Praktische Erfahrungen mit dem Drosselmapping

  • Bei meinen Kindern steht nun der Wechsel von 125er Duke auf ein A2-konformes Gerät ins Haus, was liegt da für einen Fahrer sowohl der kleinsten als auch der größten Duke näher, als zunächst mal bei den mittleren nachzuschauen.


    Vorweg: Die 390er Duke scheidet aus, obwohl ein Wechsel ja zunächst durchaus logisch und angesichts ihrer Qualitäten durchaus erstrebenswert erscheint. Dieses Mopped ist für die nun erwachsenen Kinder leider schlicht zu klein. Die Geometrie entspricht ja exakt unserer vorhandenen 125er, und die sitzt mittlerweile doch arg knapp. Außerdem sehen eher große Leute auf einem eher kleinen Mopped immer auch ein bisschen deplatziert aus.


    Also die 690er. Hier im Forum findet man dazu durchaus einige Hinweise, die sich aber im Wesentlichen auf die Duke 4 beziehen, von der Duke 5 habe ich in der Drosselversion noch nichts Konkretes gelesen. Sollte ich was übersehen haben, wäre ich natürlich für einen Link dankbar. Aber selbst über die gedrosselte Duke 4 findet sich nicht viel, mal liest man da von schlecht fahrbar und arg engem Drehzahlband, anderere sind ganz zufrieden. Alles in allem ist das nicht sonderlich aussagekräftig.


    Deshalb also hier mal ein Aufruf an alle Fahrer einer gedrosselten Duke 4 oder Duke 5, ein bisschen von ihren Eindrücken über die Motorcharakteristik ihrer A2-konformen Moppeds zu berichten. Außerdem würde mich interessieren, ob vielleicht jemand weiß, wo im Umkreis von 100km um das Bergische Land (also grob das Gebiet zwischen Münster und Koblenz, von Siegen bis Aachen) so eine gedrosselte 690er Duke bei einem Händler oder gar privat für eine kurze Probefahrt zur Verfügung steht.
    .

  • Also ich bin die 690er zwei Jahre gedrosselt, und anschliessend auch ungedrosselt gefahren!


    Ich kann nicht sagen dass sie unfahrbar gewesen wäre, sonst hätt ich die 2 Jahre nicht durchgehalten! :grins:


    Bis knapp über 5000 u/min läuft die gedrosselte eigentlich gleich wie die offene, danach passiert halt nicht mehr viel.
    Das ruckeln bei niedrigen Drezahlen hat man gedrosselt wie offen, lässt sich aber durch betätigen des Schalthebels ganz gut vermeiden.
    Mit 1.90 m hatte ich auch größentechnisch keine Probleme, ob es :kacke: ausgesehen hat weiß ich nicht, is mir aber auch egal.


    Ich hab's auf jeden Fall nicht bereut, warte aber jetzt trotzdem auf die SDR :sabber:

    Duke 690 IV


  • Vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung weiter.
    Die Duke 4/4R lässt sich super drosseln.



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    Gruß,


    690DukeR

  • Ja, 690R, so ist's in der Theorie. Genau deshalb suche ich auch eine Karre, die ab Werk über das Mapping gedrosselt ist und nicht über einen nachträglich drangebastelten Gasanschlag zu Tode gewürgt wird. In der Praxis erwarte ich allerdings weniger ideale Werte, deshalb meine Anfrage. Rale84 hat da ja schon ganz gut vorgelegt, vielen Dank schon mal dafür!
    .


  • Kann ich mich anschließen.


    Meine Freundin fährt eine 13er Duke4 auf A2, ich die offene 16er Husky 701 (selbiger Euro3 Motor).


    Beim Warmfahren merkt man überhaupt keinen Unterschied, da sie wirklich exakt gleich von unten raus gehen.


    Der untenrum zugeschnürte 690er Motor entfaltet obenrum nochmal einen richtigen Schub, und da wo dieser Schub kommen würde, ist bei der A2 Version gedrosselt. Daher kommt einem der Unterschied unterm
    Strich doch relativ hoch vor.


