inzwischen einen CLS Kettenöler gekauft und bin die letzten Tage noch knapp 400 Km damit gefahren.


    Warum ich jetzt CLS genommen habe ? Weil damit das Motorrad an wenigsten mit Öl verschmutzt werden soll. Ok ein paar Spritzer sind auch bei diesen System an der Felge und den Speichen. Aber der Vorteil gegenüber Kettenfett ist das es sich hier um Öl handelt. Mit einen weichen Tuch drüber und schon ist die Felge und die Speichen wieder sauber! Fast wie Kardan den der Stra8enstaub / Fliegen und sonstiger Dreck ist ja auch da auf der Felge. Ansonsten läuft die Kette jetzt doch deutlich leichter als mit PDL geschmiert.


    Habe keine Erfahrung mit Kettenöler vor 14 Jahren war glaub ich bloß Scottoiler auf dem Markt. Gibt aber hier genügend Lesestoff um sich einen Überblick der verschiedenen Systeme zu bekommen. Ob du jetzt was mit guten Preis Leistungsverhältnis suchst, oder mehr Wert auf perfekte Dosierung legst liegt bei dir. Einfach mal durchs Forum lesen dann kommst du schon zum richtigen System für dich :zwinker:


    PS : Willkommen im Forum :winke:

    Gruß Peter

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  • Zitat

    Woher kommt eigentlich der Mythos dass Bremsenreiniger die Kette kaputt macht?
    Bremenreiniger ist geeignet um z.B. Bremssättel zu reinigen in dem sich Gummidichtungen befinden, genau wie in der Kette auch.
    Die Dichtungen in der Kette sind gegen Öle und Kohlenwasserstoffe (Bremsenreiniger) resistent. Natürlich muss man die Kette nach dem Einsatz eines Reinigers neu fetten/ölen. Die handelsüblichen Kettenreiniger bestehen doch auch nur aus Kohlenwasserstoffe. Waschbenzin ist z.B. nahezu das Selbe wie Bremenreiniger und das wird doch auch sehr oft zur Kettenreinigung benutzt.


    Grüße
    Supergrobi


    ...weil bei abgedichteten Ketten (X, O, XW, Z....) zwischen der Rolle und der Hülse eine Fettpackung ist, die man u.U. komplett oder zum Teil rauswaschen kann.
    Deswegen kein Bremsenreiniger, da dieser Fettlösend ist.
    Mit Ölen und Fetten stabilisiert man die Abdichtung, so dass sich die Fettpackung hält. Das hält dann auch die Kette geschmeidig, - beweglich.

    Seris venit usus ab annis


  • ...weil bei abgedichteten Ketten (X, O, XW, Z....) zwischen der Rolle und der Hülse eine Fettpackung ist, die man u.U. komplett oder zum Teil rauswaschen kann.
    Deswegen kein Bremsenreiniger, da dieser Fettlösend ist.
    Mit Ölen und Fetten stabilisiert man die Abdichtung, so dass sich die Fettpackung hält. Das hält dann auch die Kette geschmeidig, - beweglich.


    jenau!


    hab ich mal gemacht. war toll und blitze blank, leider auch kommplett im arsch weil die kettenglieder danach kurzer zeit quasi unbegweglich.

    dem achmed
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  • ich seh da quasi nur rolle und genau die ölt man. oder redest du etwas vom äusserem der rolle?
    egal, hab wenig bedürfniss das jetzt weiter zu diskutieren.


    @Threadersteller
    putz deine kette einfach nicht mit bremsenreiniger. hat schon seinen grund warum das alle sagen und warum das auf dem kettenreiniger selber steht.

    dem achmed
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  • Gruß Peter

  • Bei der 1190@ ist die Ketterpflege etwas unbequemer als an anderen Mopeds. Das liegt daran, das man keinen richtigen Abstand zwischen Kette und Schwinge hat. Deshalb habe ich mich für einen Kettenoiler entschieden. Zuerst hatte ich den Tutoro dran. War davon schon begeistert, weil keine Elektonik und ich musste nicht mehr fetten. Da dieser aber nur mech. zu verstellen ist musste man immer mal auf die Kette schauen. Bei Regen etwas mehr auf ubs zuviel wieder zu, mist wieder zu wenig. Deshalb habe ich mich für den CLS entschieden. Ist zwar um einiges teurer, aber mal ehrlich. 300€ bei einem 15000@ Bike. :zwinker: Dieser Oiler kommt noch von einem Forumsmitglied und wird in Deutschland gefertigt. Wenn ich nochmal vor der Entscheidung stehen würde, ich würde gleich zum CLS greifen und mich freuen das ich mich um die Kette fast nicht mehr kümmern muss. Ansonsten ließ Dir wirklich mal die Threads dazu hier im Forum durch.

