Lenkkopflager ab Werk lose?

  • Hallo!
    Gestern größere Tour durch die Vogesen gemacht. Irgendwie fühlte ich mich nicht so wohl auf der S@S. Insbesondere beim schnellen durchfahren von Kurven hatte ich oft das Gefühl , dass sie untersteuert ,manchmal gar etwas rutscht. Beim Anhalten hatte ich mir mal eingebildet ein leichtes Nicken im Lenkkopflager zu spüren , dann aber gedacht: Kann nicht sein , ist ja neu (3500km).
    Vorhin S@S auf den Hauptständer gestellt und den Nachbarn gebeten das Moped hinten zu Belasten , damit sie vorne frei wird. Sachte am Vorderrad gezogen - Klack-Klack.
    Ist das Standard bei KTM oder muss das so sein?
    Am Mittwoch hab ich Termin beim :-) zum ambulanten einstellen..... in der Hoffnung , dass es das dann war - auch mit dem Pendeln.

  • Das ist bei den SA serienmässig :lautlach: Meine SA-T hatte das auch und das Problem ist auch hier im Forum bekannt. Bei meiner hat es gereicht nochmal nachzuziehen. Andere haben ein neues Lager verbaut (bekommen)...

  • ein kleines problem mit den lenkkopflagern. meines wurde beim 1000er, 15000er und 30000er service immer ein bißchen nachgezogen wobei ich selbst das lager auch 2 mal nachjustiert habe. ich werde die lager über den winter gegen präzisionslager von emil schwarz tauschen dann sollte ruhe sein

  • Was Gernot schreibt kann ich für meine bestätigen.
    Wobei es sich nicht durch den Test lt. Handbuch nachvollziehen läßt, aber sehr wohl beim fahren.

  • Bilde mir beim Fahren auch ein die Linie würde etwas versaut, habe das aber immer auf autobahnmässig rechteckige Reifen geschoben.
    Meint Ihr Nachziehen ohne das der Wackeltest lt. Werkstatthandbuch positiv ist macht Sinn?

  • ein kleines problem mit den lenkkopflagern. meines wurde beim 1000er, 15000er und 30000er service immer ein bißchen nachgezogen wobei ich selbst das lager auch 2 mal nachjustiert habe. ich werde die lager über den winter gegen präzisionslager von emil schwarz tauschen dann sollte ruhe sein



    wollte auch die emil schwarz lager haben , aber er hat im moment noch keine , da die neue s andere lager als die Vorgänger hat :staun:



    Gruß Michael

    990-SM R :wheelie:


    SDR 1290 :winke:


    Adventure 1290 S :prost:

  • Bei meiner 1290 SAR hat sich das LKL bei rund 2.500km gelöst, einmal nachgestellt: hält nun schon 6.000km
    Ist halt ein Kugellager und keine Kegelrolle mehr, das setzt sich häufig etwas, ist dann aber unauffällig.

    rechts drehen = Landschaft schneller

  • Sorry aber da setzt sich bei fachgerechtem Einbau gar nix (Stahl ist nicht komprimierbar; entweder sitzen die Lagerschalen nach dem Einbau sauber im Lagersitz oder nicht, auch die Kugeln und Rollen sind nicht komprimierbar) und da lockert sich auch nichts, wenn die Zentralschraube ordentlich angezogen ist. Das ist keine Spezial-super-seltsam-Konstruktion sondern ein LKL. Fünf mal Nachziehen ist ein Witz, ganz offenbar wurde es mindestens vier Mal nicht richtig gemacht. Wer so was hat, sucht sich besser eine gescheite Werkstatt, mehr braucht's da nicht, schon gar kein Lager von ES.


    Nicht immer gleich paniken, KTM kann das auch ohne Emil Schwarz; die sind ja nun aus der Pendel-Diskussion der 1190 mehr als vorgewarnt und haben da diesmal sicher mehr Augenmerk drauf gelegt als auf alles andere. (das LKL meiner 2013er 1190 R ist übrigens bei 47.000km noch original und trotz vieler schlechter Straßen und Offroadeinlagen einwandfrei). Ein Kugel-LKL ist weltweiter Standard und für einen Fachmann im Zweifel sogar wesentlich präziser einstellbar als ein Kegelrollenlager. Natürlich kann ein Lager auch mal nach dem Einbau schlicht zu locker eingestellt sein, das merkt man dann beim Fahren deutlich (spätestens der Meister in der 1. Inspektion bei 1.000km muß es merken), sonst eben auch durch´s Testen an der Gabel. Dann wird´s ein (!) Mal ordentlich nach Vorgabe eingestellt und dann ist´s aber auch gut. Wenn aber ein Lager ordentlich eingebaut und eingestellt ist, bleibt es über die Lebensdauer auch ordentlich eingestellt, alles andere ist Verschleiß, das gleicht vernünftigerweise kein Nachstellen mehr aus; da hilft dann nur austauschen, irgendwann bei 50.000 km aufwärts.


