Bei der 2016er Duke wurde derart viel am Ventiltrieb geändert, da würde ich das erste Produktionsjahr erst mal abwarten.
Könnte natürlich auch sein, dass die neue Ventilsteuerung robuster, als die bisheringen Rollenkipphebel ist.
Unterschiede zw. Model 2015 zu 2016 Duke 690
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- 690 Duke 4
- hmeiser
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Ich denke dass die nach den (angeblichen/offensichtlichen, wie auch immer) Problemen mit dem bisherigen Ventiltrieb doch besonders darauf geachtet haben dass der neue entsprechend zuverlässiger und robuster ist. Ob man sich dadurch an andere Stelle wieder ein Problem geschaffen hat wird sich mit der Zeit weisen.
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Rollenkipphebel hat der neue Kopf zumindest keine mehr,
was ich aber eigentlich als Nachteil sehe:
Das ist zwar billiger in der Fertigung und erleichtert das Schleifen der Nocke,
stellt aber wesentlich höhere Anforderungen an die Härtung und Oberfläche
und auch an das Schmierungsmanagement, um ein Einschleifen zu verhindern.
Deshalb findet man Rollenhebel oder -Stößel sonst auch nur an Industriemotoren,
wo besonders auf Langlebigkeit und Wartungsarmut Wert gelegt wird.Die Rollenkipphebel hat KTM vom seinerzeit verbauten Rotax-Motor übernommen
und die ersten Generationen LC4 hatten auch die original (!) Rotax-Hebel im Kopf,
mitsamt den ventilseitigen Einstellschrauben und den schönen Kugelpatschen unten.
(In den UNO-Gestellen haben die alten Rotaxe z.B. am Salzburgring
übrigens stundenlang 10.000 U/min gedreht und das auch gut überstanden!)
Ob bisher schon irgendein KTM-Motor Kipphebel mit Gleitflächen gehabt hat,
kann ich gar nicht sagen. Es ist jedenfalls ein mutiger Schritt
und auch mutige Käufer eines Motors, der laut KTM zu mehr als 50% neu ist.Habt ihr irgendwo gesehen, ob die Einlassventile durch Schlepphebel betätigt werden?
(Kann ja eigentlich nicht anders sein, nachdem man keine Tassenstößel sieht.)Schöne Grüße
Babsi -
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Ja, danke,
hab´s schon gefunden:
Mutig! -
Mutig!
Ja, ich vermute auch, dass KTM den neuen Motor noch gar nicht ein einiziges Mal getest hat... wahrscheinlich werden sich die Motoren der ersten Produktionschargen fast ausnahmslos auf den ersten Kilometern selbst zerlegen. Und der Illusion einer Gesamt-Laufleistung von über 800km sollte sich hier auch keiner hingeben. Fragt mal die Babsi...Ab 2017 wird es den alten, extrem ausgreiften und standhaften Motor dann ja leider gar nicht mehr geben. Sämtlich bis Q2 2017 ausgelieferte SMC-R werden dann spätestens Ende Q3 2017 alle kaputt sein. Wie kann KTM nur so mutig sein?
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Habt ihr irgendwo gesehen, ob die Einlassventile durch Schlepphebel betätigt werden?
(Kann ja eigentlich nicht anders sein, nachdem man keine Tassenstößel sieht.)Im Spare Parts Finder ist bereits die Duke 2016 hinterlegt und dort sind die beiden Schlepphebel drin.
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Danke Masterreset - hab´s schon auf motorcycle.com gesehen.
Lieber Thomas,
offensichtlich fährst und schraubst du nicht so lang KTM wie ich,
denn sonst könntest du dich an mehr als wenige Baujahre LC4 erinnern,
bei denen man - trotz bestem Öl und Wechsel in kurzen Intervallen! -
besser nach 20.000 km präventiv das Pleuelfußlager erneuert hat,
um zu verhindern, dass das Pleuel selbstständig nach draußen winkt.
(Bei der aktuellen 690 ist das Geschichte - nicht zuletzt dankt der DLC-Beschichtung.)
Auch die schwere Kupplungsbetätigung mit den 17 Ecken im Bowdenzug war ein Graus.Das ist ja schon sooo laaange her ... oder?
