was bedeutet „viel“ und „wenig“ Verbrauch in Liter auf 10000 km?
Scottoiler an SD1290
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- 1290
- vission
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Grundsätzliche halte ich, obwohl ich selbst noch keinen Kettenöler besitze, alle diese Geräte für sinnvoll. Alleine schon weil abgeschleuderter Schmierstoff ständig nachgeführt wird. Ist ja bei einer Verlustschmierung eine ganz elegante Sache. Über die Menge des Schmierstoffs kann man vortrefflich streiten. Der eine sagt "viel hilft viel" der andere möchte "so viel wie nötig, so wenig wie möglich"
Wichtig ist nur das der verschlissene oder verlorene Schmierstoff ersetzt wird. Das machen imo alle System bei richtiger Montage.
Aber hier wird sich nur mit den Innereien der Kette beschäftigt. Was ist mit den Zahnflanken? Da muss ja auch was hin. Und da sind die Anforderungen an den Schmierstoff ganz andere als bei der "Mikroschmierung" zwischen Rolle und Hülse. Da nutz was niedrigviskoses wenig wenn es nicht haftet. Wie schaffen das die Syteme? Oder sehe ich da ein Problem wo es keines gibt?
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OrangeS
Das ist natürlich immer relativ mit dem Verbrauch. Das kommt auch darauf an ob man im Regen oder im Glände fährt. Denn da hat man einen erheblich höheren Verbrauch.
Ich bin sehr lange den Scottoiler (Unterdrucksystem) gefahren, damit bin ich mit den 50 ml in etwa 1500-1700 km weit gekommen. Dann war noch ein Rest von etwa 5-10 ml im Tank.
Mit dem CLS EVO Tour ist das so, dass ich selbst vor zwei Jahren mal genau nachgemessen habe und da habe ich auf 13 200 km 54 ml ( können auch 58 ml gewesen sein, weiß ich nicht mehr so genau) verbraucht. Wobei ich da auch mal im Regen unterwegs war. Im Regen verbraucht das System erheblich mehr (etwa die 9fache Menge).
Hotti
Wenn die Kette richtig eingestellt ist berühren sich die Zahnflanken und die Laschen nicht. Die Innenlsche bekommt aber etwas Öl ab.
Die Kunst bei der niedrigen Dosierung ist es ein Öl zu haben, dass nicht gleich wegfliegt aber auch nicht zu sehr haftet, das ist ein schmaler Grat.
Allzeit gute Fahrt
Heiko -
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Sobald der Zahn in die Kette greift, sollte theoretisch keine Reibung zwischen dem Zahn und der Rolle entstehen.
Die Innenfläche der Rolle und Außenfläche der Hülse werden beansprucht, also die Paarung Rolle-Hülse, s. z.B. Das Bild von Hobbit im Fred 219
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Sobald der Zahn in die Kette greift, sollte theoretisch keine Reibung zwischen dem Zahn und der Rolle entstehen.
Die Innenfläche der Rolle und Außenfläche der Hülse werden beansprucht, also die Paarung Rolle-Hülse, s. z.B. Das Bild von Hobbit im Fred 219
Wenn das so wäre würde das Kettenrad oder das Ritzel nicht verschleißen. Das Rolle und Hülse beansprucht und geschmiert werden müssen ist klar. Aber grundsätzlich: keine Bewegung ohne Reibung. Wo zwei Dinge aufeinander treffen reibt es.
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Die Rolle bleibt im Zahntal stehen und bewegt sich dort nicht.
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Bei genauer Überlegung wird mir jedoch jetzt der Schmiermittelweg klar. Öl trifft seitlich auf das Kettenrad und wird durch die Zentrifugalkraft nach aussen befördert. Bei richtigem Timing trifft es da auf die Rolle der Kette, weil im Idealfall kein anderes Bauteil der Kette Kontakt mit dem Kettenrad hat. Durch Kapilarwirkung und noch viel mehr durch Flächenpressung wird das Schmiermittel Richtung Laschen befördert. Dort findet es dann seinen Weg zwischen Rolle und Hülse. Damit ist auch klar warum die Position der Düse extrem wichtig. Interessant wäre jetzt zu wissen wie die Syteme funktionieren wenn nach der Kettenradmitte dosiert wird. Also wenn Kettenrad und Kette schon ineinander Kämmen.
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Die Rolle bleibt im Zahntal stehen und bewegt sich dort nicht.
Stimmt. Aber erstmal muss sie dahin kommen. Beim Auftreffen auf den Zahn rollt sie an der Zahnflanke ab bis zum Zahntal beim verlassen umgekehrt. Das ist der Grund für dir drehbar gelagerte Rolle und warum zwischen Rolle und Hülse geschmiert werden muss.