    Bei der A2 Version kann man im Drosselbereich zwar noch hochdrehen, aber es passiert quasi nichts mehr. Ab 140/145mkh im 4. Gang kann man dann einfach hochschalten bis in den 6. Gang, da man die Gänge nicht mehr wirklich ausfahren kann.



    Ich bin in meiner A2 Zeit eine gedrosselte BMW G650Xmoto gefahren, da gingen die 690er von den Kumpels aber deutlich besser.


    Also für einen frischen A2ler find ich eine gedrosselte 690er schon eine ordentliche Steigerung zur 125er.

  • Die oben gezeigte Kurve mit dem Drive-by-Wire Drossel-Mapping entspricht meines Wissens weitestgehend der Realität.
    Besitze selbst eine 16er 690er Duke (5) mit A2 Mapping und bin sie vor dem Kauf auch als A2 Probe gefahren.
    Bei der Probefahrt viel sofort der enorme Druck von unten im Vergleich zum Fahrschulmotorrad (800er GS) auf. Habe dann nachgefragt, ob ich wirklich auf einer A2 Duke gesessen habe :zwinker: was mir der Freundliche ausdrücklich bestätigte und meinte, dass sie bis ca. 5500 U/min der offenen Version entspricht und dann "gekappt" ist.
    Aus der Fahrpraxis kann ich bestätigen, dass sie bis zur genannten Drehzahl und ein bisschen drüber kräftig andrückt, ab 7000U/min dann aber zäh wird und wie zuvor bereits erwähnt nicht ausgedreht werden kann; wohingegen die offene Duke wohl mit dem selben Druck bis in den Begrenzer rennt :Daumen hoch: .

    KTM Duke 690

  • Das klingt doch alles schon recht vielversprechend, da werde ich auf jeden Fall in den kommenden Tagen mal rumtelefonieren, ob nicht auch bei uns in der Gegend irgendein Händler so ein gedrosseltes Teil auf dem Hof stehen hat.
    .

  • Hallo esemer


    eine gedrosselte 690 Duke, warum willst Du deinen Kindern das antun?
    Sollen die den Spaß am Motorradfahren ganz verlieren?
    Der Motor, unter 4.000 U/min, ist leider suboptimal, um es mal vorsichtig auszudrücken: Drehmoment gut vorhanden, aber kaum nutzbar, da unrunde Laufkultur eines großvolumigen Einzylinder. siehe z. B. hier > 690 Duke 5: 690 Duke5 für die Fernreise
    Die neueste Duke 5 dreht nach oben raus sehr schön und sehr vibrationsarm (ich weiß das, fahre seit 20.000km eine mit viel Freude), aber bei der gedrosselten ist so ab 6.000U/min dann schon wieder "hängen im Schacht".
    Also gerade mal 2-2.5T Drehzahl ist nutzbar!! wie soll da Fahrfreude aufkommen?


    Wenn Du deinen Kindern was gutes tun willst, greife lieber zu der neuen 390'er Duke (2017).
    Auf der sitzt man heute deutlich erwachsener (mehr Sitzhöhe, als auf der älteren Version) und der Motor ist der beste Einzylinder Motor den KTM jemals auf die Straße gestellt hat>> so was von lebendig in Leistung und Drehzahl und Rundlauf in allen Drehzahlen. Die 44PS sind mehr als satt vorhanden und für A2 ist nun auch keine Drosselung mehr notwendig.


    Wenn ich heute einen Wunsch an meiner Duke5 frei hätte: ich würde sofort den 690-Motor gegen den 390'er tauschen.
    Gruß Baron


    PS. Mein Kumpel fährt nun schon seit 30.000km eine 390 seit über 3 Jahren> Fahrwerk und Motor sind der echte Spaßbringer (hab's oft genug selbst gefahren).

  • Hm, Baron, dann werden wir bei der neuen 390er auf jeden Fall noch mal Maß nehmen - vielleicht ist die Ergonomie der neuesten Version ja doch etwas "erwachsener" als die der alten 125er. Auf jeden Fall werde ich die 48-PS-690er vorher mal fahren, um mir selbst ein Bild von der Motorcharakteristik im gedrosselten Zustand zu machen.
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  • da meint ja grad die Duke wäre unfahrbar so wie hier manche reden :kapituliere:


    kann mir jeder erzählen was er will aber ich bleib dabei, sowohl die Duke 3 als auch die Duke 4 und 5 sind mit einer der besten Einsteigermotoräder die es auf den Markt gibt.