Von den jüngeren 690ern kennen wir z.B. Kipphebelprobleme
(gebrochen oder Rollenachsen ausgewandert infolge mangelhafter Sicherung),
Probleme mit dem Fliehkraft-Ventilaushebemechanismus, Öldurst, Kupplungsrutschen
und nur im Rennmodus befriedigend fahrbare Ruckelmappings. (Kaputt? Nein: serienmäßig!
während die Journalisten entweder nie unter 5000 U/min gedreht haben,
oder - weit wahrscheinlicher - MODIFIZIERTE Dukes zum Testen hatten.)
Das sind Fehler, die erst langsam, Schritt für Schritt, Baujahr für Baujahr ausgemerzt wurden,
bis die 2015er-Duke hält und geht wie die Sau oder wie ein Katzerl - wie man´s grad will.Das schaut mir jetzt nicht so aus,
als würde KTM ausschließlich mit langfristig erprobtem Material auf den Markt kommen, oder?
Versteht mich nicht falsch:
Da stecken eine Menge toller, neuer Ideen in diesem Zylinderkopf (Spar-1290er-Kopf?),
bei KTM bewährte, wie die Schlepphebel (1290)
bei KTM neue, wie die Gleitflächen-Kipphebel, die die Japaner schon lange bauen
und grundsätzlich neue, wie die durch die Steuerkette angetriebene Ausgleichswelle,
was es meines Wissens noch in keinem Motor weltweit gegeben hat
- interessant und spannend, aber nicht unbedingt unproblematisch.
Das KANN von Anfang an super funktionieren, aber WAHRSCHEINLICH ist das nicht
und dann geht man beim Freundlichen ein und aus,
der zunehmen immer weniger freundlich wird, weil er an Garantiereparaturen fast nichts verdient,
aber eine Menge Papierkrieg mit KTM hat.
Jetzt kann´s jeder halten wie er will:
Wer die 3 PS mehr "braucht" und dafür das Risiko auf sich nimmt,
als Testfahrer für einen zu mehr als 50% neuen (Text von KTM) Motor zu fungieren,
soll das tun - es gibt eh 2 Jahre Garantie.
Ich hab mir eine 2015er R verpasst, lass den Highscore seine segnenden Hände auflegen
und weiß, was ich damit hab.Schöne Grüße
BabsiP.S.: Trotzdem bin ich natürlich mordsmäßig gespannt auf die erste Duke V auf unserem Prüfstand!
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Hallo Babsi
ich bin da absolut deiner Meinung (vielleicht weil ich auch noch den seligen LC4 Motor nur zu gut kenne).
Ich seh das auch mit grosser Skepsis, aber ich will das neue Kind nicht zu Grabe tragen, bevor es geboren wurde. Ich geh davon aus, dass der Motor schon einige Betriebsstunden auf dem Prüfstand hinter sich hat. Und für die Mutigen gibts ja noch die Garantie.Vielmehr verwundert mich der technische Aufwand. Seit über 5 Jahren bin ich fasziniert von meiner 690er und da gibt es Einiges, was man verbessern könnte, z.B. robuste Kipphebel, ein flutschendes Getriebe, etc.. Eine zweite Ausgleichswelle gehört in meinen Augen nicht dazu. Ein Einzylinder schüttelt nun mal, das nennt sich Charakter. Und bei dem 690er Motor ist sowieso nicht viel davon zu spüren. Mit gleichem oder sogar geringerem Aufwand hatte man einen DOHC Kopf bauen können; man bräuchte nur von 1290 oder EXC abmalen. Konstruiert Mattighofen an den Anforderungen des Marktes vorbei?
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Liebe Babsi,
die Wahrscheinlichkeit, dass Du Dich mit Deinen Spekulationen blamierst liegt bei 50%, die, dass Du Dich als allwissende Expertin, die die Zukunft vorhersehen kann, feiern lassen kannst ebenfalls. Lass uns doch abwarten bis die ersten Schäden und Schwachstellen am neuen Motor bekannt werden. Dann können wir diese Diskussion sachlich führen und Du riskierst nicht falsch zu liegen sondern kannst uns Laien genüsslich das "Warum" erklären.Du redest von Mut und Risiko - ich sehe momentan nur einen (von vielen) Hersteller der einen (von vielen) neuen Motoren auf den Markt bringt. Ein normaler, ja fast alltäglicher Vorgang.
Die 2015er Duke erfüllt zudem 4 essentielle Anforderungen, die ich an mein neues Motorrad stelle, leider nicht. Eine Hypermotoard nur 2 nicht, die neue 690er Duke erfüllt sie alle. Warum sollte ich ein Motorrad kaufen, das ich als minderwertiger erachte.