    Grüße
    Chris

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  • Update: Heute beim :zunge: gewesen zum ambulanten nachstellen des LKL. War in der Tat etwas lose , hat aber bezüglich Pendeln nichts gebracht. Eben getestet. Ab 220km/h wird die Fuhre unfahrbar. Egal ob Windschild hoch oder tief , sogar auf den Tank lehnen hat nichts gebracht. Sehr unbefriedigend das Thema..... Jemand noch eine Idee?

  • Sorry aber da setzt sich bei fachgerechtem Einbau gar nix (Stahl ist nicht komprimierbar; entweder sitzen die Lagerschalen nach dem Einbau sauber im Lagersitz oder nicht, auch die Kugeln und Rollen sind nicht komprimierbar) und da lockert sich auch nichts, wenn die Zentralschraube ordentlich angezogen ist. Das ist keine Spezial-super-seltsam-Konstruktion sondern ein LKL. Fünf mal Nachziehen ist ein Witz, ganz offenbar wurde es mindestens vier Mal nicht richtig gemacht. Wer so was hat, sucht sich besser eine gescheite Werkstatt, mehr braucht's da nicht, schon gar kein Lager von ES.


    Nicht immer gleich paniken, KTM kann das auch ohne Emil Schwarz; die sind ja nun aus der Pendel-Diskussion der 1190 mehr als vorgewarnt und haben da diesmal sicher mehr Augenmerk drauf gelegt als auf alles andere. (das LKL meiner 2013er 1190 R ist übrigens bei 47.000km noch original und trotz vieler schlechter Straßen und Offroadeinlagen einwandfrei). Ein Kugel-LKL ist weltweiter Standard und für einen Fachmann im Zweifel sogar wesentlich präziser einstellbar als ein Kegelrollenlager. Natürlich kann ein Lager auch mal nach dem Einbau schlicht zu locker eingestellt sein, das merkt man dann beim Fahren deutlich (spätestens der Meister in der 1. Inspektion bei 1.000km muß es merken), sonst eben auch durch´s Testen an der Gabel. Dann wird´s ein (!) Mal ordentlich nach Vorgabe eingestellt und dann ist´s aber auch gut. Wenn aber ein Lager ordentlich eingebaut und eingestellt ist, bleibt es über die Lebensdauer auch ordentlich eingestellt, alles andere ist Verschleiß, das gleicht vernünftigerweise kein Nachstellen mehr aus; da hilft dann nur austauschen, irgendwann bei 50.000 km aufwärts.


    Grüße
    Chris

    ich will jetzt keine metalurgische diskussion starten aber stahl ist komprimierbar wie alle anderen metallischen werkstoffe auch. ein ganz kleines beispiel wäre schmieden :grins: oder sichtbar beim LKL wenn sich die kugeln, rollen in den käfig in der 0lage eingedrückt haben
    wie auch immer die LKL von ktm werden häufiger lose als bei anderen motorrädern, das ist jetzt keine expertiese sondern erfahrung. aber man kann es sehr wohl nachstellen denn auch ein LKL unterliegt einem gewissen verschleiß bevor es defekt ist, genau dafür ist der einstellmechanismus da.
    bdw die 1290 T hat kegelrollenlager und zwar aus dem grund das schulterkugellager eine geringe tragfähigkeit haben weil die auflagefläche zwischen rollkörper und lagerschale geringer ist (punktförmig bei der kugel, strichförmig bei der rolle)

  • ........... Sehr unbefriedigend das Thema..... Jemand noch eine Idee?

    Ja, einen ganz einfachen! Forensuche über pendeln bemühen. Da gibts seitenweise Erfahrungen...man muß nur lesen!


    Ich habe zig tausende km auf Schotter gefahren, auf teilweise üblen Pisten auf Kreta.......mein LKL ist immer noch das orginale, bei nunmehr fast 83.000km (vor kurzem erst beim TÜV gewesen.......). Einmal kontrolliert, aber nix wackelte und ich hab auch kein pendeln. Wie gefühlt schon 100ndert mal hier geschrieben.......Fahrwerkeinstellung kontrollieren, an die Beladung anpassen....Reifen möglicherweise wechseln (andere Typen) und Gabelverspannung kontrollieren...das was halt schon hunderte male geschrieben wurde in den zuständigen Threads....gääähn!

  • Die Suche habe ich ausgiebig bemüht. Außer das Teil in die Werkstatt bringen kam da für die 1290er nicht wirklich was bei raus. für die 1190er gab es schon mehr Lösungsvorschläge. Aber für die 1290 S@S eben leider nicht.
    Ein Motorrad darf mit der Serienbereifung nicht pendeln. Wenn der Kunde das Pendeln über die Reifen eliminieren muss , hat der Hersteller seine Hausaufgaben nicht gemacht.
    Die XR hat auch bei +250 mit Topcase nicht gependelt.....