    Da mag vielleicht eine Mt07 laufruhiger sein aber auch viel Emotionsloser und mit Garantie weniger spaßig.


    Außerdem was gibts schöneres als eine Maschine gedrosselt zu fahren und nachdem öffnen die selbe wieder ohne das man sich an ein neues Motorrad gewöhnen muss (Gibt meiner Meinung nach nichts schöneres für einen Fahranfänger).
    Jetzt kauft du die Duke 390 und nach 2 Jahren wieder eine neue? :applaus:


    NAJA jedem des seine.

    Gruß,


    690DukeR

    2 Mal editiert, zuletzt von 690DukeR ()



  • ich fahr zwar eine 690 Enduro (A2), die ja den gleichen euro3-motor hat, aber kann dir nur zustimmen..
    Klar ist sie untenrum bisschen ruppig aber das ist sie offen auch..
    Das schöne ist doch das sie untenrum so läuft als wäre sie offen, damit kann man locker mit den großen maschinen mithalten (ab 120 merkt man halt dann das was fehlt) aber wann fährste das schon..
    und nach 2 Jahren macht man die Drossel raus und hast weiterhin spaß :)


  • ...
    Da mag vielleicht eine Mt07 laufruhiger sein aber auch viel Emotionsloser und mit Garantie weniger spaßig.
    ...


    Mit dem laufruhiger hast Du recht, sogar viel laufruhiger ist sie. Aber weniger spaßig oder emotionsloser als die Duke ist sie definitiv nicht. Ich kenne beide Moppeds sehr gut, eine (offene) MT07 haben wir sogar in der Garage und ich fahre oft und gern damit herum. Sie hat unten heraus sogar mehr Dampf als die Duke 5, ist ähnlich handlich und wendig, klingt gut und nach einigen Änderungen Fahrwerks- und Bremsen-seitig (Wirth-Federn, Öhlins-Federbein, Brembo-SA-Beläge, ...) ist sie der Standard-Duke auch diesbezüglich mindestens ebenbürtig. Deshalb kommt sie als 48-PS-Karre mindestens genauso gut in Frage wie die Duke, ich muss sie nur unbedingt auch mal gedrosselt fahren. Und dann werden wir sehen, wer da die Nase vorn hat.
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  • Zitat

    Mit dem laufruhiger hast Du recht, sogar viel laufruhiger ist sie. Aber weniger spaßig oder emotionsloser als die Duke ist sie definitiv nicht. Ich kenne beide Moppeds sehr gut, eine (offene) MT07 haben wir sogar in der Garage und ich fahre oft und gern damit herum. Sie hat unten heraus sogar mehr Dampf als die Duke 5, ist ähnlich handlich und wendig, klingt gut und nach einigen Änderungen Fahrwerks- und Bremsen-seitig (Wirth-Federn, Öhlins-Federbein, Brembo-SA-Beläge, ...) ist sie der Standard-Duke auch diesbezüglich mindestens ebenbürtig. Deshalb kommt sie als 48-PS-Karre mindestens genauso gut in Frage wie die Duke, ich muss sie nur unbedingt auch mal gedrosselt fahren. Und dann werden wir sehen, wer da die Nase vorn hat.
    .


    Du redest von einer offenen Mt ich aber von einer gedrosselten. Und da ist wieder Punkt emotionslos und weniger spaßig.



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    Gruß,


    690DukeR

  • Nein von unfahrbar kann überhaupt keine Rede sein. Nur, mit einem nutzbaren Drehzahlband 2.000 U/min, wie soll da Spaß aufkommen?