Zudem bin ich gerne Tester für neue Produkte. Dieser "Mut" hat mir tatsächlich auch schon einmal das Leben gerettet. Und nur so kommt eine Pessimistin und Fortschrittsverweigerin wie Du - mit leichtem Zeitversatz - selber in den Genuss des Fortschritts. Ich gönne es Dir....
Und werde glücklich mit Deiner 2015er ...
Ist ja kein schlechtes Motorrad, nur ein veraltetes (= ein fortschrittliches von gestern) -
Konstruiert Mattighofen an den Anforderungen des Marktes vorbei.
Fahr doch erst mal die Neue und schau wie gut oder schlecht sie sich fährt und hält und urteile dann.
Si tacuisses, philosophus mansisses
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wildduck
ich habe viele deiner letzten Beiträge hier verfolgt - das vernünftigste und sachlichste was ich hier in letzter zeit gelesen habe.
@skeptiker
kann man nicht einfach zugeben, dass ktm im laufe der mehr als 20 jahre die lc4 zunehmend verbessert hat. im schnitt wurden die maschinen laufruhiger, haltbarer und stärker. ich zumindest vertraue den ktm Ingenieuren dass sie wiedermal den xten Dakarsieg dazu nutzen werden, um die neue 690er generation abermals auf ein höheres Niveau zu heben
(alles andere "melancholische gejammere" kann ich nicht nachvollziehen: was will man mehr als einen rasant hoch drehenden eintopf mit 75 ps und 150 kg - das gibt es nirgendwo sonst!) -
Was man mehr will? Durch noch kürzeren Hub mit größerer Bohrung verschiebt sich der Charakter des Motors klar in Richtung Drehzahl, statt aus dem Keller heraus zu stampfen. Das wurde ja bisher schon immer ein wenig an den 690ern kritisiert und das wird in Zukunft auch eher schlimmer als besser werden. Würde trotzdem den neuen gerne mal Probe fahren und vermute dass es ein wesentlich geringeres Problem ist als manche hier vermuten.
Denn was macht letzten Endes schnell? Ein sauber ansprechender Motor mit guten Manieren und einem breiten Drehzahlband. -
Der LC4 ist doch bekanntlich besonders auf drehfreudigkeit ausgerichtet ist. Dass sie nun noch höher drehen kann passt zur sportlichen Genetik des Motors. Wer seine 690 mit fun ausquetscht, der hat die Drehzahlnadel eh immer senkrecht kurz vorm Begrenzer stehen. Die meisten werden den zusätzlichen Puffer von +1000 U deshalb absolut positiv aufnehmen.
Die von wildduck geposteten Leistungskurven sprechen auch für sich. Da hat der alte 2015er Motor nur zwischen 3500-3800 einen kleinen Vorteil, ansonsten sieht gerade auch die Drehmomentkurve absolut top aus und die neue erreicht die Maximalleistung der alten schon bei 6500 U, um sie dann bis 9000 U gnadenlos zu versenken.
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Mit gleichem oder sogar geringerem Aufwand hatte man einen DOHC Kopf bauen können; man bräuchte nur von 1290 oder EXC abmalen. Konstruiert Mattighofen an den Anforderungen des Marktes vorbei?
Nein, sicher nicht:
KTM entwickelt seit Jahren in zunehmendem Maße für den Mainstream,
denn dort ist natürlich das große Geld zu holen,
das machen die auch sehr erfolgreich
und das ist auch nichts Böses.Auch wenn es sich im Sinne der Lagerhaltung aufdrängen mag,
z.B. den 1290er-DOHC-Kopf (mit 108 mm Bohrung knapp über der 2016er) zu verbauen,
so ist der mit Sicherheit teurer als der der Duke IV und der V.
Und dass an der gespart werden musste,
wird z.B. auch am Wegfall von Sturzbügel und -Pads augenfällig,
wie auch schon die Duke IV gegenüber der Duke III deutlich billiger ausgestattet wurde.
(Oh, dieser geilen, schwarzen 3er-Gabel weine ich nach!)
Elektronik dagegen kann man leicht aufrüsten,
denn die kostet heute erstaunlich billig
und da wird dann auch geklotzt und nicht gekleckert.Es geht jetzt gar nicht drum, ob ich mich blamiere oder nicht
("Ätsch, schon wieder ein Motorschaden?" So ein Blödsinn!),
das ist MEINE PERSÖNLICHE Meinung,
die sich aufgrund MEINER PERSÖNLICHEN Erfahrungen gebildet hat:
Ich würde mir auch keinen neu entwickelten Honda-Motor kaufen,
auch wenn ich Honda (mittlerweile) im Serienmotorenbau wesentlich mehr Kompetenz zutraue.