  • Bitte jetzt keinen weiteren Pendelthread. :kotz: Praktisch alle Prüfungspunkte dort treffen auch auf Dein Modell zu.


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  • Sorry aber da setzt sich bei fachgerechtem Einbau gar nix (Stahl ist nicht komprimierbar; entweder sitzen die Lagerschalen nach dem Einbau sauber im Lagersitz oder nicht, auch die Kugeln und Rollen sind nicht komprimierbar) und da lockert sich auch nichts, wenn die Zentralschraube ordentlich angezogen ist


    Sorry JustMe, unter "setzen" versteht man unter Fachkreisen, wo ich Dich eigentlich hinzu zähle, Kriechvorgänge durch hohe Flächenpressungen.
    Diese plastischen Verformungen treten sowohl bei Passungen als auch bei Gewinden durch die "Glättung" der Oberflächenrauheit auf.
    Durch die höhere Anzahl der Trennflächen (z.B. Pressungen der Lagersitze) im Lenkkopflager und die dynamische Belastung kann sich hier Fertigungsbedingt schon mal ein gewisses Spiel einstellen.
    Je besser und somit teurer die Oberflächenqualität der Lagersitze bzw. der Gewinde, desto geringer der Setzbetrag.
    Dies ist völlig unabhängig von der Konstruktion, vom Hersteller und kein KTM Problem.

    rechts drehen = Landschaft schneller

  • otzelot


    oben im Eröffnungspost beschreibst du ein anderes Problem wie das Pendeln. Also worum gehts jetzt? Pendeln oder untersteuert sie/fühlt sich "komisch" an in schnellen Kurven bei agressiver Fahrweise?


    Pendeln - hab ich net, net bei 220km/h -> hab da immer Fahrwerk in SPORT Modus


    Das problem mit agressiven Kurven kann ich auch beschreiben wie du, aber nur wenn ich in STREET Modus bin (Fahrwerk), gehe ich in SPORT, weil ich weiss das die Lutzi gleich losgeht, ist die S@S messerscharf und präzise zu fahren durch die Kurven, zumindest für das bescheidene Level an Können das ich, was Kurvenfahren angeht, besitze.



    Eventuell bist du in SPORT oder gar COMFORT wenn du dein Bike am Limit bewegst?



    Nur ne Idee. :wheelie:


    P.S.
    Falls du zu schwereren Fraktion gehörst, wie ich, stell das Fahrwerk auf Fahrer+Gepäck ein. Hat bei mir deutlich was gebracht was die Vorderachse angeht. :Daumen hoch:

    D7


    1290 Super Adventure S

  • Ihr habt ja recht. Ja, man kann Metall komprimieren, wissenschaftlich betrachtet; und ja, da kann sich nach Einbau auch noch ein hundertstelmillimeter "Setzen". Beides ist aber irrelevant, wenn jemand vier, fünf Mal auf den ersten 10.000km das LKL nachzieht. Wenn so was auf "Setzen" zurückgeführt wird oder auf "Komprimierung", dann sollte man den Meister mal in einen komprimierten Lehrgang "LKL fachgerecht einbauen 1-01" setzen. Nach der 1.000er hat da nix mehr zum Nachstellen zu sein, so sehe ich das. Wenn man bei hoher Laufleistung mal "nachstellt", weil sich die Rollen oder Kugeln eingearbeitet haben, ist's immer noch ein Provisorium bei einem 150PS-Geschoss; was früher bei RD07 und Täterä gefühlt noch ne Ewigkeit bei 130km/h hielt, geht sich bei 250km/h nicht mehr aus.
    j


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  • Nightwolf: Vor der Ambulanten LKL-Einstellung hat sie sowohl gependelt , als auch untersteuert. Nach der LKL-Einstellung konnte ich das Untersteuern bisher mangels agressiver Kurven nicht testen. Ich fahre bisher nur im Comfort-Modus.

  • Ich fahre bisher nur im Comfort-Modus.

    Dann hast du wirklich was verpasst, die Modis sind sehr unterschiedlich. Zumal per "Quicktaste" auch sehr schnell an die Fahrsituation anpassbar. Ich fahre zu 80% in STREET, da er meiner Meinung nach sehr gelungen ist und fast alles abdeckt. COMFORT kaum, nur geradeaus auf schlechten Landstrassen. Sobald ich agressiv fahren will, bin ich in SPORT. Der unterschied zu anderen Modis, was Kurvenstabilität und Feedback vom Moped angeht, ist enorm - zumindest meine bescheidene Empfindung.


    Fahr sie ma in STREET und SPORT in den Situationen/Geschwindigkeiten wo sie dir Probleme bereitet und reflektiere es neu, wäre echt interessant.


    :wheelie:

    D7


    1290 Super Adventure S