    Für die 690 Duke mit allen Ein -und Austragungen der 48PS + zweimal Mapping aufspielen (einmal Mappin aufspielen 98.- € bei meinem Händler) muss man mal eben min. 8.500.-€ hinlegen, dann zwei Jahre sich mit der Drossel herum quälen, in der Hoffnung, dass man die Maschine danach noch lieb hat.
    Sorry,
    das macht doch keinen Sinn, wenn ich statt Dessen für unter 5.500.- € den vollen Fahrspaß auf einer 390 Duke, mit einem spritzigen weiten Drehzahlband habe und zudem nach zwei Jahren den geringeren Wertverlust haben werde und dann für alles offen bin.
    Aber wer weiß, vielleicht wollen die kids nach zwei Jahren die 390'er gar nicht wieder hergeben.


    Die 390 wird meistens unterschätzt. Fragt einmal "bike-didi" hier im Forum.

  • Duke690R,
    ich werde beide gedrosselt fahren, die Duke und die MT07, und dann bin ich schlauer. Allerdings bin ich mir jetzt schon ziemlich sicher, dass die MT gedrosselt im Vergleich eher noch besser wegkommt als ungedrosselt, denn die Argumente des Herrn Baron bezüglich des nutzbaren Drehzahlbandes sind nicht so einfach vom Tisch zu wischen und sprechen in der Tat für die 390er - wenn sie denn, wie schon gesagt, in ihrer aktuellen Auslegung doch noch ergonomisch passen sollte.


    Dies gilt umso mehr, als die Kinder das Fahren mit hohen Drehzahlen ja durchaus gewohnt sind, denn auf der 125er Duke spielt sich das Leben zwischen 3000 und 10000 U/Min ab. Das ist übrigens ein Drehzahlverhältnis von ungefähr 1:3.3. Ähnliches wird auch für die 390er gelten. Wenn man dieses Verhältnis für die 690er ausrechnet, landet man, optimistisch gerechnet, bei maximal 1:2 (3000:6000), in der Praxis wird es eher noch weniger sein. So was kann durchaus nerven, sonderlich spaßig ist es aber vermutlich nicht, wenn man jedesmal genau dann schalten muss, wenn der Spaß gerade erst beginnt. Und ohne Spaß gibt es zwar auch Emotionen, aber eben leider keine positiven.


    Die MT zieht übrigens schon aus niedrigsten Drehzahlen sauber und erstaunlich kraftvoll hoch, da hacken die 1- und sogar die Zweizylinder von KTM noch mehre Tausend Umdrehungen lang lustlos auf der Kette rum. Nach oben hin wird sie bei vergleichbarem Drehmoment allerdings auch nicht länger ziehen als die KTMs, das ergibt schon die reine Physik: Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl. Mit ihr käme man somit auf ein nutzbares Drehzahlverhältnis von mindestens 1:3 (2000:6000), vielleicht sogar von 1:4 (1500:6000 U/min).


    Aber, bisher steht das alles im Konjunktiv, Genaueres weiß ich, sobald die Probefahrten und das Maßnehmen auf der neuen 390er Duke absolviert sind. Ihr könnt sicher sein, dass ich Euch meine persönlichen Eindrücke und Meinung dann auch aufnötige. Im Übrigen: Die Karre ist für meine Kinder, auch wenn ich sie, genau wie die kleine Duke, hin und wieder selbst bewegen werde. Am Ende werden sie also ein ganz entscheidendes Wörtchen mitzureden haben, auch wenn ich einen Großteil der Kohle dafür auf den Tisch lege. Und auf deren Meinung zu diesem Thema bin ich mittlerweile genau so gespannt wie auf meine eigene.
    .

  • Leute, bla bla bla. Sm besten selber fahren und erfahren!
    Was soll das debatieren ob die MT besser oder schlechter ist.
    Als Aufsteiger von einer 125er mit Aussicht auf offene Leistung finde ich eine 690er nicht zu verachten. Das ist aber nur meine persönliche Meinung.


    Gruß Kai

  • Nein von unfahrbar kann überhaupt keine Rede sein. Nur, mit einem nutzbaren Drehzahlband 2.000 U/min, wie soll da Spaß aufkommen?