(... abgesehen davon, dass ich mir überhaupt keinen Hondamotor kaufen würde.
)
Deshalb bin ich ja auch froh, dass es Leute wie die wilde Ente gibt,
die sich die Neuheiten kaufen und denen es nichts macht,
ihr Moped bei der Garantiereparatur stehen zu lassen.
Sobald sich das bewährt hat, denke ich über einen Kauf nach.
Jeder, wie er will ...ZitatWas will man mehr als einen rasant hoch drehenden Eintopf mit 75 PS?
Wenn ICH etwas rasant Hochdrehendes will, dann kaufe ich mir etwas Anderes:
Das kann jeder 4-Zylinder und konnte z.B. die RD350 bei Weitem besser!
Ich hätte lieber einen Motor, der von UNTEN geht wie die Sau
und dafür lassert ICH gern die letzten 5...10 PS bleiben.
(Des wahnsinnigen Werners XT"800" oder auch die
Norton Commando 850 haben sich eingebrannt:
DAS hielt zwar nicht, aber ging wirklich fett!)Schöne Grüße
BabsiP.S.2: Der 690er-Motor läuft schon seit einigen Jahren nicht mehr bei der Dakar:
Vom Reglement ausgeschlossen. -

danke dass du den Mitlesern nicht zutraust zu wissen, dass die Dakar seit Jahren auf 450 ccm beschränkt. Das sagt viel über deine Meinung zu anderen Schreibern! Die LC4 ist der erfolgreichste Dakarteilnehmer aller Zeiten und die Härteerfahrungen daraus sind die Grundlage für die extreme Haltbarkeit der gegenwärtigen 690er “Mainstreamaggregate“.
PS: Mir ist unklar wie du ansatzweise daran denken kannst, dass man in diesem Eintopfforum bei „rasant hochdrehen“ an einen 4 Zylinder denken könnte. Der LC4 ist deshalb so wahnsinnig geil, weil vergleichbare Eintöpfe wie Yamaha XT oder Suzuki DR Welten von dessen Drehfreudigkeit und Leistungsentfaltung entfernt sind. Der neue 2016er Dukemotor toppt all dies!
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Lieber Highfender,
ich will mich mit dir nicht herumstreiten,
aber die Rally-Erfahrungen mögen VIELLEICHT beim Kurbeltrieb geholfen haben,
auch wenn der Kurbeltrieb der 2016 NIE bei der Dakar gelaufen ist,
aber was sich bei der im Kopf tut, hat nie eine Rally gesehen.Wenn du den wahnsinnig geil findest, weil der Einzylinder 9400 U/min dreht,
dann kauf ihn dir und ich bin dankbar,
dass er in DEINEM Besitz reift
und nicht in meinem.Schöne Grüße
BabsiP.S.: Ich muss mich allerdings korrigieren:
Der Rotax 998 hatte in jedem seiner Köpfe je eine Ausgleichswelle,
die jedoch von den Auslassnockenwellen über Zahnradsätze angetrieben wurde. -
Warum zerfleischt ihr euch hier gegenseitig.?
Wäre es nicht besser abzuwarten bis die 2016 die ersten Käufer erreicht hat und dann zu urteilen.
Gruß
Norbert -
Warum zerfleischt ihr euch hier gegenseitig.?
Wäre es nicht besser abzuwarten bis die 2016 die ersten Käufer erreicht hat und dann zu urteilen.
Gruß
Norbert
Das sag ich doch schon die ganze Zeit. Erst mal abwarten...bis dahin sollten wir uns ins verbaler und argumentativer Keuschheit üben. 

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Schade das sich anscheinend Leute persönlich angegriffen fühlen wenn jemand ein neues Modell gewagt findet. Ist ja schön wenn man sich mit KTM identifiziert und sich zum Fortschritt bekennt, aber schade das dadurch keine sachliche Diskussion über technische Feinheiten mehr möglich ist. Gerade die persönlichen Meinungen zur Motorentechnik (besonders der Leute vom Fach, mit mehr als 5 Jahren KTM Erfahrung) finde ich so toll an diesem Forum.
Hoffentlich werden von dieser Streiterei andere Forums Mitglieder nicht von einem Beitrag zu ihrer Meinung abgeschreckt.