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Dafür ist auf der Rolle ein dünner Ölfilm.
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Dann läuft ja alles wie geschmiert;)
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Heute habe ich ein Scottoiler X-System mit den von Shapeways hergestellten Komponenten an meinen GT angepasst. Ich bin sehr zufrieden mit der Installation. Vielen Dank an all das, was zur Schaffung dieser Teile beigetragen hat.
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Ich fand die innenliegene Montage nicht so toll weil die Felge dann so eingesaut wird. Ich habe mir einen 3D Drucker gekauft und hab jetzt mit meinem Prototypen angefangen für die außenliegende Montage. Der erste Testhalter wird grade gedruckt und vielleicht morgen abend mal angehalten obs auch passt. Bin gespannt.
Wenn ich ein gutes Endprodukt fertig habe was mich zufrieden stellt mache ich hier Meldung.
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Das liegt nicht an der innenliegenden Düse, sondern entweder an der nicht richtigen Position, an einem Abstand zwischen Düse und Kettenrad oder schlicht an der üppigen Dosierung.
Die Düse darf nicht zu weit vom AUflaufpunkt der Kette am Kettenrad entfernt anliegen, es darf kein Abstand der Düse zum Kettenrad geben und der Öler muss sparsam eingestellt sein (was mit unter bei einigen Modellen eher nicht geht). -
Ich bin da anderer Meinung. Aber das macht ja nichts. Ich mach das so wie ich es für richtig halte.

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Nachdem du festgestellt hast, das Hobbit hier recht hat, bleibt die Freude über deinen neuen 3-D Drucker.

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Ich hab die Düse auch innen mit dem Shapeways Teilen aud der 2. Gen. verbaut, und trotzdem keine eingesaute Felge.
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Ich verbaue an jeder Einarmschwinge und den meisten Reiseenduros oder Enduros die Düse an die Innenseite des Kettenrades. Da saut gar nix. Wichtig ist die Position der Düse.
Die Düse darf nicht zu weit vom Auflaufpunkt von Kette und Kettenrad entfernt sein. Ansonsten drückt das Öl nach außen, bevor die Kette ins Zahnrad läuft und damit fliegt das Öl in die Felge. AUch muss die Schnittfläche der Düse plan am Kettenrad anliegen, sonst bläßt der Fahrtwind das Öl nach hinten weg, auch in die Felge.
Jetzt kommt noch ein Punkt, die Ölmenge, die man abgiebt.
Wenn man relativ viel Öl mit einmal abgiebt, dann fliegt auch mehr weg. Dosiert man sehr fein, verteilt sich das Öl in der Kette.
Die Pumpe des Scottioler Systems kann die Leitung entlüften, was aber einen großen Hub und damit eine relativ große Fördermenge voraussetzt. Dadurch wird mit einem Pumpenhub eben auch viel gefördert. Das ist schön nach der Montage, denn das System kann sich selbst Entlüften.
Wir sind da einen anderen Weg gegangen. Unsere Pumpe fördert viel weniger mit einem Hub. Dadurch muss man die Pumpe zwar beim ersten mal manuell entlüften, dafür fördert sie im Betrieb aber so wenig Öl, dass fast nicht wegfliegt. Ich sage immer, wo Licht ist ist Schatten. Uns war die sparsamme Funktion wichtiger als der bequemere Einbau.
So komme ich mit unter 60 ml etwa 14 000 km weit. Damit wird gar nicht genug Öl zum rumsauen abgegeben. -
Bei mir funktioniert der Scottoiler in Verbindung mit dem tollen Shapeways-Halter, seit letzten Sommer und den ganzen Winter durch einwandfrei. Ich habe orangene Felgen und wirklich nur
feinen Nebel auf der Felge, der sich mit einem Wisch entfernen lässt.
Wenn der Halter perfekt positioniert ist und der angeschrägte Schlauch ganz knapp am Kettenrad ist, gibt es keine Probleme.
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Ich bin jetzt einiges weiter. Die Verlegung vorne am Kettenrad ist leider so nicht möglich gewesen weil der Halter immer von der Kette berührt hätte werden können. Ich hab mich jetzt zu einer Mischung aus beiden Haltern entschieden. Mein erster Prototyp hat schonmal gut gepasst. Die Platte mit den schlauchführungen kann so bleiben. Der Halter der zum Kettenblatt führt werde ich nochmal etwas verstärken(höhere) wandstärken. Der schlauch wird dann an 2 Stellen mit Kabelbindern im Rohr fixiert und kann mit gelockerter Schraube ausgerichtet werden.
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