    Zunächst einmal hat das "Problem" der 690er unter 3500U/min nichts mit der A2-Drossel zu tun, sondern ist auch in der offenen Duke vorhanden.
    Das bei ca 5500U/min dann die Kurven abknicken heißt ja noch lange nicht,dass sie nicht weiter drehen würde. Im 2. und 3. Gang faucht die Duke auch gedrosselt ordentlich los und stürmt bis ca. 8000U/min zügig weiter.
    Und so nebenbei: Bei 8000U/min im 3. Gang ist man auf der Landstraße bereits außerhalb der erlaubten Geschwindigkeiten unterwegs.
    Das in den großen Gängen ab 130 dann das ganze etwas eingebremst wird ist übrigens der Sinn der A2-Drossel! :ja:
    Der Unterschied von der 125er auf die 690er ist schon gewaltig und am Anfang wird sicher auch kein einziges PS vermisst.
    Für mich hat gegen die 390er die Vernuft entschieden, da mir die 125er nach 2 Jahren einfach nicht mehr ausgereicht hat, hatte ich die Befürchtung, dass die 390er in 2 Jahren das gleiche Schicksal trifft. Bei der 690er gibts dann einen ordentluchen Nachlag :Daumen hoch:
    Außerdem finde ich die künstliche Fettleibigkeit der 2017er 390 nur um das Leistungsgewicht zu treffen nicht besonders zielführend :Daumen runter:

    KTM Duke 690

  • esemer,
    ich stimme dir voll zu, fahr sie alle Probe und Du bist schlauer.


    Nur eines kannst Du jetzt schon korrigieren: 3000 U/min für die untere Grenze der 690 Duke ist rundlaufmäßig für Konstant-Geschwindigkeit sehr optimistisch angesetzt.
    Meine Erfahrung > in den unteren Gängen 3.500 und im 6.Gang 4.000 U/min (das sehen auch die Tester einiger Motorzeitschriften so).


    Damit hier kein Missverständnis entsteht, ich liebe trotzdem meine ungedrosselte Duke5, weil sie so was von handlich, sportlich, leicht, puristisch und tourentauglich ist, wie kein anderes Moped. Aber den großvolumigen Einzylinder-Motor werde ich mir, bezüglich Laufkultur untenrum, nicht schön reden.

  • So, ein Anfang ist gemacht, und was für einer! Soviel ist jedenfalls jetzt schon klar: langweilig oder gar emotionsarm geht _ganz_ anders!


    Ich habe mir von einem Händler einen ausgebauten Drosselanschlag (Alphatec) von einer MT07 besorgt und diesen noch gestern nachmittag in die Karre meiner Frau (ebenfalls MT07) eingebaut, und dabei gleich die Messtechnik aus einem unserer Forschungsprojekte mit Loggern für Geschwindigkeit und Beschleunigung hinten draufgeschnallt und angestöpselt.


    Bei einer ersten Runde auf meiner Hausstrecke rund um die Dhünn- und Kerspetalsperre wurde schon nach ein paar Metern klar, dass diese 48PS-Moppeds alles andere als kastrierte Schleichkarren sind. Ich habe mich nämlich anfangs allen Ernstes gefragt, ob dieses simple Blechteil wirklich funktioniert. Die Karre hatte nach wie vor unten heraus satten Durchzug, beschleunigte beim Ausdrehen in rund 5sec auf 100km/h und auf einer Geraden lief sie schon nach kurzem Anlauf knapp 170km/h (GPS-Loggerdaten, nicht etwa Tacho!). OK, normal geht das noch etwas fixer, aber zumindest auf dieser Strecke mit zahllosen engen und weiten Kurven war kaum ein Unterschied zum offenen Original zu spüren.


    Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, habe ich mir am Gasgriff eine Markierung angebracht, die genau die Vollgasstellung der gedrosselten Version markiert und die Drossel wieder ausgebaut. Dann bin ich die Strecke noch mal abwechselnd mit offener und gedrosselter Vollgasstellung gefahren und habe schließlich anhand der Loggerdaten den jeweiligen Dampf bei offenem und gedrosselten "Vollgas" verglichen. Im Ergebnis musste ich feststellen, dass es bis etwa 5500 U/min überhaupt keinen spür- oder messbaren Unterschied zwischen gedrosselt und offen gibt. Oberhalb von 6000 U/min bringt "echtes" Vollgas zwar sukzessive mehr Druck, aber erst ab rund 8500 U/min wird es gedrosselt deutlich ruhiger, auch wenn man völlig problemlos mal bis 10.000 hochdrehen kann. Es bringt nur nichts, da kann man gleich früher schalten.