    Grüße Frank


    KTM = Kleines Technisches Meisterwerk

  • Hallo,


    erstmal vielen Dank für eure Ausführungen und Hinweise und last but not least den Willkommensgruss!


    Wenn es denn die technischen Helferlein gibt, die eine Kette mit Hinblick auf Wartung und Pflege, in die Nähe eines Kardans bringt dann gibts bei mir kein langes Überlegen.


    Zumal ich Fahrzeuge putzen leiden kann wie ein Loch im Kopf.
    Putzen jeglicher Art = Höchststrafe

  • Wie, ihr seid schon fertig? Ein Oiler-Thread ist normalerweise für 10kg Popcorn gut..... :lautlach:
    Ich sach´nur Pro Oiler; schlägt m.E. alle anderen, einschließlich des CLS, weil er distanzabhängig und geschwindigkeitsabhängig arbeitet und damit immer die perfekte Ölmenge liefert; funktioniert bei mir an drei Moppeds seit mittlerweile 7 Jahren völlig problemfrei und die Ketten halten jenseits von 40.000km... Das einzige Mal daß ich die Kette auch nur berühre ist nach intensiven Moppedwäschen (ein Mal jährlich), da gehe ich mit einem öligen Lappen über die Kette....
    Manuelles Ölen geht natürlich auch, ist aber m.E. eine Sauerei, weil erst zu viel Öl auf der Kette ist und dann irgendwann zu wenig. Und dann muß die Kette vor dem Nachölen gereinigt werden - das Problem hat man bei automatischem Ölen nicht, weil der Dreck abgeschleudert wird.
    Grüße
    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder, ohne Anspruch auf Richtigkeit / Vollständigkeit.

  • kannst das regelmäßige putzen der kette auch sein lassen. nur ölen solltest du die halt irgendwie.


    mit regelmäßigem putzen/pflege kannste aus deiner kette halt mal 40-50 tkm holen. ohne halt 20-30. ich putz z.b. maximal 1 mal im jahr und bis jetzt hielt jede kette bei mir min 30tkm.

    dem achmed
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  • Na gut, dann ich auch mal. :winke:


    Bezieht sich auf meine Varadero, da ich diese ja am längsten gefahren habe:


    Das letzte Kettenkitt (D.I.D.) habe ich proforma nach ca. 65tkm gewechselt, wobei es geschätzt noch weitere 5 bis 10tkm hätten werden können. Verbaut ist ein CLS-Öler der ersten Generation. Gereinigt habe ich die Kette nur mal zwischendurch mit etwas Lampenöl, ansonsten wurde die Kette nach einer Motorradwäsche kurz mit einem Öl getränktem Lappen abgerieben.



    Die @:


    Habe ich erst seit Mitte September als Gebrauchte mit ca. 20tkm gekauft. Zuerst bin ich aus Zeit- und Urlaubsgründen ohne Öler gefahren (ich kam mir vor, wie in der Steinzeit :crazy: ) und habe spätestens nach 500km die Kette gesprüht. Nach den ersten 2tkm habe ich wieder einen CLS-Öler verbaut. Den Unterschied konnte ich schnell feststellen; die Kette läuft bei gleicher Einstellung/Spannung wesentlich geschmeidiger und ruckfreier.

  • Letztlich - und das kommt mir bei den Kettenlaufleistungsangaben meist etwas zu kurz - ist die Lebensdauer des Ritzels für mich die technische Grenze. Bei HenRietta fehlt mir nach 20.000km noch die Erfahrung, aber bei Transe und AT sind die Ritzel nach 25.000km am Ende - und ein neues Ritzel unter einer alten Kette ist auch nicht das Wahre. Auch Kettenfett erhält meine Kette bis zum Ritzellebensende; allerdings muß ich die Kette dann häufiger nachspannen. Ob meine Kette mit Öler also viel länger als ein Ritzel hält, ist für mich zweitrangig; mit dem Ritzel wandert auch die Kette in die Tonne. Ich empfinde einen Öler als äußerst komfortabel, denn ich muß mich um die Kette buchstäblich nie kümmern. Und das ist mir die generelle Ausgabe für einen Öler wert. Daß ich mich auch nicht um die Einstellung der richtigen Ölmenge je nach Fahrverhalten kümmern muß, ist mir auch einen Zuschlag für Hi-Tech-Systeme wie ProOiler und CLS wert.
    Grüße
    Chris

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