    Da man aber auf den schönsten (also kurvigsten) Strecken dieser Welt ohnehin fast ausschließlich im unteren oder mittleren Drehzahlbereich unterwegs ist, ist die Drosselung in der Praxis kaum wahrnehmbar, auch die Messwerte liegen mal über, mal unter den offenen Werten, und hängen wohl eher davon ab, wie engagiert man gerade das jeweilige Streckenstück angegangen ist.


    Alles in allem war das gestern also eine prima Vorstellung einer gedrosselten Karre, in diesem Fall der MT07. Die machte ihre Sache jedenfalls ganz hervorragend. Sie zog satt, völlig sauber, gleichmäßig und ohne nennenswerte Vibrationen ab etwa 2000U/min hoch bis 10.000 U/min, ab 6000 ließ dabei der Elan dabei ein bisschen, bei 8500 dann schon deutlich nach. Der Apparat ist dabei dermaßen elastisch, dass es eigentlich ausreicht, nach dem Losfahren schon bald den 4. Gang einzulegen und dann einfach drinzulassen. OK, zum Überholen darf's auch gern mal der 3. sein, bringt aber nicht viel. Über die anderen Qualitäten unserer nur fahrwerksseitig etwas gepimpten MT07 muss ich ja nicht viel sagen, das kann man jederzeit woanders nachlesen. Vielleicht kann ich schon morgen auch eine gedrosselte Duke 5 fahren, der Vergleich wird spannend.
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  • Hii, :Daumen hoch:
    ich habe mir letztes Jahr im Sommer eine gedrosselte 15-er duke 690 geholt, bin auch seit dem sehr zufrieden mit dem Bike. Mein erstes bike war eine honda cbr 125 und das war schon ein sehr grosser unterschied als ich zum ersten mal mit der 690 gefahren bin. Auch nach einem Jahr langweilt mich die gedrosselte Duke nicht und ich habe immernoch Respekt beim beschläunigen. Das Bike fahre ich meistens zwischen 3500 und 6500 Umdrehungen, unten rum und ganz weit obenrum macht nicht wirklich Spaß. Die Vibrationen spüre ich als Fahrer nicht zu sehr aber meine Beifahrer klagen dass die Sitzposition einfach zu hoch ist und das die Vibrationen auf der hinteren Sitzbank viel stärker spürbar sind, also wenn deine Kids häufig Beifahrer haben würde ich doch von der Duke abraten. Ich finde die Sitzlage auf der Duke geil weil ich mit meinen 195cm problemlos zum Boden komme und auch die Lenkerlage ist Perfekt abgestimmt, nur die fussbremsen Position finde ich fürn Arsch weil sie mir einfach zu hoch ist und ich den Fuss anheben muss beim bremsen. Habe letztes Jahr eine 400 km Tour mit dem Bike gemacht, alle 150km musste ich pausse machen weil es einen doch den :arsch: spüren lässt. Für mich kahm kein anderes Bike in Frage weil ich einfach ein leichtes sportliches Motorad wollte und immer schon in KTM verliebt war. Ich denke das ihr mit ner gedrosselten 690 keinen Fehler macht und das man mit ihr auch im gedrosselten modus sehr viel Spass haben kann. Ich bin froh mit meinem 32kw Bike und kann es nur weiterempfehlen. Ich denke das die Wahl am Ende doch das Herz entscheiden sollte und wenn sie die Duke vorziehen dan werdet ihr auch keinen Fehler machen mit dem Kauf.



    Ach ja, ich musste letztes Jahr mein Tacho und den Kühler auf Garantie wächseln weil sie einfach den Geist aufgegeben haben. Ich hatte warscheinlich einfach nur Pech aber habe seit dem schon einiges an Vertrauen verloren was die Langlebigkeit des Bikes angeht.